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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-10-15 · 19 (15.10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
19 (15.10.1930)
Date
1930-10-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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- V I . .!.tuten betuui, et«; ipaunjctt Worte aussagt: „isr»o»P 11. (jc;->'l.» jKyi i>Cv ieulieu 4-1 mit 11 i>tieiv ','etoPes Vltulos, Pei .;um ■•co.iiitifei- ,1» jeuu'iii 3n|;tntt iji'|totl»em n i'»ittiik;)i.lu cu .1:1.'. Jin: s-HJ, Dvi alterotuij* locutijev ait viuno » I,->u> .>! .1:: tue moienie, iuia'|.ljoi’!lul)C* L.llCll. de-L .vmmor* :::::eu, Pie „V.'n m»;i eu eines J-lluioiljeuuy vi'U rliuljiliD ,'tll tiii.i . v.'ittun im .'Mii.ltc.iijiiuin 'liegen Pte Äiummci' Per „.-ibUoit),! ce.- .'.'iio 1 unimite in.fuge V.'iiiucntcniuiiPuiii], . n.e Nuheuae V.'.aigeiiten amh yl.i. Meine weif,, .'t»pichen. iii uituiUc:; im Pullten .•■rae: Pie Lue m Ulfen, Icm Wachier .11 '.Ia’u. 0‘1 SOih, Don hinten sitzen in iljrer Wohnitiig, Poch . 1 o je:;., ein., zwei Fianen mit Viahai beiten. sie vlicke» .e-ieiiiliiii .nn, .i.yien P.nanf. Pag nicht jeDenii.mii ejiies Der' ainnen ci;ge>-ssiginchen »Per >'>eli»ivjiaanie»ie wegtragt. mne» sogetlasi.s haben )ic an einen Panina» vür^Pein .'.'auschen gei,a»gi sogar Pei» gesangenen L-vgei wtrP m '.'Uljen freie : il'l gelohnt. _ Jüdische Handarbeiter in Frankreich. i'ou R. is> 11111> c r g. ■iiniioi Des JeutiaUjUfstomitces fui fuDijdjc Ismiguiuten.. .„■e.is „Jiutni.ijiiii'tonniec jui JnPijche ismigrauten", Dcfjcu i;oi|ip ".vii .;i\ ^.lunto ftihn, Hai Pie Vinsiedlung jüdischer v.mP .nveiiei in ^laiiiieich aibei nominen. ^ni iiaujc Seejioetteu >,ayi..- |etnei eangteit halte Pieje» la»Pivin>chajtIiche eittfieö i.uiijMo.u um .ine jeiji pei.hianlte von' vuOeiteru hervor gevi.uht. e.ni>;.ljn»h hat das sionntee ungefähr wo vlii|icDiitugcu pmaigeinijn, .u|o nngesahr Pie gleiche Zayt wie im vorigen Fayre. 0 :• 1» P.ujei vom .laaninauve» iS-esichtspuntt ans veijrnhi, von nennein-wenen :t\c|uii.iicu zu >prechen uns auf oHunö Siejer :t\e luti.ite Pen |ni;eieu isisolg per .'Uno» vorausziifagen. P-enn man ijnig.g.n Pie ^.ualnat Ser vie-her vollvrachte» Virbett m Auge» l.vei» nimmt, |o irweistXsl.h ihr Wert als niivevingl >>cher. Ware es nach nur hi»lichtlich Des „Menschenmatertals" Sie '.'lmviial dieses Fahres nineilcheiSet sich ivejentlich von Ser voichihiigeii. p te :>ielrniiernng tvirS nicht mehr ivie i'.t-i 1» P.NIS, lOi^Sem im ,'lnsianP voigenoninien, l'e>vnders in Pole» ans;>iui in jenen Landstriehen, wo es eine lansuihe jüdische Be voUeinng givt. iss liuuPeu um joi.he herangezogeu, welche tut Sie panPwntj.lwji geeignet eijchienen, Sie es wnusehten »»0 sinn oajnr hatten, an Ser schölle festzutvurzelii. 3» Stejei» .jajammenhange iguß inan Ser Tatjaehe :>iechnn»g i^tge», oaß ein groszei reit Ser :>ieliniierien Vlrbeiter Ishaluzti» waren, welche »nt Sem 'Wunsche nach Franlreich kamen, hier die Probe zeit, ihre Porberennng jnr Palajiina 511 abjoluteren u»S Sag pieje .'tanSiSaten znmniSeji moralijch, wenzi nicht auch phlijisch niiS projeuionell jm -Sie harten i'l.lerarbeiten nnd das Landleben geeignet waien. ' Tieje i'lnswahl Ser .Kandidaten tvar »mjo lvichliger, als Sie - Ia»Swir!jg>altliche .'lnjiedlting von 3"Sen r» Frankreich ein 'Weif war, weiches ziemlich plötzlich vor jich ging nnd Ser jüdische Vir bettet bei Ser Laiidbevollerung Frankreichs im allgemeine» völlig nnbelanni tji, jv Sag man anjanglich diesbezüglich sehr jkepiiich war. roch schon nach einer einzigen „raison" erzielte fe jnPii.be Landarbeit Viejultate, weiche ihr einen äußerst g»» jtig.m :>.»s verschassie» nnd f»r Sie p',»kii»si Sie beste» Perjpek tivelt eroijnen. Vlnszer Ser .ManSiSatenwahl war das Montiiee in gleicher Voeiie beninh!. Sie.Viegion seiner Tätigkeit richtig zu wähle». Fnr Pie islialn'zn», sm welche es wichtig war, ihre Probezeit in einer i'ie.ieuP Fianlreichs;n absolvieren, Seren landwirischastliche Pe Pinginigen Pe.nen Palästinas »thnelien, wählte das .Komitee das TepaiiemeiN Panelnse. pswische» Sen einzelnen VlnsieSIinige» beneh! ent teger .'toniakt, jo Sag sich Sie 'Virbeiter garnicht wie unier FiemPen, nberhanpi »i.lii eniivnrzeli oder heimatlos l»hle». Tie könne» auch ihre InltmeUen PeSnrsnisse leicht durch eine» iegeliiiagigeii ^Vlnstans.l) von Pn.ber» »nd Fonrnqlen besrieSi >t.m. T.liliesiii.li isi es auch Sem .Komitee »nt der;>eit leichter geioorSei!, de» angeiieSelten F»Se» de» moralischen nnd richter inben V-eiitanS zu leilie»? Seilen sie beStirsen. > Tie itiialiiiiiig dieses Falnes hak>igezeigt, Sag, was den jii Pii.lien VanSaibeitern am meiste» entipricht, Sie VlnsieSlniig i» Pa.litli.'ie» 111 'vier könne» sie Sie VanSwirtschast grimSllch er leinen, nnd tmv.mie eines Wahres alle Vlrbeiten vollenden, it'el.be Sei >!iie.l:t eines Pa.bilwses z» leiste» hat. .Tie '.slrbeit .nt Sen Men!.'» Pa.lnliose» hat auch »och diesen Porteil, Säst unsere .'libeinr lnei s.biiellel einen allgemeinen Ueberbli.t »ber Sen Pe uieb gewnieie». 'VlttsterSem ij»S die VebensbeSinginigen in Sen JücIiscHics \\ohlldhrtSdmt Bremen. Wir kiIkiSiii.fielt drinivcnd für iiiisi’rc KLEI DER KAMM ER I l. rri ii Anziiivc. =M.mtel, »Stiefel, ifhterw.isihe, I >.wiH'nkleidimjj mul .ttuleres mehr /uscndiuiijcn erlieteu ii.uh ( uirtenstrülte c* .Aul W miM h AMiolunij. I'ernr.: I )omslieide 2^58^ 1 >ie Nol ist Kruft! Iahrrsbrricht bei gemeinnützigen jüdischen Ehe-Anbahnnngsftcllc (tt. A.J Frankfurt a. M. Vli» VI. September satid Sie i'Zeiieialveriammliiiig des Pereins statt, in welcher Ser Tatigkeits belicht »be> das abgelansene Oieschastsjahr erstattet wurde. Pis;n»i Ml. Tezembei N.1V.1 ginge» i’.lti Vlinneldnng.il von VJimtuevu lind 71;;; von Frauen ein. Pie Vlitinelditnge» ersolgte» aus. allen Teilen Tent'chlauds,;unt Teil auch aus dem Vluslaude. Tie ver schiedeusten Perufe und die verschiedensteu wirtschastlicheu nud jo ztaleu »nd alle religiöse ktiichtnugeit sind unter den Vlnrneldungeu;n siade». Pis zniu :ll. Tezember l'.iVll wurden 1V6 Vliibahuun gen in Sie 'VTeg. geleitet, deren jjahl stieg bis zum Tepte.nber ans:lV'.i. Vliigerordentlich erschwert wird Sie Vlrbeit der E. Vl. auch dadurch, dag sie so wenig Unterstnhnng bei Sen Bewerbern »»d Bewerberinne» findet. Sie vielfach die Termine nicht eiu halten n»S Sie Briese trotz, wiederholter Mahnung nicht beautwor te». Fm Frühjahr dieses Wahres wurde eine hauptberuslich tütige Mreschastssuhrernt augestellt, der »tündliche Berkehr mit de» Bewerbern und ^ewerberiitueu und ihre» Vlugehorigeu eingesiihrt und der Vlustausch von lkichtbilderit vermittelt. Tie Vlrbeit des Bereins bedarf, joll sie erfolgreich sein, der weitgehendsten Unter* stiitzuiig seitens Ser l>llaubeusgeuolseii, wenn allerorts Freunde, Helfer und Helserinneu sich Ser C. Vl. zur Persiiguug stellen nud ihr ihre Unterstützuitg Zusagen. Fu den Porstaud wurden Frau Tarmstadter itiid Herr tllabbiner Tr. Talzberger, Frankfurt a. M., in Sen Beirat Fräu kltosenblatt, Frankfurt a. M., und Herr Tr. -Kobner, Viidwigshase», neu gewählt. Zuschristgri sind au die E. Vl., Frankfurt a. M.. lTschersheimer Landstrage ->l>, zu richten. Pachthvsen Sen bSewohuheiteu der judtschen Vlrbeiter viel äugemejjener als die Zkebeusbed»igu»g der großen mdustrtalilterteii Farmen, weuu auch »t den letzteren Sie Vlrbeit weniger schwer uns Sie Vlrbeitszeit kurzer ist. Fn sortivayreiidem Kontatt um Sem ikaudwiit, sowohl tut Felde als auch tm Hause, akklimatisiert Ser jüdische VUzbetter jich leichter au sein neues Milieu; erlernt sie spräche schneller und paxt sich, tm aUgeiueineu, Sem srau zosischeu rkanSleben besser au. Mehr noch als früher hat es sich in diesen^ Fahre bestätigt, daß Sie VliistePlung judischi;r Vlrbeiter .tu Frankreich ein lang atmiges P-erk ist und dag, um einen trrfolg zu erzielen, et» schrittweises uns maßvolles Tempo notwendig erscheint. Mau wurde einen unverzethlichen Fehler begehen, wenn »tau, Ser Vlb sviptiousfahigkeit Ser srauzostschen vtgrtlultur nicht Rechnung tragend, Vorschlägen wurde, nt nächster Zukunft tauseude jüdischer ikandarbetter nach Frankreich einwaudern zu lassen. Iss Ware ein schwerer Frrun», zu glauben, daß die Fudeu durch Massenloniiugeute i» die Vlgrikuttur eingesiihrt werdet: konnten. Mehr als in irgend einer anderen Toiuaue wirtschaftlicher Tätigkeit ist es in der VanSwirtschafi notwendig, den sitbjektiveu, moralischen und kulturellru Faktoren Rechnung zu trage», den Vittpassungsutogltchkeite» des Vlrbeiter» au das Milieu, tu welchem er leben iiud arbeiten soll, iss ist erwiesen, iveun man vom objektiven Ltaiidpnilkt ausgehend vvrjchlagt, eine möglichst große Zahl von Vtitjiedliiiigeu ohne Rücksicht aus die spezifischen Bediiiguugeu der jüdischen Vlrbeit anzustreben, mau zu dem Resultat gelangen wird, daß die so „placierten" Vlrbeiter, laum angelaugt, ihre Vlrbeit ivieder im Ttich lassen werden. Ueberflüssig zu betonen, wie sehr ein solches Resultat dem Liedlungswerke schaden kann. Hosseutlich erregt es nicht allzusehr das Mißfallen derer, die" eine isiitwicklung nt großen Zügen liebe», wenn ich betone, daß die jüdische landwirtschaftliche iSiuigration nach Frankreich sich itt gemäßigtem Tempo vollziehen »tnß. Fit schrittweise» iStappen muß »tau in geeignete» Landstrichen die Grundlage für jüdische laiidwirtschastliche Vlrbeit schassen und, mit einer langsainen und methodischen Tätigkeit, zuerst die erworbeuen Poptunten festigen, bevor mau itene sucht. 'isJiis die Methode der tsiureihuug Vieueiugesührler betrifft, empfiehlt es sich, ebenso schrittweise vorzugehen. 'Tie tsingewau denen sollte» »nbedingt stufenweise den Lehrgang vom Vlrbeitskuecht bis zum Pachter durchutacheu, und nicht „-stufen über springen", iss ergibt sich von selbst, daß die .Kandidaten, welche noch keine genügenden landwirtsctiastlichech .Kenntnisse haben, es nicht wagen können, sich sogleich bei ihrer Vlnkuust als Meier oder Pachter zu betätige». Vtber selbst solche, die in ihrer Heimat vollendete Landwirte waren, sollten diesen Lehrgang nicht ver säume». Ten» nur so erlernen skr die Gigeuarten der sranzöji scheu Vlgrikiiltur, machen sich mit de» technischen, ökonomische» itiid kviiimerziellen 'Methoden vertraut iiud, wvhlgemerkt, mit der Sprache, den landsüblichen Branchen, kurz mit dem ganze» .Konipiep von Fragen, welche ei» französischer Landwirt kenne» »»iß. Unglücklicherweise zeigen die eingesührten Vlrbeiter sehr oft Ungeduld, finden sich nicht mit der Rotweudigkeit einer sorgsal tigen Porbereilung ab. und wolle» immer wieder stufe» über springen, nm ans endgültige Ziel zu gelange». Gegen diese Un gednld der Fnkeressenten, welche gegen ihr wahrstes Futeresse verstößt, muß mit Energie gekämpft werde». Tie.Trohung einer Riederlage hängt fühlbar über dem Haupte desjenigen, lijelcher sich in der Vlgriknltnr mit einer Rapiditat, die gerade diesem Vlrbeitszweig weseussremd ist, dnrchsetzeu will. Tie Rktio» dieses Fahres hat es möglich gemacht, die wich tigiten Prinzipien herauszuarbeite» »>id die Richtliuie» für die Znknnst zu ziehe», sie hat qualitativ einige schatzeiisiverte Re inltate anszuweisen. Ter .Kern einer jüdische» Landbevölkerung besteht bereits in Frankreich. Äird er sich weiter entwickeln nud werden wir in; Lause eine.Klasse von jüdisches, Bauer» '!Li,izeln fassen selten? ' Tas wird die Znkunst lehre».

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