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Jüdisches Gemeindeblatt · 1930-10-01 · 18 (1.10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1930)
Issue
18 (1.10.1930)
Date
1930-10-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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\ dia bte ciiu'iic l\'iion Kireiieriden ('H'banfni und MdiibK'. Wie iiKnn.it ui?e: »uunmi ,'ide ' ibä die P.i'v: echnnae» nimmt, fic nii stillen Mammaldn itinidk'» ihm und seinem Mott sialtsinden. Kaum habt—Kti selbst ein cridniuerndes Peiipiel erleben ditrsen. Ter aroüe i'l.-idnb t o f e'; o t b ■> t -. c 1 '? e r> n , tmt beim Talinndnudinin de? öftere» idedanke» kamen, bcyni :Hcalt nernng vielleidu eine •.UbiiHtdmtui b.mt der Ueberlieserung des gesebestrenen bndentnins hatten bedeuten können, liest sich nach sulchen in igewinensgual sdilaslos verbrachten Aächie» des Mor gen? von seinen schillern.die borurel vorsagen, durch die auch nur leise angedeniete l'iedanken und läclubdc für null und nichtig etklan iverden. io jKitati nimmt e-? der bilde mit denr Wart, das er iäott und den Menschen gibt. e'.n'ainmentariend d.rrt ge'ag-> werde», dast das Mol. diibn' anstatt, ivie die budenseinde e? wallen, die Lauheit der jüdischen^ 'JJioral zn beweisen, in Wirklichkeit eiir Ansdruck der ungemeine» Perseiiierniig de? jüdischen niewissen-? ist. Wer nähere-? über diese-? wichtige On-bii-t jüdischer Ethik wissen will, der lese die von dem bekannten lürlehrte» Ommaiuicl Berufe 16 verfastte Pro schnn" „Eid und lg e I n b d e". die der Philo Per lag soeben in drittel inuiu'bin; dlnt.age heransbring: Ä'iai: wird dort mit veson derem n nie teste auch die Pehandlung der Petveisstüdc versolgen, die anlastlich de-? dlninberger Tälmndprozesses vorgebradn rvur den, uni die angebliche dliditberbindlichkeit de-? jüdischen Eide-? gegennber Aiditjnden darzntnn. E-? braucht hier nicht noch lange anseinandergeiebt zn tverden, dast davon kein Wort ivahr ist. Unsere dieligion verlangt von nn-? dledlidikeit im Wort und Tat gegen jedermann Es gibt keinen Tag sin jiidischen bahr, an dem rvir mehr Anlast haben, von der :>ieinheit der jiidischen Litten lehre nn-? nberzengen zn lasten, als En dem Tag. der durch das Uol.dlidre riebet enrg.ieite: ivird: am ,u’m .Uippnr. 'in seiner vertierten beier inmitten einer von bndenhast umnebelten ^cit in r,s die obige Pe>pred>nng ein klein ivenig beitragen. " Elf zu eins! Ei» Wort nach den Wahle» von Tr. Alfred Hirschberg lPcrlin.j Lnbsetnh.rlb Millionen tvahlninndige Teutsche haben am ll. Teptember iln?iren; hinter da-? nennte bcld de-? Ttiinin eitelae>evt Tte 'avdteii damit I>>7 Männer in den dent'chen ttietclie-taa, die nicht da? Per trauen ihres Wählerkreifcs ans dte X*rin- ,rebracht liatte, sondern der P e s e h l des „srnhrcrs" Adolf Eitler Tie Aationali'oziaüstisdie Ternsche Arbeiterpartei i.'lTTAPi zahlte bei 'Peginn des Wah.kanrpkes ->ttnttn Mit alteder. Eitler stellte in 'einem 'Priese „Mein Stampf" 1:10 als .° ai.l tihitit: ■v.in-i >"r bah itit: ■'iu>it '.bl taltedern vt "i" hanaern. d h Wählern, seit. Tie Erwartungen der ATTAP. ärrrgen sonnt ans höchstens zweieinhalb bis drei Millioueu Wähler, al'o ans höchstens »> bts Mandate. Wenn sie mehr als das Toppelte erreichten, atbt.es nur eine Erklärnng: Weit über die valttc der Wähler, die der Parole „T > e -? nr a l alle P e » n e!" rolgten, rvaren weder Wähler, noch Anhänger, sondern M i t - lauter Tder. tun inr .Uegelspielbilde zu bleiben: St egel- Irinnen Trer bis vier '.nlillionen Menschen wählten Hitlers Abkoniiuandierte nicht ans li e b e r z e il er u n n , sondern aus :>> e i i e n t i m e n t , it i >1>; ans Per trauen, sonder n an-? P c r - rtneislnnn. Tie zahllose deutsche bilden erschütternde eiohl von elimil io viel proaraminatisehen budenhanern als b»dcn in Tentichland überhaupt', diese sch>var;e Perhaltnisrahl von iltl verliert darnrn nicht an T Ni >o e r e, ivohl aber an -SS o f f n n ir a s I o: i,r k e i t. -t- Trei innere :He>litseittannnsarnride aibt '.Ni a r W e b e r in ieinein>nbera»s rettnalten 'Portra.re „Politik als Perus" für das Pesiehen einer Eerr'ch.rst an. Traditiondle und aejebrnästi,re :>ie aternnassorin sind die beiden ersten T'te dritte nennt er die .>1r a > i s in a-t i i dt i'" .Eeirsdra't: sie hernht aus, dem Perirrrien der Masse nun ,E h r > r in a , ',n> »'! it a d e n >r a b e eines ein reinen, »taa e> Sirieiissnisi. Provhet oder T e in a ,r v ,1 e sein. Eitler l'eüvi in den An,reu von Millionen dentsdter Mensdte» diese E'nadenaabe. weil eine rtelbewnjrte Propaganda »nr den Gebenden bereits einen Mntlros rvebt. als ob er, der bull rer;n>» „dritten tlietdr", direkter '.'lailrialtre siarls des nnoiren und Pisniarcks s^'i. T^rrnrn sehe» dte vielen, deren perionlidrer ir>e,r dnrdi;Vit unannir oder llnialnaleit a b >r> a > is geht, rn ihm hinaus und »'arten ans das 'börrnder der llmrvertrrna aller Werte, ,'ln eignem Tun.;n opiervoller Etiigabe sind die rvdrigsic» bereit. Tie opfer ten alle idron rnr El.itnae. llnd Wunder geschehen ja gerade ohne niiNvirlniig dritter. '.Üie>r'chen. die in ivarnie Wohnnngeii wollen, die ihnen ver 'prodien rvnrden, sletgerr nicht aus Parrilade». Mi', ihnen kann inan :>! e vo I t e u machen, aber kein e :>> e voInti o n. - Es genugt ihnen nicht, das; ans den Ttenrpeliiellen die Peanrtcn an stelle von Tdnvar;iotgold das Hakeukren; tut tliodaiiisdilag tragen nie wolwn überhaupt » i d> t in e h r sienipeln gehen, so» dein Arbeit haben. Ter pathetisdic Etnrveis: „b» einem bahr rvird die Eakeiikren;sahne ans dem Wallvtba» ain Plab der :>ieptrblik wehen!" kann einen Tra> voller Mensdien in Ekstase v.'-eseyen. Wenn aber in einem bahre nvd> .Eiingerdeinonstrativ ne» ersolgen, wird es dem - leeren Magen gan;lid> glcidigiiltig te-.n, rbeldres Tnmbol die innen des tlieidislages krönt, bah rr e n -nr a ch e n n s dr l s a 11. Tie Millionen werden murren: Wir haben an didi geglaubt, nun;eige da? Wunder! Und dann wird den blühenden di»kn»k>sphraie», die Hitlers M n n d e.entströmten, kein blühendes Siorn reld ans seiner jlachcu.?>a n d' entsp^edien. Tas weist -Eitler, das ivijsen seine Mitsührer. Und darr»» da-? Ttrebe» nach Legalität damit die Herrsdiast weitcrbe »ehe, avenir-das Eharisma schwindet. Legalität bedeutet: unaus salliger werden, die Perantivorinng ans breitere bnndamentc, ans anoninnere nlrwalien verteilen. Tarnin wollen die Patio nalio;ialisten and> nidit da-? binan;, das Arbeit-?., das Wirt 'diastsminisieriuin, sondern sie erstreben die Positionen dcr lilcw a 11 a n-? n b n n g. Madrt besibcn heistt eicit geivinnc». b» S.r Politik vergistt,i»an sehr rarch. Mit 'jciigewinn ist viel, für den E h r g e i; der b it h r c r alles g e >v o n n c u. Tas dentidie budentnin, dem die -Hebe der nnverantw örtlich e n Teinagogen galt, wird ohne Zweifel das A b len lnngsobjekt der;nr tliettnng Ternsdrlands geivähltcn JOT Männer braktion im dieid'stage sein. Uns bedeutet Teutsdilands Perelendnng Elend in den eigenen dieihen. Tw Hvsfnnngslvsig leit der ganze» deutschen bugend lastet auch ans nnscrc jungen Meirtdieir. Ter Mittelstand unserer n>e»ieinsdiafi schwindetrasd-er als der unserer nichtindiidren Umwelt.? Teutsdilands Aufstieg ist unser'sehnlichster Wunsdi. nidu um der Toiideriviintdie dieses oder jenes in nnseren tlieihen willen, sondern iveil d i e s e s L a it d n n f c r V e b e » -? r a n in ist, von «'reneratioiteii mit Tdnveist und Pint erworben und gedüngt. Aber wir ivollen itidil nnblos geopfert werden, mit den ’,:Kettorit" als ..Tviele" fitv d^e Majje tu dienen, die wen -tneits n,r kurte P.eir ans „Prot" vergerien lassen. Wir m i, s s e n utts webrri. und wir iverden »ns wehren! Und hierbei ist das Perhaltnis »int J 1:1 n n s e r c Ltärke. Persaininliingen kann man in Parteitrirnnphe verwandeln, wenn man ruft: bhr seid arm? Aehmls den bnden! Elegenüber der Wirklidikeit ivird die verspredicnde Eleste aus die vielherusenert jüdjsdren täoldberge zögernder, sparsamer angewendet werden, weil and) hier nur da-? Wenigste von dem, was ser-nher glänzte, aus der Aälic sich als golden erweist. Ueber i'edis Millionen nationalsozialiriitdie Wähler und die zur Anfpnisdrung der Massen dunkel und geheimnisvoll geschilderte Macht des buksntnins wedl künftig nur »nwilligen Widersprndi: Was sind da-? für W e l I herrsche»', diese gesährlidien „Weisen von; j i o it", meint sie nidit einmal die b»dcn in denr einen Teuisdiland vor lvirtsdiastlidien und politisdicn Eresahren sdinben, nicht einen>Ticg des Aationalsozia lisntns verhindern konnten! Wir deuisdien bilden sind die erste praktisdie Probe auss Erenipel des »aiivnalsozialisliidien Programnis. An »ns wird ndi seine Leere, seine U n >v a l> r h a f > i g k r i t, seine Me säi, rIid> I e i t zuerst erweisen. Tarum ist unsere Ausgabe: bedeut Persndi, unsere verfassnngsniästig geivährlgisteten und praktisch begrnndeien Aediie zu sdiniälern und-zu vernichte», zähen und mrriige» Widerstand enigegenznsebe» und il>n. seines dem-., gogisdre» Eharakters entkleidet, aller Welt, and, den national iozialisiiidren Mitlänser», a l s n n t a u g I i d> e n P e r s u d>; n > P e i d> l e n n i g u n g d e -? d e n t s d> e n W i r d e r a n s st i e g -? zu erweisen. Tas E>e>vijieri der überiviegenden Mehrheit K-? deutsdie» Polle-? s»r die brage von die du und Tiulidileit ist nidit geschwunden: e-? in nur nötig, es zn wdden und. die Menidien unseres >rreise-?, kämpserisdre 'Mensdien,' zn stärke», damit sie es u'gdi halten und ansterhalb unserer sircise die Pirleir sinden, die diese dentidie Ausgabe mite rsül len ivollen. Wir dentsdien bnden brandien sür deü siginpf, der uns bevor sieht, nichts an nnscrer »iensdilidien Mesaiuthalinng zu ändern. To. wie wir s i n d, trijst nn? der nationalsozialistisd>e Anstnrin ohne innere oder äustere Pereditigniig. Aber aktiver mnssen ivir iverden. Ter Wille, die Heimat unserer Ahnen unsere» .mindern als.Heimat zn überliesern, ist nn ersdiiitierlidie Pasis unseres »ampses. Auf ihr stehen wir und tnhren ihn mit klarem .Uopie, gründlidrer Tadikenntnis, Peliebr rdinng auch nebensädilidi annintenden Tatsadienitoises. Tie -seit de-? P e i j e i t e st e l> e n-? ist ebenso vorüber ivie die Mnsze ge niesterisdier Siritik. Schaufensfer«Angebote Qualifätsmöbel zu auffallend niedrigen Preisen v Möbelhaus Franz Jürgens An den Häfen 72-74

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