Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 18 (1.10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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DIR JÜDISCHE HANDWERKER ZEITSCHRIFT > ORGAN DES FÜR HANDWERK UND GEWERBE GESAMTEN JÜDISCHEN MITTELSTANDES Herausgegeben vom Zentralverband jüdischer Handwerker Deutschlands E. V.. Sitz Berlin , Postscheck-Konto: Berlin NW 7, Nr. 84226 Verbandsleitung: Wilhelm Marcus, Berlin 8 42, Alexandrinenstraße 97 (Tel.: A 7 Dönhoff 6574) ng: Fernspr.: E 3 Königstadt 2490. Alle redaktionellen Anfragen und Einsendungen sind an die S c h r I f 11 e i t u n g des „Jüdischen Handwerker“ zu richten. Geichiftsitello und Anxelgenverwaltung: B i k o-V erlag. Berlin SW 19, Kurstr. 34-35; Fernspr.: A6 Merkur 1182. Postscheck-Konto: „Druckerei Brko“, Berlin NW 7. Nr. 21 442. Oer „Jüdische Handwerker“ erscheint einmal monatlich, in der ersten Hälfte jedes Monats. RedaktionsschfuB am 15. jedes Monats.. Bestellungen nimmt der Biko-Verlag. Berlin SW 19, Kurstr. 34-35 entgegen. Bezugspreis: vierteljährlich 1— R^fl. jährlich 4.— RM einschlreültch Bestellgeld. Einzelnummer 50 Pfg. I Anfrage. SchtuQ der Anzeigenannahme am 1. jcd. " Anzeigenpreise auf Anfrage. . jedes Erscheinungsmonats. XXII. JAHRGANG BERLIN / SEPTEMBER 1930 - Nr. 9 INHALT: Wirtschaftlichkeit oder Untergang (Von Louis Wolff, Berlin) — Oscar Unikower, Breslau, SO Jahre — Rechtsschutz-Abteilung — Aus dem Verbände — Aus unseren Ortsgruppen (Berlin. Breslau. Hamburg. Hannover. Berlin Gehilfenverein) — Die Jüdische Frau — Jüdisches Lebert — Niederlassungsmöglichkeiten. AUFRUF! I UI« btbar lind V erheeiend sind die Aiisvv irkunge» dt-, M ir'lsil,afi»no, in >üdi»then kreisen. \or allein im gew e rl»l ielien Milleisland; v-cnirsaclit diireli die allgemeine seid ec hie wirtschaftliche Lage. besonders aber durch einen sich täglich »teige« adci» Antisemitismus. I »zählige selbständige Existenzen sind 11iv111 nur er»« liiiileri. »ondrrn z. I. /.um Erliege» gebracht worden. Menschen, die früher in geordneten Ycrhallui»»en {jelebl haben, selten keine Möglichkeit mehr den Daseinskampf n»f/u»chme». wenn in diesem Augenblick hÖchsler Not der Ernst der Stunde von denen nicht erkannt wird, die in der glücklicheren Lage sind, von der ganzen \\ ikIii des \\ iri»chali»kample» niilii betroffen zu sein. Das bevorstehende R a usch-Haschonoh-Fest das uns zur Einkehr und Nachdenklichkeit mahnt, soll und muH allen ( ■ 1 auben»biiideru und -Schwestern {ranz Ik'souders Veranlassung sein, derer zu gcden'keu. die unter der Last der täglichen So,-{re» z» zerbrechen drohen. Darum appellieren wir an (bis Solidai itätsgefiild eines Jeden and wenden mi» mit besonderer l.indrin» liehkeit an unsere (daubensbriider mit der Mitte: Gebt unsern jüdischen llamlvvei-ksbrüderu A t beitsinögli« hkeit! Entlohnt sie aber mich nach ihren Leistungen! Keiner niit/.e die Arbeitskraft seiner Mitmenschen infolge der iiiigcliciiren Not ans! Zentralverbänd jüdischer Handwerker Deutschlands e. V., Sitz Berlin Wilhelm Marcus, \orsii/en<l»r liei \ergebung von Arbeiten in allen Berufen ' vv ende in!«» sich wVgen Zuwci»mig der betreffenden I lamlw erker an die auf Seite “ dieser Zeit niig v cr/eiulmelen A or»il/enden unserer Ortsgruppen. \ Denkt bei der schönen jüdischen Sitte der Ablösung der Neu jaltrsw iinsehe an die Notleidenden unseres'Standes und stärkt die „Louls-Wolff-Stiftung“ zur Unterstützung notleidender jüdischer Handwerker sowie der! ordernn» unserer handwerklichen Jugend durch l cbervdeisung von Speiitlen. welche in der not h»ten Nummer unserer Zeitschrift öffentlich mit Dank quittiert werden. Die Einzahlung der Beträge kann auf unser Postscheckkonto: Berlin NW“. Nr. I l"> ()">“ erfolgen. Gebe Jeder hach seinen Kräften, tun so zur l.in^lcrnng der Not bei/ustenern! Verein selbst. Handwerker jüd. Glaubens, e. V.f Sitz Berlin Louis Wolff, \i>r»ii/cmler.