Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 12 (2.7.1930)
- Date
- 1930-07-02
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Allerlei ttkschichten. Maaßk-Buch. '.'iiirf) der '.HmiicvDamci 'Ansflabc von 17-J:s bearbeitet von Bcrtha Papprnhrhn, mit einem Wclcitwunt von o. liliniflcn: hcrausgcgcbrn vom vVtö. Froncn- Imitb. .vtaujfmami, Frankfurt a. '.Di. lffcift. Cf-3 ist uuftvcitifl eilt große» Verdienst der ohnedies so verdienstvollen Bertha Pappenheiin, uns diese» Maaßrbnch geschenkt zu haden, so daß wir einen tiefen Blick in da» jiidilchc Frauentngi Trüberer (»eflen tu» können, in 'feiten, da das „Lernen" noch ein Reservat der Männerwelt uw und die syraiie» noch keinen Zugang zum wissen hatte», sie auch in keiner 2Leise einen geordneten Unterricht genossen/ Ta» Brdnrsnis nach religiöser Belehrung und Beriiefnng war oder ohne svrage auch damals schon bei den Irranen vorhanden. Ta sie Traft ihrer Erziehung der hebräischen Sprache nicht mächtig waren, jo konnten sie nicht wie die Männer unmittelbar an die Z.»eilen de» religiösen Witte» geführt werden. Es ergab sich die 'Xoiwendigkeii, Irrauen liebet und -ErbannngSbucher zu schaffen, die in der Bingangssprache, dem audendentlch, geschrieben sind. Eine» dieier Bücher, das die jüdische Irran in die Böelt jüdischer Legendi and Tage Iiineinsuhren und ihr zugleich eine moralische 'Jiiibanwendnna für de» täglichen (Gebrauch geben will, ist das hier genannte Maaßebnch. Es berichtet uns in legendärer Irvrm von den Persönlichkeiten der Bibel, von den weisen der Mischna^nnd des Talmud, von den Großen des Mittelalter», von des ,>nden «beschick in Irrend und Leid, von all seinen Mub< salen und T.ualen, aber auch von seiner alles verklärenden «rioin inigkeit. ,von seinem'nnerschniterlichen Benranen ans seine jüdische Tendnng und Ausgabe. Es tut sich uns ans ilmt die schlichte, manchmal sogar naive, I>roniniigkeii der jüdische» Irran des Mit telalters dar. Aber dieses Buch bat snr den eijiigen modernen Leser und wir wünschen diesem Buche deren reellj viele - noch einen unmittelbareren BTen als die bloße historische Tü'au. er toninit ans eine Böeise, die ihm kaum beim Leseai beivnßt tvird, zur Sienntnis unseres alten, reichen, schönen Tagengnies. TaS ist die große Tai Bertha Papheuheiins, daß sie uns mit diesem Buch zur jüdischen Leb, ineisierin wird und eine Menge Menschen, denen der »ingang zu den T.nellen, wenn auch ans anderen ('ln,»heu als den jüdischen Mnttern friiherer -'.eiten, versperrt ist, zuE-atennInis der allen E>eschichlen und znni Baissen »in die jüdische Teele geführt hat. Tie Hilst »ns lenes B-alnibild vom finiteren Mittelalter. das immer noch.in vielen »öpjen jpnkl, zu zerstören. Unsere;',eit ist der. Legende wieder erschlossen, wie »ns die Beröjjeiitlichungen der lebten^',eit ganz deutlich zeigen. Diach Ifleg» Mose-, buch lindet Bertha Pappenheims Maaßebnch bestimmt den Weg zu den jüdischen Herzen. A. Ph. Wilhelm Heemann Konten DCisternstr. 132 Fernspredicri Roland S'XS), 241^, KS'-'K? \ XKohlen-Kök$-Brikettt X f)d’ (rii£t keim1 I rrnnlinurhiml liirdir rc- — - .1.., — ■J.liiimiiigi'.-fliliiln' y.itliissitikt K ilt-r im .Ui/.riürnlril lirbrnihlrii llillrilliitiärn und liirdir nlurllrinnuintllrrir lirsdiuflrnliril drrdurl nitdr/rnUrn II urrn. Dir l’riifuml tl c r a r t i t! r r Inürbulr i s I l r d i ii I itlt S it ti it ii s <- , <■ r I c n r . » Jl. ißechrHye - tßiergrotfhüiulhuiQ Wegesende 22-24 ♦ Fernsprecher Domsheide 29 /22 Hiesige und fremde Biere in Flaschen und Syphons Vegetarisches Restaurant pieperstr. 13 Guter Mittagstich, mäfjige Preise! Sämtliche Speisen werden ohne fferische Fette zubereitet und sind deshalb vom rituellen Standpunkte, besonders zu empfehlen. Verein Jüdischer Hotelbesitzer und Restaurateure e. V. Wo esse ich? Wo wohne ich? Baden-Baden, Central-Hoiel Haus 1. Ranges, mit allem Komfort. 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