Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 7 (15.4.1930)
- Date
- 1930-04-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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JÜDISCHES GEMEINDEBLATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTLICHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das Jüdische Gemeindeblatt wird den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde Bremen unentgeltlich zugestellt Nachdruck nur mit Quellenangabe und mit Genehmigung des Verfassers gestaltet Verlausort Massel BREMEN Verantwortlich für den lokalen Teil: M. Markreich Nr. 7 Bremen, den 15. April 1930 2. Jahrgang Unser Zreiheitsfest. 'Wenn mau [oiii, wir ,Tiden iin& du iieidiielitlidte* ’iu'lf, io fliittlt da* tribinl. Tdiliej?lidi lv.it io ie&e* .Miiltunmlf 'eine ('Io tdiiriitc. '.'Uw _ wir ,'utPeit iinP auch in Petit. Timte ein iteidiidit lidic* ii!olf, da st wir nidit nur iit drr kiefdiidue ttbett, soltdern von der t' j e f clii di t e, da st unievc 'i;olfvi\vk' 'poisdien Erinnernnp u»e> •wifminn immer pendelt, und dast wir auch dein, Ansbatt der >!n 'fünft nur au* der i'icfdiidite schöpfen können. . Tön find stark, io laitfle wir seit in der ('ieirttidite tour,ein, und wir sind verloren. ' uviyt wir im* pewallsatn von der oieidtidne lo*lbiett. ..(Gedenke deine* Attsaitpe*!" malmt der Brophet. an die Wnv,el deiner dlrast, erkenne deine Battir und lebe deinem utneren Berufe! rarin rnln da* ('»elteimui* de* Bölkerdaseitt*. Tie Hilden ha den. solanpe sie iieli seid er treu blieben, sie:* an ihren Einfang pedadit. Aidtt an ihren phnfifdie» Urspritnp, so» der» an ihren Bepinn ch* Bolk der Multuv nnd Freiheit. Mit dem An*;np an* Aepnpien fanden die Hilden an, ein freiheitliche* Miiltiirelemeut;tt werde», sich ihrer Bedetttnnp und ihrer proste» Anspabe bewnstt. Ta her kehrt diese Erintterttup immer wieder, daher steht sie im Mittelpunkt aller Beiradtittttpen. Und daher feiern wir mit der Erinnernttp an den Ait*',itp an* '.'kepripien unser höchste* s>-reihett*sest, da* svrnhli»p*sest Israel*. Tenn erst mit der ridittpen Werinnp der Freiheit bepinnt da* Multuvo Vf Tie Vicbe ',ur Freiheit ist iiutleicb öer Tranp midi Hoheit. Tiefen Traun nach Tvveitjeii hat t'iott in die meiiidilidte Brust ne len t. Und wo dieser nötUidie Atutfe nidit fnnitlidi erstickt wird, da drinpt er dnrdi »nd wird \nx C.ttelle allen Fortschritt*, vitir der freie Menfckv kan» prost sein, nur er fdtut o-ltick ^empfinden und EUrick brittnen. Wa* waren die?>ude» in Aepripte»? Eine dumpfe, ttttmvse Masse, ohne jede höhere :Uecnina. Beim dramatische» Boraritp de* :>>»*',npe* spielt da* Bolk eine meuin nilimlidie :)(o(le. '>,nr 1'iofe, der in Freiheit Üvun'u'ite nnd im spaiereu Veben der (rin iomfeit Abpeklärte. rapt al* Titan hervor, nur er ist wahrhaitin prost. Ta* Bolk, i»f!>ro»dieniTdes Bliar,rotte» versklavt und er niedript, ',eipt' sich kleinmiitip, ',aphast. ohne jeden seelischen Tdtwnnp. Er. der r>>ewaliipe, der in sich den pönliebett Beruf suhlt, da* Bolk;» retten, ihm die innere und düstere Freiheit pt neben, hat eine furchtbare, schwere Anspabe nidit »tt? Vm l)iutber,ineii Trirannen. sonder» and) dem mtplaitbipeit Bolle pepeniiber. Er wnst wecken nnd rütteln, n»t unter der .Ürüste der Bersklavnnp den pötilidie» settnken;nm Hebe» pi entfachen. Tie dustere Freiheit kann »tan einem idieufen, ptr inneren must man er',ope» werde». „Tie hörten nicht ans Mole, wepe» de* kl.'tu lichen (leiste* »nd der, sdiwere» r'lrbeit," er',ahl> tut* die Bibel „Tön* redest d»;u »»*, Tohu Abraham*, von sc-reiheit? W.r* ist TvicilroitV Berbessere unsere r>ca!nuttp, erleichtere dis Hast uiti'ver Arbeit da* ist widitiper,/ Ter klon Israel*? ,Tr, wir horten dunkel durch nnsere Bäter von ihm, peselien haben wir ihn nidit,. pesrihlt nodi weniper. ''eine nu* seine Wunder, damit wir platt be» können." ,Tr, Wunder wollen die Menschen immer 'ehe», wenn sie kiou innerlich nidit erlebt haben. / Al* wenn nicht der Mensdi in seiner» freien Empsinden da* höchste Wunder wäre! Al* wen» nicht der o'.lattbe da* höchste Erlebni* wäre' Und immer wieder must Mose mit Hiebe und oieduld -,» die'en Armen spreche», must sie Tdnttt für Tdirit: an* der l^eburtd-'u heit ihre* Tklavenlebeu* in die höheren Beatmten de* l^.'Üte* führen. Und manchmal will er an seiner Ausgabe ver'poett'el.t. Teilte Brüder versiehe» ihn nicht, e* iit eine Tpradie, die fio nidit kenne». Redet ',»>» Blinden von der Bracht der aarl^tt, -,»>» Tauben vom küsten dilattp nttttikaliidter Töne. Aber des proste' ntihrer kennt nur die o-röste reiner Attfpabe und er oeinidi: e* immer wieder mit neuen Mitteln. Er Aprsebt m ihnen vom t'H>u ihrer Bdter, ev\äblt ihnen vo» ihre» prosten Alme.», schildert ihnen in herrlichen Farben da* pelobte Hand der a-reshrit und lästt lat'p sam in thmitt die Teh^indit nadi einem anderen Heben aufketmett. Und da* proste Wunder pelinpt, »iid ein neupeboreue* Bolk ent siebt und e* solpt seinem A-tilner, e* peliordn leine,» t'>o:te! Mib: e* etwa* i'ieuvtltirteie* ul* biete* Ererpn:*> ("vietiiib, der idmne:tatte Tott de* Wer!*>.-,taua: ein iem .10 Ttv •.i.iienidten oet iallen . imti et mtebet in tlne »ndnettte .'ilein iidneti, nt tlinn Tniiut'titnn Tie eivbteckru bei jodet tpe'alir und tebnett tin> „a>Ii den AietübtootY» Aeanpien* •,uutd Am t da Wetterleuchten, ioitdein dte >ie:e .Tonne btnnt: Böatme und E1 lettcbtnnp. Etneluinp m alle*, beim BoUe tote beim >it»de. eine Erpehuttp, tit der ncb die bcubne vtebe »f.r ailualten und Ttrenpe verbindet. Ter fvidnei; 11x da* iit ja die ewipe Tr.rpik der tveiilttmte. dem kk'Ile wen voian*. e-.- latin timt »tan ietct't tolpen. Er »tust 'Geduld haben, mast uniier, eat; er ’tn die viot,! tett und tttdtt nit 1 »u 1 den Attpettblt.I a>bettet Attcb More, dou prostte Meuidtenerrtelie» de, i>les>lt:>b:e, lernt »dt be'cbranlc'tt. and mach! b:e Ertalrrtit.p ',ii ietttei Helntttetbetttt ta > tampit nut int' und teiltet Atuaabe tt»d idtlietütd' nein et etf, da>r tut: dteteb' vertit wie» Bolle' tiul;: viel anrntanaen tit Om fette'-- tv,-ia-nd>:. tit sc-teiben peboten, toll ersiehe», um dte. atoire .'i.Ntitt •'■»otte •,tt etttptattpett nud einen Tt.mt der screrbeu und "Vnnbtmteti vt Yrrnnden. - Ta* tit der eltui nnieier '''•etdndtte. det tt>|i m traend eiltet svort» .immer wtederbolt. sc-reiliett-t-liebe und Trattp;ut Bepaem Itebleti, ,'ottiditit: uttb i'Vtite neitln:: taiimicu tmtfei rnttem tr | WtPH’ftt'UHH' W I I ‘SllMtt'ßf | } j | I | der nnd Innen!etne etnbettltd’i .t'uotii, letttcf >,imtettdet' '>«oaf len, attilommen. Böte ivateu to t ,>nde.>,. tmn -tllet Tn.in(*.ii>. .11‘or,, tt'ei't' ton eutiet tomeit. ttnim tftt .ttt'et atoue.-?>arvben-.-bei tti itnieie- 'Bolle -, vtte.ij'er tont der ";leti!'ieu. .10.' >1 f i tt 1 e:, •» nieten und i'W ,t t-ivr >tc tpartef, turnen aut anm .uottei T 11 ivu'n,nht ntitt'tiii, und all itnnv ’iit' b.e’!>; 5 :a>! weil »hne Orotalett.-wer:. Alle >nr>e» ,H> taeo Erben >tf - ,"»>'» rar O'fiidi!, alle rttnete 0 1 ulnttrneu > ..V. .'i. ntlvt: inmln: - B--t* tntt beute tn dc t .ntbi t-bei; en> b> a, tu u>i-bi,il|- mi etite.tltib T c t Tuen tu > r >,du ’.n tt. ,vr B-e'ic tt tn > lUatu. >>inu >cr and de,, r^d'tbf.cl '!-ai> utt ' 'U >t>!,»:>! .".irdr W-Nld eilet Er'cbctfttnp. e .!* rtatutaue ab-, I 'U ate ilnemtatei!-, ät .caltlcf einer atr'tterr Ou"e tr> iifeiein iiten-n IKbettll 'eben in bubt. Bar rden. lw'»>,';d)ive die 'ea. und u;:>:, ,venv aroü, Tu 1 nett .:>!, a>rt l.ta aut d>, -mtt- ,e>r tlieri -tu>l> dic 'ti«'Btv erlaiip: Haben wir nnsere jttdi'che Teele sreipemacb: oou leeten Radiah nt tut nett, orm tieittbeit 'bot iielttin :t and oei!eln:iit öl tt truim r tu n y B.r: der »tducbe n>et't die trete Bahn be-chnt:e». »tu tutnette, t^toptett'cl'e niedaulett und leurluottde Tuet' -,tt neben> 'kr-n in