Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1930)
- Issue
- 4 (15.3.1930)
- Date
- 1930-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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nmer vemtnaue u’e'enKtd' .i::Pe.:- ettt’dmbe» aUeilt ^iouitl.;ltni:t-i».;? v: A;n;ke; ii.'.na Pcl'r.»'..»;- 'Ivwaimin;- '.>iid»iio i*t~uiu-.* ln and» uv: .Ptevi '.'lueite'.'»'.'"» nullt verbt'.ttden >u itftu. .v H;-;ci j-i-'.ribe; \n.:»aet-, iabu •i'iiuucuKiD imt. mun;,i -.'hüte. nn» C;^jnuui; rrit iieinuiPiiU. nun Pen Jet 'hielt?»:- Bt.st-.--. Ittoi! irr;. ne;; 'h1'»eilltnnn nlteifnltüi, abei -.Im:::".; iliu'itrundieiPem'er ,'*i:hrtlt bilfet. ■ '!> . .’viIvt,->>! 'er £ir;: eiliau. ti’iiP vt>»! nid»;tn .--Nt-edn-, „rur-t g.udiich" empinnden. da es zn A'is: nitrier ‘nn'e 'h:ti lütte» 'hMncninir.ne Heil ’iellmu;. 'l:i.ir':i:' ' i::u :m die nt ^iltiiiiiiii ii'olmcntcii .tuPei: ein Hi »tan \c> y-.nu 'ein, im eine '^ievtenniti:ei Pe-? mal) ier 21:•eMeieetiit rJu'tteneiV; neuen Hs-nite-?. '.'im durd» teilte unii'erelle Hstde.betninn» Dev 'heinin „HJa-iinnalbeim" eiii .'einer lyli.ri,ii:e\. r.mutd' P.ud) 'eine ideelle Beziehung, zu dem .'nidentinn tr .ilie-i 'Ire;: * ' veu 'hübe; inni:;: beamnit it.h jedod) itid'f ini: einer Jarle eiiuiii ,\v j-ul-:•:[■ ii:rnlien Ztandviinkte-?, landein erllatt and) de» rt-.inPimuf: Pei;’,'i'niiien Oeiii aber nid» ndi;ia, das; nur »ehr ineunie .-“.Vni'ien du HiaMnnaie veimiUKie in a-oiiii eine? „Hilden itaate-?" vm.lnen mallen, menn die auinien H.iiniiliditeiteii tje.aoben waren ü? iii nieliuehi lidnut. das; e - lau in einen :',ianinen flU», der nntü HeuPni' und ran aai:;em vei;en die livriel'tiutfi eine:- .\nPri:iiän;r-- beainner winde, ii’e.nn die, ansteien Bedingnngen eine'-iatdie £: ia:e:'aiundin;a ziilanen winden, t'lewis; tragen wir der S.n'.td'e HuVueüa, da); 'lüiaüiua kein leere-:* HaitP ist. und in dei liebet;e:niuua, r.»; die balle 'Keuni vH nimm) nnicrer Hass niinaen in einer gi astet: aeni'loiieueit iiidi'ehen Ziedlnng bei anller freier tuinan.ilet 0'niinnfluuci auf allen Hebeue-itebieteii tunidtd) iii, haben wir der A,i'iiin(; der Balsam Jeflaiatinn vifleitintmt. Hlni der vollen Berwirllichung der Balsour-Tetlaralion und des Mandates. de», Wortlaut und dem ('leiilc nach, miiiicn wir aber beite heu, bnmii uns die Arbeit der zionistischen Bewegung iiberbaupt noch sinnvoll erscheinen lann. Tie Beiiedlnng Palästinas und die irrinllilna aller vairnnniieii, die and) in nielnzionistischen Fiennden de? Palaiiinaweiles leben, sind nur maglidi, .wen» H.'itlliniien gilben aninuhalb 'Ivilainna-:- a Inn heu, das; ihr jüdisdies and menidilidiee- £d>id:al in ''1-alaitina eniidiieben wird, Heil 'h\iiieti»attn lehn: l!aiäiiina nid» nur als das »tiltiir;e ui in in iui die jüdische kvelt ab. sondem glaubt and), es bestehe eine '.Uirnilid'tef: Per 'btleae jitPinher Mul:ur^nter im blalnih in eine+^aun, „als ab rluilaiiina nid'i eriitierte". ('labe es die •»u'alhbtei: einet fieien und fmdKbaien lyiinairflnnii iin C'ialml), a ii'indeii iidi alle i’lniiieniinnaen titr ein jndiidies atüiläsiina er nbiiaen ,ub bin iiber'.ein», das; ven 'li'-aiiennann, per mit der 'lüilaiiina £atbe auf* lieiitv aerlinn’ii fit, dessen Heben Pnvd) Pie ,'libeii fm die o uiibtnini der nndisdien •.'iatianalen veimitdtte in l-alafiina aeraPe;n aekennzdielinei iii,;n Per Meinung gekommen iii, man konnte Pnid) eine eariteUiina, wie er sie gewählt Hai, dem 'Imlaiiinaineif neue A-rennPe gewinnen, liniere iliisahrnngeii unPeiibied'en dieser .'Innahnie, "»Jan ivird ans dem Anikel will kominene '.’lranmente gegen den;',io»ismns entnehmen, aber man wird nid» das um, was der '-beiiaiiet in 'laabiheit null; über;engt tn> 'ieien vajeiiaP nnP .u'iaiil)",'liienen mit Haart und Tai emtieren HMnmenietP ichliei»: veu Häaiser»ta»n gehl mit uns;>io> niien einen geineiniainen Häeg, Hair erblirfen in ihm einen der miditiaiun A-nhrer der gestirnten ,unaiili '.'Kienen, lyr tarn» mit niis den gemeiniamen Hailleu;n einem HHeif, das endgültig van »indem und lynfeln geiialtet wird, van dem er glaubt, das; es die Kinhei; der ,'uiPenheit enaeifen wild. Und gerade weil wir Jjiccalles laiiien, und weil and) dies in dem Hlitifel van Cefar Hr5a)|er mann;iun .'liisdmd kämmt, Pnriie ein HHart des Hi>idersvrnd)s nid» ietilen volkstrauertag. Hr.lu_11auein and) mit Pie li’»»» gefallenen denisdien nii den, Aber mein nach Iranern wir, die wir den »lieg kennen, das; die '»Jenid)heit,heute nad) ia geartet' ist, das; die .»liege itadi nnvsrmeidlidi imd die;',eit des ewige» n-iedens nad) nid» Pa ist, Hindi tueiien die ,»riegsheuer und die. van ihnen niregeleikeken die 'äerrlidikeiien des .»times, ehe iie das n-nrehtbare des .»liege-? kennen gelernt, nad) rnhtneit die '.'iadiiiebarenen den .»lieg, seine Heiden veigeiiend HHir habe» die £dueie 'dinideiüdnsender :>iniien gehört, die, >n den_'.Uuiititiid'eu. £nmi>ien verünkend, lagelang nid» leben mid nid» »erben kannten, wi> haben das itierhaite;»mfen, Hladieln und HKiillen dei £:eibenPen in den TvelMa\jreticif. Per £dnner »erlebten initerlebt H-.:ir haben einen Meinen Teil Per ,»riegs blinden -niid dei siiiegsiiren gekeben, deren i'lein und Zinne zeitlebens zeiiwn winden, H-äir wa>en dabei, wie '»inner die '.'iadnid» eihielten, dein (enter £nhu iii and) gefallen, und wir waien dabei.-ivie Hvitwen, nuningt van ihren kleinen .»indem, veizweifelt ins Heere »amen. Und das £d)limmfie', mit nleiaehr und Handgranate loteten wii felbii mamber 'A>Ji111er £ahn und manchen »indes Hstnei, > Und wählend wir dies alles eilehten, iianPen daheim die Heimkriegei , ebenst' g»:e und vielleicht beiieie Menstchen als mit und seiet len den „heuiieheu" »lieg und unsere „Herrlidien" Ziege bei HKePiat und ('lebet.' Und jent feiern gute und verständige Heute wieder bei HKedigt und «'lebet den Heldentod der ^mnliianieitP . . 1 ' IHer spricht van dem '.'Irzt, best int Frieden als Cpfcr feines Be ms es er» lange, lange leidend stirbt, wer von der Müller, die lebenipendend zngrnnde geht, mer-rum den Ungezählten, die täglich als vier Per Hainschal! mtb‘ Per '.'(rbeit ver|cheideit'? HHarnm trauert man nid» um diese au einem Bolkslraner tag? HHeil nach die '.'litiidit derer, die den »lieg als „den Baker aller Tinge" betrachten, die herrscheiide ist, die fviePlid>e Hl rbeit st-, nur die Mutter bei Tinge '.'Ille »ultur entstamme dem »liege, Ter Ziaatsgedaizke der alten;leit und des Mittelalters seien die Folge der ttiaiiiinkriege, der .»liege »arls des llrosten und seiner Aad,saiger, die "leisiessreiheit ei» :>ies»Ilat des drei stigjahiig.'ii und die Bnrgertreiheit ein Produkt der napoleonijchen .»liege, Ziegreidie» »liegen folgte nngeahnle knltnrelle Blüte, und verlorene» nngeahnte knltnrelle »röste znm 'Iviederanjban, '.'iui Tapferkeit, Tadesmitt. »ameradstchast, wie sie der »rieg er zeuge, „lachten das Heben lebeitswert. und im '.'lugenblick, wo der ewige Friede da sei, sei die Hvelt ein einziger Tempel der Z.elbst jiidit, t'lanz;» sdiweigen van gewisse» HJatiirwissensdiafllerit und '.>(.)tio!U)loka>ioi>ien, die .»riegsverlusle ait Biensdien für den Faitb.'itanddder :>iasse und Hvirtsdiasi für nötig halten, Temgegennber »ehen die anderen, die vom Pernniiftsstand punkte den ewigen Frieden Mir das grastte ('iliicf der Menschheil erklären, Philosophen, Nakionalökoiioiiten und '.'Kiturwissen sthastter, Ta-? starke Palk von Heute sei selbst infolge rnhinreicher »liege das dekadente von inargen, weil die Besten gefallen und die wertlose» Balksglieder übrig geblieben, Ter »rieg sei deshalb für jede '.iJatian ein schlechtes l'leschäft, weil das einzelne Mensehenleben ein derartiges »apikal darstelle, das nur unter Ans »iibuug Per »rätte jedes einzelnen eine befriedigende Entwick Inug der Tekoliomie eines Staates geivährleistek sei, und die Philosophon klagen ob des Berfalls der Zitten, der »lllidie» Berwahrlosniig des einzelnen und des niisaiiimenbriichs der vielen 'beerte, wie sie jeder »rieg jahrzehntelang im l'lesolge hat. Aber and) die Frage dieser Klruppe nad) dem gröstke» (gliick der Mensdilieit und des ewigen Friedens als z'lntwort auf diese Frage ist nid» die lebte. 'bMditnier als sie ist die Frage: Fst der ewige Friede eine stltlidie Forderung und somit ein Jfiel der lythik? Hvir wissen, das; viele graste Philosophen, unter ihnen »ank und von den neuren 'hhinPt, die Frage des ewigen Friedens als lyndziel der Ethik be>aht haben, HHir wissen aber and), dast beben tenPe Philosaphe», unter ihnen Hegel, den .»rieg als 2tübe in das l'lcbänbe ihrer Zittenlehre anfgenommen und den ewigen Frieden als ,'jiel der Ethik nid» anerkennen. Ter Krieg sei eine notwendige Einridilnng der BTeltvernnnft. Tie 2kaalen kämpsen um Fdeen, um nberindividnelle Eliiter, 2o sei der Krieg eine Höirknng geistiger tllegnngen und Ursad>e sittlicher Elesamtentwidlnug. Und die Pazifisten: 2ie wallen den ewigen Frieden, teils als das hodiste (Iliicf Per Menschheit, teils als das Endziel aller Ethik oder ans beiden WrünPen. Aber ist ihr Weg der red)te, die Hehre, dast der ewige Friede Pnid) Abmachungen, Beiträge, Kongresse oder Perbände herbeigesiihrt werden könne'? 2d)on der llinsland, dast das Bild des lebten ^areu das einzige Fiirstenbild war, das im Friedenspalast zn Haag hing, der Umstand, dast der lebte Parsibende des Friedenskongresses vor dem Kriege, der Margnis d'Etanrnelles, der erste im Kriege war, der die Parole ausgab, Tentsdiland müsse ans der Welt versdiwindeit, und der Umstand, das; die Friedenspreise von der Aobelgesellschast, der Elesellsdiaft, die das nienschenmordende Thnamit herstellt, verkeilt werde». gibt zu denken. Beileibe soll hier keine anlipazifislisdie Politik getrieben werde», Fst boeb das;licl Per Pazifisten Wirklid) der Endziveck aller Ethik, Fst es dod) ihr Berdienfk, dast sie das Werk der Wühler und Heber ersdnveren, Kriege hier oder da hiiiansidtieben und die Mensdten immer wieder ans die Mrenel des »liege-? Hinweisen, Aber der 2d>aden, den sie anslisten, ist der, das; sie, das Wesen der Mensdiennatnr verkennend, die Menschen verhindern, an »di selbst zur ekhisdien Polleiidnng zu arbeite», denn die Bölker sind, wie die einzelnen Mensdien, von 2elbstsndik, Hast, '.'leid, Heidensdwst besangen, und es sind oft weniger Fnteressensragen der Bölker als ihre bösen Heidensdiasten, die znm »liege führen. Erst kamint die Ballendiing der Ethik und dann der Weliftieden, Und das nndeninm. Man hat sich daran gewöhnt, von der Kanzel ans und von BereinS wegen das Fndenltini als den abso Inten Frieden daiznstellen, Eiern zitiert man die Worte: „Aidil die- Heeresmad» und nid» die »rast, sondern der ('leist l'knte-? und „diese mit Wagen und jene mit Possen, wir -aber anrnsend den 'Aamen Elottes", Aber dieselbe Bibel enthält auch den 2ah: „('lepriesen sei der Ewige, mein Fels, der meine Hätide gelehrig mäd» znm »lieg und meine Finger inr die Zdiladit", Wir färben und reinigen »Ile ( uirclarobcn in dllcrhester Ausführung KÜHLKE & BEHRENS I abriks liuliistricstrofie 301 Kolotul 21 S2 35 I laupt»usdi<lft i 1 IcrdcntorMciiiwcyi 55 I) 208dl l'reic Abliolun» und /ustclliing