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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-12-12 · 18 (12.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
18 (12.12.1929)
Date
1929-12-12
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Bus öer iBemeinöe Bremen Die nächftc Hummer t'cs l'rcmcr (Dcmcinöcblattce erscheint statt am 1.Januar ala Chanufab«Hummer bereits am 23. Dezember Heöaktionsschlub am 20. Dezember. Gebetzeiten der Israelitischen Gemeinde Wremen. Veteinder 1929 Ib 1 1'. U 10 bi. 15 10 15 i'ii. lo ' 10 ly?0. IT «t»Iew »«90 Zarnilien-Hachnchten. 70. Wcbiuioia«. 25. Jij.mbcv: grau lümiuc Frendenberg, geb. 2co:iol;u, '^;olnnavl).ia|a Snage 321,6. 7.'). WcbutuMafl. -I Jejembci: grau SJlcj Abraham, Witwe, •.'luua, i].b. 'Jicubcii], am Jobben 126. Wcjtorbcii: am 27. 'Ju'ucmba: Hans Tavid, Bremerhavener siraße 7 9, U» Zahrc all. Gestorben am 9. Tezember: Jacob warschauer, Weberslraße 26, 19 Zähre all. Iahrzeil, am Vorabend de» angegebenen Tages beginnend: 19. Tezember: Siegfried Nies. 26. Tezember: Willy stein. 22. Tezember: H. Rosenblum, B. schusterinanw 27. Tezember: 'Abraham und Hirsch Podolsky. 2l. Tezember: Cjia» Cftro. wer zu Hause >tein Zährzeilticht anzündet, hat Gelegenheit, g.gen geringes Entgelt die Gedächtnis-Lichl-Eiilrichtung in der Synagoge zu benuhen. — 'Anmeldung beim Geineindedrener. — wer Zahrzeii har, pflege den ichbnen allen Brauch, sich tut Gedenken an lerne sieben durch spenden an unsere Genieindevereine sozial zu belatigen. Drcmcr Hachrichtcn. Prediger Marti,» de Haas, der Vater des Präsidenten der Vremer Kaiser Friedrich Loge ULBB., Herrn Landesrabbiner Tr. de Haas r'Tldenburg-, i>l hochbelagt verjlurben. Ter Entschlasene war sasr 66 Zähre lairg Prediger und Lehrer der Jsraelillirben sialliisgemeinde in Phruwut und trat erst vor zwei Jahieil i» de» ioomoerdleiiieii :>>»hesland. P r o b e l a » d i d-a l. An, 2onnabend, 14. Dezember, lvird Herr Zsaak B r o n z » i t, zur Zeit Lehramtskandidat an der jüdischen .tr„llii»beainle»schiile in Berlin, probeweise als Borbeter und Baal köre fungiere». Labbat-Eingang: am 13. Dezember, >6'.' Uhr. Weil besondere Mitteilungen nicht ergehe», wird die Mitgliedschaft aus diesem Wege ersucht, sich zum Labbat-Gottesdienst unbedingt einzusinden. — Gemeindesteuern. Tie Tezember-Rate war bis zum 10. De-;enlber sallig. Zahlungspflichtige, die diesen Termin haben verlneuben lasse», werden an josorlige Ueberweisung erinnert. Postichecktonro nki Hamburg. Banlkonto: Tarinsrädrer und Nationalbank. Centrai-Berein d. 2t. jüd. Gl. — die Abteilung: Franenarbeilsgelneinsehasl, halt ihre nächste Zuseu»>»«»kunsl im Hause Hohenlohesir. 16 «.Ginsberg) am Dienstag, 17: Tezember, 16.30 übe, ab. Züdisches Allersheim. Unter dein Vprsitz von Herrn Administrator Neisenberg versammellen sich am 26. 'November die Mitglieder der Admiiiisiratioii und des Veiivaltnngsrats ini sitznngssaal des indisibe» >9e»,eiildehai,se». grau Auguste Michel erjtatlete den Zabresbericlü. Mit besonderer Befriedigung konnte festaeiielli werden, daß mit Beginn des lansenden Rechnungsjahres die durch Hinznkaus von Gartenland enisiandene schiild an die Zsraeiir.Klie 'Gemeinde voll znrnckgezahlt. worden und daß der wertvolle t'huitObeii» niinmelir selinldensrei daslehe. Tie Anzahl der Zniasie» belauft siäi angenblieklich ans ll, einschließlich Personal ans 1>. „Tas ,H>hr 192« loav fuv uns ein in jeder Hinsicht gejegiieies. Viele greiinde von hier und aus Aenhork machten uns größere Spenden. wir erhielten durch Ginzahlnngen von Insasse» ebensalls berraeluliche Tninniei'i. wir ivurden von der Sparkasse oer geianeiiiilei^ gewe'.lnen Tiatie fordern, r.-a mniiut oit n'.iaiion Palaiiings ütu'-ou, mini:» alle dorligen lliiiernehmnngen inr: Ra: iind e.r:'»ordern »nd »liissen amli sorgen, daß dre neue indii.be v'iiin'i.klnng ani jiidiiN'em Boden gesunde Balhiie» io a n d e l i. T is liegt i»i Znierene der Verwirklichung der großen Zdee ni'd äug' in linier.'»! Lebensinlereise. T.imit Und die'Ansgaben der jüdischen Politik natürlich nicht erichovii. Zmnier neue An'gK'en werden ersiehe», wen» erst der 'Boden inr neue Anregungen irnchibar gemacht worden ist. Tie;',ei! wird uns immer neue :Ka:fe; auigebeii und das jüdische Leben N'ii d i'eii'e gordernnaeü gellend maebeit. Per fällt diese iiidiiche Poliül »ich: in den gebier einer enaberstge» Partei niid läßt sie de» jiidiiilieii i«e:si an 2:e»e der Schablone walte», da»» wird sie »ch i.iinui jiboiui, fieiev und großzügiger entfalte». Niid VON der Noihilfe bedacht, sogar unser lieber, leider zu früh verstorbener Zusasse Herr A. Horwitz hinterlieh uns seine Ersparnisse. Tas nun zn Ende gehende Jahr 1929 läßt uns indes schon ' senk die schwer» ivirlschäftliche .Krise empfinden: die Erhaltung des nun sehr großen Betriebes verschlingt grohe suninien: Vorräte sind längst ausgebrainl»', spenden werden Nein und kleiner, so bleibt uns nur der weg, alle Mitglieder der Gemeinde zu bitten, für monatliche Beiträge zn sorgen." Zum schluh betonte grau Michel, der bisherige Erwlg sei nicht zum geringsten der harinonischen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. — In der sich anschließenden Telnuke wurde vor allem die Frage nach Stationierung einer .Krankenschwester behandelt, deren Anwesenheit im Altersheim unbedingt nötig sei. Ebenso wurde die Absicht laut, einen Anbau z»m Zwecke der Vermehrung von Unterbriuguugsinöglichkeiten vorzunehmeu. Diese und andere Vorschläge ivurden der Aduiinislration zur eingehenden Beratung überwiesen, die am Montag, 2. Dezember, nachmittags im Altersheim stallfand. Hierbei wurden für die weitere Arbeit wichtige Beschlüsse gefaßt, die sich, ivie zuversichtlich gehofft wird, zum Besten des Altersheims auswirken werden. Die Frage des Erweiterungsbaues sowohl wie nach der Krankenschwester wurde auf einige Monate vertagt; hossentlich besteht alsdamr auch in finanzieller Hinsicht mehr Gewißheit als heute.' Erholung»- uns Altersheim für jüdische Lehrer und Kantoren. Teil außerordentlichen Bemühungen der Herren Aabbiner Tr. Zaeob Horovig und Z. B. Levy (Frankfurt a. M.) ist es gelungen, das vor Jahresfrist geschlossene Waisen- und Mädchenheiin in Bad Eins in ein rituell geführtes Altersn»d Eryoliingsheini uiiiziiivandeln, in dein jüdische Lehrer, Rantoren etc. Aiisiiahine jindeii tönnen. In Rbcisen der Lehrer^ schast hat der Plan Helle Begeisterung ausgelöst, und eS steht zu hassen, daß die Umstellung des Heims bald durchgejührt werden und die Erösfnung in Kürze erfolgen kann, (wir gratulieren Herrn Joseph Levh herzlichft zu seinem Erfolg.) Der Genuß von Rauschgift hat den plöhlichen Tod eines in der Blüte seiner Jahre stehenden jungen Mannes verursacht. Turch die» tragische Geschick wurde die Familie unseres Genieiiideniilgliedes Bruno Tavid i» tiefe Trauer verletzt, wie die Tageszeitungen berichteten, hatte der l9jährige Hans Tavid durch eine» gleichaltrigen Freund, der bei einer Trogen-Großhandlung angeftellt war, H e r v i u erhallen, um gemeinsam die „traunierzeugende" wirtung keiineiiznlerne». Die eingeführten Tosen waren aber so stark, daß eine Mnsjenvergistung dadurch hätte herbeigesührt werden tünne», und beide Freunde büßten den Versuch mit dem Tode. - - Tie allgemeine Teilnahme an der Trauer der Eltern um ihr einziges Kind zeigte sich so recht bei der Tranerseier iin Krematorinin, dessen Halle die Teilnehmer nicht zu fassen vermochte. Ehanuka beginnt am Toiinrrstag, 26. Dezember, abends. Am Tabbat Ehanuta findet i» der Synagoge NeunioiidSweihe iind Predigt statt. Lcrnnbend im Talmud Thora-Pcrcjn. Am Dienstag, 17. Tezember, piinlilich 21 Uhr beginnend, wird bei Herrn Nathan Grimberg. Hohetorsyeersiraße 41 gelernt; a» den beiden folgenden Tienstage» falle» die Lernabende ans. Das statistische Jahrbuch der Freien Hansestadt Bremen, Jahrgang h>29, ist soeben erschiene». Tanach ivar die Einwohnerzahl von Bremen am 3l. März l»2ü: 304 266, während die letzte Voltszählung vorn 16. Juni 1'.125: 294 966 ergeben halte. Von letztere» entfielen aus je 166 Einwohner: Evangelische s.V>2 Prozent, Katholiken 6,61 Prozent, andere Christen 6,67 Prozent, Israeliten 0,4ö, Prozent, sonstige und Religionslose 7,32 Prozent. Tie Gesanitzahl der jüdische» Eiinvoyner stellte sich l927» wie folgt: Stabt Bremen 132«, Landgebiet 8, Vegesack 19, Bremerhaven 123, Freistaat lf>08. Von je 106 der wohn bevölterung waren Inden: i» Bremen 6,45, int Landgebiet 0,05, in Vegesack 1,12, in Bremerhaven 6,51, im Freistaat 6,41 Prozriit. statistische Angaben über den cüotlesdiensi sind an anderer stelle diese» Blatte» verüssen,licht. Einige weitere statistijclze Fcsistelliingeii, die für die indische Oesfeittlichkeit von großem gutenüe sind, iverden demnächst betaniitgegebe» werden. .Kiudersest. An» Anlaß der Ehaiiiitaivoehe veranstaltet der Israelitische gtaiieiioeniii am svnittag, 29. Tezember, ein >t i n b c r f e ft, bestehend in Aiifjühriiiigeii, Tanz und sonstige» llcberraschiiNge». sclniler »nd 2.chiilerin»eii unserer ReligionSschule niid jodlie, die es iverden wollen, iverden mit Kakao und Kuchen »nentgelilich .bewirtet. Für die Feier, die mit dem Anzünde» der Menvrah und dem Absingen von MoauS szur beginnt, ist der große Saal der „chlocke" reserviert worden. Anfang >6 Uhr. Bei Richtempfang de» ctzenicindeblattes wende man sich sofort an den Briefträger oder an die Bestell-Postanstalt. Mäntel» .Kleider. Anzüge, Wäsche, schuhe, vor allem ivarmc Sachen, benötigt unsere Kleiderlaininer dringend zur Anssülliiiig. wenn der wiiiler mit seiner ganzen strenge einrtickt, iiliiß da» Indische wvlilsahrt»a»it gerüstet sein. Jetzt sind wir häutig genug gezivniigen. Bedürftige ohne Hilfe wegznschiclcn, iveil da» noilveiidige Kleiduiigsstiick nicht vorrätig ist. Mit gebranchten, doch gut erhaltene» Lachen ist Pen Eiiipfäiiger» sehr gedient. Ziisenduiig mit Lpezisitativn »ach dem Gemeindehanse Gartenstraße «> erbeten.

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