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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-12-12 · 18 (12.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
18 (12.12.1929)
Date
1929-12-12
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBIATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTLICHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das Jüdische Gemeindeblatt wird den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde Bremen u n e n! q e+tttch luatif» Nachdruck nur mit Quellenangabe und mit Genehmigung des Verlasse» gestaltet Verlagiort Haiiel Verantwortlich tür den lokalen Teil: M. Markreich Nr.18 Bremen, den 12. Dezember 1929 1 Jahrgang Tagung -es Nor-rveft-eutschen Nabbinerverbandes. Ter Norddeutsche Rabbinervcrband, der alle die in Nordwestdeutschland amtierenden Rabbiner umfaßt, die dem Allgemeinen deutschen Rabbincrverband angchörcn, trat am 1. Tczcmber in Hamburg zu filier dritten Tagung zusammen. Tie Tagung wurde von Herrn Rabbiner Bambcrgcr (Wandsbek) geleitet, der in seinen BegrüßiiugswoTteii bctoiitc, dag der Allgemeine deutsche Rabbinervcrband der Einheit und dkm Frieden in den Gemeinden dienen wolle. Taraus hieß Herr Rechtsanwalt David seitens des Vorstandes der deutsch-israelitischen Gemeinde die Versammlung im Sitzungssaal der Gemeinde willkommen und gedachte in herzlichen Worten der Tätigkeit Rabbiner Nobels, des ehemaligen Vorsitzende» des Allgemeinen deutschen Rabbiucrvcrbandcs, dessen Wirksamkeit in Hamburg nnvergesicn sei. 'Darauf ergriff der Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Rabbinervcrbandcs Herr Rabbiner Tr. Leo Baeck (Berlin) das Wort und führte ans: In den meisten Geiiiciudeu sei der Rabbiner der einzige'seines Berufes am Ort, er habe als religiöser Führer weitgehende Rechte und sei in viele» Dingen von auschlaggebcndcr Bedeutung. Tie Rabbine^vcrsammlungcn als Zuammcnkunst der mit der gleichen Verantwortung Verbundenen chgffen das wirksame Gegengewicht gegen die aus der Isolierung des Rabbiners sich ergebende» Gefahren. Die Gemeinden können i» ihrem Urteil über ocn Rabbiner irren, der Kollcaenkreis kennt sich einander hinsichtlich der Vorzüge upd Fehler. Wünschenswert sei, wenn eine Ucbcreinstimniung der Gemeinden und des Rabbinerverbandes im Urteil über den Rabbiner zu erzielen ivärc. Hierauf hielt Herr Rabbiner Dr. Aber lBrcmen) ein Rekerat über „Großstadt und Religion". Einleitend charakterisierte er die durch die moderne Entwicklung sich ergebende allgemeine religiöse Situation in der Großstadt und ging dann ans die besonderen jüdischen Verhältnisse über. Die Gefährdung des Mittelstandes beraube die Gemeinden ihrer besten Grundlagen in den bescheidenen selbständigen Existenzen, an deren Stelle die Scharen der jüdischen Angestellten träte. Tics sei von starker Rückivirkung aus das Gemeindelebcn. Gemeinde und Rabbiner müßten ihre. Tätigkeit für die Entwicklung des religiösen Lebens in der Weise verteilen, daß es der Gemeinde bzw. den Verbänden obliege, eine wirksame soziale Außenpolitik zu treiben mit dem Ziele, ans die äußeren Lcbcnsnmstäudc so eiiMwirken. daß zu religiöser Betätigung Raum sei, während der Rabbiner durch Bildung eines Gemcindekerns die Vertiefung religiöser Erkenntnis auzustreben habe. Neben Persönlicher 'Fiihsiiiigiighme, die in der Großstadt eng begrenzt ist, sei soziale Betätigung aber in erster Reihe Wiederbelebung des Lehrens und Lernens erforderlich. Die Vormittagssitznng wurde durch ein Referat von Herrn Rabbiner Dr. Italiener abgeschlossen, das „Dantes Stellung zu dem Problem Politik und Moral" behandelte. Im Gegensatz zu zahlreichen Vertretern der Kirche habe sich Dante ans den prophetischen Standpunkt gestellt, daß 'die Gesetze persönlicher Moral auch für die Staatsethik Geltung hätten. Diese Uebercinstiinmung wurde an Hand zahlreicher Stellen ans dem Schrifttum. Dantes nachgcwiesen. Nach einem Frühstück. in dem der Vorstand der Gemeinde eing^laden hakte, wnrdc die Sitzung mit einem bakachischen Lehrvertrag des Vorsitzenden fortgesetzt. Daran schloß sich ein Referat von Herrn Bibliothekar Pros. Markon an über „Die zukünftige Vor- und Ausbildung des deutschen Rabbiners", in dem er be tonte, daß durch das Hinzntrcten neuer praktischer A»fgab>'n unter keinen Umständen die wissenschaftliche Ausbildung des Rabbiners leiden dürfte. Das letzte Referat von Herrn Dr. Li,v tha » „Die rechtliche Stellung der Rabbiner Nordwcstdentsch 'and§" wies auf den enge» Zusammenhang dieser Frage mit der Rechtsgcschschte der Inden in den einzelnen Bundesstaaten Hai.' Wiederwahl des Vorstandes und Besprechung von Standesfrage» bildeten vcn Abschluß der Tagung. Reichsbund jüdischer Zrontsoldaten und der Kampf des deutschen Judentums. Ueber die am L > November in Beil in siaiigesiindene Hanoi Versammlung des Reichsbiiudr's Indischer Iioiiiioldaie» gebt n:i der solgcnde Bericht zin Bei den in jeder Bezielmng io schineien Zeiten snr nnsei Vaterland, bei der immer großer weidenden Rm jedes einzelnen von uns war es besonders wichtig, daß »nie, 'Bund z>, >,il den wichtigen schwebenden Iragen unserer Zeit wieder einmal Tie! liing nahm. Schon am 'Abend des LA. November' It>Lt' i,i„> eine Vorbesprechung der L >r t i d e s v e r b a n d s v o r > > tz e n d e n und der ->Ang!.e der des engeren Bundesvorstandes »nier Vorsitz de.- 'Bunde voriitzenden im große» Sitzungssaal des Bniidesbnio-.- ihm E ivnrde über eine Reibe ivielliger Biinde-'-anaelegenlieiien in u. gezivnngener und »nverbindliilier Weise gesprochen i>,- loniae aber schon hierbei seslgeiielli werde», daß non der verülnedeu artigen Schichtnngen unserer .viiialieder in oolinigiei. ge'e!l>>l'-n! licher und sonstiger Beziehung vollinz Einialei: ntzer die Igele de Bundes herrscht, und daß ein besonderer still i»r nnieie r ra 1 n: salion die erprobte, iesie .eiameradiwatl iü Ties trat »iui' Im vor bei dem ans diese Besprechung folgenden Bierabend, '.n dein., untere Trlsgrnppe 'Berlin die ansioarliaen .eiameraden in d. tliömersaal bei Al roll eingelgden liaile liniere Beiliner >i raden habe» es diesmal ganz besonders gut vernandeu. in eine»! geschmackvollen Rahmen dnr,l' ausgezeichnete 3“■>11»;."i:- Wort ntid. Säirisl schnell die it'iiige sanieradigi'tii.l e S:i ■ v zwilchen a» den dlameraben ans den verstdied,nnen seilen ' a Reiches nnd den bekanntlich bei »neben',- wie an,l> and>H-:n,> inanchmal;n llnregrt niit zu tnenia Liebe beurteilter! Beitn-mo lterzunellen. Auch der Boriitzendo unserer T r: ar'.oone >u '>!>un>>>:. »amerad Güusburger. iiberb>ael>ie uns die t'‘>ii;f:c der dornen!' rtauieradeu Bei der Versamuiluna inurde z»n,nlni f-t-ii-t.uh de> •'Wfd.-•?: bericht des äiameraden Landsberaer iiberrei.ta e i=*:i »o'laneie »amerad tLrunpeter deti >!aiie»beri>bi und die Aü'nell.sug de. Etats. Hieraus Irielt der 'Bundesvorützende. .'iannnad '> Ln:n»n stein, ein aussnbrlictres Referat über die poliiiulie Situation n.nd Fahrtrichtung des BundesH Alsdann tai'd die Ber au na a-r Un träge'statt, linier dielen in der beruerken aneriei" der b.-zue.-.i des ..Schild", der eine Lieiernug de - 'Bunde o,a --- - tznit-r-elrr ’ rlle >tameraden de-'- 'Bundes, innali.liii bald lterl'.-'t.-bie!'.'oll ' Am Nackmiitlaa liiell äianierad Eiienli omei ein t>!eüu a -l r ..De Lage der Inden in Deutschland" nnd imeiad?: änn o ein Reseral über ..Tie Lage der (»den im Weite--" äieserale knüpiie ii>l> eine'irlir >iii--ininli>i e und ni lir liea, -t;'r.■ :■ verlausende Generaldebatte bi - z»m 2tblitf? der H -untneiiaü'- lnug um lllrr abends ' linier den teilnehmenden .eiaineraden iimi iii ii: 'i'i;..i;ii:d-. a Ansicht, daß diese Hauptveriammluna iv be'.n-t .<»i nn" Ergebnisse wohl mit an erster Stelle n-o'.er allen!>: lreriaen Ber-' tammlunaeir sieht. Sie iü die Einte-i-u'a za >>-ei:e-.-. - 'll"i>".'e-o -des RIF in dem k liiipr de-'- deuti.beu Inidentuku- >,-> sei,''' Stellung, seine Ehre siiud sein :>ie>Iil nn deniig-en B >re l-rn.-e. das ivir jüdischen I-rontiold.nen eiun-.Hand ia Handlinii uoieieo »ielitiüdiichen .riauteiaden ziisammei'>!->.»deii s Die hiruorraotnd ipant Auswahl ln um Irtlheia um Preislagen Juweten Ooldware^ SlUCfWIKH Obernstrasse 26 Trmearlres« (nthm l.i»>zairu l.sMuliduxl

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