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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-11-15 · 16 (15.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
16 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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verdient. Jung und alt sind in den Niegen des Turnvereins vertreten: liier gibt es lcstien Unterschied nach Rang und Ttand. hier herrscht nur ein, Wille: die Erziehung oes Körpers zn Kraft und Gesundheit. Dieses Erziehungswerk auch materiell zu fördern, »inst sich jeder Jude zur Pflicht lnachen, dem die Erhaltung der jüdische» Gemeinschaft Herzenssache ist. Karminski-Portrag im Israelitischen ffrauenverein. Auf Dienstag, den 4. November, nachmittags 4.13 llhr, hatte der Israelitische Fraucnverein Bremen seine Mitglieder und deren Töchter zn einem Zusammensein in den Ratsstnben geladen, bei dem die jugendliche Geschäftsführerin des jüdischen Frauen Hundes, Fräulein Sauna Karminski (Berlin», über „Modenie Aufgaben der Jüdische» Franenvereine" sprach. Die ansterordent lich groste Betrüligniig (der -aal ivar bis aus deir legten Plag gefüllt) zeigt, das; reges Interesse für die monatlichen Beran jtaltnngen des FraucnvereinS herrscht, und das; sicherlich, wenn der Francnvcrcin in dieser Weise sortfährt, er sich ein bleibendes Verdienst um die jüdische Gemeinschaft Bremens erwirbt. Die Rednerin betonte, das; es das Hanptbcstreben des' Kranen bundes saj, die Forderungen dcS Fudentlims mit den Forde rangen der modernen Francnbcwcgung in Einklang zu bringen und forderte alle Damen auf, intensiver als bisher an den sozialen Arbeiten des Franenvcreins mitzuarbeiten. In der Aussprache erzählte Fräulein Karniinsti anssiihrlicher über die segensreiche Arbeit im Seim des Jüdischen Frauenbundes an Ncü'Zseuburg. dem Lcbensiverk von Frälklein Berta Pappen heim. Den AnSfnhrnngen der Rednerin ivurde mit lebhajtem Interesse gefolgt und bei jeder Dame wrzrde wohl der Wunsch wach, Fräulein Karminski bald lviedcr in Bremen sprechen zu hören. Abends folgten die Vorstands nuü. »omiteemitglieder einer freundlichen Einladung von Frau Selene Reifenberg und verbrachten in ihrem gastlichen Sause zusammen mit Fräulein Karminsti noch einige gemümche anregende Ttnnden. R. C. Limcha« Thora-Empfang im Rabbinrrhau«. Am Timchas Thora Feste hatte das Rabbinerhaus seine» grosten Tag. Es dürsten iveit über hundert Angehörige der Gemeinde geivesen sein, dib gelouimen ivaren, Serr Rabbiner Tr. Aber als Ehasjan Thora zn beglürkivünschen, so das; die grosvn Räume, der neuen LLvhnnng die Menge, die Kops an Kops gedrängt säst und in noch grösterer Zahl stand, lanm zn fassen vermochte. Tief er griffen stattete Serr Rabbiner Tr. Aber in seiner Begrüstnnas anfprache seinen Taut für die imposante Beteiligung ans, die von der starten Verbundenheit der (gemeinde mit ihrem Rabbiner beredtes Zeugnis ablege. Er nahm zum Ansgangspnntt seiner Ansprache die Biichstabenbezeichnnng -es neneii Jahres, die bas Wort „Tarez", gib Antwort!, darftefle. Erforderlich sei, bas; jede lebendige Bestrebung in unserer Gemeinde freudigen An klang und bereitwillige Antwort finde. Recht antworten können, bedeute Pcrcrnkwortung bewähren. To würde wahre Gemein schast gestiftet. Rach herzlichen Worten von Serr» Dberlantor Mclirgnt trug aus dem Tchahc seines reichen talmndifchen Wissens Serr Margnlies als Ehassan Bereschith zur religiösen Vertiefung der Feier bei. Ans seinen Worten klang innige Liebe zum Judentum und ernste Torgc »>» seine Zulnnst. Dem (äefühle der Verbundenheit der Gemeinde mit ihrem Rad bincr gab Serr Tichaner herzliche» Ansdrurk, ivährend Serr Kurt Zacharias von de». Verlange» der Jugend nach jüdische» Kenntnissen sprach. Ten Abschlag bildete eine Ansprache von Scrrn Rechtsanwalt Dr. Rosenak, in der an einem Worte Ra schiS die persönliche Verantivortnng jedes einzelnen betont wurde. i Dr RI Empfang beim Ehaffan Bereschith. Im Anichlns; an den Tabbat Gottesdienst am - November fand sich eine grosse Anzahl Timagogenbejucher bei Serr» Bezalel Margnlies ei», um ihn als Ebafsan Bereschith zn beglückwünschen. Serr Margnlies empfing feine (Riste in der Wohnung seines Tchiviegcr sohns, Elltwrnsiraste 2l. stattete dem pKineindevornand berzlielnn. Dank für die erwiesene Einung ab und begriistle insbesondere Serrn Rabbiner Dr. Aber als Ebaiian Thora, der mit berzlietien Worten erwiderte. Bon den übrigen Rede» ivaren die Worte des Serr» Seinrich Gros; am bemerkenswertesten: er verstand es, den llnterjchied der religiösen Feiern, »vie er sie am Timchas Thorafeste im Rabbinerbanie erlebt habe und wie er sie sonst in seiner ungarischen Seimat gewohnt geivesen sei. tu drastitcher .Art ausznmalen. Wir verweisen ans die Anzeige der Hainburg-Tüdamerikanischen Dampfschiffahrts-Geskllschast in nnserer heiiligeu Ausgabe, lu'tr_ Filmvvilrag des Kapitän Herbert, betitelt „An heiligen Wassern", ein interessanier Film ans Palästina und Aegnpten. Jahrbuch für die Jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte. Herausgegcben vom Verbände der Indischen Genicinden Tchlrswig Holsteins und der Hansestädte Niimmer V. I'.'A» .">(>!Ht. In einige» Jahrzehnten des vergangene» Jahr Hunderts, stand die .Kalenderknltnr bei »ns Inden in hoher Blute. In alte» Gemeindebibliotheken stehen in staiiliche» Reihen die Jahrweiser vergangener Generationen, die, aiiknnpiend an den Gedanken, das; der Lnach dem Inden ein vertrantes 'Volksbuch seit je gewesen ist. den Rahmen weiter spannte» und der Volks tiimlicben Erzählung und der verständlich geschriebene» wisse» schaftlichen Abhandlung Raum lüsten. Den Lnach znm Bollsbnch zu gestalten, ist auch der leitende G.edanke des vorliegenden Jahr biiches, das, seinem (Kelcitivort gemasz, „ein einigendes Band um alle Inden seines Bereiches schlinge», sie In gemeinjaine; Arbeit znsanimenschlieste». ihnen Anregung bringen und neue Kräfte für das Judentui» in ihnen wecken will"! Die auf hohen, Niveau stehenden religiösen, literarischen und loissenschaftlichen Abhand jungen ans der Feder der Rabbiner Eoben Friedrichsiadl, Bai» beroer Wandsbek, Dnkesh Altona und Wiiiier Lübeck, soinie Pro sessop Isaak Marko», des Bibliothekar der (Kenieindebiblioiliel in Hamburg, sowie die sehr interessante sämiliengeschichiliche. Ans zcichnung von Fra» Dora Lehmanli Altona haben nicln inenig ' dazu beigetragen, das Jahrbuch wertvoll zn gestalte». Fnr »ns Bremer ist die Abhandlung von Mar Markreich „Ein Jndeniclnib blief des Tenates der freien Hansestadt Bremen und seine Bor geschichtet von besonderem Interesse. Ein grosser Teil des Jahrbuches berichtet über die D rgaiiisalion der Gemeinden, ihre Rab bincr »nd Berwaltnngen. die Vereine »nd Verbände, die sich in jhncn betätigen. Durch diesen Teil wird das Jahrbuch ei» wicin tiges Handbuch aller im öffentlich jüdische» Leben tätigen Männer »nd Frauen werden. Es ist;» wünschen, das; das Jahrbuch auch in unserer Gemrindc iveile Verbreitung sinden möge. Wir sind dessen sicher, das; es reichen Beifall ernten ivird. A. Vereinsanzeigen aus Bremen. Neichsbunü jüdischer Zrontfol-aten, Ortsgruppe öremen. Anschrift: A d. H e^r; b e r g , Georgsiraste >l. Wir bitten um zahlreichen Besnäi unserer regelmästigeu Tnr» abende Montags von in bis .'>«.:!«> llhr fnr Täniler, von A>">» bis -- llhr fiir Erivachsene. Turnhalle: Alles iRnnnasinm, Deäia v natjiraste, hinter der Hauptpost. 1' I 1P 1 i Komturstr. 7 kein rohf - nremen ^7 Bremer Kreditbank A. (i. lerns/fraber: RnUmdx77^5 Möbelfabrik ßauliscblerei Ladenausbau Garten- und Veranda-Möbel, Korbmöbel, Gartenschirme 4* Doyer s Kampmever, Heinrich RicHens 4£ IIaferkamp75 Bremen Ilansastrglre 240 f nd r I laferkamp ' Koland 1426 Kohlen Koks Bromple und reelle Bedienung Koland 5304 Briketts Wohlfelle Parfümerien, Seifen und Toilette-Artikel ' in- und ausländischer Firmen F'ü FrsinKe dfe Co* sögestr.6o Niederlage der Naetherwerke neueste und groote Kinderwagen- und Holz1 waren-Fan Europas Prämiiert: Amsterdam, Berlin, br^sden, Wien. 1.1‘ipzie, Baris. Malle, Triest. Nizza, Kalkutta inserieren bringt Gewinn Puppenwagen von M. 7.50 bis M. 90.— H i c h a r d Simon Bremen, Am Well 153/156

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