Jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 16 (15.11.1929)
- Date
- 1929-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Bremer Nachrichten. _ tterrn Hajessod-Rttion. Tie .Herbslakiion Ws Mcreu >.»1 jejiod Ii.il uiiojnmeii nut Der „Sjilfc durch''.'liiibaist'-'.'lkiioii de; ocit’ifli VCtjjfiicir einen benierkeiwwerien mati*ne{lcii Erfolg ge Ijabt. In der;fett vom 1. seplember bi-> 1">. Ctiobrr gingau rcgitlaitn Beil rage,, und sonderipenden über eine Viertel?.Vil lion Mark bei der Berliner Zentrale ein. Im Anoweis für Monat Cftabcr erjckn'lnen die .'janicitiibte mit folgenden lim gängen: Hainbiirg :s">i;7,11 M, Bremen 7sf>,ti5 M, l'iibaf 293,16 '.IV.. Predjgtlritik. Ans eüie ift an die 3(t>njtU'ituiig iveisen li'ir daraus hin, daß der sprcchsäal für Prcd.gikriiikeil da? Arbeil;zi,inner de; >'>eiiieinderabbiiiere ist, der sich zu einer Au;>prack>e über jede seiner Predigten gern bereit sindet. Warnung. Laut Bericht de; Fiirsorgeausjchnsse; sür südliche. Tiirchivaiiderer sammcli rin gewisser Noe Engelbarb, geboren am 22. -August 1893 in Prnchnil, i'k-lbcr für „Misirad Talmud Tbora sclre'l Mierachi" in Rzejckzoiv zPöleii/. Tnrch Rück sragc in :>!zejüwiv ist.jeftgcslclll, das; e; sich um einen Schwindler handeli, der mit gesüljchie» limpsehlungejchreiben sür eine nicht existierende Inftiintion spenden bei niulglünbigeii-. zu erhalten versucht. Wir ivariien dringend vor ihm.. Wilvc Sammlungen. E; liegt ein Beschluß de-; vieineiiide. rate vor, wonach saiiiinluilgen innerbalb der Gemeinde vor« standejeiiig zu genehmigen sind, sämtliche hiesigen Iuslituiio- »e» handclii in ihrem eigenen Inieresje. wenn sie nichs aus eigene Faust jainnieln, sondern die Genehmigung de-; Geineind« Vorstände-; einlivlcn, der eveiiinell '.'lueiveiie beglaubigt. - Aus gegebener Veranlassung macht Herr Rabbiner Dr. Aber daraus auimerlsaiiii. daß er grundsätzlich »ienianden zni» Zwecke von «aninilungen zu Geineiiideiiiiigliedern schirlt und daß Bernsuil- , gen aus ihn nicht den Tatsachen eiitsprecl)en. — Es sei bei dieser Grlegeiche« auch aus die polizeilichen Bestiinntungen hingeivtejen, zn deren Iniiehailniig jeder weiter einer saminclakiion verpjlichtet ist. Lcvys Hotel. Herr Hugo Levh hat milgeleilt, dass sich I>ie Verhandlungen betr. Verpachtung seine-; Grunds!ück; Bahnhojstras;e II langer als vorgesehen hiiizielien und dag eine Räuniuug de; Hause; ivohl vor nachsleiii Frühjahr al; an;gejchlos sen erjch-einl. Ter Restauration; und Hotelbetrieb ivird bi; ans wei.ere; sorlgejetzl. Ter Vaterländische Fraurnvcrci» vom Roten Mvcuj fordert tu den im lontinenden Winler im Verein;hau; Reiiibertlstraße dp staitsiiidenden samarilcr und sängling;knrseii ein« driiiglichst aus, damit die jo notivendigen allgemeinen »'ennt- »issr von .Hiigienc, »raiiienpslege, erste .Hilse bet llnglück-ssällen imo-i am .vreuag. evn >onner-;iag. »alle», und im folgenden Jahre würde d>-> sbabbo; au> To:iner;tag fallen nsiv. Must nun-die Einirliiebwig de; „n>eis;en" Tage; ivirklich diese Trüge > iür die IiGe ilieu haben? soiv.it ich untcrrichiet l'in, toll der „in is;e" Tag der 397 sto de; Jahre; nach .v_> -machen ::n> Tagen lein Arbeiietag, sonder» ei» Fäst- >ag sein /,w.j Iien dem letz e i sabbat de; abgelaiisene» und dem erden Tai'bai de; -neuen Jahre; würden also nach den Vo. schlügen der -lies arm er nichl ein» i sieben, sondern wie in allen anderen -VToche» nur sech; Arbeiielagc liegen. Wie lautet beim nun da; Labbai R-bol, der Bibel? sieht da nun e»iach. das-, ieder sie'eile Tag^sabbat sein soll? -Vri-i Ta; «aeoo: begeht 'au;;>ve> Teilen; sech; Tage sollst tu arl-eiien, nird am siebente i sollst du sabbat halten. Also t tritt iidlechiinn jeder jiebcnie Tag, sondern der siebente Tag nach i e chV,- ritt a g e n soll sabbai sein. Aach dieser Ann Ni»!'', U'iirde da; Tazii'iicheiiichieben de; Iveistr» Tage-;, eu:e; ,T e s> > a g e da; Tadbai-teeboi der Bibel nichl i'erlehe»: denn der erde Tabbai de; nene» Jahre; iviirde dein Biblischen o-esep geni.is; d er s > e b r n > » Tag nach sech; BT e > I I a g e n nirlti etwa der achte Tag nach siede > Werk lagen u-ni Tir In den lnt kö inte tt.1t also m 0" mit der gevlainen -Vetorin ivolil abnndrn. -iirde.» j e den weißen Tag aml, religio; gl; I-rniag vroklauiierte; e; braucht ja nichl der ilrenae T>1>abv Schon lange völlernng durch litdijmen Tnrn den li. Aovr-iiiber. legten;;•) Milglieder iii der Tnrnhaile de; alten i'lninngsiliin; a» und zeigten de» zahlreich erschienenen .iuschanern emeli frisch frölilicheu Turnbetrieb. Ter Vorsitzende, Herr Adois H e r z b e i g. begrüsge die -Erschienenen nnd wie; ans die Veichliglril der lorperlichrn Erlüchlignng hin. llnler e?eiln»g de; beivahrle» Turiilehrer; Bötlger bgan» e; mit uioderiien lauf und oiluiliiasiilübnilgeii, die dnech einige lnstige Be>vegniig;sviele abgelüst loiirde». Tann folgten geincinsanie Varrenübunge». Eine Miiinle de; bedeute»; war dein ver storbeiie» Turnsreunde und Mitbegründer de; Verein;, Arthur >.'e»man>l seligen Angedenlen;, geioeil». Aach der Einteilung in Riegen solgien einige llebiiiige.n am :>>eei nnd Barre». Mit einem .Uorbballsriel, bei dem erbitten geläinpst ivurde, schlosi da; Voriilitiag; Tchauliiriien. Jur den - Abend, waren die Turnfreniide sowie die gesamte olenieinde zn einem e st b al l im Hagsaal in der Vvllcherürasie eingeladeii. Ter Besuch 'war derart groß, daß die bersügbarrn Blühe tauiit an;reichlen. .wir Tr. T e geri n g, der bekaimie Vremei' Sportarzt, hielt chnen 'scherzhaft lehrreichen Vortrag über „Ta; Turne» int reiferen sowie Pflege der Säuglinge immer mehr Eiaeutum der deutschen Frau werden. Aähcrc Au;kniist im Büro Rembertistraße 89. Zugend-Gottesdienft iindet am 30. November 16»/* Uhr in der shiiagoge statt. Tie Eltern der scliitlpflichtigen Kinder iverden ersucht, die schüler ilnd Schülerinnen zur Beteiligung aut Inge»d-E'0lte;die»si zu ueraulajjcu. ' Zpendrn-Rktion am Lchmini Rzercth und LiiuchaS Thora. Ta; Ergebnis belief sich auf l.T./rtl M. von 4ö Spendern, darunter 8!> /'.V. snr Erez Israel. ' Tir Bczirksgruppe Nordivestdeutschland des Allgemeinen Rad» binerverdandes hielt am sonntag, den 3. November, eine Zu jamnienkunft in Bremen ab. Verband der Jüdischen (Gemeinden Lchleswig-Holsteins und der Hansestädte.?lm 2i>. Tklobrr tagte der geschastsführende Ausschuß in der Woim'iitbi-jcl)iilc zu Altona. Rach Schluß der Herdstseirrtage, die durch den Bremer srreiniarkt noch eine iinliebsamc Verlängerung erfuhren, ist es Ieit, an Zahlniig der oi r m r i » d r si euer n zu denken. Der Beitrag sür da; l. Quartal war am l. Oktbocr fällig, eS ist jedoch gestaltet die sieucr» in »ionatlichen Raten zu entrichten. Lüer seine Raten für Cttobcr, November, Dezember noch nicht bezahlt hat, beeile sich, seine» Berpjlichtnngen gegen di« Gemeinde unverzüglich »achzukomincn. ,.An heiligen Wassern" betitelt sich ein Film, der eine sonnige Fahrt mit der „Monte sarinienio" und „Monte Ler» vaiile;" nach de,» Morgenlande zeigt. In Bremen erfolgt die Vorsührnng licrrliclvr Bilder au; Geschichte und Gegenwart der Länder am Ail und.^Jordan am sonittag, 17. November, vormittag; I l.l'>-llstrim Melropvllheater mit Vortrag von >iapitä» Herbert.Hamburg, »arten sind im Borverkauf zu l 3 Marl an der Theaterkasse nnd bei der „Oceanic" G. m. b. H., Bahnhojstraße 27 ->H f.Holel Albertos erhältlich. Vortragskursus des «cmcinderabbiners. In der am <l. November stattgehabten Vorbesprechling hat sich der. überiviegende Teil der Anwesenden sür da; Thema „Geschichte und »nllur de; Lstjudentnins" entschieden. Ter erste Bortraa sindet ant Tonner;tag, l l. November, viinktlich 2l llhr im Lehrsaal bes Iüdisrlen Grnieindehauses, Gartenstraße 7, statt, unb behandelt: Tie Blütezeit der Inden in Polen. Tie Berfolgungen unter Ehcinelnirki. Tic Inden ini Mo;kowitcrrcicl>e btS zur Entstehung de; Ansicdluiigsranon;. Tonnerstag, 21. November: Tie Jude »Politik be; zaristischen Rußland im 19. Jahrhundert. Zlindcr, die bei der Ende Tezeniber stattfindenden Chan n t a f e i c r bc; Israelitischen. Frauenvereins Mitwirken wollen, tverdcit ausgesordert» sich uingehcnb Roland 1536 oder Tomsheide 28 588 aiiznmeldrn. ehrlichen nnd unparteiischen Mann in recht kritischen Situationen" der Nachkriegszeit kcnnengelernt haben, seine Auftraggeber, die Hciinwchrlcnte, wird befriedigen können. Noch zweifelhafter aber ' ist cs. ob die sozialdemokratische Führung einen geeigneten Rückziig wird nehmen können. Nicht wenige Arbeiter dürften von den r nichiniarxistischen Gewerkschaften eingesangcn werden, so daß ein nnincrischer Rückgang kaum vermeidbar erscheint. Dieses Moment aber wird von den Massen den jüdischen Führern angckreidet werden und die aiiiiscinilischen Instinkte, denen die „Arbeiterzeitung" des Juden Austerlitz schon längst gelegentlich Rechnung getragen hat, werden zweifellos durchbrechen, ohne allerdings diele Führer stürzen zu können. Je länger aber die Sozialdemokratie die einmal errungenen Positionen z» behaupten versuchen wird, »m so heftiger wird die Hcimwchr den schwächsten Punkt dieser Position, nämlich den bei Deutschen ans die Dauer nie versagenden In den Punkt angreifcn. Schobers Kabinett hat jg gleich zu Anfang de» ursprünglich ist Vorschlag gebrachten, längst gelausten Professor Josef Redlich, einen selbst in England hoch aiigcschciicn Kenncr der englischen Berwalkung und des Parla- »tenlarismns auf Wunsch der Großdeutschen fällen lassen müssen. Tic Juden Oesterreichs gehen stürmischen Zeiten entgegen. Ihre wirtschaftliche Situation ist durch diesen Iatenten-Kriegszu> stand z» allererst bedroht, während ihre politische Stellung dadurch anss äußerste belastet wird, daß sie auch selbst zum großen Teil . -... Tarbietnngen _ >a»;giebigcr Tauzmöglichleit blieb inan bi; zum frnth'n Morgen beisinume»:' Mit den Veranstaltungen sollte den -Zuschauern gezeigt iverden, das; e; nicht ans die Erzielniig von Hüchstleistu»- gen ankoniint. daß vielmehr durch »wderiie richtige Turnunteriveisniig der »ürper gesund und elastisch erhallen wird. — Denr jüdijchen Tnrn nnd Sportverein wird dadurch der beste Dank für seine Arbeit abgestattet, das; ilim durch rege Werbetätigkeit recht viel neue Tnrnfrennbc zugeführt werben. Wer der jüdischen Jugend, wer seinen eigenen »indern helfe» will, der fördere die südisckn' Tnrnbewegniig! Gilt es dvch die Ertüchtigung jiidi scher Mel,scheu, die wiiksanie Bearbeitung eineS Gr'biets, das iahrhuiiderielang vernachlässigt worden war. Mit zäher »rast nnd nnerinüdlikiwr Begeisterung haben die Leiter bes jüdischett Tnrn- und Sportvereins, allen voran .Herr. Adolf Herzberg n»b der leider zn früh verstorbene Arthur Heynia»», es vorstanden, der Idee der jüdischen Turilbelvegung in Bremen zum siege zu verhelfen. Tie Vorsiihrungeii des 3. November haben gezeigt, daß die ersten schivicrigleitc.il überwunden sind, daß eine wirNickp: Tat geleistet worden ist, die den Tank aller