Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-11-15 · 16 (15.11.1929) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
16 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
70% known words query
IRI
…/4916913-5966047-5966078--153-4917047
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

\ fcnbc Neserat des 'Perbandsvornhenden ÜHabbiner Tr. öübii tlrffcn): „Ter Mampf des jungen '\iibcu um feine 6ebeu*jieftal imtp". ,,'Jicbeu den Pngendfrage» unter dem 2JIirfpii»ft der Eivig keil gibt es solche ans den ^eitumitänfen heran*, in das mangelnde Vertrauen it? einen Ttaat, der jo viele schlappen erlitten, fo das hergbgemindette Heimatgefühl einer hupend, die wochentags kaum ei» Ttüddien Ekrnn;n jebeit bekommt. IKiet-t-Iajevueu fonnen feineWctm;iitid,aft schaffen. 24ezieHnnge» zu schule. n»d Eltern Hans leiden unter dem peti'altipejt .Mampf um» Taieitt. Tie Mmle wird den ^arPerunpeu nicht gerecht, die man an iie stellen kann Meine romantischen Znknnfrstränntek 26eist man,einen 26ort i.er 'Peffernng? 26ir müsfe» einem wüte, einem ,u'bt 2lntnumsiebru. 26ir wissen keinen -besseren Rat für junge Mensche» als den: ‘"Vclit in die 'titunpruppeu Hinein, ju den Menschen, die im selben e'gtg der Entwidlmig beheimatet sind. Es gibt fragen, die nur gelöst werden könne», wenn sie gemeinsam von der ganze» Engend ge tragen werden. Ta dürfen parteiische und konfessionelle Miruu.'eit kein Hemmnis bilden. Trohdem fordern wir daneben die jüdische Pnnggrnppe, weil der jüdische Mensch sei» besonderes 'Problem hat, auch weil ihm oft das- 6and der glüdlidten Minder und Engend zeit verschlossen bleibt. Tie „Mittelalterlichen" zn betrachten, ist ein schweres Unterfangen. Tie wirtschaftliche» Schwierigkeiten lafjen »ns fragen: 26o wird der heranwachsende Lohn der Erbe sein, wird ihm das (beschaffene nitgiigetastet übergeben'? Tast er Angestellter ist und bleiben wird, ist eine Tatsache, mit der sich weder Engend noch Alter abfindet. Man mnst den jungen Men scheu helfe», eine Umstellung ihrer Mentalität vorznnehme». Ein 26eg besteht darin, dast wir st»n in diesem 26inier die 'Tage klarmachen, den historischen Werdegang des Prozesses,.in dem er fleht. Ter andere: Tie Organisationen nnterstühen,.die den 26irtschaftsprozest besser gestalten, sich um Ttelknngslose bemühen, bei OJot and) aktiv eingreisen, jüdisdie C->ejchäflsinhaber zur Ein stellnng jüdisdie» Personals veranlasse». Miefe Umstellung in der Bernsswahl ist notwendig. 26ir fordern gesamt jüdisdie Ei» stellnng. 26as der Wurzel nach znnt Pndentrnn gehört, wird von »ns bejaht. Ans diesem (dtttiide hat fielt der verband and) der '^aläftina-'.’lnfbanarbeit uidit entzogen. 26eg mit. der 'Parteibrille! Unvoreingenommen mitzngestalten ist der Tin», des Pngendver bandes. Es müssen »ns Möglidikeiten erstehen,.^eitt 2n'llebeu als ÜMen.fth mth ^nbe zn führen, tritt 'utpettMieim modernster Prä gnng sollte jede Ekemeinde besihen. Es soll andi den Ortsfremden ein wirklidies Heim bieten. -Heute ist das Maffcc oft nur Tvf’.tdit vor der Cebe des Zimmers und oft andi vor der des Pngendheims. 26ir verneinen die Theologie des „Es war einmal" «wie schön das 2*erhälttn\> zwischen Eltern »nd Minder» früher wart und die dt^s „Es wird schon kommen"., 26ir bejahe» die Theologie des Heine »nd Peht. Wir müsse» >den 26eg der 2!erwirklidittng im alltäg lichsten 'Alltag gehen. Euer 26ille mache eure Ehre an*!" ' * Tvran Tora 24 ndihvl; warnte davor, den jungen '.IVenidieu die Bernsssrende zn nehme», '.'llsred 24o^nni» t'TUeleseldl:?,nr wirtsdiastlidien 2>ot kommt die uieiellidtaitlnbe. Tas 24rndergeftjhl mnst gestärkt werde». Hamburger t Essen): 'Man mnst geistig verslgche», wen» mg» nidit de» nötigen geistigen 2lnschlnst hat. Walter B » d> holz: Tie Engend »tust mit alle» Mittel» gegen den Tlnmpfsinn kämpfen. ( Pit seinem Tchlnstwort fehle sich-Tr. Hg h» für t'kem'ein - sdiastsarbeit zwifdien 'West »nd Citjnbcti ein 21 ur das könne 6ebett genannt werden, was die Einheit in der 2'ielbeit [einer Er fcheinnngen P'ghrt. Madi dem gemeinsamen vorzüglidien, von ninnteren dieden begleiteten '.Rittagesfen in der Hionloge wurden die tedinüdien Tinge, wie Bericht, Entlastungen, Aenwahlen, 'Anträge, tdiuell »nd tut Timte der .Bezirksverbandsvorsihenden erledigt, .tack di a p h a e l f'Pecknini übte an der ifeititng des Hanptverbandes sdiarse, aber sadilidte Mrikik. Tr. Hahn nahm in ebensvldten Ausführungen dazu Ttellnng. t?ie gestellten Misttran^ens und 'Pertranensanträge wurden nach Mlaruita der Tadtlage znrüdge wgen. Tann folgte srortsehnng der Aussprache znni :>ieserat Tr. Hahns. Es wurden lUitttcf »nd 'Wege vorgeschlagen, »in dem jn» gen Hilden die mittlere 'Peamtenlanfbahn bei 'Innt. Eisenbahn und 2ierwalknng zu erschliesten. Ten jüdisdie» l'kesdiäitsinhabern fei zti empfehlen, jüdisdie dlngeftellte zn befdiästigen. Tie feien heute nid)t_ gnspriichsvoller als 'Andersgläubige. 'Audi in liiditjüdifdie Mreife fei 'Anfklärnng zn tragen, ihnen fei anseinanderznfehen. was gefamtjüdisdie Haltung bedeute. Pn seiner Tchlnstanfpradie hob diabbiner Tr. T dt o r t dt her vor, dast andi die Pngendarbeit nnr dann.von Erfolg gekrönt sei, wenn sie znnädist das T.nalitative z» stärken s»d,e und erst dann, wen» sie einen guten, tragfähige» Unterbau geschaffen habe, das 'T.nantitative betone, das will besagen: die*.erworbene ('Mtt dnrd, ständigen 2ln*ban in die 2Eeitd möglidist 'fielet, vermittle. To viel 'Anfpanitnng rief nad, EiNspannting. Tie wurde den answäoiigen und einlieimisdien P-rennden und einer staatlichen 'An zahl von ((kästen (etwa 6»ii Persone,ik burd) ein geselliges 'Peilim meufeiu mit Tanz iii/Mnstmanns Hotel. Eine hödist originale Jazzkapelle jnngdt 'Meitfdien idüti glanzende Ttiinmnng Entge streute wieder »nd 'Pottrage 'penfeten Almosen auch den dtidutait zern. lind nun mm noch tu beitet Vamte b.'.i.tmnteit, al* fei Ulnzeiget lgngit tu fett ttadittett rag Iiineingelansen wat. ( 26tt haben mts nidn mit ant nn'et eigene* Urteil verlassen, mit haben jletstig hevumitehnubt bei al:eit uiif neuen 'Petbatids srennfen, bei Ltitnpatbtitetettden itub bei fett Mühlen, bei den Veidttpiittefenett ttttf. bet fett Mui:ühett, abet tt>:t hab.it uitt ein Urteil gebot! E* war f:e bette Tagung diese* 'Petbande* fett ,\abrett. 'Jivbett feit 'v.ütvitlenden gebührt bei auf et et Tank dem 'Teilet des 'Pezttksvethanfe*. Poe Pstael, fette» selbstgesertigte Tagmigstttgsditne bis znni lernen digfdie» ntnstergnlttg arbeitete. Er mag diesen Tank seinen Helietn wettgtgebett. T 'P 75 ^ahre jüdisch.-tkeologisckes Rabbiner-- , Seminar zu öreslau. Pn diesen Tagen seien da* indisch ilieologtjdie Teminar;n 2Eesla» feiitv'it 7'gähtige» 'Peiiattf. Ilm diele* Ereignis tvntdi gen;u können, ist ein :>i»ekbltel ans Pie t'kejdtidtte des Temiitat* aut Plane. 26emt tvir zntndsdianeP. [outmen mir ztt fett ersten Anfängen fei 'Pibelitbersehnng '.'Aetifelssohtt* ifie von Vnthet blirft fehl gerade aitf >(«> Pal,re;»tnd> 'Mit der .MiiltttNat 'Men felssolins hat damals die jndisdie Attsklärnngsatbeit eingejeht Tie fditvere Mt iie, die unmittelbar nach 'Mendelssohn* Tode da* iAeligionsleben im allgemeinen gettosie» hat. muhte jidi iunethilb des iitfiidteu :>teligionslebe»s umfo empfindlicher answitke», als die 'Prüde zwitdie» religiösem Tenke» »nd weltlidier .Mnltnr nodt keineswegs hetgefiell: war. P-ttr 'Mendelssohn selbst mag diese Ttmthese mehr gestthlsmästig. rein perfonlidi gewesen sein. Eine tvissenfdiastliehe und lehrbare c>r»ndlage war nodt ntdii vothan den. Einzelne Hervor tagende 'Männer ta-iuhren von;‘,eit ztt;',eit and) nad) 'Mendelssohn auf, aber immer waren es Touferetnbei nmtgen ohne 'A'adtfolge. Es fehlte damals das 26idikigste, uämlnb die ii.'ibiilidif. it, in (fett breiten Tdinhten fei femtdiett Pndenheit uu’ltlidte Mnltnr und religiöse Tditilnng in Einklang zu bringen.: e* fehlte die T dt tt I c. Tieie iieidtidnliibe '.'immenfiateit führte zttr Ckründnng des 'Preslaner Teminars. Ter Ckrttttder detselbe» war Momm.'t zienrai Pottas P-1 a n d e I, geh. lü 2>ovetnber ITT:! zu 'Preslan. Er war trvh feine* äleidttttms (er bet'ast gemeinsttn mit seinem 'TEatdet etwa PUllione» Taleri einfach ttttf be stheiden: er lvird als eine i'.ierde »nd als 'Potbild kommerziellet istedlidikeit ttttf Umiidtt bezeidtnet-: er narb -'T. Pamtar Ib! Ten gröstten Teil feilte* Permögetts vertvhndie et zu Tliftttngen. von denen nodt folgende erwähnt werden sollen: das fufifd'e Mratt fetthau*. eilte iitfifdie ,Mnaben ttttf 'Mäddtdttwais.mattsiall, eine Ttistnng zur Tvöifermtti der Mtittste ttttf des Hinfwetk*. ein Pn ftitut zur 'Porbengnttg von 'Artntti. ein :«nflndi:slia»s Tie Tt tM TEesla» hat fein Andenken geehrt fttidt die 'Pettettmittg eine* Plahes naeli feinem 2>amen. '.»löge tttts amit in jehiget ,',eil ein fändet erstehen! ’ Ta» Teminar mar die e t sl e H o dt s dt tt l e. die die jüdtsdte :>ieligionswissensdiast in sttstemaiisdier 26e:>e i» Angtiis genom men hat. . Tie 6rhrer au der Hodisdmle mären nicht tun 6.hier, sondern and) hervorragende P-otscher, sie tmtstien es ändt fein, sonst wäre ja fas stistematitdie 'Telireit mtmöglidi gewesen. An* dieser Tatsche erklärt iidt die fdibpferiithe »nd srndtibne Arbeit jener '.M'änner, die das 'Preslane^ Teminar zum '.Mittel Punkt d e s jüdi i dt e tt, >'< e i ft e * I e h e tt * g e nt a dt t haben Wir erinnern an die Arbeiten eine* ''„id'.rria* P-rankh Heim idt l'kraeh, Pakob. 'Pernatis, 'P. Pmdermann, P. P-rettf.ttiltal. Tabif diaiitt, 6. Vavirtt*, T Poel, P Vemn. T Horowt», '.M 'Ptattn 'Weiter erwähnen wir 2A:dtael i'knümann, Pfgak Heittemänn. A Tewkowih, P. diabin, H. P.;',i>m„el*. 'Aidn ttnertt'thnt wollett mir lassen, fast die überall* wirksame und seaenstetdtf Täiiakeil der 'Preslaner Hodifchnle einem wekettilidien Teile der detilf >>*» und gttslättdisdte» Pttfenheil :>t i eli: n tt a »nf c! r tt tt f I a it r gegeben hat. An* der Hötersdiaft fe- Teminar* titid zthlreidte ('kelehrte hervorgegattgen/ i'.Ui 'Ptattn zältli in seiner i'VfdbdMe fe*_ jititiid) theoloaiidteit Teminit* an* fern ihre 1 (•<)t übe? taitieitf 'Werke am'.') Teiifem ift.fie;’,,h^ fi itf aeftieaen. ' Einige her bekanntesten Perfafser iittf* '.Ui t'Vafemimt. Pakob ('iitttmattn. Wilhelm Padter, Taoif Maufmanu. "iotthatf Teutidi, rieainnttf 'Matibanm, Pli. 'Plodi, 21. 'Prüll. A r" 'dt. Z ('itnremattn, 21 ^krost, P. 'Perle*. 21. Misch, Hermann Eohett. P P- P-ränkl. T Mohn, .>.)>. itiahmer, Pofet Eü' elbadter, 2ller Mohnt, 2?>.;11■ f ■ v mgttdl, 2Ji. Winter, T Tinti’!|>n, bltuven, .Mtliu* ekttümtttn, 21. 'Püdiler, H '»'(oaeltteitt, I- 2iteaer. 2' V dinter, '.M (Mafter, 21. Mober. E* ist kein .Pttkall. fast die später aeatitn>et.tt Temi na re zmn wesentlichen Teil der „'J4 re -r-f-r tt er idmle'1 n adtaebilf^l Und, tote die jüdtidt tlteoloaÜdte '.'elttattitali in 26:rn, die 6anf.* rabbiiteridtule in 2'ttd ipeft. ft* .teii'iih .('elleae’ in Hondoti nnf da* Pewüh Theo'.ogieal Temintttt in a.'ennot' Tet :>!ablü"er des P-riedenstempel* in in, '> 11' Tr. .und'im -P t , nz. bittet Haake-Beck das deutsche Qualitätsbier

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.