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Jüdisches Gemeindeblatt · 1929-06-01 · 5 (1.6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt
Volume
1 (1929)
Issue
5 (1.6.1929)
Date
1929-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHES GEMEINDEBLATT MITTEILUNGSBLATT DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE AMTUCHES ORGAN DER GEMEINDEVERWALTUNG Das Jüdische Gemeindeblatt wird den Mitgliedern der Israelitischen Gemeinde Bremen unentgeltlich zugestellt Nachdruck hur mit Quallanangaba und mit Ganahmlgung da» Varfaisari gartattat Verlagaort Massel BREMEN Verantwortlich für den lokalen Teil: M. Markreich Nr. 5 Bremen, den 1. Juni 192V 1. Jahrgang Bemerkungen zum Jugen-g'ttesüienft". Entgegnung du» iutbbiner Ir. 2 ch n r s ch, .vaunouer. Unter ber obigen llcberjdirijt crfdjicu vo» nioiiirm 2tu biciifollcflcn Ir. Prinz (Berlin) in bev lebten 'Jiummer bieses Blattes mit dem Inhalt: bev uiigenbg'ttesbienst ist sinnlab ein Artikel, ber nicht »»wiberspradien bleiben bars. Dieser Artikel hätte in. E. nicht über wenigstens nicht in bicser Art geschrieben werben bürsen, ba er nur schaben n»b iiictit Hüben kann! - 2eit I-ilt Jahre» ist tut beutfdictt Silben tum immer mieber nur eingerissen lulube», sv bat; a» aktive», Inbentuin nur sehr wenig übrig geblieben ist. Eb ist Heine höchste -seit, bas Eingerissene wieber. ansznöane». Aber es stet'en siir biesen Ansba» nur wenige Mittel »nb Wege zur Persügnng la ist c$ gewis; nicht bie Ansgabe beb Aabbinero, biejer Arbeit »»b sei et auch in bestgemeintem 2inuc irgenbwie »nb irgenbwa z» schaben. Pietmehr wenbe jeber seine Ersabrnngen in seinem Weidete a» »»b zeige bnrrl) beit IhH'lji, bas, er ans richtigem Wege ist! Aber ina» »ins; sich »eilte' babbelt hüten, bie .Zngenb irgenbeiner religiöse» Betä tigiiiig abspenstig zu machen, besanbers, wen» ma» keine » e u e n Wege zu zeigen weis;! ' ler biebatikengaiig beb vertut Ir. Prinz ist für, satgenber: lic Ersabrnngen, bie mau mit beut v»genbgitebbiensie ge macht hat, ieiem sehr gute. leniwch sei er ein entschiebener Wegner stwes .Z»genbg'ttebbiensieb, »nb zwar aiib briuzibieUen Wrünbeii. 2a wenig es eine .Zngenbknttnr gebe, gebe kb eine religiöse Aiigeubtuttur, auch keine bewnbere jngenbtiche ületi giasität. sZvtglid) tömie e-s jinuvotk 'auch keine» Wticebieuit ber Zngenb geben. ler Begriss be-j vngenbg'ttebbiensteb sei alja ein Pansens, »nb weil er ben Begriss einer religiöse» Iiigeiibkiiltiie schasse, werbe er ans bie lauer schäblich sei», ler I«gt'»bl>che werbe ben allgemeine» Wttcbbieint nielit mehr alb seine 2ache betrachte». Wae aber schlägt ber ,Persaiser bes Artitels var? .Zn alte» 2»nagage» selie man »änsig üinber, bie mit ihre» Patern in ben i'i'ttcbbienft geben nnb bei ihrem Pater unter einem laltib beten, lib gebe atw feinen 2imberritnb für ,Z»ge»blid>e. ler a11g e >» e i n e Wttebbienü müise zngleirb .Z » genb g'ttebbienst sein. lieser t'U’DiTiitciiacitifi, bei säst mir mit Warte» beb verr» Ir. Prinz wiebergegebe» ist, zeigt zunächst zwei einige. Man kann nämlich nicht sehlechtbi» über ^»genbg'tlebbieiisl abnrlei te», mp»» man nicht alle Ingenbg'ttebbienste keimt'. Was .;. P. Vannöver betnsit, ja rennt verr Ir. Prinz in maml.em osiene Iiiren ein. Wiv l>abe» iiämliel» feinen für bie „li»bliche Psnebe bersertigteii" .Zngenbg'ttebbienst, sauber» bie Ingenb taiiimt bar zwei fahren b»rehsehnitttich li, heute burchschniltlich llX»!' zu», Mineha ch'tlebhieiift am 2chabl>ab-A'akhi»ittag zu saminen. Allerbingb übe» bie .Zngenbtidien selbsö bie Aiiuf- ■'"tioneu a»b! .Zebvd) verr Ir. Prinz ist gegen bei, „tum ber .Zngenb mamialteteu Wttebbicuft". vat er sich scha» einmal bie Pebeutiing ber latjadtc überlegt, bas; man mit lü fahren Parmizwali, b h. a a l l g ü 11 i g e» sZube wirb? Mit li! fahren ist man aber inte» enrapäischeu Pegrissen und) .Ziigsiiblidier! lab zweite, bab nad) ber Zkektüre sagar bei» I»ge»btid>en »»mittelbar anssättt wir tiabeiz ben Amtet iu miicrer ',»' geubgeineiilbe besprad.e»! ist, bas; verr Ir. Prinz iu seine», Ttchwärmen für bie Einführung ber .Zngenblidie» bnreh bie Päter iu ben allgemeinen i'V'itcbbienft sich ben t'lujibein gibt, alb ab er nidit wüsile, bas; ber grös;te Teil ber bemühen Inbenheil besanbetb a» ben 2abbaien ben te, iwbbiönst tan,» iiielir besiidit, nnb bas; eb eine» erhebliche» Teil gibt id» glaube van Berti» bie;Jal)l '>t>ts xl gelesen z» habe» , bie nie, nicht einmal an ben hahe» ,Feiertagen, einen Wiiebhienü anssntcht. lab ist eine varerst n n » b e r w > » b l i d> t; 2dimie rigfeit für ben' i'icbauten beb' vertu Ir. Prinz, ber barauf tiinaiibtänst, beute sa zu tun, alb ab sich gegen jruber innerhalb ber ^ubenbeit uidttb geänbert baue. Eine weitere iebem uummetbar auuatleube Tdmneiigteu, bie bei ber »»religiöse» i>iinieiiumi brr aHern benie ebeniall- »icbt zu übenuinbeu in, beitelu bin», ba» bie .Zngenblidi.'» an 2abbateü iuib ,Ze.erlagen bie T.lntle beindien »nb >iidn z»»i ie>attebbleii» lamme» tönneg. Es bleiben alte nur bie Alad> mittagbg itebbtenne, z» bene» b>e Eriaadiienen mit wenigen Aiibiialime» and, unbt tnmmea,. .Zngenbltdir aner temmeu tan neu. Wab ergibt iirb baraiib alb innmenbin, ,Talge? 'breffti bie 'yiuieub taaimt, wirb ber t'*'nebb:en't ea iasa ein aan ber ^ngenb für bie ssiigenb geübter ^ngenbg ilebbienn' Aber >?err Ir. Prinz mödie bie Möglidileu >iiie.- >Z»ge»b g tiebbieuitcb aa» av> iariid;en Para» .-sei.»»ge.i her heurteitru »nb »nt,rsdieibet zwisdie» legale.! » ib illegalen Tanberniigen legale 2a»be.»iige» seea aitlwbare, libeiale, leiariiiie,ie i'i'ttebbieuite, angepant an neridnebeue .'Inen ber ''ieliniiuiini tiin ^»genbg ttebbien» aber iet illegal, weil erleine belaube,« ingenblirbe üieligiasital gebe ^Z» t'-Zi. lli.lileil gliebern sid, bi> leenebbiensle nielit nur narb retigiüie» 'iteburiniiien, umberu and) vnad) einsarbe» teebniid’en Maglid lenen. ,',» z b bi« chliebet»»g beb liberalen te. nebbieniieb in eeria iebeae *'«'ne■> bieitfie iituerbatb einer -tabt eine religiaie aber eine le-bniirbe n.'atweiibigteit? lie liberalen .Znben lönnien ba.b aarian alle in eine 2»»agage gelie.i! Ahe. e> ui te h Midi nielit maglirlii beim entmeber jmb erznaiele '"iealgteii, aber sie iaaline» z» weil paiieiiianber entierm. 2ber wie reimii e,- mb mit ben Prit>atg11ebbie»ne»? ,,e>ibi e-> eiwa .ine ariaaie nnb eine ai se»tlirl>e Aeligiasitäi? A.in! . Wenn z igianter ein eigeneb Minjan z»ia»ii»enr»si', ia >»> er e.- »>d>i ans te.rniib einer anbere» Aeligiaiitai. lanbeni weil e, iinglü llieheinieiie ane rein äuiiere» uiriiitbe» ni.lu;nm. albiemeinen i^iiebbieu» lammen tanu. . tibenja ui eb lienlzniage eine le.bimibe Aal wenbigteil wenn man ia sage» will ' , bie .Zngenb z» eigenen b>>atlebbienilen z» aersamnielii, ba bie teilen wie wir al>> i> sagte» grablenleilb » i d> > lammen, and, nnhi imnanbe iinb, iltre minb?r >» bab Peritänbiiib be> u,iie -bi. uiteb emtuiubren,' nnb selbst wen» s > e Jamen, ihre Mmber »vge» bei 2rtvitle lueber margeiib nvd> abeubb bea t'i'tiebb;eüii bi-iudieu lannien Aber and) bie P a r a » b i e » u » g e » iur ba :- ll> teil beb .verrn Ir. Prinz iinb brüchig. „Irr B>gnu beb Z»g, nbgiieb bieitüeb in ein Aanienb ' idireibi 'er. Warnm? Weil e.- li iiie besanbere jngenblide Aeligiaiiial gebe Taiiadilieli inine bei Begriss beb .Zngenbg lllbbiennev nur bann imnU'b, wenn .Zn genb vrinziviell nnreligöb wäre! Tan» aller: »>ann, >>»', iaie, ivab iiir Menichen zu einem ui iie--biemi 'iniammeutnmureu. ilt prinzit'i,ll zunächst ganz gleidignllig. beim ,eb. r te.g,,.> bien» »elit leblen te'nbeb »»> unter g, »e r A, amgnng: .Z„ Wabrliailiglrii tnan bienen' llnb w.nii ber gng, nbg ue-i-bi, nü bieser ,Bebi»gnng g>»ngi. bau» ui er ein iiebbt. nii. »>ib wenn Per allgemeine t» liebbienii. ielba wenn bi, .tanz, nie meiube t'vriamnnii itnire, bie!er! «enngniig nt,In geangi, ^ann ist biejer lei» ulitebbi, »»• blanz bermnuberlid'- ui bie '"i'eiuiiun be-- verm I; M in z, bas; bie iteligiaitiät' eineb A,l >zigjeiliiigen zwar eine an, .ne wäre alb bie eineb;tehu,<iht iae.t,' bi» e-- tl<ev k, >» m leine beibuhere ingenblid e »ieligiasual a.e! e Ta-' Inn» iVnli ilnr bebeuten, ba» zwischen' ber iJeligtoitiat eevidu tijialu meu mtb beb i>e>iiiiälirigen nur giabnelle, aner leine i-.i leubitui. \ irlnebe beiiiinben. ,Zn iai,llidileu i<i b:e Keiinianuu, an, ber linier viibentnm ansgebani ui, ahne b;c körne,lide nnb >e, tisdie Aet alntivn ber, 'Pnberial, b li al»:e eine w e > e n i l > d) e Peräiibernng be:- '.»teuidieu n i di I mi>»li-l^ > T aber bub l.'i. sZalir, bab sZal» m’ V ,,,,, male» Pnl>e, la!--l>,'ginne -, <iI•> bab .Zal>t religiöser B, nnbigleu!. 2-e U'it ein in teligiase»

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