Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 51 (17.12.1937)
- Date
- 1937-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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DBS REIC Nr. 51 / 17. 12. 37 ES JÜDISCHER FRONTSOLDAT 3N iWas leisteten Frauen und Jugend? I Abschließend seien die Leistungen unsere grauen und unserer Jugendlichen g:wertet l)iese Wertung kann gemeinsam ges chehen denn z. B. fünf von acht Reichsmeisterii men de keichtathletik-Saison 1037 waren noch [Jugend lithe. : [31:13, das ist das Verhältnis der 1-16:78, das ist das Verhältnis der Namen Punkt« Sportreisen schon Jugendliche mitzunehi nen, außerdem oft und selbstverständlich mögl nich der „Fünf-Bestenliste“; eindeutiger Aus dijuck einer großen Ueberlegenheit dei Schild-Frauen über die Makkabi 3th des deutschen Kreises. Aber auch nach inien ergibt sich ein erfreuliches Bild.' Daß Gretel Bergmann in dieser Saison nicht’mehr bei uns startete, das hat selbstverständlich auci deutliche Spuren in der Bestenliste hintcrlassen Aber sehen wir davon einmal ab, werten wir ohne Anrechnung ihrer Leistungen, so dürfen wir bei den Frauen eine Verbreiterung dir Spitzengruppe feststellen. In 100 m Lajuf kamen unsere Mädels nicht r< cht in Schwung, die Vorjahrszeiten wurden n cht erreicht. Hier waren einige unbekannte M ikkabi- Mädels besser als wir. lieber 200 Meter werden in | der Bestenliste nur Schild-Namen g enannt dej- Durchschnitt ist etwas schwächer während aber die Staffelzeiten weitaus schneller geworden sind. Im Weitsprung dagegen kamen im Vorjahr 4 Mädels über die Fünimetermarke, die in dieser Saison nicht übersprungen würde. Im Hochsprung ist mit M trianne Gläser, Berlin, eine seltene Begabung aufgetaücht, die sich sofort den Meistertit :1 und leit ersten Platz der Bestenliste mit 1,46 m liolen konnte. Diese Leistung der Fünfzehnjährigen ist gleichzeitig auch die relativ beste iller Frauen. Während die Speerwerf« rinnen ind Kugelstoßerinnen etwas nachg -lassen laben, sind die Diskuswerferinnen < ndlich wieder ein Stück vorwärts gekommen. Im Vorjahr warf nur Gretel Bergmann über 30 m, liesmal gelang es Käthe Levy und Gisela Schneider Vom Schild, Selma Schulmam i vom Vlakkabi, aber auch die nächsten sind stark verbessert. Die relativ besten Leistungen der Saison vollbrachten die Jugendlichen: Gisela Schneider, Stuttgart, die in sieben angef ührten Wettbewerben sechsmal unter - den ,Fünf- 3esten“ vertreten war, Marianne Glaser und nge Mell«, Berlin, die im Kugelstoß an 1. m Hochsprung an 2. Stelle genannt wird. Aber dicht hinter diesen Leistungen erdeten Mädels, deren Namen uns schon in der nächsten Saison öfter begegnen sollten. Und das.; rilt auch für unsere Jungen, die in dieser Saison plötzlich Leistungen zeigten, die sie il »ald zu ernsthaften Gegnern für unsere M eister werden lassen. Immer öfter wurden von ihnen die 100 Me|er unter 12 Sekunden gelaufen, die l> Meter-Märke übersprungen, die 1,60 n im 1 fochsprung erreicht. Zahlreiche b« gabt« Mittelstreckler umkreisten die Bahn, von Jenen! 1 iutmann-Berlin sich sogar über 1500 m an ' lie dritte Stelle der Bestenliste i etzenl konnte. Unsere Fünfzehn und Sechzehnjährigen waren aber die Besten. Große überras :hend kräftige Gestalten, die in einer Unbekün mert- ■eit zu kämpfen verstehen, daß wir von ihnen , inmal Gutes erwarten dürfen. Hier muß noch viel intensiver weitergearbeitet werden. Der Jugend-Verbändekampf wird wohl zum ständigen Rahmen für unsere leichtathleti ichen I leichsmeisteischaften werden. Die V< reine werden sodann sich bemühen, auch auf ihre chst zahlreich Jugendwettbewerbe auszuschreiben, hoffentlich aber auch für Diskus und S[ eer, wo nur jahrelange Uebung gute Leistuigen hervorbringen kann. Besondere Schulungsk tree für unsere Jugendlichen scheinen anderer seits ein wichtiges Arbeitsgebiet. Immer wieder muß atr einer Verbesserung der Technik, der Trainingsmethode, an Erweiterung der IXettkampftaktik, aber auch an eine Verbesserung der allgemeinen Körperkonstitution gedicht werden. Wir dürfen nie vergessen, daß w a c i fc - tumsreizend in jeder Hinsicht die spörtliche Erziehung unserer Jugendlichen sein muß. * Unsere ausführliche Wertung einer zukuizen Saison ist hiermit beendet. Wir haben versucht, mit einer ‘ eingehenden Bilanz der alten die neue, kommende Saison vorzi bereiten- Unsere Leichtathletik hat nun Ruh’ — Waldläufe, Körperschule, etwas Handball and Geräteturnen werden die Konstitution wah en, die Kraftreserven für den Sommer schaffen. Wir haben große Pläne und wollen Großes leisten, denn immer nur die Leistung der Besten vermag die breite Masse vorwärts zureißen. Aber jede große Arbeit fängt im Kleinen des Alltags an. In emsiger Kleinar>eit müssen wir andere und uns vorbereiten, d< mit in der kommenden Saison der Stillstand der letzten überwunden wird. Und sollten es die alten Meister nicht mehr vermögen, die Jungen und Mädel, die heute noch niemand kei nt, werden bald d'a sein, sie, unsere Schü er, werden einmal bessere Meister werden. Mit dieser Hoffnung beschließen wir unsere „Lei, htathletikbilanz 37." Pyir. Schild gegen Makkabi Landesverbandskämpfe Im Fuß- und Hand rall im Dienst der jüdischen Winterhilfe Endlich ist es gelungen, Auswahlma Inschriften der beiden großen jüdischen Sportverbände in Deutschland im ruß- und Handball im Dienste der gemeinsamen grof en Sache für die jüdische Winterhilfe zusammmzubringen. Im Handball wird der Landessportverband Berlin des „Schild“ eine Auswahl elf gegen Makkabi-Südwestdeutschland zusammenstellen, die sich aus den Spielern der JSG. 33 und des JBC. „Berlin“;:usammensetzt, d. h. also, «faß unser Reic ismeister 1037, die JSG. 33 in alter Besetzung, ja in verstärkter Aufstellung dem Deutset en Makkabimeister 1937, Bar Kochba-Frankf irt gegenübertritt. Aber auch Bar Kochba-Frat kfurt wird durch andere südwestdeutsche Spie er verstärkt werden, sodaß sich hier zwei Mit nschaften gegenüberstehen, deren Spielstärke, auch mit allgemeinem Maßstabe gemessen, ils erstklassig zu bezeichnen ist. Der kommende Sonntag bringt um 13 Uhr ein Auswahlspiel der 22 Besten des Landessportverbandes Ber in als Unterlage zur Mannschafts-Aufstellung. Bei den Fußballern wird eine Auswa tlelf der Berliner Makkabi einer Veit etung des südwestdeutschen „Schil 1“ gegenüberstehen. Auch hierbei handelt es $i:h um eine Begegnung der verstärkten Meistor- Mannschaften. Auf der einen Seite wird Bar Kochba-Hakoah Berlin durch JSK. und Hagib or Kameraden der Berge Bild: Steffl Tendbu iiiuiiiiiiiiii)iiiiiiniiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiintiiiuiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiinm«iiii]iiiiuiimmui»mHBi verstärkt, während Reichsmeister „Schild“ Stuttgart zumindest bei „Schild“ Frankfurt sich seine Auffrischung holen sollte. Die Begegnung findet am 23. Januar 1938 in Berlin^ auf dem Qrunewald- Sportplatz statt. Die Einnahmen dieses Großkampfes fließen restlos der jüdischen Winterhilfe zu, die andererseits Propaganda und Finanzierung der Veranstaltung übernommen hat. — Hoffentlich ist nun mit diesem Plan auch der Anfang zu weiteren repräsentativen Begegnungen der beiden großen jüdischen Sportverbände gemacht. Wir versprechen uns aber auch gerade für die jüdische Winterhilfe einen außerordentlich großen Erfolg von einer Begegnung zweier repräsentativer Berliner Mannschaften, die bei dem ausgeglichenen Stand der Rundenspiele ein besonders schönes und interessantes Treffen bringen sollen. Neuer Sportlehrerkurs ' Ab Ostern Ausbildungskurs D, aber nur für männliche Turn- und Sportlehrer in Stuttgart Die Reichsvettretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung, teilt mit: Um die Frage der Einrichtung eines neuen, einjährigen Lehrgangs zur Ausbildung männlicher Turn- und Sportlehrkräfte in Stuttgart (am gymnastisch-orthopädischen Institut von Frau Allee Bloch) zu klären, werden Bewerber aufgefordert, umgehend eine Meldung in zWeifacher Ausfertigung an die Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Berlin-Charlotten bürg 2, Kantstr. 158 III, einzureichen. Beginn des Lehrgangs: 1. April 1938; Schulgeld monatlich M 50.—; Aufnahmebedingungen: Vollendetes 19. Lebensjahr; Versetzung nach Obersekunda bzw. ehemaliges Zeugnis der mittleren Reife, Nachweis besonderer sportlicher Befähigung. — Der Meldung ist ein Lebenslauf mit einer Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Bewerbers beizufügen“. * Nachdem es den Bemühungen des Sportbundes ..Schild“ gelungen ist, sämtliche männlichen Turn- und‘Sportlehrer, die in Stuttgart ausgebildet wurden, an Schulen-bzw. Vereinen unferzubringen, und z. Zt. immer noch eine Nachfrage nach gut ausgebildeten Turn- und Sportlehrern besteht, hat sich die Reichsvertretung der Juden in Deutschland entschlossen, diesen 4. Lehrgang in Stuttgart durchzuführen. Der Kurs C wird seine Ausbildung noch ‘vor Ostern 1938 abschließen und damit neue Lehrkräfte den Schulen und Vereinen zur Verfügung stellen. Damit wird aber, da die Kurse weitaus stärker von weiblichen Teilnehmern besucht waren, bis auf weiteres die Nachfrage