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Der Schild · 1937-12-03 · 49 (3.12.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
49 (3.12.1937)
Date
1937-12-03
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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te kccUlt LES ORGAN DES „SCHILD", PsPORTBL Nr. 49 / 3. 12. 37 OFFIZIELLES ORGAN DES „SCHILD", PSPORTBUND REIC HSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOLDATEN Spielerkleidung Als ich den Abteilungsleiter f jagte, warum dieser und jener Spieler immer in einer anderen Hose als die gesamte Man ischaft erschiene, meinte er, es se en da ,,besondere soziale Umstände“ der Ornnd. Ab«r ich gab mich mit diesem vielsagend betonten Wori 'neuen, Visitenkarte Deines Vereins nicht zufrieden, fragte naci dem Abpfiff den Spieler selbst: „Sag' mal, warum ipielst Du immer in einer weißen Hose, während alle anderen schwarze tragen?“ — „Waium, doch, das hat weiter keinen besonderen C rund. Die schwarze Hose war schmutzig, und da habe ich schnell die weiße mitgenommen. Was ist schon dabei?“ Was dabei i ei, nun, das mußte ich doch schnell mal den Spielführ :r fraigen. „Hallo, einen Augenblick mal, Du, wie ist das denn mit der einheitlichen M: nnschaftskleidung?...“. — Er könne nicht: machen. Er habe es immer wieder gesagt, aber es helfe nichts^ Da käme einmal der, mal der in anderer Kluft. — Bestrafen körne er sie nicht, denn \i. B. gerade der, den ich gefragt hätte, das sqi ein besonders gute' Spieler, den könne man wegen einer falschen Hosenfarbe doch nicht von einem wicht gen Verbandsspiel ausschließen! -L Nun f agtelich nach dem Umziehen den Schiedsricl ter. ,[Gestatten Sie, warum“... ilsw'. „Sei en Sie“, antwortete er, „wir sind froh, wenn lie Sbiele pünktlich beginnen, ordentlich durchgeführt werden. Aber sie haben ,ganz rec it, wlenn Sie rügen. Ich könnte da$ gleiche tun, auf fehlende Vertikallinien als Straf rau ngrenzen hinweisen, auf den Anspielkreis in i!?r Mitte des Spielfeldes, auf die fehlenden Eckiähnchen, Tor- und Linienrichter. Aber, lieber Mann, wenn Sie einmal bei uns im Spie aussepuß gewesen wären, die Arbeit gesehen hätten, von den größeren Sorgen wüßten, iann“... Auch er hatte Gründe, gutje GründeJ um das zu ent- :h damit seien an gesagt: uneinheitliche Bild der Mannschaften schuldigen. Aber ich könnt : mich au nicht zufrieden geben. Und darum dieser Stelle dazu ein paar Worte Gewiß, es gibt für unser Sportleben wichtigere Dinge, als z. B. einwandfrei gezeichnete Plätze, einheitliche Spielerkleidung. Eine falsche Hose, ein fehlendes Abzeichen ist ja noch kein Unglück. Und doch scheint es mir, als fielen Bemerkungen wie „besondere soziale' Umstände“ zu leicht, als sei es den Spielern noch nicht selbstverständlich genug, daß es auch auf diese äußeren Dinge im sportlichen Wettkampf ankommt. Die Sportkleidung ist äußerer Ausdruck einer inne,- ren Haltung. Unsauberkeit, Eitelkeit, jedes Eigenbröteln zeigt sich in ihr. Wer sich innerlich der sportlichen Einheit einer Mannschaft verbunden fühlt, wird auch auf deren äußeren Ausdruck achten. Gewiß hat ein Spielführer alle Mühe, um Sonntag um Sonntag eine schlagkräftige Einheit herauszubringen, kann er auf seine besten Spieler wegen einer, falschen Hose nicht verzichten. Und doch muß er die Kraft finden, durchzusetzen, daß niemand sich äußerlich durch andere Spielerkleidung von seinen Kameraden distanziert. Und wenn der Schiedsrichter es nicht weiß: die Handballregeln z. B. verlangen einheitliche Spielerkleidung, darum sind auch Trainingsjacken, Kopftücher, Pullover unerlaubt. Die Elf muß einheitlich in der gemeldeten Spielerkleidung antreten! Pfeift ein Schiedsrichter das Spiel erst an, wenn die Mannschaften in einheitlicher Kleidung angetreten sind, dann* wird sich ihm bald kein buntes Vielerlei mehr entgegenstellen, bei kaltem Wetter keine vermummten Gestalten, wie es hie und da, wenn auch nur vereinzelt, im jüdischen Sport zu bemerken ist. Abteilungsleiter, Spielführer, Schiedsrichter und Spielausschuß sollten hier etwas energischer sein, besser Zusammenarbeiten, um das äußere Bild unserer sportlichen Arbeit diszipliniert, sauber und einheitlich zu gestalten, so wie e& auch ihrem inneren[Wesen entspricht. DJe Spielerkleidung ist die Visitenkarte eines Vereins! Pym. Offizielle Mitteilungen An leitender Stelle dieser Nummer ist von dem Vorsitzenden des Sportbundes „Schild“ ein Artikel über Gruppen-Auswanderung und Gruppen-Siedlung erschienen. In Ausfunrung dieser Darlegungen wird die Geschäftsführung des Sportbundes an sämtliche Spoxt-Vereine ein Rundschreiben verbunden mit einem Fragebogen herausgehen lassen. Hierdurch wird mit den ersten Vorbereitungen -zur praktischen Verwirklichung des von allen Seiten als vordringlich angesehenen Planes begonnen. Wir ersuchen unsere Vereine, uns beschleunigt die in dem Rundschreiben enthaltene Aufforderung unter Ausfüllung des Fragebogens zu erledigen. Die Sport-Vereine^ haben ihren Bericht an die LänaessportleiteF abzugeben, der sie nach Städten geordnet an die Geschäftsführung des Sportbundes weiterleitet. Klasseneinteilung fördert das Wettkampfturnen ln der in Nr. 47 der iKraff Besprechung der Landesonleute für „Fördert das Wettkampfti regte Kam. Rothgießer (Breslau) tu Wettkämpfe in verschiedenen Alte Schwierigkeitsstufen für beide Geschle:hter an. nte Turnen rneji“ nerische Und Dieser Anregung zur F ölr d e r u n lg d;e r Breitenarbeit im Gerpte-Turneii wutde allseitig zugestimmt, doch tvar man sich bewußt, daß solche Wettkämpfe wegen der zu erwartenden großen Beteiligung z. i t. nicht durch den Sportbund „Schild“ für alle Landessportverbände gemeinsam veranstaltet werden .können, sondern daß sie zunächst in qen einzelnen Vereinen durcl geführt werden müssen. In denjenigen Landesteilen, ii deijzji mehrere Schild-Vereine das Gerätetui nen betreiben, ist eine gemeinsame Veranstaltung des Landessportverbandes natürlich gebote t. Einen wirklichen Wert für die Fort lildung d s Nachwuchses haben solche Wettk impfe äbi r nicht, wenn sie einmalig, sondern nur, wenn sie möglichst oft ausgetragen werden. Neber diesen Einzelkämpfen sind Mannschaftskämp e, z. B: Musterriegen-Wett-Turnen für die Fö 'derung der Gesamtheit der Turner sehr ang rbracht. Als Haupteinteilung der Turner und Turnerinnen für derartige Wettkämpfe halte ich folgende Abstufungen für zweckmäßig: A. Knaben, die im laufenden Jahr 10—14 Jahre ah werden; B. Mädchen, 10—13 Jahre; C I. Jugend* turner, IS—16 Jahre; C II. Jugendturner, 17—18 Jahre; D I. Jugendturnerinnen, 14—16 Jahre; D II. Jugend* tumerinnen, 16—17 Jahre; E la. Turner, 10—32 Jahre (Oberstufe); E Ib. Turner, 10—32 Jahre (Unterstufe); E II. Turner, 33—39 Jahre; E III. Turner, 40 Jahre und älter; F la. Turnerinnen, 16—26 Jahre (OBbrstufe); F Ib. Turnerinnen, 18—26 Jahre (Unterstufe); F II. Turnerinnen, 26 Jahre und älter. Die Turner und Turnerinnen der Gruppen E II und E III bezw. F II können auf ihren Wunsch in einer der jüngeren Jahresklassen aus E oder F turnen, aber nur in der Oberstufe, wenn sie bis dahin in dieser geturnt haben. Um einen gewissen Zwang zur Förderung der Tumfertigkeit auszuüben, ist die Bestimmung zu empfehlen, daß Turner und Turnerinnen, die in den Gruppen Ib (Unterstufe) bei einem Wetturnen a/, der erreichbaren Punktzahlen erzielt haben, bei dem nächsten gleichartigen Wettkampf in den Gruppen la (Oberstufe) turnen müssen. Diese 13 Gruppen, zu denen man bei C II oder D II auch noch eine Teilung in Ober¬ und Unterstufe hinzufügen könnte, werden, je nach den Verhältnissen der einzelnen Landessportverbände, kaum bei einer einzigen Veranstaltung nebeneinander anzusetzen sein, sondern sie werden zweckmäßig an verschiedenen Tagen untereinander kämpfen. Die Anforderungen an die Turner und Tumerinnen müssen sich selbstverständlich nach dem Niveau der betr. Vereine richten, d. h. die Schwierigkeit der vorzuschreibenden Uebungen muß dem durchschnittlichen Können angepaßt werden, denn bei zu hohen Anforderungen entfällt der Mut zur Teilnahme an den Uebungen. Andererseits aber soll jede Ausschreibung turnerischer Wettkämpfe möglichst einen Anreiz zum Erlernen bisher nicht beherrschter Uebungsteile und Verbindungen bieten. Daher können ^die Uebungen, die ich demnächst den Landes-Tümobleuten übersenden werde, nur als Beispiele dienen. Ich kann mir vorstellen, daß die Uebungen der Oberstufe in den Gruppen E I und F I, wenn sie auch die Schwierigkeit der Meisterstufe nicht erreichen, in manchen Bezirken ganz wegzulassen sind. Sehr zu wünschen ist, daß solch?“ Wett- ' kämpfe nicht nur als ausschließliches Geräte- Tumen, sondern;in Verbindung mit den sogenannten Volksturnübungen (Laufen, Springen, Stoßen, Werfen) durchgeführt werden, also in Gruppe E I z. B. als gemischter Zwölfkampf, in Gruppe F I als gemischter Siebenkampf ausgeschrieben werden, denn diese Volkstumübungen (leichtathletische Uebungen) gehören von jeher zum Uebungsbetrieb der Turn-Abteilungen genau so wie \ die verschiedenen Wettspiele. Kam. I Dr. P. Fridberg, Reichsopmann für Turnen. Sport-Gruppen berichtent Der Westfilm begeistert auch Dortmund Dieser von Sportkam. H. Bendix aus Köln gedrehte Filmstreifen ist nicht: nur ein großartiger UeberbKck über die Leistungen des Landesverbandes und seiner Sparten, nicht1 nur I ein ausgezeichneter Werbefilm für uns und unsere Jugend, sondern last not least ist er ein vorzügliebes Mitte) als Lehrfilm mit seinen zahlreich eingestreuten Zeitlupen bi Wem! Kein Wunder, das das Westfalische Publikum hellweg begeistert war! Auch sonst, w*ar -die Stimmung an diesem „Bunten Winterhilfs-Nachmittag des Schild Münster i. W/# in der Marks Hain* dorf-Stiftung die denkbar beste. Ausgezeichnete^ Darbietungen des Jugend-Mundharmonika-Orchesters (zur Nachahmung empfohlen!) sowie der älteren Sportlerinnen und Sportler sowie vor alläm des Ortsgruppenkiters Dr. Steinwig brächten bald die richtige Stimmung. tre. ALLIGATOR dos sind qutc I d e r *** o UNSERE VBRKAUPSGESCHÄFTE. Berlin, Tauen tsJanaeraha 16 Hamburg, juagfernatieg 43 Köln a. Rh.. Hobeatra6a115 Eiten. Uobadntrak 10 Paten. Adolf Hldsntrak 18 Bochum, KortumatraO* 67 Frankfurt a.M., Rolmutt 15 Zentral«, Oftanbuch a. M. WuppurtalBberteld. Harsogatraha 36 7

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