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Der Schild · 1937-12-03 · 49 (3.12.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
49 (3.12.1937)
Date
1937-12-03
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Der Leiter der Kriegsopferabteilung im L.V. Mitteldeutschland Dresden. Die Ortsgruppe trat im Sonnabend, den 20. November mit einer Kriegsopfer- Veranstaltung vor di«: jüdiiche Oeffentlichkeit Dresdens. Nachdem ein aus Kameraden uitd Spbrtkameraden gebildetes Quartett mit konzerino grosso Nr. 16 von Händel den Abend *:ingeleitet hatte, begrüßte der Ortsgmppen’ orsitzende, Kam. Dr. Wienskowit [, die iii großer Zahl erschienenen Kriegshinterbliebenen, Kameraden und Kamerac enfrai.en. Die Versammlung ehrte unsere Gefalle len durch eine Minute stillen (gedenken». Anschließend überbrachte |Kam. Dr. Water Orün die Grüße des Vorstandes der Israeli-' tischen Religionsgemeinde .lind dess :n Winsche für einen guten Verlauf der Veransaltung. Er wies darauf hin, diaß die (iemeiide die Kriegsopferarbeit unseres Bunde > voll luf würdige. Nachdem ergriff der Kriegsopfer Obnuiin der Ortsgruppe, der schwerkriegsbeichädijpe Kam. Paul biermann das Wort zu seinmi ausführlichen Berichte über die Arbeit <ler Kriegsopferabteilung im vergangenen Jahre. Das Hauptreferat, hatte Kam. Di. Emst Rosenthal von der Bundesleiturg üb:rnommen. In fesselnder Weise gab tr eiren kurzen Abriß über die Tätigkeit unseres Blindes und seiner Kriegsopferabteilung und :rmöglichte so den Anwesenden einen Einbl ck in die vielgestaltige Tätigkeit unsere« Bundes und in das segensreiche Wirken unse er Kriegsopferabteilung. Sowohl seine histc rischen Ausführungen über die (Lage de/ Kriegsbeschädigten früherer Krieg« wie seine z«itnahen Erörterungen der Lage unserei Kriegsopfer fand das stärkste Interesse aller 2Juhörer. Reicher Beifall lohnte dem Red ler. Sodann nahm der Ortsgruppenvorsitzelide Kam. Dr. Wienskowitz nochmals d is Wi irt und machte Mitteilung davon, daß ihn seitens des Bundesvorsitzenden der Auftrai: ert« ilt worden siet, den Kameraden William Abraham, Rudolf Apt, Dr. Hans Barasch, Paul B iermat n, 1 eo Cohn, Dr. Willy Katz, Richard S elows;y und Hanns Schweitzer, die der Ortsgrupie seit ihrer Gründung 1919 angehören und si:h in Vorstandsämtern Verdienste um den Bund erworben haben, die Silberne Ehrenradel überreichen. Eine weitere Ehrung erfuhr die Orsgruppe schließlich dadurch, daß Kam. Dr. Rosenthal im Aufträge des Bundesvorsitzenden len Kameraden Dr. Wienskowitz und Herberl Trei el die Goldene Bundesnadel überreichte, cie gleichzeitig eine Anerkennung ihrer Tätigkeit als Vorsitzender und stellvertretender Versitzender Ides Landesverbandes Mitteldeutschland darstellt. Die Kriegsopfer, Kameraden und Kam|eru radenfrauän verweilten dann noch in regter kameradschaftlicher Weise be Kaffeetafel, bei der sie Gäste der Ort! waren. angeeiner gruppe Leipzig. Am Montag, den' 22. November hatte die Ortsgruppe eine Kriegsopfer Vera nstaltung in den Räumen des Palast-Cafe tie von den; Kameraden und Kriegsopfern mit. ihren_ Angehörigen gut besucht war. Eröffnet wurde der Abend mit der He bride n- Ouvertüre’ von Felix Mendelssohn-Bartholcy. Es folgtedie Ansprache des Ortsgruppei- Vorsitzenden Kam. Dr. Richard. Cohn, d:r m warmen Worten die Gefallenen und die in den letzten Monaten verstorbenen Kamjeraden Wilhelm Eisenstaedt, Dr. Hans II a r t w i c h und Siegmund Vogel, dtn Kriegervater Albert Troplowitz urd die Kriegermutter Witwe Heilbrunn ehrle. Die Anwesenden hatten sich von ihren Plätzen trnoben und verharrten eine Minute ii aidachtigem Schweigen. Nach Begrüßung dsr Ehrengäste und auswärtigen Kameradei, 6)- *,|e "’skesjondere des Referenten des Ajenes, Kam. Obellandesgerichtsrat a. D. Dr. Rose l¬ Bundeslellung wird „Der seine Ortsüber- Beim :hieht t h a 1 von der Bundesleitung Berlin, diesem das Wort zu seinem Vortrag Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und Kriegsopferarbeit“ erteilt. Sachlich und klar schilderte er diese jftrbeit, die sowohl der Bund, als auch die gruppen seit Bestehen als Ehrenpflicht nommen und durchgeführt haben. Dir treuung unserer jüdischen Kriegsopfer Rahmen der allgemeinen Versorgung ges reibungslos, aber bei der Unterstützung -w erden 1t. Gesetz nicht alle Kriegsopfer erlaßt und außerdem genügt nicht nur der materielle, ebenso notwendig sei auch der seelische Beistand und die Beratung. Der Referent berich-' tete ferner über die „lla“, die zur landwirtschaftlichen Vorbereitung der Auswanderung wieder ins Leben gerufen wurde und übär die Auswanderungsfrage. Großer Beifall dhnkte dem Redner für die interessanten Ausführungen, und in seinem Schlußwort betont«! der Vorsitzende, Kam. Dr. Cohn, daß die Ortsgruppe Leipzig weiterhin die uns gest .-Ilten Aufgaben erfüllen und die Ideale des Bpndes hochhalten werde. Halle. Dig Ortsgruppe Halle liieltl am 25. 11. 37 eine von den Kameraden und Angehörigen kriegsgefallencr Kameraden besuchte Kriegsopfer-Veranstaltung ab, bei der da! Mitglied der Bundesleitung, Kam. Dr. Ernst Rosenthal einen Vortrag über das Thema: „Der Reichsbund jüdischer Frontsoldat« und seine Kriegsopferarbeit“ hielt. Die ii leratl klären und erschöpfenden Darlegung« des Vortragenden über die intensive Bundes irbeit verfehlten ebenso wenig ihre nachhaltige Wirkung auf die Zuhörer wie die liebenswürdige und eindrucksvolle Persönlichkeit des Redners. Der Ortsgruppenvorsitzende Kam. Dr. Fackenheim versicherte den Vortragenden mit herzlichen Dankcnsworten der weiteren treuen Bundesarbeit der Ortsgr iipj>e. Zugleich gab er bekannt, daß er Zufolg«. Anordnung des Bundesvorsitzenden den Örtsgruppenvorsitz weiter führt, und er bestätigte auf Grupd dieser Tatsache die Vorst indskameraden Dr. Müller, Schwab, ich, Kaufmann, Goldberg und J a c o b y aufs neue in ihren Aemtem. Er teilte weiter mit, daß diesen Kameraden vom Bundesvorsitzenden auf Grund mehr als lOjährigei Mitgliedschaft im Bunde und treuer langjät riger Mitarbeit im Vorstand die Silberne Ehren: ladel des Bundes verliehen worden sei, die er den dekorierten Kameraden mit herzlichen Wirten des Dankes und der Kameradschaft überre chtc. Kam. Dr. Fackenheim selbst ist bereit^ Inhaber der Goldenen Bundesnadel. Eine von einer Kameradenfrau v*rgenommene Sammlung zugunsten der Kriegsopfer hatte ein recht günstiges Ergebnis Das Ergebnis der Chanukka-Spenjie für Kriegsopfer ln Nr. 46 unserer Bundeszeitschrift * hkben wir die Kameraden und sonstigen Leser unieres Blattes aufgefordert, eine besondere Chanutka- Spende für die unserer Betreuung anvertrauten jüdischen Kriegsopfer zu geben. Zahlr« iche Spender sind unserer Aufforderung gefolgt und haben Spenden im Betrage von 50 Pfgl bis 50 RM überwiesen. Der Bundesleitung ist es dadurch möglich gewesen, für jeden der. 16 Landesverbände Beträge zur Verfügung] zu stellen, die nach Einteilung der Land« verbände den Empfängern anläßlich des Chanu <kafestes als besondere Spende des Reichsbuides jüdischer Frontsoldaten überwiesen wo-den sind. In einigen besonderen Notfällen wurden weitere Kriegsopfer unmittelbar von der Jun« desleitung aus oedacht. Dadurch konnte iber 100 jüdischen Kriegsopfern eine Erleichte ung ihres Loses verschärft werden. Allen Spendern sei an dieser Stelle her dich gedankt! Kam. Dr. Rosent hat Liittr dar Kritgsopferabfaila tg An leitender Stelle dieser Nummer bt von dem Bundesvorsitzenden ein Artikel Ober Gruppenwanderung und Gruppensiedlung erschienen. In Ausführung dieser Darlegungen hat die Bundesleitung an sämtliche Ortsgruppen ein Rundschreiben, verbunden mit einem Fragebogen, herausgehen lassen. Hierdurch wird nut den ersten Vorbereitungen zur praktischen Verwirklichung des von allen Seiten als vordringlich angesehenen Planes begonnen. Wir ersuchen alle unsere Ortsgruppen, beschleunigt die in dem Rundschreiben enthaltene Aufforderung unter Ausfüllung der Fragebogen zu erledigen. Die Ortsgruppen haben ihre Berichte an die Landesverbände abzugeben, die sie nach Ortsgruppen geordnet an die Bundesleitung weiterleiten. Nledersach* en » Ortsgr. Entstand. Unter diesem Namen wurde eine Ortsgruppe des Reichsbundies jüdischer Frontsoldaten neu gebildet, zu deren Gründung der Bezirksgruppen-Vorsitzende Kam. Leopold Simon, Quakenbrück, er- - schienen war- Zum Vorsitzenden der neuen Ortsgruppe Emstand “wurde Kam. Sally Baier, Papenburg, zu Stellv. Vorsitzenden Kam. Dr. med. vet. Sternberg, Haren (Ems), und Kafn. Max Cohen Lingen, bestellt, zum Kassierer Kam. Pölack, Papenburg. Die Zahl der in der neuen Ortsgruppe zusammengefaßten Kameraden hat sich bereits um 15 neue Mitglieder erweitert. _ Die Ortsgruppe Emsland umfaßt nunmehr die Kameraden von Papenburg, Haren, Lingen, Aschendorf, Reede, Lathen, Werlte, Sögel. Wir wünschen der neugebildeten Ortsgruppe eine segensreiche Arbeit im Interesse der Kriegsopfer und! Kameraden. __ Gruppe Schaumburg. Anläßlich eines Besuches in Rinteln übergab der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, Kant. Walter F uerst), im Namen des Bundes-Vorsitzenden unserem Kam. Julius Löwenstein, Mess.-Oldendorf, dem 2. Vorsitzenden der Gruppe, die Silberne Ehrennadel für seine wirklich vorbildliche aufopfernde Kameradschaft. Auch der! Vorsitzende der Ortsgruppe Hameln, Kam. Steinfeld, besuchte die Gruppe Schaumburg. T ■+ Aus der Frontsoldaten- - bewegung de* Auslandes ln Kaunas beabsichtigt der Verband der ehern, jüdischen ' Frontkämpfer Litauens ein Erinnerungsmal für die in den Unabhängigkeitskämpfen Litauens gefallenen Juden zu errichten. Die ersten Schritte sind bereits in die Wege geleitet. Dias Denkmal soll im Garten der großen Synagoge in Kaunas (unseren Kameraden aus dem Kriege unter d,en Namen Kowno in Erinnerung) seinen Platz finden. In Paris fand ieine Gedenkfeier für die im Weltkrieg gefallenen' jüdischen Frontkämpfer in dem in der Straße Notre Dame de Nazareth gelegenen Gotteshause statt. Die Gedenkrede hielt Herr Großrabbiner Dr. Joseph Sachs. Weitere Gederfkfeiern fanden in den Synagogen Rue de la Victoire und Rue des Tournelfes statt. Uebar den Sender Radio Paris hielt außerdem Rabbiner J. Kaplan im Namen der jüdischen Frontkämpfer eine Ansprache. Eine Abordnung des Ringes jüdischer Mitkämpfer der tschechoslowakischen Legionen sowie des Kreises der Freunde dieses Legionärsbundes wurde in,Prag vom Außenminister Dr. Krofta empfangen, der sich über ihre Tätigkeit unterrichtete,;mit den ehern. Legionären Erinnerungen austauschte und weitgehende Unterstützung zusagte.

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