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Der Schild · 1937-11-19 · 47 (19.11.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
47 (19.11.1937)
Date
1937-11-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nr. 47 / 16. Jahrg. Berlin, 19. Nov. 193?— Preis II Pfennig WÖCHENTLI Beiblatt* „DIE DEN OFFIZIELLEN MITTEILUNG Offizielles Organ des Schild, S] JN DER KRIEGSOPFER-ABTEILUNG d des Reidisbondes jüdischer Frontsoldaten StfcriftMtaof asd Verlag* Rtidnbaild Rtdtktlaua. An»»H«n»rtil«t |ita Bcnmntoi RM 0,40 monatlich Aasaig«atartf dard> dia jfldii her Diaoätag* * EraldMiian. ■ nflSUdi Poatl 4»ntg«nTi rwaltoB | Rronttoldaten E. V. Berlin W IS, Korfflntendamtn 300. Fflr nnrerUo£t elnSebonde Maaoakiiptt wird kein« itieMeUgeld. Anaeisenpretoi Dia 9 gaapalmna MilUmm* I lapa Verlas, Beaakl O Painucher, Bariin V SO, Gew ibf Z«l)a 91 85 71. Poetachackt Berlin 70142. TataOrammanadnifti SchiMkamerad. flberoomaMa. BaiNichtUalarnnOolinaVaaaihuldeii kefaVergtttungeenepcncfa. RM 046. ^leBenengehme and -Oaanrha, Famlllenanaaisen RM 0,10. Straie 21. Faroavvachar ■ 24 <6 97. Poaiachcafc ■ Baalin 32S 29. Zw an ii Pal Dieser Tage waren versi liiede ie Veranstaltungen in Berlin (er T itsac widmet, dab vor nunmehr zwar zig die „Balfour-Deklaration don erging, die der erste Si hritt zur tung der jüdischen Heitnsti tte ip war und auf die nunmehr l ach der englischen Regierung die Erric jüdischen Staates in einem: Teilg stinas folgen soll. Diese Bedeutung der j| Balfobrtion : haben dann die Juden! in L zig Jahre Balfour - Deklaration <lem lt;bie euts wie 'der. Gemeindevorsifzendgjj Heinrich json im Wi len in seiner Ansprache am lei tten Abend hervorhob, im Jahr^ Umfang erfahren; heute verm klarblickender Wörtern oder 1933 lg sie ude, er mag zu egnem des mit dir es Sy n. Th ition ■m< 1 ition ich t< len bil i nii itui i Deklaration eingeschlagenen Weg haben, zu verkennen. Beweisk äftig _ der außerordentliche Andranj zu jenej: drucksvollen Gemeindeabend n der Printregentenstraße Berlin, it it dei - Stellung „Von der Balfour-I )eklar at Judenstaat“. Schon durch di«se Ferm verdeutlicht, daß die Balfour-1 leklarati man sie heute auch als der Gescl tic Vergangenheit zugehörig ans«hen, den gangspunkt einer Entwicdüng deren Ende (gleichzeitig Begim dejr Etappe) der Judenstaat leutli«h wird und damit ein Ereigni;, da! d herige Struktur des Judenti ms i is umzugestalten berufen ersch« int. Das Für und Wider der Erric i jüdischen Staates beherrscht in der Welt die Diskussion der jüdischen Oeffle keit; man spürt allenthalben de Trag dieser Entscheidung. Die kon promi Ablehnung der beabsichti);ten 1 eilt lästinas kommt aus zwei grundveisch Richtungen. Sie kommt einmal \ on zionistischen Gruppen, die; uf d :m punkt des „Alles oder nichts“ stehi Ziel ist: ganz Palästina für die ludfi glauben, aus Grundsatz das k eine Ter mit eigener jüdischer Staatii :hkeit politische Konstellation des Aigenbli bietet, bedingungslos ablehner zu nüs^ sich den Anspruch auf die totale ihrer Wünsche für eine u. E. unbe^i Zukunft zu erhalten. Mögliche weise wi Haltung auf die endgültige Gestaltuhi Teilungsvorhabens von — aur vi wertem — Einfluß sein. Kei 1 es fall i Haltung dieser Gruppe leicht g« riomtr en Auf der anderen Seite fii det t tan Gruppen der zur Jewish Agency foj üdische he ge- Jahren Lon- Errichlästina Willen eines Paläung Ceklarachland, Stahl i labendvollen 1 kein Befür- $alfourgehört genlug war oh m einagoge emenzum wird mag e, der A us - et, an ichsten dichtbar ie bis- Tiefste Rückschau und Ausblick gehörenden Nicht-Zionisten, namentlich in Amerika, als nicht minder scharfe Gegner des Teilungsplanes; sie sind grundsätzliche Gegner eines Judenstaates übertiaupt, ob größer oder kleiner. Sie haben sich als Nicetzionisten an der Jewish Agency und am jüdischen Aufbauwerk in Palästina beteiligt, di h. also keinesfalls mit der politischen Zielsetzung des Zionismus, sondern im Sinne einer jüdischphilanthropischen und -kulturellen Aufgabe, inre Motive spiegeln sich vielleicht am deutlichsten in den Auffassungen wieder! die Herr Stahl vom religiös-liberalen Standpunkt aus zur Balfour-Deklaration entwickelte! sie habe die Möglichkeit gewiesen, den uns vielfach bestrittenen Sinn der Juden für Landarbeit, für körperliche Leistung überhaupt, zu betätigen; sie habe uns ein Stück Ifxde zum Aufbau einer Heimstätte zugewieseii, in der die Wanderung, dieser tragische Bestandteil jüdischen Schicksals, ihr Ende finden könne. 1 Die heute der Errichtung des JuUenstaates opponierenden Oruppen der Nichtzionisten haben scheinbar von vornherein verkannt, daß der Errichtung des „National Home“ der Balfour-Deklaration der Zug zur Staatswerdung zwangsläufig immanent] war, so ig des ganzen intlich- .veite 31 os e 4ng Paedenen jenen Standn; ihr n; sie ifitorium die ihnen das icks en, um füllung timmte diese ig des chensdie verden. große lestine id ür si darf Wt? IV,'i JrmUlmen ,)it* 4 i* JÜDISCHE WINTERHILFE (« jOoitCHIV CltttlMVt iv \t f * l! * ZTosischecIcIcoHio: Berlin 9344-6 aT.V . SiSVi Pal wie er dem Zionismus, ihrem Partner ■ in der . Jewish Agency, naturnotwendig immanent ist; denn die Organisationsform einer nationalen Heimstätte, deren Mehrheit ein . bestimmtes Volk bilden soll, ist eben — die Staatlichkeit! Oder — eine solche Heimstätte ist in der rauhen Wirklichkeit politischen Geschehens auf die Dauer nur vom guten Willen der Umwelt abhängig und somit gefährdet (wie jede Diaspora). Herr Rabbiner Dt. Baeck hat bei dem Teelabend der Jewish Agency und des Keren Hajessod in Berlin am 11. November durchaus treffend daran erinnert, daß die Entscheidung über das Schicksal Palästinas, über die Teilung und den Judenstaat nicht jetzt eben erst gefallen oder von uns Juden zu! treffen sei; daß vielmehr diese Entscheidung bereits in derf ganzen vorangegangenen Entwicklung lag; wir haben den Tatsach en offen ins Auge zu sehen, und dfe Aufgaben, vor die wir gestellt werden, anzupacken.... ln dem lebensvollen Bericht, den er am Sonntag über die 5. Tagung des Beirats der Jewish Agency erstattete, hat Dr. Baeck denn auch die positive Auffassung der Nicht- Zionisten aus Deutschland gegenüber der Haltung der amerikanischen Nicht-Zionisten abgegrenzt, die ein Zusammenbringen und Zusammenleben der Juden Und Araber in einem ungeteilten Palästina noch_immer für möglich und wünschenswert ansehen. Amerikanischerseits ist eine solche Abgrenzung bereits durch den Mund eines führenden Nicht- Zionisten, Dr. Maurice J. Karpf, erfolgt, der kürzlich in einer bemerkenswerten Rede meinte, die europäischen Nicht-Zionisten (der _ ilewish Agency) seien in ihrer Mehrheit vermut- * ich Zionisten und aus denselben Gründen, wie diese, Anhänger der Teilung. Jedenfalls hat der Wirklichkeit im Judentum Deutschlands, die sich doch wesentlich anders darstellt als in USA., Herr Dr. Hans Friedenthal als zionistischer Redner bei der Berliner Sonntagssitzung mit erfreulicher Deutlichkeit Rechnung getragen: der Unterschied zwischen Zionisten un«f Nicht-Zionisten, meinte er, sei heute : recht verwischt, wir sollten ihn nicht aufleben lassen. Wo sind, so -fragte er, heute in Bezug auf Palästina die Unterschiede zwischen Zionisten und Nicht- Zionisten in der Jewish Agency...? In unserer Eigenschaft als jüdische Frontsoldaten versagen wir es uns, in-unserem Bundesorgan eine Stellung innerhalb dieser jüdischen Auseinandersetzung um den Judenstaat zu beziehen, so sicher der Einzelne 5353485353535323534848235353535323482323234823234848485353230153533123

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