Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 43 (22.10.1937)
- Date
- 1937-10-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I Schild Nr. 43 / 16. Jahrg. Berlin, 22. Okt 1937 Preis 19 Pfennig H ERAUSCiEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. WÖCHENTLICH Beiblatt i „DIB I * MT KRAFl r DEN OFFIZIELLEN MITTEILUNOI ", Offizielles Organ des Schild, Sport JN DER KRI] )und des Reldz SOSOPFER - ABTEILUNG ibundes jüdischer Frontsoldaten SchrUtMtant tmd Varlafi Raidubtmd | Radaktloaso. Anaeigaiiuhlut |adan Dien* Baudapraisi RM 0,40 monatlich mit AnaalScatafU durch dla AnHwawi Udiacbcr Ft mg tot End glich Poatb Utaagi B mtaoldatan B. V. Berlin W IS. KurMntandamm 300. Panra tainao. Fflr onrarlangt «Ingehanda Manuskript« wird katn« 0«ir tstaUgald. Anxctdcnpraisi Dia 9 aaapahao« MllUmatac-Z« tpa-Vadag. Bansld * Pakaschac, Badla W 50. R«|«uit ' 91 8S 71. Poatsdhac IhrObtnonuiMn. Ball Da RM 046. Stalin arfar Straha 31. P kt BfitUo 76143. T^kgmnmusdirlfti SdiÜdkuDtrad. ItrhllUhniiH oha«V«ndmldcn tato VTtfltoofMprodi. ao|ebotß oad »O—nrta, FßmlH<n>nprt|—i RM 0,10. raopUdMri 34 66 97. PotostoMki B«ritoS3539. * * I I Die „lla“ als Zentralstelle für tiroppepanswandernng imrr und -Siedlung „Wir haben im Auge die nach drängenden Probleme der Aus warn) Wir hoffen, daß diese jetzt einen Schritt vor wirtikpmme / Eindrucksvolle Referate auf der M Herr Warburg gab in seinem Ref ganz kürzlich erfolgte Neugri Indung (Jüdische Landarbeit |G.m.o. Lßeung lerung. uten ge* Blatt wor- ' origen rade auf diesem Wege, der in diesen seit langem gewiesen und propagiert den ist.4* (Aus dem Leitartikel der Nummer des „Schild“.) Am Donnerstag voriger Woche, dem 14. 10. 1937, fand in Berlin die Mitgliedervei Sammlung des Hilfsvereins der Jud:n in Deutschland, der maBgesenden ()rganisation für die Auswanderungs« rbeit aul erhalb Palästinas statt. Dieser seiner Bedeutur g ent- ■ sprechend waren fast alle jüdischen Organisationen und Körperschaften, teilweisi auch durch Delegierte aus dem Reich, bei dir Versammlung vertreten, darunter selbstve -ständlich der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, der ja hinsichtlii:h der Auswanderung von Kameraden auf das engste mit dem Hilfsverein zusamm inarbeite und dessen Bundesvorsitzender Kam. Dr. I.öwenstein Mitglied des Kuratorium des Hilfsvereins ist. Der erste groß angelegte Gericht über die Arbeit des Hilfsvereins wurde den Versammelten durch dessen ersten Vorsitzenden Max M. Warburg, Han bürg, ei stattet. Neben vielem Wesentlichem und Bern irkenswertem brachte er zum ersteimal eins neue Mitteilung an die Oeffentiichkeit, die < ler besonderen Aufmerksamkeit liier jüdischen Kreise in Deutschland, darunter insbe ondere unserer Kameraden und Sportkameraden gewiß ist. Refe4; breitester Grundla Reid -age bekannt. Die tretung der Juden ln Deutschland, die - Jüdische Gemeinde, der HOfsverein dei in Deutschland, der Reichsbund jl Frontsoldaten und der Jüdische Central ■' .haben sich als die fünf an der Frar Gruppensiedlung hauptsächlich essierten Organisationen in der „Jla“ i mengeschlossen, um alle Prc jette zu bearbeiten. Nachdem die „Jla*' breite Grundlage gestellt ist, tällt ihr die Aufgabe der einheitlichen beltung aller Pläne 1 ür jü P^o?KP5nv,,ed,“,,^ ,m Ausland ln Palästina) zu. Wir fügen ergänzend hin;:u, daß sitzen efer des neugebildei en Aufsit der „lla“ (wie bei der alt:n „Jla Dr. Leo Löwenstein, der Vorsitzende des Reichsbundes jüdischer Soldaten, ist; zu stellvertretenden Vorsil des Aufsichtsrates wurden c ie Herrei i d e M. Warburg-Hamburg und Kam. Ri Dr. Julius L. Seligsohn-Berlin g weiteren Aufsichtsratsmitgliedern Kam. Rechtsanwalt Dr. Heinrich ElMl Kam. Dr. Moritz Garbaty-Berlin, Dr. Ernst Herzfeld-Essen, Ministeril Dr. Otto Hirsch-Berlin, Oberstland rat a. D. Dr. Alfred Neumeyer Moritz Rosenthal-Berlin. Die Bedeutung dieser Gründung gründung der „Jla“ auf breitester zentrale Stelle zur Plar.uag Wanderung in Form der Gruppensiedli klar zu Tage in einer Zeit, in der die rung überhaupt zur drängendsten Juden in Deutschland geworden die „Jla“ zur Trägerin dieser Aufgabe lieh der entschiedenen Förderung ' seeischen Gruppensiedlung — gewä ist, so ist dies in ihrer Vorgesc&i gründet, die hier nur kurz gestreift Frdn e ihtsanwalt e wählt, zu Herren es-BerJin, htsanwalt Irat a. D.;sgerichts- München, qezw. Um- Basis als der Anslung liegt (uswanderrage der st Wenn — nämder überworden ichte besei. 11t des ät die djerjla“ i auf isver- Rerliner Juden Üdhcher Verein;e der interzusam- Itfich diese unnach learsche (außer ein hei auf dl Vorhtsrats Kam. undes- Front- (zenden Max Als der Reichsbund jüdischer Anfang 1919 bereits in seinem aufruf als einen wichtigen Punkt Forderung nach landwirtschaftliche! aussprach, folgte er damit ebenso klaren Erkenntnis vom Erfordernis ruflich-soziologischen Umschichtung Juden, wie er damit dem Rufe d Generalfeldmarschalls des Weltkrieg* sprach, der in seinen Abschiedswor ei von ihm heimgeführte Armee für s« i Soldaten Boden, Siedlungsland verlai 1924 begann unser Bund seine i Tätigkeit mit der Einrichtung sein ■; schule; als es dann später zur Eni ' Siedlung Groß-Gaglow b. Kottbus durch das Eintreten anderer jüdischiei insbesondere der Berliner Gemeinde dient deren Vorstandsmitglied Herr S $ e n t h a 1 besonders dankbare finanziell ermöglicht wurde, wurde organisatorisch von unserem Bund di düng einer besonderen Jüdische i r b e i t O. m. b. H., eben der , rennt, deren Aufsichtsratsvorsitzen d dundesvorsitzender war. in der Gefei rung wirkte neben Martin Gerson schem Landwirt bis vor kurzem ii Prof. Frankfurt als hervorragender agrikulturellem Oebiet, der stets barsten Anerkennung für seine hing' erfolgreiche Arbeit in der alten sein darf. Erw Daß in Oroß-Oaglow unter „Jla“ erfolgreiche, ja beispielhafte arbeit geleistet worden ist, ist bi ergab eine Summe wertvoller Erfahr^ £ür eine Zeit, die nun unsere gUederversammlung des Hilfsvereins erh 5 tsoldaten Qründungsauch die Siedlung sehr einer einer beunter den großen es entn an die 4ine Frontgte. Schon praktische Siedleri^htung der kam, die :r Stellen, (Hier veroritz R o - ähnung!) Arbeit kreh Orünn Land- Jla“, geler unser chäftsfühils praktin ibesondere Kenner auf der dankbende und, Jla“ gewiß ric h diese j L« i itung der Siedlungsannt Sie ingen auch Blicke auf ged Landi be c< lat g e Zonen, auf andere Länder richte,, unter den veränderten Verhältnissen hat danke jüdischer landwirtschaftlicher luijg seine Bedeutung bewahrt, ja sogar als eine geeignete Form planvoll ge- Gruppen-Auswanderung spürbaren Aus- Iir dieser Erkenntnis hatte der Reichsdischer Frontsoldaten bereits in einem aen vom 1. November 1935 die Iniit ergriffen, das unser Bundesvorsitzendeq als an die Reichsvertretung gerichtet hat. wurde hierin erstmalig die Schaffung :r zentralen Auswanderungsstelle (geizt auf Hilfsverein und „Jla“) angeregt und Notwendigkeit einer intensiven Bearbei-. der Gruppenwanderung und der lereitung der Gruppensiedlung untrichen. I^nmer wieder wurde dieser Gedanke durch Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, insesjomfere durch seinen Bundesvorsitzenden, „Schild" propagiert. So hieß es in Nr. 6 Sj Februar 1937 unter der Ueberschrift: Wanderung und landwirtschaftliche Sied- ':j WJtnn wir nun hier fär den Gedanken landwirtschaftlichen Gruppensiedlung ier Auswanderung besonders eintreten, so tim mt uns dazu nicht so sehr und nicht in der Wunsch weiter Kreise des Frontl Sportbundes, die gerade auf diese •m der' Auswanderung ihre Hoffnung tea, sondern vielmehr und darüber hinein höheres gesamtjudisches Interesse, aas Judentum ... wäre es nur abträgwenn auf die Dauer die jüdischen ifswanderer erneut in eine ungesunde beiche Gliederung hineingeraten würden; be.iände die Gefahr, daß die Probleme die Nöte damit nur von dem einen in das andere verpflanzt werden. Die icHen Gedanken, die den Frontbund on\ in seiner Frühzeit auf das Ziel landtsöhaftlicher Siedlung hinlenkten, gelten uch heute noch, bei der Auswanurtg. Lebenskraft und Existenz weiterer ischfr Generationen hängt wesentlich <orl ab, in welchem Ausmaße es i jetzt inet, die jüdische Auswanderung zur Wirtschaft hinzulenken...“ Die jüdische landwirtschaftliche .Siedist eine Gemeinschaftsaufgabe, wL > i aum eine zweite. Freilich, eine Auf-