Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 41 (8.10.1937)
- Date
- 1937-10-08
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Kriegsgerichtliche Dokumente i« gegebenen FäVen der und Unteroffm I aus Der Unteroffizier Oskar E riegeij Hohensalza bekam das Eiserne Creuz I. Klasse für Kampfhandlungen vom 9.—13. September p914, also in einer Zeit, wo die Wenlt schon das Eiserne Kreuz II. Klasse belaßen. Er rettete u. a. die Verwundeten im Granatfegen aus einem zusammenstürzenden Haus, grub die Verschütteten im Gran; itregen aus und konnte, obwohl sich ihm andere Hilfe 'verdenen verliehen wieder- 'dfaufgabe wiederchaften ere, di& Fälle Vif und VIII jüdische Reserveoffiziere. Im folgenden werden acht von insgesamt rd. 900 Fällen, jüdische Fronlsoldateif das Eiserne Kreuz erster Klasse erhalten habenl auf Grund kriegsgeschichtlicher Unterlagen gegeben. Wir\entsprechen damit unserer jüdischen Spezit kriegsgeschichti’icher Forschung und Sammlung. Sechs von den Verleihung des E.K.I betrafen Ma, nr, s< unter den Sagte, 32 Kameraden das Leben retten, ihnen die Musiker, Verwundeten und Bataillonsarzt. Brieger, der sei ist verwundet wurde, ahnte von der Verleihung nichts, bis ifin folgender Brief erreichte: | „Geschrieben den 19. November; 1914. Mein lieber Brieger! Aus Ihrem Brief an Herrn Hauptmarin M. habe ich nun endlich Ihre Adresse erfahren und beeile mich, Ihnen die wohlverdiente! Auszeichnung des Eisernen Kreuzes erster Klasse zu übersenden. Ich spreche Ihnen gleichzeitig ineine allerherzlichsten Glückwünsche aus und gebe der Hoffnung Ausdruck, daß Sief bald wieder hergestellt sein mögen, j.. Im übrigen aber heißt es beim 48. Regiment noch itjimer: Vorwärts auf den Feind! Und solange es! noch Männer gibt, wie Sie einer warfen, mein lieber Brieger, bleibt auch der Erfolg nichtj aus. Mit herzlichen Grüßen von allen Kamejraden Ihr Hauhs, Major und Bataillonskommandeur“. II.! Regimentsbefehl vom 30. Sfeptember1 1915 des Res. Inf.-Regts. 121: > „Ich hatte heute die ganz besondere|F|reude und Genugtuung, dem Vizefeldwebel iTjh a 1 - heim der 9. Kompagnie für viele mit größtem Schneid, Umsicht und Unerschrockenheit ausgeführte Patrouillengänge und für sein sonstiges tapferes Verhalten während!des Feldzuges das Eiserne Kreuz I. Klasse überreichen zu dürfen. Vizefeldwebel Thalheim Unteroffizier des Regiments, der Soldaten höchste und schönste erhielt. Ich hoffe, in die Lagi ist der erste diese für den Auszeichnung versetzt zu werden, noch manchem Unteroffizier und Mann gez. Josenhauß Für die Richtigkeit: Rei: i Hauptmann und Regiments); Thalheim stammte aus Lehre; Heilbronn, wo sein Vater Löser riieinderat war. ischle, adjutant'L r steinsfeld bei Thalheim Ge- III. 19 Einer der ersten jüdischen Eisernen Kreuzes erster Klasse ^ar auch der Kaufmann Andr Mühlhausen i. E. Beim Kampf bei Bapaume am 5. Oktober den Auftrag, mit 60 Mann den der ausgeschwärmten Schützen Sie stürmten im Dunkel der h achteten nicht, daß hinter ihn«; angriff abgebrochen worden w hielt sie ein feindlicher Sch"' dessen Besatzung von 180 lützen Mann Ehrenzeichen des Regiments dieses herrliche zjukommen lassen zu können. Indem ich dem yizefeldwebel Thalheim meinen herzlichsten Glückwunsch und vollste Anef cennung , ausspreche, gebe ich mich der Erwartung und (Jeberzeugung hin, daß er sich hin durch seinen Wagemut uni seihe tynternehmungslust hervortun und eil Beispiel für Unteroffiziere und Mannschaftejn des Regiments bilden wird. Inhaber des im , Weltkrieg eas Ru|eff, die Höhen 14 erhitlt er rechten Flügel zu verstärken, acht vor und der Sturm - Unenjvartet graben auf, nach kaum ’i r. ernstlichem Widerstand die Waffen wegwarf und sich ergab. Als sie sich aber c er Leüte t versichern wollten, setzte so heftiges Artilleriefeuer des Gegners ein, daß schon lach den ersten Granaten über die Hälfte der Franzosen tot zusammenbrach. Mit den unverwindet gebliebenen vierzehn Mann seines Zuges schwenkte Rueff rechts nach der Ortschaft Beaumont ab, die soeben erst vom F rinde geräumt worden war, machte inmitten 1er Hauser 26 Gefangene, nahm einen Munit onstransport gefangen und eine Sanitätskolonne von 36 Mann und zwei Aerzten nebst etwji hundert Leichtverwundeten, die alle anstandslos ihre Waffen abgaben und auf dem Markt >latz von zweien der Unserigen bewacht wurlen. Mit den verbleibenden 12 Mann hielt Fueff den Ausgang des Dorfes besetzt. Um 5.3) Uhr in der Frühe gingen zwei französisct e Kompagnien zum Sturm gegen die 13 vor, ließen sich aber durch das wirksame Sc mellfeuer immer wieder niederhalten. Um Mittag zog sich der Feind ergebnislos und unter Verlust zurück. Von 2 Uhr ab wurde Beauinont fast drei Stunden lang in heftigster Weise von deutscher und französischer Artillerie zu Zeit beschossen, wobei die Gefangenen stark in Mitleidenschaft wurden gezogen 5 Uhr führte die Brigade den in der Nacht abgebrochenen Sturm durch und war völlig überrascht, in Beaumont schon Deutiche vorzufinden. Drei Tage später überreichte der Korpskommandeur General von Stein den 14 persönlich das Eiserne Kreuz zweiter Klasse, Rueff idas Eiserne Kreuz erster Klass:.' (Wach kriegsgeschichtlicher Quelle). Bei es durfcl Fritz feindlife Feinde hierfür und befördfe er ein« wu Haft; im Operatli Schrei! Grenfa An ben Gn'r; Seine gehabt Kreuz Die Res.-La Ich und deurs des fol i< Unser mann Muskel i< Novempi mit Im Königs mann ments verlieht; Auf lerie ZI IV. einem Sturmangriff in Rußlan :h die Tapferkeit und Geistes; Zernicks, aus Gleiwitz hen Linien zu durchbrechen große Verluste beizubringen, das Eiserne Kreuz I. und rde hernach auch zum Vize: rt. In einem späteren Gefed Verwundung, in deren Folgt nkrankenhaus Hamburg einer on unterziehen mußte. gibt davon Kunde: d.-Regt. 4. 17. (Jen Unteroffizier d. R. Fritz Zt. Hameln i. W. Majestät der Kaiser hat Ihnen für die beim Angri: aadowo gezeigte Tapferkeit Klasse zu verleihen. Hohe Auszeichnung wird Ihnen z. ausgehändigt werden, spreche Ihnen im Namen des z. Zt. erkrankten Regiments |< herzliche Glückwünsche aus. gelang gtegenwart C ./S., die uid dem bekam Klasse eldwebel ht erlitt er sieb schweren f elgendes di: das I. V. gez. v. Zitzewitz Major und Regimentsführer. V. ers; e; Hamburger Kam. Adolf , der schon Anfang Septembei ier das EK. II erhadten hatte, er 1916 das Eiserne Kreuz endem Besitzzeugnis: ff amen seiner Majestät des Kais habe ich dem Gefreiten 5 der 8. Komp, des Infanteri 163 das Eiserne Kreuz erster die Meldung, daß die eigei kurz schösse, ist er freiwi* gleicher Gegen 1915. Zemick. Gnade : fsgefefeht Eiserne von dem Regiments oramaneelig- 1914 als empfing r Klasse ers und eelige Regi- Klasse ii «r Artildurch schwerstes Trommelfeuer zum Artillerie- Kommandeur hin- und zurückgefahren und hat durch Erfüllung seines Auftrages vielen Kameraden das Leben gerettet. Er ist ein selten tapferer Soldat. Korpshauptquartier, 14. Nov. 1916 Der kommandierende General des IX. Armeekorps gez.: von Boehp, General der Infanterie. Eine eingehende Schilderung der so belohnten Tat des Kam. Seeligmann am 7. Juli 1916 war im Schild Nr. 18 vom 28. 9. 1933 zu lesen. VI. Im Divisionstagesbefehl wurde dem schwerverwundeten Vizefeldwebel Alfred Weil vom 15. Bayr. I.-R, am 25. September 1917 das EK. 1. wegen hervorragender Tapferkeit verliehen und er zum Offizier vorgeschlagen, weil er mit außerordentlichem Schneid seine Kompagnie zum Sturm geführt habe. Die... Auszeichnung zahlte er mit dem Leben schon Tags darauf. Den Reden an dem Grab, die ihn als vorbildlichen Soldaten, begeistert Pflichttreuen und militärisch Ehrgeizigen feierten, fügen sich Briefe des evangelischen und katholischen Feldgeistlichen an. Der katholische Divisionspfarrer Roth schrieb: „... Einen rührenden Zug seiner Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft möchte ich den schwer geprüften Eltern mitteilen: Am Tage nach Alfreds Operation wollte neben ihm ein schwerverwundeter gefangener Franzose die heiligen Sakramente empfangen. Wie Alfred mein gebrochenes Französisch hörte, in dem ich dem Franzosen die heilige Beichte abnahm, bot er sofort seine Hilfe an und meinte trotz seines schweren Leidens: „Herr Pfarrer, wenn ich Ihnen helfen darf, ich kann perfekt französisch“. Doch ganz gewiß ein Zeichen von Alfreds edler, liebevoller Gesinnung! Darum suchen Sie, schwergeprüfte Eltern sich zu trösten. Die Mühen und Opfer, die Sie auf Alfred hingewandt, sie waren nicht umsonst. Er war ein edler Mensch. Er gab sein Leben hin für seine Brüder. Besitzen Sie, trauernde Mutter, etwas vom Starkmut jener makkabäischen Mütter! Im Gehorsam gegen Gott hat auch Alfred das Opfer seines Lebens dargebracht. Er wird die Krone der Herrlichkeit von seinem Herrn gerade so gut empfangen haben w'ie jene Glaubenshelden des alten Bundes, die wir hoch verehren. Was können und wollen wir weiter tun? Nicht maßlos trauern! Der Herr hat ihn gegeben, jetzt hat er ihn wieder genommen. Sein Name sei gebenedeiet. Die Mahnung der Schrift wollen wir liebend beherzigen: Es ist. ein heiliger und heilsamer Gedanke für die Verstorbenen zu beten. Diesen Liebesdienst wollen wir dem edlen toten Helden erweisen Er hat es verdient“. VII. Divisions-Tagesbefehl der 5.! bayr. Res.-Div. vom 19. 2. 1917: „Im Namen Seiner Majestät des deutschen Kaisers verleihe ich das Eiserne Kreuz I. Klasse dem Leutnant d. R. Heinrich Kohn im R.I.R. 12, weil er als Kompagnipführer in unermüdlicher Tätigkeit höchst Anerkennungswertes geleistet, seiner Kompagnie bei den verschiedenen Einsätzen an schwerer Kampffront durch persönliches Beispiel und hervorragender Tapferkeit stets ein leuchtendes Vorbild gegeben und besonders am 30. Oktober durch energisches persönliches Einwirken auf seine Kompagnie erreicht hat, daß diese einen überlegenen englischen Angriff auf Poelkapelle trotz stärksten Trommelfeuers resfe_ los abwies und ihre Stellung voll und ganz behauptete. ge£. Burckhardt. Major Strobel mußte ein Jahr später. der Mutter den Heldentod des Oberltn. d. R. Heinrich Kohn mitteilen. Der Brief ist im Münchener jüdischen Gedenkbuch abgedruckt. VIII. - Auszug aus Divisions-Tgs.-Befehl v. 15. JuH 1918: „ln der Nacht vom 11. zum 12. Juli 1918 gelang es dem Leutnant d. R. Chapp mit