Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 35/36/37 (11.9.1937)
- Date
- 1937-09-11
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JinsMRdsrelsco ionischer w< (Vergl „Schild" Nr. 20 vom 14. Mal 1037) Immer wieder sind angesichts der veischiedenen Auslegung der Bestimmungen Zweifel bei unseren Kameraden darüber entstanden, inwieweit bei vorübergehenden Reisen ins! Ausland sowie bei der Auswanderung jüdischer Wehrpflichtiger eine Mitwirkung der wehrersatzdienststellen erforderlich sei; Der in! der oben angegebenen Nummer unseres Buhdesblattes wiedergegebene, uns z»»gegangene Erlaß des Reichskriegsministers j und Oberbefehlshabers der Wehrmacht j vom 3.1 Mai 1937 hatte bei unseren Kameraden immer noch zu einigen Rückfragen Anlaß gegeben. 1 Aus diesem Grunde haben wir um >e|ine Rücksprache mit den zuständigen Sachbearbeitern im Reichskriegsministerium gehelen. Aut Grund dieser Rücksprache könnet! wir nunmehr endgültig die Voraussetzungen für die Mitwirkung der Wehrersatzdienstsltellen daHin festlegen:! | A. Zur Vornahme von Reisen ins Ausland zu vorübergehendem Aufenthalt (zur Erholung oder zu geschäftlichen Zweckin) ist (die Zustimmung der Wehrersatzdienststillen nicht erforderlich. I 0. Bei Auswanderung im Sinne des § Ir7 Absatz 2 des Wehrgesetzes ist zu unterscheiden: ll Die zur Musterung heranstehenden Jahrgänge, nämlich: die aufgerufenen Jahrgänge 1913—17, i sowie die noch nicht aufgerufenen, aber! bereits wehrpflichtigen Jahrgänge 1918 und lßl9 (die das 18. Lebensjahr vollendet haben), > , bedürfen, solange sie noch nicht den Musterungsbescheid über ihre Zuweisung zur Ersaitz- Reserve II erhalten haben, der Zustimmung des Wehrmelde-Amtes zur Auswanderung.! 2: Die gemusterten jüdischen Wehrpflichtigeh, die den Wehrpaß, mit dem Bescheid „Ersatz-Reserve II erhalten haben, sowie älle Angehörigen der Geburtsjahrgänge vor 1913, die ohne weiteres zur Ersatz-Reserve II, bezw. nach Vollendung des 35. Lebensjahres ^ur Landwehr II gehören, bedürfen bei der Auswanderung nicht der Zustimmung der Weprersatzdienststellen. Kam. Dr. Di; L Frontkämpferkinder an Höheren Schul An den höheren Schulen im ganzen Reichsgebiet befinden sich nach Feststellungen von unterrichteter Seite 11706 volljüdische Schüler sowie 3581 Mischlinge. Bei diesen Zahlen sind nur die reichsangehörigen jüdischen Schüler berücksichtigt. Unter diesen jüdischen Schülern befinden sich 8042 Kinder von ‘Frontkämpfern. Unter Einrechnung cer Frontkämpferkinder beträgt der Hunderts; tz jüdischer Schüler rund 1,8 Prozent, ohne ihre Einrechnung dagegen nur 0,5 Prozent. Es wird dazu abschließend festgestellt, daß die Verhältniszahl von 1,5 Prozent bei der Gesamtzahl der jüdischen Schüler an höheren Schulen im Reichsgebiet weit unterschritten sei. Die Kinder von Frontkämpfern werden bei der Verhältniszahl bekanntlich nicht mit einberechnet. Kam. K Mi Zum Ueberleilungsgesefz im ehemalige! oberschlesischen Abstimmungsgebiet Im Gesetz über Maßnahmen im el maligen oberschlesischen Abstimmung$gebj< vom 30. Juni 1937 ist in mehreren Beziehung den ehemaligen jüdischen Frontkämpfern < besondere Rechtsstellung zugewiesen word«! Da in dem Gesetz keine ausdrückliche B{< Stimmung des Begriffs des „Frontkämpfer> gegeben und somit ein Zweifel über die uleii Stellung des Weltkriegs-Frontkämpfers mit z. B. Wegen ihrer Jugend nur in die Reihe dei Nackkr i egs - Freikorpskämpfer eingetrete nen Oberschlesischen Juden entstanden w; haben wir uns an das Reichs- und Preußiscf Ministerium des Innern mit der Bitte um At klärurtg gewandt und unter dem 26^ Augus heet :n ipe n. eicjhn r r, lie ufit 1937 — II SB. 6071/4084 — den 'olgenden Bescheid erhalten: Der Begriff „Frontkämpfer", wie Dritten Durchführungsverordnung rufsbeamtengesetz zu § 3 Ziff. 3 (! I S. 245) eingehend festgelegt ist, im Abs. 3 aaO. angeordnete Gl ei lun g der Teilnahme an den Kä Baltikum, Oberschlesien usw. mit den Kämpfen des Weltkrieges auch für das Gesetz über Maßn ehemaligen oberschlesischen Abstim biet vom 30. Juni 1937 (RGBl. I Damit, ist klargestellt, daß die in de leitungsgesetz gegebenen Bestimmui tkämpfer Front« "P _ sehen Nachkriegskämpfer beziehen. Ka sich auch auf die ob :i er in der zum Be- Bl. 1933 und die h at e 1 - ijipfen im der an gelten men im nungsge- 717 ff), n Ueberigen für rschlesi- . Dr. Di. FG a i Zum Schutz der jüdischen Bevöl in Schanghai wurde ein j ü d i Selbstschutz gebildet, der in den des Freiwilligen-Korps an der Bewach i Ausländersiedlung teilgenommen hat. In Tientsin, wo judenfeindlich» schreitungen drohten, wurde eine Selbstschutz-Abteilung eingesetzt. kerung scher Reihen ng der Ausjüdische «re An den Wettbewerben der Schweiz Unteroffizierstage, die vor kurzem in stattgefunden haben, nahmen auch jüd Soldaten teil. Die höchsten Offizi Landes wohnten den Wettkämpf Gäste bei. Soweit die Resultate bekamst war die von dem jüdischen W meister Bernhard Riemer g Maschinengewehrtruppe des Unteroffizilei eins Zürich erfolgreich. Note: Vorzüglich stungen, 3. Rang unter den 21 Kamp' dieser Waffengattung. n der Die jüdischen Reserve-Offiziere der Nähe von Budapest gelegenen Stadt rfispest, in der es in der letzten Zeit wieder!» >lt zu judenfeindlichen Ausschreitungen gekt ist, haben beschlossen, eine eigene Cjrgani sation ins Leben zu rufen. In einer von veröffentlichten Erklärung heißt es, die düng der Organisation diene der Vert des Glaubenslebens und der Pflege dischen Tradition. qrischen Luzern sehe des - n als sind, c h t - »führte rsvere Lei-* ipen ift tipp mjnen rga ihnen Gründung -r jü- > Die Ortsgruppe Tel Aviv der Verein ehemaliger jüdischer Offiziere in Palästir in einer Mitgliederversammlung ihren Vo neu gewählt: diese Wahl war erford weil eine Trennung der Vorstandsämtjei Bundesvorstand und Vorstand der Ortsj Tel Aviv Platz greifen sollte. Der Orts] Vorstand von Tel Aviv setzt sich nui wie folgt zusammen: Vors.: Uri Nadav, sgnipi igung hat atand :rlich, r in gjruppe penmehr Stell- Türkisch8 4 Senar 6 Vertreter: Ing. Leopold Reich, Beisitzer: Dr. Josef Färber, Schriftführer: Ing. Jos. Altbauer, Kassierer: Max Glaset. | Für die neuen landwirtschaftlichen Siedlungen im Beisan-Gebiet sind hundert Hilfspolizisten mobilisiert! worden. Für die Polizei-Stationen im nördlichen Scharon ist I Alarmbereitschaft befohlen worden. An samt-" "liehe Siedlungen sind besondere Weisungen für das Verhalten im Fall von Angriffen ergangen. Aus Kammradi* und Fi anti glicjd c attin I r lllenkrelsen der Oruppe Zoo, Karn. Aua dar Frontsoldaten» bewegung dem Auslandes Jüdische Wehrfähigkeit in Palästina In dem Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes über die Palästinaunruhen w rd u. a. das Lob erwähnt, mit dem der englische Kolonialminister über die Selbstbeherrschung der Juden bei den Unruhen 1936 gesprochen hat. Dabei habe der Minister bet« nt, daß die Juden im Falle der Durchführ mg des Teilungsplanes imstande sein würde, sich gegen einen etwaigen arabischen Angriff selbst zu wehren. Wir können nicht leugnen, sagte der Minister, und wir sehen keinen Anlaß es zu leugnen, daß die Juden selbst bereits eine, wie ich glaube, nach europäischem Sprachgebrauch sogenannte „halbmilitärische Organisation“, die Hag; na,' geschaffen haben. Sie haben jetzt ein: große Zahl ihrer jungen Leute organisiert. Außerdem haben viele von ihiftn Waffen; die auf irgendeinem Wege in das Land gebra cht wurden, und sobald die Juden ihren eigen m Staat haben werden, werden sie natürlich sehr gute Waffen haben. Berlin. Das langjährige Mitgticf Alfred ßuehholz und Gattin gingen am 25. August 1937 das Pest ihrer Hochzeit. Außerdem wurde Kam. Buchhotz am 2. September 60 Jahre alt. Wir gratulieren. Glelwitz. Unser Kam. Benno Weiß und Frau Johanna geh. Rosenthal irt Tost O. 8. feierten qm 25 August 1037 ihre Silberne Hochzeit.. Wir sprechen! j dem treuen und bewußten Kameraden, der Inhabe' des Misemen Kreuzes I. und II. Klasse ist, und seiner Gattin Unsere herzlichsten Glückwünsche aus. — Ortsgruppe Märk. Friedland. Am 27. N e u m a n n . der Gründer deir SO Jahre. Er kehrte s. Zt. von de’ Front mit dem E K. II. ausgezeichnet zurück. Am gleit hen Tage beging Kam. Hermann Kiewe mt seiner GGtin Hertha geh Caspari den Tag der Silberhochzeit. 2. Mobilmachungstage bis zu Henni geb. Lev? be* Silberne« OleiwKz. Aufrust wurde Kam. Bruno hiesigen Ortsgruppe, l r hat den Krieg vom nde mitgemacht und ist Inhaber des EK. II. Wir gratulieren noch nachträglich. Berlin. Kam. - Albert Ruse Gattin Elsa geb. Besser hegin^ei Silberhochzeit. Tilsit (Ostpr.) Am 26. August Joseph Reinert mit seiner Gattin Hochzeit. Dem Jubelpaar gelten wünsche. Breslau. In den letzten Woch raden Dr. Paul Rosenstei Dr. Arthur L e w i n ihren 50. Kahreraden sind seit Gründung gruppe und haben sich stets in Hadamar. Am I. September fei Langendassbach, seinen 80. Oebu i unseres Kameraden Siegfried Beo; i n (Ortsgr. Süd) und n am 18. d. M. ihre 1037 beging unser Kam. den Tig dir Silbernen mserc herzlichsten Glückn feierten unsere Kamei . Paul G o I d s t e i n . Geburtstag. — Alle drei Mitglieder unserer Ortsjeder Lige bewährt, rte Herr Nathan Benjanvn rtstag. Er - ist der Vater Eschwege. Am 3 September ei*rte Kam. Himmelstern mit seiner Gattin die Silberhochzeit. — Kam. Himmelstern ist ein treues Mitgled; wir übermitteln ihm unsere besten Wünsche. Köln. Unlängst hat unser Ka heim, früher in Königsberg i. begangen. Wir sprechen dem Kameraden und ehemaligen lang L. V. Ostwestpreußen unsere her Dr. Willy W o I f f - >r. seinen 50. Geburtstag . dichten und geschätzten j ihr gen Vorsitzenden d^s 1 ichsten Glückwünsche aus. Iserlohn L W. Kam. Emil S endet am 18. September sein 60. Neubau», Schwerte, am 22. 0. Glogay. Am 15. September Inspektor Herr Tustin NeintiH Artigkeit seinen 80.*-Geburtstag. Er langjährigen Rundeskameraden AU Ort«gr. Prenzlauer Berg. Brz. W t e r n . Attendorn. vo!l- Lebensj'ahr. Kam Julius sein 50. Lebensjahr. Begeht der Synagogen-- t nach 53jähriger Arjits* ist der Vater unseres rt NeoMadt in Berlin. «-Bötzow. Adler jurt. konnte im ubiläum begehen. Sie Frankfurt a. M. Die Firma August ihr 75 jähriges Oe^hafts werde von. Herrn Josef Adler, dem Onkel der jetzigen «Inhaber Albert und Max Rothschild gegründet und entwickelte s:ch zu einem Oroßtin emehmen des Schrott- Handels. Besondere Bedeutung erwuchs ihr im Weltkriege. als die Herstellung von Ei'en-. Stahl- und Metallfabrikaten in hohem Maße von der Beschaffung von Abfallstoffen abhängig wurde. Herr Albert Rothschdd war der Leiter der Schrott-Organisation während des Krieges^ sein Bruder Max Rothschild war an der Front. Oranienburg. Unser bewährter Kam. Erich M a~t h i a s und Gattin wurden durch d e Geburt eines Sohnes erfreut. Berlin (Ortsgr. Charlottenhurg). Am 0. 9. vo’lendcte unser langjähriger verdienter Bundeskamerad Emil Friedh e r g , Leutnant d. L. a. D. der u a. auch bei der Bundesleitung an der Zusammenstellung des Gefallenengedenkbuches wesentlich m tgearbeitet hat. sein 60. Lebensjahr. Wir gratulieren herzlich. Für unsere Kriegsopfer Mannheim. Die Kriegsopferabteilung unserer Ortsgruppe hatte ihre Mitglieder für den 26. August zu einer VqIIversammtung geladen. Zahlreiche Kriegsopfer waren der Einladung gefolgt. Der Ortsgr. Vors. Kam. Dr. Glase? eröffnet« die Versammlung und begrüßte den neuen Obmann der Krio-Abt. Kam. Dipl.-Ing. Emst Herzstein. Es sei der Ortsgruppe nicht leicht gefallen, für den bewährten Obmann Schwarz einen Nachfolger zu finden, und Kam. Herzstein habe erst nach langer Ueberredung eingewilligt, das Amt anzunehmen, da jedes Hervortreten seiner bescheidenen Wesensart widerstrebte und weil er fürchtete, de» damit verbundenen Fragen formaljuristischer Art nicht gerecht werden zu können. Dem habe die Ortsgr. insofern Rechnung getragen, als sie in der Person, der langjährigen Vereinsratsmitgliedes Kam Dr. Appel einen remtskundigen Berater fand. Sodann übertrug Kam. Glaaer die Leitung der Versammlung und die weitere Leitung der Kriegsopferabt. dem neuen Obmann Kam. Herzstein. Dieser^ „führte nun kurz aus, daß er in den vergangenen Wochen“" die Akten der Kriegsopferabteilung durchstudiert habe. Akten und Kassenführung seien von seinem Vorgänger I 3