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Der Schild · 1937-09-11 · 35/36/37 (11.9.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
35/36/37 (11.9.1937)
Date
1937-09-11
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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r üllte cie wollte und e Leben ssfnn Inhalt bedeutet alte jüdische Wi heit, Recht um l einer »mmittelba en Beter des Versph Erlebnisfront, Fronterleben^ bensbejahuh , Tn wunderbarjer des bekannten zu erfasägn veri eine Episode de£ es etwas von Kunst. Vrelleich das Fronterlebns Erlebnisfront d< r nungstagps bete >d des Ausdrucks za _ Tat der Gerechtigkeit . n d aller Lebenswerte In solcher Haltung wird die Hsheit, die die Welt auf „Wahr- Frieden“ beruhen läßt, zu . Wirklichkeit. Die jüdischen inungstages stehen in einer .. auch das Gedächtnis des mzuw andeln vermag in Leg- Weise hat das der Maler Bildes „Kol Nidre vor Metz“ _ Obwohl dieses Bild Krieges 1870 vermittelt, hat ,r Zeitlosigkeit aller echten nicht zuletzt darum, weil es jüdischer Soldaten und die am Vorabend des Versohlen Juden zu einer Einheit bringen vermochte. (S. Ste. 1). inocht. der Der Maler He mann Junker hat es prachtvoll verstanden, die nachzitternde Bewegtheit des Fronterlebens und die von der Erhabenheit der Andacht be: chw ingte Ruhe der zum Verj-öhnungstag sic > hinwendenderi Kämpfer im Bilde fehtzuhalt :n. Im Mittelpunkt des Gemäldes rügt die ehrwürdig edle Gestalt des Feldrabbiners Is tak Blumenstein empor. Seine. Gestalt, viom Ste bekleid umhüllt, verstärkt den!leitermilden Spr ihblick seiner Augen und die riedvolje Gest« seiner segnend klärenden Hände. Der Bl ck des Beschauers wandert unwillkürlich in mer erneut von der Masse der gebeugten, aufrechten, verwundeten und trotzigstol/en.juächiigen Soldatengeslalten hin /.u der lichten Persönlichkeit des Rabbiners, der die Verkörj erung des Versöhnungstages selbst zu sein scheint. — Vom Licht der primitiv in rohen Flaschen steckenden Kerzen umflossen ist d, is Lauschen der stummen kfrieger Entschlossenheit und Rührung zugleich, " Lebenswille und Ergriffenheit, Versunkenheit und Wachfheit, d« s Fronterlebnis, das in diesen .seltsamen Gottesdienst hineinragt, und die Erlebnis« uclit des Versühnungsgedankens, der mit fortge lomme i werden will in die männermordende Feldschlacht: das Alles findet in die.-em B Ide se nen künstlerischen Niederschlag. Ei veirmi ttelt uns den Glauben, daß der Mensqh des;ronterleb.ens mehr als jeder andere Jude die Erlebnisfront der jüdisch religiöser. Idiale zu erfassen vermag. Wer die Welt im Cfiaos er lebt hat, ist stärker in seiner Selimuchtnach c er Welt der Harmonie, als der, der rjur der Ausgleich kennt. Der Ruf nach Frieden in der Welt, und das ist somit nichts Au^erorde ltliches, wird am lautesten von den ehemaligen Frontkämpfern aller Nationen Erhoben Sie sind es, denen Wahrheit, Recht und. I rieden zu einer neuartigen Aufgabe g«jwordcr ist. Der jüdische f rontsoldat ist kraft seines Fronterlebens berufen, in der Erlebnisfront des Versöhnungst; iges in vorderster Reihe zu Stehen. Fronterlebnis und diese Erlebnisfront haben einest neuen Bund geschaffen: Mitten in der Turbulenz i nd der Not des Geschehens errichten s(e den Walf des Glaubens an die gottgewollte Versöhnung. Es ist der Bund zw ischen Erinnert! ig und Hoffnung, von dem einmal gesagt wurde: „Der ist beglückt, dem ewig unveriltet, Eiinn’rung stets zur Hoffnung sich gestaltet“. — _ Die Haltijng unc Würde des. Frontkämpfers vereint sich der Ha tung und Würde des Beters. Der jüdische Front tämpfer, der dergestalt Versöhnungstag feien, ist ganz und gar zum „ J i s r o e 1, zum „Gotteskämpfer“ geworden, ^ein Wort]an da: Schicksal, wie immer es Hirn sich dtrnaht, ist der Jakobsruf an den Gottesboteii den :r bis zum- Morgenwerden festhielt: „lph entlasse dich nicht, du habest mich denn gesegnet!“ flüssige nlgungs-Bohnerwachs numMmmunmimimM ■ach hub Misch Tcots lwnt|ii|ts(hi Laote Sefcrimjr, Fabrik ' >» mit Slfaaptaaa «aalen« Qualität -«»»-ii* abadri£m Piria )raaden - N. 6 KMitMAar Str. 63 Produkt« Oajrtailri 1SS7 Zur groteo Armee München. Di« Ortsgruppe gibt davon Kenntnis, daß am 19. August Kam. Sigmund Frank im Alter von (0 Jahren verschieden ist. Berlin. Die Ortsgruppe Ost betrauert den Heimgang des (am. Louis Kirsch. Die Ortsgruppe Pfenzkuer Berg beklagt den Verlust der Kameraden Moses Hirsch, Max Warschauer und Hermann Stern. Ortsgruppe Zoo meidet d is Ableben des Kam. Georg J acob. Mannheim. Es erreichte uns die Kunde, daß der vor kurzen nach Palästina ausgewanderte Kam. Max St auß, ein langjähriges treues Mitglied der Ortsgruppe, in die Ewigkeit eingegangen ist. Ladenburg. \m Dienstag, den 17. August, w ährend des A Dendgottesdienstes verschied in den Armen seiner Kameraden unser 1. Vorerad Eugen Levy. der nur ein Alter von wer das du skia Tor durchschrittt n, Antwort auß dar Fragan Füße, wer das Lebens Leid durchllften, Zerr< ißt die dunst'ge Hebelhülle. Wir , ind ins Seih hinein gestellt hasten nach des Lebens Zieh jedes Rätsel dieser Welt sich erst, wenn der Vorhang ße Kam. Dr. Woiß he m, Köln. Nur Weiß Nur Und Doch Löst Ortsgruppe Ma Kameraden angehören. Kam. Levy z die Front und ene. Steher und Kam Der Verstorl i 50 Jahren erreic hte, war gebürtig aus Rhannen (Hunsrück). K; m. Levy war Gründungsmitglied unserer L ntergruppe. Er war ein guter Kamerad, der den Bestrebungen unseres Bundes großes Verständnis entgegenbrachte. Die Bestattun; fand unter großer Teilnahme statt. Kam. Leh er Rosenfelder würdigte unter bew egten Wort :n das Leben und Wirken des allzufrüh Verstorbenen. Krie;e. f r e ende zöget, Herr i Di. 25. 8 Zu Rausch Haschonoh hat der Bundesvorsitzei de Kam. Dj-. Löwenstein allen Kameraden des Bundes, der Kriegsopfer-Abteilungen und als Vorsitzender des Sportbundes „Schild“ Kam. Emst jUayer sprach im Namen der dessei Mitglieder die besten Wünsche durch mheitn, der die Ladenburger Rund;< Die >g 1915 mit dem. Tel.-Btl. an war bis zum Schluß an der Ostfront. Er wa ■ uns ein guter Kamerad, und so geloben wir ihm über das Grab hinaus > die Treue zu fial len. [ Gotha. Am 6. 9- 37 verschied nach schwerer ■ Krankheit. unser Kam. Nathan Dominski. Er gehörte seit 1921 der hiesigen Ortsgr. an und-war Inh. Bes E K. II. Die Ortsgr. bedauert tief seinen Heimgang. JQdlicber Familien 27. August beging Frau Mutter der Kameraden Sally, is Bähr unserer Ortsgruppe g. Wir wünschen der Mutter er einen gesegneten Lebens- Gem Bui chen reichet! Seetenfeier di: Rote williger hinaus gegangen war, verl Seine Tochter Marfha, willige Krankenschw Verfügung gestellt und die Medaille erhalten hatte, starb na an den Folgen eines im Di en Leidens. Schwager des v Salomo Rosenthal war jen E h rlm a n n , der sich 1866 durch des F rinzen Hohenlohe aus der Qefa|i ausgi zeichnet und dabei den ree verloren hatte. Beisetzung des Herrn Rosenth, stattgefunden. ♦ MMiiiMiaiitiiiitiMum lor er im sich als ster zur Kreuz- Kriegs- :nst zugeerstorbenen Ulan Befreiung ngenschaft ßten Arm al hat am oh n er Neujahrsjüdischen ichreiben ausgesprochen. Reichsvertretung hat ihre \?üns he für alle Mitglieder der qmschaft in Deutschland veröffentlicht desleitung und „Schild“-Redak in dieser Stelle ihren Dank füi schriftlich eingegangenen wünsche aus und erwiedern diese Ehrentafel Hannover. Aih J.ettchen Bähr, Philipp und Jul ihren 83. Ggburts :a dreier Frontkämpfi abend. bäum und Fra^i am 1. September Nußbaum, der « Oktober 1918 an den Krieg sein« Sally, Moritz unc Nit derschlesien Bricg. Am Sonntag den 15. Aubust fand Hannover. Uns :r verdienter Kam. Leo N u ß- Mally, geb. Marx feierten ihre silberne Hochzeit. Kam. «lom 5. August 1914 an bis der Front war, verlor durch fünf Brüder David, Willy, Felix. grupp Friedl N'achrbf spracl e Kam die Bi o p f e verst; zu u soldat blinde; erfüllt?! über. tian spredie zahl- Neuiahrslerzlichst. eine £ut besuchte. Zusammenkunft 0er Ortsstatt. Der Vorsitzende, Kain. Bruno linder, eröffnete sie mit einem warmen für die Gefallenen. Nach einer Ausüber örtliche Angelegenhe ten hielt P o 11 a c k (Breslau) ein Ref:rat über indesarbeit, insbesondere die Kriegs- Vers o r gu n g . In fesselnc er Weise es der Referent, die Anwesenden I erzeugen, daß jeder jüdische Frontwie auch jedes Mitglied des Sportes ernst meinen müsse mit der Pflichtg der jüdischen Oemeinschait gegen- Berlin. Seinen 80. Geburtstag beging am 5. Sept. Herr Isid >r Bein im Altersheim, Große Hamburger Strai e. Er hatte 2 Söhne und 2 Schwiegersöhne i m Felde; ein Sohn ist gefallen. Der ar dere, Kam. Alfons Bein, ist Mitglied unseres Sundes. Schivelbein. Ai i 16. August wurde Herr Samuel Berns! :in, 85 Jahre alt, zur ewigen Rühe gebettet. E rei Söhne haben am Weltkriege teilgenomr len. Mit ihm ist ein aufrichtiger Mann und wahrhaft glaubenstreuer Jude dahingegangen. Ortsgr. „Weste wald“. Das Ehrenmitglied unserer Ortsgruppe, Kam. David Kahn, Dierdorf, feierte am 1. 9. 1937 seinen 90. Geburtstag. Kam. Kahn ist Veteran von xc-r- 1866 und 187« 1/71. Wir gratulieren auf das herzlichste! Schluchtem/Bd. Am 30. August feiert Frau Karoline Kirchl ausen, geb. Oppenheimer ihren 85. Geburtstag. Sie ist die Mutter des im „Schild“ schoi mehrfach genannten, 1914 bei Ypern gef 111 en en-Kam. Karl Kirchhausen aus Schhi :htern/Bd., und hatte außerdem noch einen; weiten Sohn und einen Schwiegerso in an der Front. Perleberg. Am 21. 8. wurde im 78. Lebensjahr der langj: hrige Gemeindevorsitzende - . Salomo Rosenthal abberufen. Seinen '*** einzigen Sohn Rchard, der als Kriegsfrei. Zimme Sttt 'Westdeutschland Dari istadt Am 29. August, dem 1. Selichoth- Tage versammelten die Kameraden sich fast vollzäl lig an unserem Ehrenmal, um in einer Feiersl linde der gefallenen Kamerader und all letzten derer |zu gedenken, die uns in deii Jahren verlassen mußten. Unser Kam. Rabbiner Dr. Bien heim fand wie stets zu Herzer gehende Worte: „Und ein Klagen geht aus vo n Grabe unserer Stammmutter Rachel“ war sein sinnvolles Leitmotiv. Kantor Löwenthal brachte mit bekannt schöner Stimm« das Aw Horachamim zu Gehör, Kam. Thal! eimer sprach das Schlußwsrt und das K ddischgebet beschloß die erhebende Feierst! nde. Niedersachsen ver. Nach Rücktritt des lan Verdienten Vorsitzenden Kam vurde als Vorsitzender der r jetzt Kam. Rechtsanwalt r vom Bundesvorsitzenden Frischen dem bewährten Kamerja neuen verantwortungsvollen A iche Tätigkeit zum Segen Hanflp' sehr Glaser Hannovjei Mülle Wir wi seinem erspriefili Bundes. g jährigen Erich Orts Dgruppe Ernst b]es tätigt, den in nt eine unseres James Boßmann, Berlin SW 18 ■ad Mmm-Schneiderei, PfbarheMes erbtrabe 49 / Fernsprecher 17 18 39

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