Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 31 (30.7.1937)
- Date
- 1937-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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31 / 30. 7. 37 OFFIZIELLES ORGAN DES „SCHILD", PSPOR DES REICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOtb UND ATEN I tjlnsere westdeutschen Meister ohne Training schaft o h n i Die Schwierigkeiten haben erneut zuftjenommen. Wenn bei den Westdeutschen iVteisIterlaften die Mehrzahl aller Ak le Training an den Start Aiachen, Bonn, Essen, Dortntl um nur die kampfstarksten Vereine zu ohne einen Sportplatz sind, eigene Wettkämpfe durchführen und! sportlich vorbereiten können, dann siiil Schwierigkeiten, die für eine Werturi nachfolgenden Ergebnisse der westdeiip Leichtathletik-Meisterschaften bestimmend Der westdeutsche Landesverband ™ . stjingsmäßig zurückgegangen. Außer d< n lenden Trainingsmöglichkeiten sind zalf gute Leute abgewandert. So war es! erstaunlich, daß die Berliner Aktiven, letzter Minute noch eine Reise nach anstelle der abgesagten Fürther Veransfa unternahmen, in sämtlichen Laufwettbe von 400 bis 5000 Meter siegten, oder! mit einer drittklassigen Staffel die 4 > 400 m gewinnen konnten. Fröhlich lief eine 40Ö m- Zeit (53,6 Sek.), die in den letzten beiden Jahren nicht mehr im Sportbund erreicht wjirde. Daß Hannelore Pels (Essen) ohn sj Training im Vorlauf 13,6 Sek. schaffte, Oerda Vpgel (Berlin) 13,7 Sek. erreichte, soll ebenfalls hervor, gehoben werden, wie auch liskaus HtmiHMIMIMIUMMHMMHMIIMMMMMI Zum 2. Male führte der Jüdische Denniszahlreiche Nennun clfab Blau-Weiß-Gold, Breslau, die Tennismeisterschaften von Schlesien durch. — ngm auf, urune- Rot- MPr, wu schöner 5000 m Sieg in 17,16 Min. |ind Inge Mellos Kugelstoß von 11,18 m. Wenn wir mit diesen Angaben unserem westdeutschen Berichters! griffen, so fühlep wir uns doch ai verpflichtet, die große Gastfreun des J.T.V. 0 2 K ö 1 n hervorzuheber die große Zahl von Wettbewerben sen, die der Veranstalter durchführe^ Daß auch hier j noch Funktionäre, richter und Helfer fehlten, die wirkl|c „vom Fach“ verstanden, daß ist Feststellung, die in letzter Zeit öf! mein gemacht werden mußte. Ein V der glaubt, daß dreijährige Erfahr a: eine provisorische Vorbereitung erlau > delt verantwortslos. Wenn das auch keineswegs der Fall war, so glauber doch allgemein veranlaßt zu sehr i zu fordern: gebt unseren Kampfrichter, die kraft sportlichen Wissens in de sind, nicht nur nach Willen, sondern auch obiek gerechteste Urteil zu fälle darf meist außerdem weitaus mehr Willens des Veranstalters, als irg finanzieller Mittel, um ordnungsge rate, Anlaufbahnen etc. zu besc Jüdische Tennismeisterschaften von Schlesien herausholen können. In der blieben Jauch/Meyer in der ander :i vi^rde Das Turnier wies so u. a. auch vom Teiinisclub wald-Berlin und Tennisclub Weiß, Leipzig, sowie Buchwa TjL. Bar Kocht) a, Berlin und t von der Turnierleitung H. Silber sjtem $j Schnitzer flott abgewickelt. Es wtjrde sehr guter Sport geboten, so daß . die in großer Anzahl erschienenen Zuschauer Voll auf ihre Kosten kamen. j I Das Herren-Elnzelspiel gewann der fävoritisierte Buchwalter in der Endrunde gegen Hepner, Leipzig: 6:0 6:4. — Während Hepner in der Vorscnlußrunde 6:3 6:4 über 9chaefer (TC. Grunewald) siegreich! blieb, erreichte Buchwalter diese Runde kampflos, da Jauch (TC. Grunewald) wegen eines Blutergusses streichen mußte. — Den schönsten Kampf lieferten sich in der ersten! I Runde “uchwalter und Bodlaender (Sportgruppe reslau), den ersten:r trotz einer 4:2 Führung on Bodlaender 7:5 6:3 gewann. Bei den Damen zeigte sich Frau P e (TC. Grunewald) in einer erstklassige und gewann in der Endrunde gegen, luliusoerg (Blau-W :iß-Gold, Breslau) 6 Vorher hatte sie um den 3. Preis Fr). (TC. Grunewald) 6 :3 6:3 geschlagen, fahrend Frau Juliusberg Frau Levi-Vidor (TC. wald) mit 6:3 6:2 ausgeschaltet hat! mit 3:6 8:6 6:4 über Silberstein/Opj epheimer (Blau-Weiß-Gold, Breslau) siegreic > Im Gemischten Doppelspiel bliel en Frau Peiser/Jauch über Frau J xliusberg/ Schnitzer (Blau-Weiß-Gold, Breslau in der Endrunde 6:0, 6:1 Sieger. Einen Beachtenswerten Erfolg hatten Letztere allerdings in der Vorschlußrunde durch einen 8:6 Sieg über Frau Levi-Victor/Meyer, In der anderen Hälfte unteriah einerseits alter vornjlererseits schaft und auf linzuweimußte. Kampfh etwas der eine rs allgeefanstalter, :ng ihm en, hanin Köln wir uns n, erneut k t i v e n ihres Lage jeste m tiv das Es bedes guten ei idwelcher mäße Geaf: en.. Aufn Hälfte Vorsc daß runde 416 6:4 ftrlin. Frl. en Im Herren-Doppe 1 umkämpfte 3 Sätze ten Hepner/Bu A. Meyer mit 6: nur nach schwerste Gans (TC. Grüne 1 ser ti Form Frau 6p 6:1 Lichter ährend Gjrunee. i gab es größtente Is hart- — In der Endrunde siegch walter über jlja u c h / 6:4, hatten jedoch vorher m Kampf gegen (Mldberg/ jvald) einen 6:4 1C|:8 Sieg Lichter/Goldberg gegen Fr. Pe ser/Jauch 2:6 4:6. ln der Herren-Trost-Runde setzte sich der in ausgezeichneter Form spielende W. B.o d - 1 aen der ganz überlegen durch ui d schlug in der Endrunde H. Cohn 6:0, 6:1. In der Vorschlußrunde (bis dah n wurde langer Satz bis 9 gespielt) unterlag ihm der Jugendliche W. Silberstein 0:9 — Auf der anderen Seite besiegte der alentierte H. Cohn Huppert (Blau-Weiß-Gold, Breslau) 9:3 und überraschend auch L. Silbel stein 9:7. — In der Vorschlußrunde zog A. Me rer gegen Cohn beim Stande von 5:5 mit Rüc sicht auf rechtzeitigen Tumierschhiß zurück. ' Die Damen-Trost-Runde gewann Frau C o h n - L o b e t h a I 6:1 6:0 gegen d ie Tennis- Seniorin Fr. Mendelsohn. Auf den >. Plätzen landeten Frl. Schönfeld und Frl. iternberg. Im Rahmen dieser Veranstaltung i berreichte der Landessportleiter Kam. Richard Brinnitzer im Aufträge des Vorsitzenden des S| ortbundes dem Landesverbandsvorsitzenden k am. Otto Elkeles, dem Landesobmann fiir Leichtathletik Kam. Georg J urke und dem Tennisobmann Kam. Walter Bodlaendc r fiir ihre Verdienste um den Sport die Silbeine Ehrennadel des Sportbundes. —j£L Fröhlich, JSG. 33 Berlin, schlug In spannendem Kamp) und guter Zeit Salmang, Aachen über 400 m Bikl: Dzubst legeplatten beim Hochsprung z. B. kosten höchstens zwei bis drei Mark, eine Abwurflatte beim Speerwerfen läßt sich unter alten Holzbeständen finden und eine Anlaufbahn beim Weitsprung, bei der der Balken nicht einige Zentimeter hoch herausragt, läßt sich in einer Arbeitsstunde herrichten. Und hierfür muß unbedingt gesorgt werden! Wenn so in Zukunft etwas menr auf technische Vorbereitung, eine Schulung der Kampfrichter geachtet, den Wettkämpfern ein Platz gewiesen wird», auf dem sie während der Veranstaltung sich aufhalten können, ohne zu stöfen, ein Ordnungsdienst keinen „Zivilisten“ den Innenraum betreten läßt, dann wird damit u. a. wieder der äußere Rahmen für eine innere sportliche Entwicklung geschaffen werden. Es ist schade, wenn die aufopfernde Arbeit eines Landessportleiters und seiner Beauftragten, dann durch solche Kleinigkeiten beeinträchtigt wird. Darum fühlen wir die Pflicht, immer und immer wieder allgemein auf solche Mißstände hinzuweisen, nicht um herabzusetzen, sondern um zu raten und zu helfen; damit eine der wichtigsten Aufgaben dieses Blattes zu erfüllen. ~ — Der kommende Sonntag bringt nun eine Großveranstaltung in Stuttgart, zu der nun auch noch eine Aachener und Kölner Mannschaft fährt. Schade nur, daß die Staffeln, Mittel- und Langstrecken, auf einer Grasbahn ausgetragen werden müssen. Aber trotzdem erwarten wir gute Leistungen, zumindest in den Würfen und Sprüngen. Pym » Vor einigen Jahren stand über einem Leichtathletikbericht aus Köfti: „Sport gut, Besuch mäßig, Organisation schlecht“. Und fast fühle ich mich veranlaßt, das auch heute zu schreiben. Um mit dem Schlechtesten gleich von vornherein aufzuräumen: Wie kann man auf einer „Meisterschaft“ einen Weitsprungabsprung zulassen, der gefährdend ist? Wie ist es möglich, daß sich bei einer derartigen Veranstaltung im Innenraum mehr Zivilisten und unbeschäftigte Sportler herumtreiben als gerade startende Wettkämpfer? Wie ist es möglich» daß Wurfrichter bei einer Meisterschaft nicht wissen, wie Diskus gemessen wird, Am kommondan Sonntag Leichtathletische SroBveranstaltung des JSV. „Schild" Stuttgart Die Besten aus Süd, Süd - West und West am Start Sportplatz Feuerbachtal. VorltÄmpfe 9 Uhr. sj>ot 5