Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 28 (9.7.1937)
- Date
- 1937-07-09
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4911661-5448596-5449685--105-4916237- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
10kfyaM CFFIZIELL^S ORGAN DES „SCHILD", PsPORTßilND \i, 37 DES REICHSBUNDES JÜDISCHER FRONTSOtDAjrEN Wir habet fest durch, das nicht ein großer Erfolg wieder seit Jahren in beiden Verbände in einfci athletik-Wettkampf seine Ausdehnung ajif Herren-Wettbewerlje, gesiegt! JSG. 33 schlägt Bar Rodtba-Hcfyoah Berlin, in der großen 50X200 m Stapel, gewinnt die meisten Wettbewerbe, u. a. sämtliche Frauenkonkurrenzen auf gern Sportfest des Berittier Spielausschusses :huß jddlischer Handball- und H >c k e y v e rjei n e Berlins führte am vergang«nen Sonntagen Sportnur im Meildt ergebnis wqr; zum ersten Male Berlin Vere ne der m gemeinsamen Leichtvereinte, und Jugendvor allem mann und Dr. Lewin, mit ihnen die d^s durch nd Alte jabir durch seine Oroßstaffel 50 >d 200 m, ein« besondere Note erhielt. Leider sahen nur cf. 1500 Zuschauer den außerordentlich spannenden Kämpfen zu, die aber dafür außerordentlich begeistert waren. Gewiß, Sonne (ind Starter forderten viele Opfer; die Sonne besonders unter den Langstrecklern, der Staffel] bei den Sprintern, die er regelmäßig erst nach einigen Verweisen und drei bis vier Schüssen entließ. Es war ein großer Tag für linsere JSG. Von insgesamt 26 Wettbewerb ein konnte sie 17 gewinnen. Damit dürfte {sie heute mit Recht den Anspruch erheben, die stärkste Le i chtath1 et i k - kampf - mann schaff in der jüdischen Sportbewegung in Deutschland zu besitzen. Gewiß, beide Vereine haben zahlreiche Athleten I in den letzten Jahren verloren, manche! Lücke noch nicht ausfüllen können, gewiß, beide Mannschaften mußten durch die Ferien aüf Aktive, besonders aber Jugendliche, verzichten, sodaß z. B. Samuel (BK.) sicherlich das Kugelstoßen Gewonnen hätte, oder Krüger (JSG.) in den prüngen z. B. stark in Erscheinung getreten wäre. Aber das vermag den Gesamteindruck nicht zu verändern: der Bar Kochba Berlin hat seine Vorherrschaft in den Sprintstrecken der Herren wohl behaupten können, Schafti Iflangen Wieder zeigt dl* Jagend fdtöne _ Gaffmann, JSG 35, gewinnt d*n 10 Staffel, sind von Sportbund-Leuten nicht?u schlagen; die JSG. aber gewann sämtliche technischen Wettbewerbe, darunter auch die Sprünge, sowie sämtliche Konkurrenzen der Frauen, die' Lediglich einen dritten Platz abgaben. Noch haben die Leistungen nicht das unserer Meisterschaften erreicht.- A ja auch nach dreiwöchentliche war noch nicht möglich. Und doch verdienbesonders hervorgehoben zu werden: Splintern des Bar Kochba sprachen w In den Mittelstrecken bilden Fucl G. Bergmann, JSG., eine Gruppe Unangefochten, sehr sauber im Stil, sie ihre 1000 m in 2,46 Min. Fucl mit Brustbreite. Wienskowitz war di Werthen (BK.) kein Gegner. Wiedi er, wie schon am vergangenen Soi Frankfurt, wegen eines Gallenleidens Es war eine schöne sportliche Halt ■ Niveau er das Saison einigt on den |r schon, s und iir sich, wannen s siegte mal für mußte ntag in fgeben. ng, .daß Zeit Werthens wurde von beiden scllcm stark unterboten. P. Y. Mayer (JSG.) gew: nn ebenso sicher mit 1,65 m bzw. 6,12 m die Sprünge, wie Pförtner (JSG.) das SpeerWer en. In den Alte-Herren - Wett bewerben überragte Mundstock; — bei den J liehen fallen besonders der 100 m Ehrlich (BK.), (Jahrg. 21,22) jn ugend- Lauf von 12,1 Sek., der Hochsprung von Gompcrtz (ISO.) mit 1,60 m auf. Eine sehr feine Leistung ]bot Tombowski (BK.), mit einem Kugelstoß von 13,41 tn, vor Cohn mit 12,10 m, der B-Jugendliche Eisenstädt (JSG ) erreichte 11,61 m. Die JSG. -Frauen fanden leidbr keine Gegner. Gisela Schneider (JSG.) wir diesmal nicht besonders in Form, aber lrge Mello vermochte mit 10,90 m im Kugelstoßen ihre Vorjahrsleiitungen fast zu erreichen. Elisabeth Kann gewann die Kurzstrecke in 13,1 Sek. vor Gerda Vogel; Inge Mello das Spriigen. Und dann kam die große Staffel 50 mal »/* Runde. Nachdem Bar Ko< hba sämtliche Herren-Staffeln gewonnen hatte (bei der Jugend wurden sie wegen Uebersch -eitens der Wechselmarke distanziert), galt er ils Favorit. Nach den schon üblichen Fehlstarts c es Starters herrscht einen Augenblick allgemeine Stille. Gespannt verfolgen Läufer und Zuschauer die beiden Startleute, die jetzt in die Kurve einbiegen. Aber da macht sich schon Fröhlich, JSG., frei und mit den sechs erst m starken Leuten holen die Sportbundleute e nen 60 m- Vorsprung heraus. Aber nun nimmt Bar auf. Aska las (JSG.) eute ein, die von den stärkeren Makkabim um das Ova getrieben werden. Nun fallen schon die erst :n „Asse“. — Dr. Lewin übernimmt das Bar Kcchba-Holz. Wenige Leute noch nach ihm: dann führt Bar Kochba vor JSG.! — Ungefäh ■ beim 25. Läufer beginnt dann der Gegenstoß der JSG. Die hohe Zahl der jugendlichen Läufer fällt jetzt auf. Hier und da gibt es Stürze. Aber noch führt Bar Kochba. Der Vorsprung wird jetzt geringer und als die letzten Zehn eingesetzt VUI5JJIUIIK uciduh. nu Kochba die Verfolgung setzt nun schwächere Le JSG-Frauen /legen ln allen Wettbewerben 1. Wedifel in der 4 mal 100 m Staffel Bild: Abraham werden, liegt JSG. wieder klar in Führung. Gewiß, die besten Leute, so auch Schattmann (BK.), sind eingesetzt, aber die Breitenarbeit der JSG. macht sich jetzt bemerkbar. Der Vorsprung wird gehalten» mit 100 Meter Vorsprung geht, unter dem Jubel der Zuschauer, die JSG. 33 a 1 s' S i e g e r d ulr c h s Ziel. Es war eine herrliche Staffel, ein un- _ vergeßliches sportliches Ereignis! Mit 2ft4 Sek. Durchschnittszeit für 200 Meter gewann die JSG. den großen Kampf. Um sich auf das kommende Endspiel um die Reichs-Meisterschaft vorzubereiten, trug die JSG. noch anschließend ein Handballspiel gegen JSK. aus. Bar Kochba hatte abgesagt. Aber auch JSG. war nach diesen Kämpfen des Nachmittags ein Gegner für JSK., der weit unter seiner sonstigen Form spielte. Die Läuferreihe vermochtenur noch eine ihrer beiden Aufgaben zji lösen, entweder zu zerstören, oder aufzubauen. Sie war bald zu müde, um die Verbindung zwischen Hintermannschaft und Sturm aufrecht zu erhalten, wo der erkrankte Rechtsaußen Horvitz sehr fehlte. So verlor die Hintermannschaft ihre Sicherheit, der Sturm an System und 5:7 mußte sich die» JSG. geschlagen geben. Pym. Ergebnisse Minner: ■ 00 m: 1. Schaltmann (B.K.-M.) 11,5 Sek.; 2. Dr. Lewin (B.K.) 11,7 Sek.; 3. Rabinowitz (B.K.) 11,0 Sek. - 1 000 ra : 1. Fuchs (JSÜ.) 2.46,0 Min.; 2. O. Bergmann (JSO.) 2.46.1 Min.; 3. Sorkin (B.K.) 2.40,0 Min. 5 000 m: I. Werthen (B.K.) 16.47,8 Min.; 2. Laskau Am kommmndmn Sonntag in Köln: Endspiel: Handball - Reichsmeisterschaft MOnchen-Bladbach - J88. Berlin Leichtathletik-Bezirksmeisterschaften Mittelrhein Fort Deckstein. 13 Uhr, Handball 16.30 Uhr. in Breslau: ~ Nieder- und Oberschlesische Leichtathffiik- Verbandsmeisterschaften Sportplatz Trentinstraße. Endkämpfe: 14 Uhr. in Pforzheim: Badische und Wflrttembergische Leichtathletik - Verbandsmeisterschaften Sportpl. Wilferdinger Straße. Beginn: 9 Uhr. in Gelsenkirchen: Bezirks Leichtathletikmeisterschaften Westfalen und Industrie Sportpl- Hohenfriedbergerstr. Vorher: Fußball. 5