Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 23 (4.6.1937)
- Date
- 1937-06-04
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Joab 8× ep/1005321
- Adonijah 1× ep/1003245
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T loab. der reldherr Schluß des Beitrages aus Nummer 21 Es folgte der Krieg gegen das Ostjordailand und den König von Moab, den Joab ebenfalls für David siegreich entschied. Dann wandte sich David gegen seinen Nachbar Ammon, und über den Ammoniterkrieg verbreitet sich das Buch Sanuel sehr ausführlich. In ihn fällt die bekannte Bat Seba-Episoce, in ihn auch die Belagerung von Rabbrt- Ammon durch Joab. Während Joab Rabbat belagerte, zogen die Heere von vier aramäischen Staaten gegen hn und brachten ihn durch einen Umgehungsversuch in eine gefährliche Lage. Joab tulte sein Heer ui d ließ die Hilfstruppen unter seinem Brud;r vor der Stadt, während ei mit der Hauptmac it gegen die Aramäer zog. Die kurze Ansprache vor der Schlacht an seine Truppen, die u is überliefert ist, kennzeichnet so recht di n ganzen Mann: „Seid star c und laßt uns sta k sein für unser Volk unc die Städte unsere Gottes! Dann tue Gott, wa as ihm gut scheint Es gelang ihm, die Atamäer entscheidend fiuch die Ammonit;r Stadt zu bewegen. Hilfe „von jenseits zu schlagen und damit zum Rückzug aus der Die Aramäer holten sichj des Stromes“, und der Krieg brach nochmals aus. Nach zweijährigem Kampfe und langer Belagerung wurde Rabbat erobert, ganz Ammon unterworfen unc die Macht Davips befestigt — alles durch di ie Kriegskunst Joahs. Der nächste Feldzug Edom. Zunächst kam es „Salztale“, in der Joab weniger als 18 000 Edo der Eroberung von Edoch ein Aufstand aus, in wohnenden Israeliten er sondere Empörung erregj miter alle Ermordeten ließen. Die Folge war Joab, in dem er Edon Das Buch Samuel bericht Monate saß dort Joab ui alles Männliche aus Edc Das war der letzte ai David geführt hat. Zwaji von da an am Ausbau se: richtete sich gegen cu einer Schlacht m ein Heer von nicht mitern schlug. Nach brach noch einn dem sämtliche dci mordet wurden. Eee es, daß die Edounbeerdigt lieg :n ein Rachezug v< m völlig vernichtete, et darüber: „Sec ganz Israel, bis r d m vernichtet hatte.“ i^swärtige Krieg, den zig Jahre durfte er nes Reiches arbeiti n. ine h; it sei gebi >t Seine Tragik war es, di Lebens in innere Krieg: die nicht weniger blutig Hier bedrohte David ei wieder nur der gewaltig Davids Sohn Absalon Aufstand gegeben und Könige krönen lassen. Heer unter Joab gegen kriegsbewährte und kr schlug Absalon bei M Schlacht hatte David Schonung Absalons grimme Joab ihn auf der hilflos an seinem langen eines Baumes hing, stieß Hand nieder. Auf die w Vaterherzens nahm er auf die politische Vernun den Tod des Empörers, u heit und den Thron Dav zu sichern. Joab war treuer als der König se war Jeeine Tat des Hasses Die dramatische Scene David, die dem Tod Abs monumentaler Größe. Vater, nicht als König, seinem siegreichen Heere mach um seinen Sohn das Buch Samuel sprechje Joab kam zum Könige Ina hast heute das Antlitz aller Otf bedeckt, derer, die heute Dein Söhne und Töchter, Deiner Fr: rettet haben; indem Du liebst, die die Dich lieben. Heute hast Oft Fürsten und Diener Dir nichts erkannt, daß wenn Absalon lef»! tot — das wäre Dir recht I hinaus und sprich zum Herzeh bei Qott schwöre ich, wenn D i nicht e i n Manndiese Nacht b li S ß er am Ende seir es verwickelt wurde, und heftig wan n. Katastrophe, die e Joab überwai d. te das Signal zi m äich in Hebron zi m David rüstete < in ihn aus, und der egsgeübte Feldhrrr achanajim. Vor c er inem Feldherrn die en. Doch als < er Flucht fand, wie er Haar im Gezwi ig er ihn mit eigei er eichen Gefühle eir es 1 eine Rücksicht, r ur t, und sie verlangte tn die nationale Einds ein für alle Mal cflem Königsgedanken bst, und seine Tat zwischen Joab und Jalons folgte, ist \|on I lavid handelte lals ndem er, statt sich zu zeigen, im Getrauerte. Hier mag n: Haus und sprach: lDu iner Diener mit Schmach Leben, das Leben Deiner i uen und Kebsweiber ge- Dich hassen, und hassest, kundgetan, daß Deine und. ja, ich habe htute te und wir alle waren hfun aber, steh auf, Jßth Deiner Diener! Denn nicht hinausgehst, soll Dir bleiben! Und Idas Gemeinsame Fl andern-Erinnerungen al< Fla i al ft, In der vorigen Nummer schilderte unser Kamerad L S. seine Erlebnisse scher Landwehroffizier in der Schlacht 1917. Gleich nach Erscheine;! der Berliner Kam. Dr. med. F. bei nannte den Namen des Kam. 8. und ob er der Verfasser sei. Wir konntet nur bestätigen, und es stellte sich nun daß diese beiden Kameraden sich in Fl 1917 an jenem so packend geschilderte i abend des Jaum Kippur kennen gelernt ■ und nun durch - die Veröffentlichung „Schild“ wieder von einander erfuhren. Berliner Kam, Dr. F. hat uns freundliche den Brief, dtn er daraufhin sofort an alten Frontkameraden aus Flandern ge hat, zur Veröffentlichung zur Verfügur stellt. Wir glauben, daß er auch für Leser von Interesse ist. Sehr geehrter Herr Kamerad! Die Schlußinitialen Ihres Flandernbrief „Schild“ haben mich sogleich Ihren erraten lassen, und der „Schild“ hat eben bestätigt. Ich war 1917 an dem abend des Jom Kippur als Felduri III/R.l.R. 5, erst mit Oberst v. Haasy er noch?) und unter anderen auch mit zusammen, als es durch das Granatfede; Flandern I Riegel 'hinter dem Bahnhcf Pasphendaale ging. Es war nach meine ■ wundung Im Jahre 14 die erste Feuertaufe. Sie war gründlich. Am waren wir wieder in dem Bahneinschn E. B. Roulers — Menin zusammen. Ich mich recht genau, es lag ein großer gäriger vor dem Unterstand, in den der sollte, und ich schob ihn mit einem mi sehr wiederstrebenden Krankenträger Waren Sie es nicht auch, der dam Feldflasche v. Haasvs zurückwies, wi an dem Tage nichts zu sich nehmen Zu meiner Freude habe ich gehört, d Bruder, der damals vermißt wurde, gl s an, ■ ragte, dies eraus, nderri Vorlatten im Der ■weise seinen ichtet PT RCmsere als < il köi u. a. wieder heimgekehrt ist. Meiner ist später leider jiidiam Kemmel geblieben, ebenso wie der Ebnendemja auch bekannte Leutnant Hans Ldlvin, ■ mein rief bester Freund, im August 18 als M G. Komp. Führer des 1/R.I.R. 5 bei Bapaume. Nun fällt mir auch noch das Kuriosum ein, daß an dem Flandemtage der erste von mir versorgte Verwundete direkt mit seinem Verbandskärtchen zu meinem in Roubaix stationierten Vater ins Lazarett kam. Haben Sie eine Ahnung, was aus den recht zahlreichen Glaubensgenossen des Regiments geworden ist? Vielleicht höre ich mal von Ihnen. Habe Frau und zwei Kinder von 10 und 8 Jahren. Mit vielen herzlichen Grüßen und Dank für die Freude, die mir Ihr Flandern-Brief gemacht ... Einem Flandern-Helden Ein' Kamerad schreibt uns aus Oranienburg: es im Wenn wir uns nach 20 Jahren des Beginns Namen * der Flandern-Schlacht 1917 erinnerii, so sei ihjn mir hier eines jüdischen Kameraden gedacht, der Vorgleich vielen anderen mit seinem Blute den erarzt . Boden Flanderns rötete. Bei Paschendaale fiel (lebt am 9. Oktober 1917 der Leutnant d. L. Ihnen Isidor Mannheim’ bei einem -englischen r im Angriff. Die 1. Kompagnie R.I.R. 449, welche von er führte, wurde fast völlig aufgerieben. 1 Ver- Kam. Mannheim stammte aus Oranienburg r chtige bei Berlin und diente aktiv als Einjähriger Abend beim Inf.-Rgt. 35. Bereits August 1914 ging tt der er als Unteroffizier d. Res. ins Feld. Er wurde erinnere mehrfach verwundet und 1916 zum Leutnant Blindd. L. befördert. Hiernach kam er zum R.I.R. 449, Oberst bei dem er als Kompagnieführer in den Recht schweren Herbstkämpfen den Heldentod fand, fort. Sein Bataillonskommandeur Hauptmann Rohrdie bach hat seiner Tapferkeit und Pflichttreue Sie ein ebenso ehrenvolles Zeugnis ausgestellt, wienten? seiner Beliebtheit und seinem kameradschaftiß Ihr liehen Geist. — Er soll' in unserem Bunde icklidh nicht vergessen sein. wird übler für Dich sein, al« alles Uebel, das ü>er Dich von Deiner Jugend bis jetzt gekommen ist." I»a. stand der König auf und setzte sich ins Tor. Der Diener zwang also den Herrn in dessen eigenem Interesse unter seinen Willen, — und damit unterschrieb er sein Todesurriil. Nie, hat ihm David den Tod Absalons un I diese . Demütigung vergessen. Der Erfolg gab Joab recht; imit den Tode des Kronprätendenten Absalon war di r Aufstand beendet. David konnte im Triumfh nach Jerusalem zurückkehren. Aber er ga, Joab preis, den er seit dem Tode Absalons haßte, und machte. Amasa zu seinem Heerfül rer. Doch schon kurz nach Davids Ri ckkehr entbrannte der Streit von neuem. Der Stamm Benjamin unter Seba empörte sich. Andere Stämme schlossen sich an, und David war schnell isoliert. Alles kam darauf an, d :n Aufruhr im Keime zu ersticken, und Da id gab seinem neuen Feldherrn Amasa den Befehl, das entlassene Heer wieder zu samm In und' gegen die Aufrührer zu führen. Aber Amasa kam nicht wieder, und es lag der Verdacht nahe, daß er ein doppeltes Spiel treibe. So mußte David notgedrungener Weis« wieder auf Joab zurückgreifen. Der raffte an ' 'nippen zusammen, was erreichbar war und zo j gegen Norden. Amasa, der nun für seinen Oberbefehl fürchtete, stieß zu ihm, doch Joab < rkannte seine Doppelzüngigkeit und erschlug ihn im Angesicht des Heeres. Joab belage te nun Seba in, der Stadt Abel, und all rin der Schrecken, der seinem Namen vouusging, veranlaßte die Anhänger des Au rührers, diesen zu töten, seinen Kopf über di< Mauer zu werfen und sich zu ergeben. Damit hatte Joab wieder einmal seinen Herrn gerettet, der von da an bis zem Ende seines Lebens vor weiteren Kämpfe l sicher war. Wir wollen hier nicht die Geschii hte der letzten Tage Davids wiedergeben ind erzählen, wie er seine Thronfolge ordnete. Er ließ seinen Sohn Salomo an sein Sterbelager kommen, um ihm seine letzten Aufträge zu übergeben. * „Du weißt“, sagte er, „was’Joab ben Zeruja ' an mir getan hat!“ - (Er hatte ihm Jerusalem erobert, die Nachkommen des Königs Saul besiegt, sein Heer organisiert, seine Schlachten gegen alle Völker der Umgebung geschlagen, sein Reich aufgebaut, seinen Thron gegen Absalon und Seba gerettet!) „Tue nach Deiner Weisheit und lasse nicht sein Greisenhaupt in Frieden zur Gruft hinabsteigen!“ Der König starb und Salomo trat die Regierung an. Joab aber wußte, daß sein letztes Stündlein geschlagen hatte. Der Anhänglichkeit an Salomos älteren Bruder Adonia verdächtig begab er sich ins Gotteszelt und erwartete dort seinen Tod. Salomo ließ' ihm sagen, er solle den Gottesort verlassen, Joab aber, trotzig wie sein Leben lang, erwiderte: „Nein, hier will ich sterben!“ Und Salomo tat ihm den Willen und ließ ihn am Altar erschlagen, um den letzten Willen seines Vaters zu vollstrecken. Das war das Ende. des wirklich größten Feldherrn der jüdischen Geschichte. Niemals vorher und nachher hatte das Reich Juda und Israel eine solche Ausdehnung und eine Machtstellung wie unter König David. Und dieses Reich David begründet uncL gegen äußere und innere Feinde in seiner Größe erhalten zu haben, war das Verdienst Joabs, eines genialen Heer/ührers, einer rechten Soldatenfigur, eines eisernen und unerbittlichen Mannes, der sein Ziel verfolgte, unbekümmert um alle Folgen. _ Die harte Praxis der~ Kriegsführung lag im Charakter jener Zeiten, und er selbst mußte ja auch die Konsequenz auf sich nehmen. Kam. J. L.