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Der Schild · 1937-05-21 · 21 (21.5.1937) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
16 (1937)
Issue
21 (21.5.1937)
Date
1937-05-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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rSdrild Nr. 21 / 16. Jahrg. Berlin,.21. Mai 1937 Preis 10 Pfennig H E RAUSGEBER: RE IC HS BUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. WÖCHENTLICH Beiblatt t „DIE H * MIT DEN KRAFT". Ofl OFFIZIELLEN MITTEILUNGEN DER KRIEGSOPFER - ABTEILUNG flziellea Organ des Schild, Sportbund des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten Berlin S<fcrtftl*ttDot «od VcrUgt Rddu band Redaktion*- u. Ansette&sdilttfc }«d«i vi> B«a<gpftin RM 0,40 mooatUc i AnstltcnUrll durch dl« Jftditcber Froat»old*te i ledttag tot Embtinca. Fft sox J jllch PoMbtsttUgtld. B«p« * V«rl E. V. Birila W IS, fCarfOrattttdama 300. Ptnra/ 91 09 71, PotCscbecbi ß«rlin 76143. T«Ietframman*<bri/ts Sdtildkimerad. oartfUnft «bgehnad« Mwgihtptg wird k«tot CWwthr Abtnionuntn. Bel NUfetllefenm^ohiM Verschulden kttnVergÜtnnftMsuprudi. ftnn(g«n|r>lgi Og» 9 d—palfens Millimeter-Zefl« RM 0,16. SttflenaeQebote und -Oesucbe, FamiUfneoeeiQea RM 0,10. . Beaskl 4k Pekujch*, Berlin V 50, Rtgcaabtirgir Sinke 31. Feranjpecher i 24» 66 97. Postscheck i Berlin 335 29. —— US. ,— I———■——— Kameraden schreiben aus der Ferne dies s In druck, wie einlaufen. richtende Sk, r so, Bei r< Das unsichtbare Band ln dem Brief eines Kaip Rio de Janeiro lebt, er, hei m ringen Kummer bringen wir einige Berichte ausgewanderfetr Kameraden und Sportkameraden zum Ab- Iqie laufend be' der Bundesleitung, den Ortsgruppeq sowie beim Sporfbund und seinen Vereinen Gelegenheit werden wir auch künftig solche für unsere Kameraden und deren Angehörige unter- •foben wiedergeben. - aden, der jetzt in 1« t es' zu Beginn: 1 eut: ha Ere gi;i „Macht ihm nich Dieses uns immer Vorseh v; Walter Heymanns, das icl neuen Heimat mir immer lassen will, möchte ich meines Briefes an Sie all Ihnen einmal für die lieh __danke, wie auch Freude darüber Ausdradk ich durch die wöchentyii des „Schild“ wieder den dem Bunde gefunden mals verloren war — deh ein aufrechter Jude ger Zeit diesen Zusammennar freiwillig aufgeben, wo in der alten Heimat, sei gend gebraucht wird gelockert hatte. Die einen einwirken, die Sorg, einer Existenz, die manq keilen, denen man in ausgesetzt ist, stumpfen Menschen innewohnende winnt mehr und mehr Zeit und Entfernung v und ich möchte ganz offjei Ich möchte nicht versicfi nicht auch in späterer und Pflichtvergessenheit wenn ich nicht immer durch die nackenden Leit; H. W. aufgerüttelt würdb Grunde möchte ich nocl tung meinen herzlichster den ich am besten da können glaube, daß ich liehst versichere, daß icl meinen Kräften steht, hier gern in den Dienst „Tat“ kann es leider sein, also müssen Sie, raden, sich schon mit geren zufrieden geben Rat vorliebnehmen, den der einzelnen Mitglieder ich hierzu in der L; au ci Ul I: _age t ln chand'“. — ebfcnde Dichterwort au:h hier in meiner als 'Leitmotiv dienen an den Beginn setzen, in dem ich evollen Zeilen vom insbesondere meiner gebenwtHj daß ichle Uebersendung Zisammenhang mit bc, der zwar nien wie könnte auch ide in der jetzigen r rerlieren oder gar ec er Mann, sei es im Neuland, drinibcr sich doch etwas nlsse, die hier auf er|| um den Aufbau;achen Schwierigjedticher Beziehung inpn ab; der jedem jijistische Trieb gelt Oberhand. Mit irtylassen Eindrücke und ehrlich sein erii, ob icih selbst lilit dieser Lauheit verfallen würde, upd immer wieder kel des mir lieben Schon aus diesem mals der Bundeslei Dank anssprechen ch abstatten zt qchmals nachdrück mich, soweit esj ii h und insbesondere rer Sache stelle Häufig noch nicht deine lieben Kar - lern anderen, wi nur mit meineih ich Ihnen wie jedem des Bundes, solvent erteilen will 1 wie uns in den letzten Wochen und Monaten manch einer ivon Liebersee erreicht hat. Aber diese Sätze; spiegeln die inneren ^Probleme wieder, die für uns und unsere Kimeo ■ v, Thema Auswanderung verier, raden mit dem knüpft sind. Das DiehtCrwort, die Mahnung des I gefallenen jüdischen Kriegsfreiwilligen Walter. Heymann, denen nicht Schande zu maqhen, die aus unseren Reihen auf dem Feldeider Ehre geblieben sind, verpflichtet nicht! nur uns zu jeder Stunde, die wir noch in Idem . hilf sondern nicht minder unsere Kameraden und ihren'Nachwuchs draußen in der weiten Weit. Auch in der Ferne, in der Verstreuung verbindet uns das unsichtbare Band des Karneradschaftsbewußtseins, das Gemeinschaftsgefühl, (das durch gleiches Erleben ggschafftn und (gleiche Haltung, in der wirs tragen, wach "erhalten wird. Der gleiche Wille, wo immer in der Welt mit unserem Tun und Lassen Ehre einzulegen für unserJudenwie einst an den Fronten des Großen Lande sind, (las wir einst mit schützen Kameraden-Siedlung in Paraguay Der frühere langjährige Vorsitzende Ortsgruppe! Koblenz, Kam. Gottschalk, heutiges'Ehrenmitglied, sah sich im Vdrjahr tsphaftlicne " durch wirtschaftliche Ursachen zur Auswande- Uen, tum Kriei der ges ■ Jn —: möge er immer und bei keinem nseren verlöschen! der ihr : iriil (!un Das sind nur wenige Sätze aus dem eines ausgewanderten Kai teraden, einem I tri«f I rie, memchscher wird. rung veranläßt. Am I. September 1936 stach’ er in Antwerpen in See und ging nach Paraguay, um sich dort mit seinem 19jährigen Sohn eine neue Existenz zu schaffen. Nach 41/.- wöchiger Fahrt traf er in der Hauptstadt Asuncion ein. Sofort begab er sich aif die Suche nach Arbeit und Land. Dies ührte zur Gründung einer landwirtschaftlichen Gruppensiedlung! in Itauqua, die von ihm gg—:~ sam mit einer Gruppe ehemaliger jü ' Frontkameraden bewirtschaftet — Und nuiji lassen wir seine eigenen Berichte sprechen:; ... Nach meiner Ankunft in Asuncion begab ich mich ih eine Pension und sofort aif die Suche nach Arbeit und Land. Mein Qeld,. 600 Mark oder 39.900 parag. Pesos eichte aber nicht aus, um Land, welches schot nutzbar war, zu kaufen. Ich mußte mich ceshatb umsehe'n, Leute zu finden, die mit mir iiedeln wollten. Das war aber nicht möglich. Seit ich hier bin, sind etwa 300—400 euro läische Juden eingewandert, alle mit der 1 Voraussetzung, mer zu siedeln. Von diese t sind aber im ganzen nur 25—30 aufs La ld gegangen, die anderen versuchten alle ii Asuncion zu bleiben. Infolgedessen schritt iie Refierung ein und erließ ein Gesetz, diß alle uden, die nicht innerhalb 8 Tagen aifsLand gingen, Paraguay zu verlassen haben. Gleichzeitig wurde die Einwanderung en chwert. Wie gesagt, die wenigen, darunter auch aufs Land gingen, ha ich, die Land gingen, hatten aucl weiter e. keinerlei Schwierigkeiten. Zu Ihrer Orientierung möchte ich Ihnen daher schreiben: Es könren nach hier nur Landwirte oder landwirtichaftlich ausgebild.te Leute kommen,die ihren Vorsatz zu siedeln auch ausführen. Alle anderen sind zu warneh, nach hier zu kommen; sie werden auch nicht hier bleiben können. Ein Mindest-Kapital von 1000 Mark ist auch unbedingt erforderlich, weniger ist zwecklos. N ichdem ich nun 3 Monate gesucht hatte, stiel ich zu einer am 13. Mai 1936 aus Deutschland ausgewanderten Gruppe, bei der sich ein Freund von mir befand. Diese Gruppe besiand zuerst aus 23 Personen. Zwei- Familien mit je zwei Kindern und 3 Junggesell in kauften hier in Itauqua, einem sehr sch; inen Dorf, 35 km von Asuncion entfernt, Haus, Land und Vieh, um zu siedeln. Es sim1 alles Frontkameraden und Sportgrippenmitglieder. Auf meinen Antrag hm nahm die Gruppe mich am 15. Dezember 1936 in ihre Gemeinschaft auf, nachdem ich das Geld, das ich noch besaß, einge; ahlt und mir außerdem unter Deponierung meiner Wertsachen vom Hiffsverein Asuncion . Hirni ..... Aus einem Kametaden-Brief an die Bundesleitung i . . . Sie haben mit in der Auswanderungssa he meiner Tochter Ilse so viel Gutes geleistet uni ich bin Ihnen noch heute großen Dank schuldig. Es wird Sie vielleicht interessieren, wenn ich Ihnen u. a. schreibe, daß meine Tochter Ilse nun schon siihen Monate In Litfle Hoch in Arcansas ist und ' ihr dort sehr gut geht und gefällt. . . .

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