Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 52 (25.12.1936)
- Date
- 1936-12-25
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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131 W Sqflrtn 193» a«rScbUö HERAUSGEBER! REICHS8UN0 JÜDISCHER FROfi TSOLOATEN E.V. WWes Handwerk in vei Hütet tiirnon — Soldat und SteinrdineiDer angener Zeit (in nnqewö^nlicheb, xn Alltag weit über. > «endes Leben, war des des Jean Henri £4 m 0 n, bekannt und r den, Namen „Ritter Linien", eines Manne», der - in den bewegten Zeitkäufen der französisch« n Revolution sich ebenso 5 laps-rrr Soldat bew ährte wie er gleichzeitig tii, grober Kunsthandw« ker, j« Künstler war.! Iian wird ihn gewiß 1 nter die heldischen Gelallen au» irdischem Q. lamm i einreihen dürfen. P itn« tüchtigen «teinsch «eider! Jakob Simon in Srüssel wurde am 28. Oktober 1752 ein Sohn 1 «baren, den er Iean-H« nri nannte. Er lieh ihn (Itinf eigen« Kunst lernen, und schon mit 15 Jahren I «„ er als einer der. üchtigsten Steinschheider, Lbah er zum Graveur des Prinzen Karl von 1 Laibiingen ernannt wur >e. In der Umgebung »es Hofe; wurde er auch in der Handhabung der Vasten ausgebildet und war bald ein ebenso tüchtiger Fechter wie eil er der besten Vertreter der Zlein'chneidekunst. Ein g« hämisch« Bemerkungen üfteneichlscher Offizier« ü er seinen Glauben quittstltc er durch Proben einer Fechtkunst, und so sab er sich vrranlaßt, t lrüssel zu verlassen und lam 1775 nach P a r i 1 . Er fand dort einen Beschütz r in dem Prinzen von Ligny, der sich seiner aus Bru fei eiinnerlr, ui b wurde zum Hosgraveur »es v-rzogs von Orients ernannt, der ihm das für damalige Berhältnisß großartige Gehalt von 1000 Franken jähr.ich aus «tz:e. Dies stachelte seinen Ehrgeiz an. Er wurde eie er der berühmtesten Gra vcure der damaligen Zeit, und die von ihm ge schnitte,:«n Steine ginge« an alle Höfe, u. » lauslc Katharina von ' Tußland mehrere seiner Arbeiten an, die sich heit« noch in den Sammlungen der Eremi.age in Petrograd' befinden. Eine besonders erfolgreiche Ar teil lenkt« die allgemein« Aufmctstamteit auf ihn, u «d er wurde zum „ Graveur des Königs" ernannt, erhielt eine Wohnung im Louvre z» gewiesen und hotte bald «ine große Schar von Sr ülern um sich veisammelt. Auch die ersten Er ngnisse der Revolution änderten nichts an feine « der Kunst gewidmeten Leben, - - er war inzwisch :n auch «in guter Kupfer» steiber geworden —, un> bis zum Fahr« 1792 hatte er ferne Wohnunj im Louvre inne. Erst als die Feldzüge der! leoolulion begannen, als Frankreich alle keine Sö »n« zu den Waffen rief, 'erinnerte er sich daran, d ß er den Degen so gut wie den Stichel führe, konnte, und meldet« sich z»m Heeresdienst. Bald übertrug man ihm das Koumiando einer Komsagni« Chasseurs, «1 deren Spitz« er die F ldzüge in der Champagne und in Belgien mitmar >te. Nachdem er sich in «nebreren Gefechten aus, «zeichnet hatte, ernannte ihn d.r General Dumor riez zum Oberstileutnant. vir Anderiecht und Bou ruor wurde er verwundet und kehr!« nach Paris zurück. Dort versetzt« ihn die Revoluttonsregicrung in den Anklagezustand; dir Ta.fache, daß sein General, Dumouriez, zum F.ürde übergegangen, brr chte auch ihn in Verdacht und nur mir groß.-r M lh« gelang e; ihm, durch den Nachweis seiner z atriotischen Haltung'seine» Kops zu reifen. Umfallen-Weiterung, n auszuweichen, ging er nach Spanien, wo e Heeresdienste nahm. Die spanische Regierung ober wollte den berühmten Künstler lieber in ihren Dienst nehmen und bot ihm eine glänzende 2t Ilung als Graveur der königlichen Familie an. Simon hielt er freilich nicht lange in Spanien aus, ging wieder nach Paiis^ zurück und wu de dort zum Professor dcr Sleinschneidelunst rrnannt. Inzwischen hatte . Napoleon den Thron be tiegen, und er erhielt den »lujirag, ein allgemeine, Wappenbuch der! neue» rldels herauszugeben, zu welchem Zwecke man ihm ernc' Wohnung im kaisr lichen Palais anwies. Er wu,de rum „Graveu ' in feinen Stüinen des Kabinets de , Kaisers" und zum „Graveur des Siegelrat« s." ernannt und schuf ein« lang« R ih« berühmter Werre, die heut« noch die Zierde f anzäsischer Museen!bilde». Seine Tätigkeit trug h m ein großes Vermögen em, das er zum Teil w «der zur Herausgabe von mit Kupferstichen geschmückten Büchern verwandte. Als der Krieg 1313 Frankreich überschwemmte, duldete es den nun scho 1 Über sechzig Jahr! alten Künstler nicht zu Hause. Er erbat und erhielt vom Kriegsminister die Erli ubnis, auf seine eigenen Kosten eine Freiwi liigentruppe auszustellen und err.chtet« das erste Korps der ,",äclnlrcuos< Tranes des Departemer ts Seine. Zn weniger als einem Monate war da, Korps aufgestellt, eingekleidet. bewaffnet und a ,»gebildet, ohne daß di.- Regierung nur das Gering ie zu den Kosten beigetragen' hätte. Als „reg im nt des lanciers" zog es unter seiner L itung in den Krieg und zeichnet« sich derart au», daß er von den Generalen, dem Fürsten von A agram, dem Herzog vor, ü. a' ^""tpans, Bin «nt und Andre, mit dem höchsten Lob« bedacht 1 lurd«. Das Korps wurde zur Bedeckung der Arti! eri« angesetzt, und Simon konnte diel« Aufgabe so gut erfüllen, datz er bei dem Rückzug der Aimeen den Artillerie-Park ohne Verlust bis vor die Mauern von Paris brachte. Hierbei wurde er bei einem Gefecht, in b^m sein Korps schwere Verluste hatte, selbst am Oberschenkel verwundet, »erließ jedoch feine Trupp« nicht und wurde vom f ürsten von Wagram dem Kratzen Ar.i.Ieri«park in Fontainebleau zugewiesen. Als «in« seiner Hau »twaffentaten wird erwähnt, datz er «inst 1 in« Kolonne von Wagen mit Lebensmitteln, die schon dem Feind in di« Hände geraten war, dnr«) «inen Handstreich wieder erobert«. Besonder» wirk von ihm gerühmt, datz «r dies« Kolonne ohne < intgeU der Armee -wieder zuftellt«. trotzdem der d rmalig« Kriegsbrauch ihn ermächtigt hätte, sie al, seine eigene Beut« zu behalten. , , Am 6. Mai 1814 wn rde das Korps, wie all« Freikorps, auf Grund «ine» Dekrete» des Känig den entlassen. Simon legt« Waffen .und Effekten einem Mili.ärmagazin nieder, obgleich er ßiese Gcgenftände allein bezahl, hatte. Rach der Aus. kbsung des Korps suchte Simon, her inzwiühen zum^ Ritter kcheoalierz ernannt worden war, netin K r i e g s m i n i st « r für sich und einige s«»er Offiziere um die Erlaubnis nach, nach den KHIo nicn zu gehen, erhielt aber eine auswgichende wvrl. Er richtete hierauf ein Gesuch an König, der ihm und seinen O sjizicren als Peitßon dcn Halbsold zudilligle. Inzwischen war Napoleon von Elba in Fäink reich gelandet, und all« Offiziere asts^Hallisold erhielten «inen Mobilmachungsbefehls um sich dem Korsen entgegepzustellen. Da ein g«>tzer Teil der Truppen schon zu dem Ka ser übckrgegongen war. befanden sich die Offiziere in liner sehr merkwürdigen und rweise'.hasten Lage. Overft Simon tat hier das einzig Richtige. Er sorgte für Ordnung bei schon in Unordnung^ g«. ratencn Truppen und bewahrte den reichen Sstberschätz ck>:s Herzogs von Berry, den Marvtzeure derei!» plündern wollten, durch «ine Estorte dcn Tuillerien vor diesem Schicksal. Als LÄierst focht er in den weiterest Kriegen, und di« Tatsch«, datz die ihm unterstellt« Truppe mit acht Kr« dcr Ehrenlegion, der grötz.en Zahl der tz mcnter. bedacht wurde, zeigt die Anerkennung^ ihm gezollt wurde. Rach Beendigung der Krieg« lehrte er seiner Heimatstadt. P r ü s s e l zurück. Er wurde! Graveur des Königs ernannt und erhielt Vollpension dem aber nur Unter andere Erziehung Noch ei Im Jahre oss Oberstlreutnant, lebt« feitnoch seiner Kunst Und guten Werken, n trug er bcsondete Sorge um die '.ugger Waisen, n in a i sollte er die -Uniform anziehen. 1(33) brach in Brüssel die Revolution aus. Er stell c sich an die Spitz) einer Kompagnie Me Medailleure Zarod NI uzen tziegidie nach zum eine Bürgcrgarde und schütf vor Plünd Haltung d.-s zu verdanken Am 12. heit dieses Alter von Ehrende dcr ganzen Grotziabbivc Salven eine Grab. Ritter wurde hat hivterlafsen. Medaillen, und zählt Brüsseler Akademien junger Kü Tradition In dem Aufsatz „Jüdische; aus klassischer Zeit" k„Schild Nr. 26) haben wir auf die jüdische Medailleursamili« Abraham hingewielen. die! sich schon früh die Schätzung der künstlerisch oiter- «ssierten Krci'e des ausgehenden 13. Jahrhunderts errungen hatte. Ueder dies« jüdische Küiätlerfamilie eristiert bereits ein großes ckverkt „Z a>« 0 b Abraham und Abra'ham Abramlon, lajm die er in aller Eil« gebildet hatte, schon 78 jährigj seine Mitbürger itzinq. Insbesondere l ist ihm die Er° Mobiliars des' Kckniglichrn Theaters 7ärz 1834 endete nach langer Krankehe» e! ics kriegerischen. Künstlers >m 32 Jahren. Mit militärischen zjeugungen und - unter Teilnahme Bevölkerung wurde er bestattet, der hielt ihm die Trauerrede, und die Ehrentompagnie donnerten über das rimon, wie er allgemein genannt Arbeiten von unercheßlichem Wert Seine Sammlung von Gravüren, Kupferstichen erreichte nicht ihresgleichen l eule noch zu den grdßlen Schätzen der Piuseen. Er war Mitglied mehrerer und Lehrer einer ganzen Generation er, u. a. seines Sohne», die seine sortietzten. Die einwandfreie Kunst. die französische Kriegs- ,Chevalier Coionnel-Lieute- Henri Simon, graorur du roi", nach- Notice» hiftoriques", Bruielles 1836. Kank. I. L. gefchichtsschl iibung und geichichte ker nen ihnals nant Jean zulesen in ntluim unt) nbtaham Hbtamlan J n st ist 5 5 Jahre Berliner M e d ä i i i en l 1755—18 10" von Talsilo Hoismann. C 1927 tbei I. Kaulmann, Frantjurt am Main als eine der Schriften der Geiellschaft zur Förd rung der Wiflenschafi des Judentums heraftsg.'lon men: ein Wert, das sich mit seinen zahlrerchm gediegen ausgcsührten Bildlasein nicht nur an den Numismattter und den Kunst lieb ha der wendet, lmfern auch, mit der Darstellung der Geschichte der! Fa milie Abraham, einen sehr wertvollen Beilrav zur Geschichte der Juden in Deittichlaiid in der! Zeit der beginnenden Emanzipation lieiert. Dieiem gediegenen Werl entnehmen ' wir einige helimders interelsicrende Einzell>«ittit über das Geschick der Familie Astraham. , ■; l Schon unter de.ii"Großen Kur-ürsten waren! zwei Brüder, ^Io'eph un^> Michael Aaraham, in B.-rlin die 11 in Be e 0 b urgi n ist, Lil'am iii'ch^ Münze als Steinschneider und „Petichieritecher" tätijf: Ausübung diel«; Handwerks war den Jul Preußen gestattet. Welche verwandt chast: i Ziehung zwischen den Genannten und I Abraham besteht, der au; dem Meckien schen nach Preußen zieht uns 1751 in Perl tonnte nicht festgesteiit werden. Jacob Ab hot das. Gewerbe des Slempelichnciderin Pc Lissa gelernt: er fertigt für die Königliche in Berlin Stenpel an und wird 1753 felsige stellt: die „Isisttuction für den Königl. Nicdail leur und Stempel-Schneider Jacob Ahrabain was derselbe bei der Königl. Müntze in Stets in zu th,n schuldig und verbunden ist", ist von Fii edrich dem Großen eigenhändig unterzeichnet und ist im B»che in Fatsimile wiedergegeben. Nach den Eingang der Stettiner Münze und nach einigen! Versetzungen kam Jacob Abraham an die Müji.zr in Berlin und war dort bi» zu seinem Tode j 1800) tätig. Zwei seiner Söhne erzog Jacob Abrabam in seinem Beruf, ein dritter wurde Kupserltecher. Der Besähigste der beiden ersten Söhn), der Belteste, nannte sich A b r.a h a m A b ra iHso n; sein Signum auf den von ihm geprägte: daillen lautet kurz „Abramson". Währe»! Vater Jacob, dem man gleichwohl sehr Medail'en zuschreibt, ein — allerdings hochdi — Autodidakt war, genoß der Sohn ein) sorgfältige fachtechnische und tünstlerische düng. Er besucht, unter Tassert, die Kunstati früh schon, mit 17 Jahren, ist er Assistent Vaters; 1762 wird er als Medailleur Stempelschneider an der Berliner Hauptmüi gestellt. Das Urteil seiner Vorgesetzten übci Fähigkeiten und Leistungen ist so gut, dtzstz Minister von Heinitz ihm ein Skipendiui Meder 1 schöne gabter sehr lusbilvemie; j seines und anseine der für ein« dreijährig« Studienreise, vorzüglich! nach Italien, gewühti, ihn bei -seinen Studien freßmdlich berät und le'.tet. Diese vertiefte Bildung setzt ihn in den Stand, vom Kunsthandwertlichen zum Künstlerischen emporzusteigen, nicht nur Entwürfe Mi de rer nachzubilden, sondern auch eigene Entwürs - zu fassen und künstlerisch durch,usührcn. Neben seiner Tätigkeit als Beamter, als Medailleur und stempelschneider, läuft eine Nebenbeschäftigung al- Medailleur-Porträtist. Sein« Medaillen auf d lutsche Gelehrte machen ihn in der Welt der Geist r dekönnt. Seiner Medaille auf Wieland lieg eine Zeichnung zugrunde, die von niemand Geringerem al» Goethe stammt. Der Verfasser sagt sdazu: „«4 gechlunt fast den Anschein, als £ Hab« dieser <Goethe) die Profilzelchnung lediglii Visierung für Abramson gemacht — natürl' land zu Liebe." Wieland dagegen äußert ft über: ..Goethes Zeichnung ist wunderbar teristisch und unstreitig da» einzige Bild, d ganz ähnlich sieht. Wirklich ist «» dem Mel Abramsohn nach Berlin geschickt, der mich! schon lang« um mein Bildnis peinigt". Auch auf Schiller hat Abramsohn «in Medaillon angefertigt» da» allerdings bisher noch n'cht aufgefunden werden konnte. Schiller fragt 1793 in einem Bri^e an fon in B« lin und haben Sie etwas von feinen Arbeiten zeieben? Er schreibt an mich meiner Zeichnung wegen, um /int Medaille zu machen. Ich müßte aber doch wissen, wa; an ihm ist ..." Goethe an wartet: „...der Medailleur Abramson ist ge chickt: wenn Sie ihm gönnen wollen, daß er Ihre Medaille macht, so wütlie ich raten, sich von' ä lauer ein Medaillon erst boss:«r«n zu lassen und rmen Gipsabguß nach Berlin zu schicken: hiernach kann e» besser arb«i:«a als. nach irgendeiner Zeick nung..." Auch als . Fachschriftsteller ist Abrams in hevorgelrelen mit Artile n für eine Enzykiopäd e und in einer Schrift: „Versuch über den 'Gesck mack aus Medaillen und Münzen" (Berlin 18 »I): hier trat er für die einfache Klassizität der ' larfteliung und für deutsche Umschris.en auf den. Münzen anstatt der damals noch oft gebrauchte iateini'chcn «in. So ist auch seine gesellschasl ichc Stellung" ein) recht recht angeiehene: n den Moses Mendelssohn und Rainler, de-n Freu ide Lcising», verkehrt er mit den Künstlern dcr ' ttademte: mit Tassaeet, -B Rode, Cliodowiecki, ' echadow, dessen erste Gattin, die schone geborene tevideis aus Wien, ü! rigetts eine Jüdin war (iiia i fietzt -sie un» die Familie Abramson auf einet Zeichnung ' Schadows „Kafsceoisite"). 1792 wu> de er, als erster Jude, autzerordeniiiches Mitglied der Königlich^ Preußi'chen Atademie der' bildenden Künste: in. demselben Jahre wird er auch Mitg-ied der Kopenliagener Alademie, ' während il»ii die Ehrcnmiigiiedschast der Accademia teile Seietize i 1 Florenz schon 1789 übertragen worben war Als er 1311. nur 11 Jahre nach dem Tode fetiies V »lei», -stirbt, lautet der Zllachruf seiner Behörde in der Haube-Lpenerschen Z»i.ung: „Der. Ltaat hl l durch diele» Tod -. eincy «nipjindiichen Verlust crli.ten, dg der Verstorbene zur Zahl der vorzuglick slen Kunsticr in leincin Fach gehörte, und dein Stackte seit dem Jahre 1772 unter drei Monarch-» treu und ' gewiiicnhaft gedient hat: ... die i im übertragene Arbeit für di« Münze hat er n it uiicrmüdeten Fleiß und Eifer verrichtet und die kreignisie der .'etz.en Jahre, die er sich als ein treur Patriot seht,-za Herzen gehen ließ, haben si ine ohnenin schwache Gesundheit- und sein Leben u itergraben und seinen frühen Tod gefördert": Ein Sohn Abrahams, der allerdings schon ge äusl war, soll, in gleichem paririotischcm Sinne, l!e 'Freiheitslriege mitgemacht haben. Vater und Sohn, Abraham und Abramson, haben et t später in Gemeinschaft mit einem nichtjüdischen Kollegen, während der Negierung dreier preußitch r Könige — Friedrich dem Großen, Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. — die (ltempel zu den Münzen des Staates mit den repr isentatioen Bildnissen der Monarchen geschnitten und so die Tradition. ihrer Darstellung schaffen seifen. Hinzu treten die äußerst künstlerisch du chgesührten Porträt-Medaillen, dies ins» besonder« Abramson anferligte Bon besonderem Interesse werden hierbei die zahlreichen Mehaillen aus Frl drich den Großen, auf Friedrich 1 Wilhelm III. Und di« Königin Luise fein, deren frühen Tod Abramson aus'» schmerzlichste empfand und die n, wie Hoffmann mitteilt und ihr« vielen Darsteilu igen erweisen, noch in seinem letzten Lebenr-a r, zu verherrlichen such«. Schon früher hatte Ab amson» Medaille zu ei. er Jubiläumsfeier auf die »reußische Königswürde 1331, welche di« Profile v»n fünf Königen — Friedrich I, Friedrich Wilhelm I-, Friedrich dem Großen, Friedrich Wilhelm II-, Friedriih Wilhelm III. — zeigt, den besondere 1 Beifall Friedrich Wilhelms ' IIIgefunden. 4 nch diese Medaille zeigt nun schon da» b«. kannte S gnum de» Künstler». Sein« weitanschau. liche Sie lung wird szrner durch ein« Medaille auf den Tod der Königin Marie Antoinette gekennzeichn t, die sich gegen die französische Revolution ti; stet Di) Vorderseite führt da» Bildnis Marie 1 ntoinette», die Rückseite «in« Furie, w«l«h« B il und Fackel in den Händen haltend, in ihrem Lacks« die bourbontschen Lilien zugleich mit der Wage der Gerechtigkeit zertritt. Uns Frontsold len aber wird es belonder» interessieren, daß Iaro > Abraham, der Vater, «s war, der den Auftrag i rhielt, den preußischen Adler, der bisher di« glüch täßig-symmetrifche, stilisierte heraldisch« Rr. 52 — Sette 3 Münzen autzzüprägen. Hofsmann sagt darüber <2. 13): „Eine Tat Abrahams aber... gehört in dies« Jahr«: die Schöpfung des neuen preußischen Adler» aus den Talern Friedrichs des Großen. Mitten ipt siebenjährigen Kriege, „in der Hälfte des 1 Jahrhunderts", schreibt Abramson t„Versuch",; 1801, S. 44), gefiel dem Könige der bisher j geführte, heraidpch richtige Adler scheinbar nicht mehr, und der „Medailleur der Berliner Großen -Münze" Jacob Abraham — Daniel Friedrich Loos lomnvt erst 1768 nach Berlin — erhält den Auftrag zu ein{;n Entwurf für einen neuest Preußen-Adler. Als Vorbild diente, wie Abramson mitteilt, keinem Datei die Medaille bis großen Meuter» Hedlinger aus den' Frieden Rühlands mit der Türlei vom Jahre 1739, aus! der ein Adler, eine Lorbeertrone im Schnabel, ^mit ausgedreitelen * Flügeln sieht und mit seinen! Klauen aus eine Gruppe tüktischer Waffen tritt. Rur sollte im Gegensatz zu der früheren, den 'Adler erdrückenden Wassengrupp« dieser eine die Massen überragende Stellung einnehmen, und der Neue Adler inmitten preußischer Krieg». Zeichen di« . königliche Krone aus dem Haupte tragen. Und so entstand die „schönste und charakteristüchste! Kehrseite aller pieußtichcn Münzen: der Zum Kamps gerüstete, die Waffen beschützende, di« Waffen ergreifende, natürlich g«haitcne„Pieußische Adler" (Frhr. v. Tchrölter im Hohenzoliern-Jahrbuch 1911 S 990). Dieser Adlererscheint zum ersten Ma!« aus den Berliner Talern von [ 1761 bzw > 1764 (v. Tchr. Nr. 1663. bzw. Nr.! 443 Add.)!' - Die letzteren OueUenangaben beziehen sich aus die Schrift des Freiherrn von Schrvtter: „Das preutziiche Münzweien im 18. Jahrhundert" Berlin 1902—13. Dies war aiso^ie erste Form fitS Friederizianischen Adlers, den dt« Fahnen ruhmvoller Neginienter führen, der die Helme der Gre-nadierregiinenler noch bis in den A eitlrlege hinein zierte So enteist das gehaltvolle Wert Hossmanns, das sich u. a. auf die Alten dcr Königlichen Münze it Berlin stützt, schon am Beginn der Emanzipalions-Epoche die bolx Begabung und Leistung»'ähigteit südlicher Künstler und Kunsthandwerkr, di« Treue zu Ihrer Aufgabe und ihrem W:rk, und die Sauberkeit ihrer Ge-innung, welch« Ei zenschaflen ihnen oft genug von der Vorgesetzten lZehördr bezeugt wurden. Kam. L. R. Vreilllbiermtitzen-Stliiliier als ctzönubboli-rouibtek Im r t a 111 f u tT« t Museum jüdischer Altertümer iils neuerdings eine Umordnung getroffen worden, Her «:- zu Gute lam, daß das Muieuiii! zwei neue! Auslagsvitrinen als Gelchenl üdeiiass,i!i l-elomiiieit bat. 21>>r ifhen jetzt u. a. eine rcichc M-danilen -sammlung, die von den Tag-n der Maikabaer bis zur! Gegenwart reicht und unter viele» anderen etwa lleiiiplck-.'iiche Port.---!' von Mose» Mendels ohn Fclir- Mende, -o!'n, Paul - C: rlich, Carl Weigert, Heistnann Cohen, HerzI, Ludtnig Franck . enthalt. - Praäilige B r 0 I 0. t 0 0 t» hange und Tboramänlel. smv I.eua.ni--«. für die voineh»,. tuiiltezewerbliche und zugic-ch lunstlerische Arbeitsaeise-des Barocks. Eine »eine Grupp: j_ü b i f 1I1 c r Keramik bringt vorwiegend italienifche Fc yenren (unf 166-» An des C l» a n üt l a 1,1 s st gemahnen die z.:n!- reichcn ausgestel tr» C t>'ü n u I l a b l e u ch l e r, für die' sich in Franlfurt a.'.M. ein dcloneei- Stil <^ar!ophagiorm> ieeaii'gebildet hat Ci-"t Chanuite klciickitcr besitzt das Muleum jüdidh.r Altertün er. den Fürst N i z w i l t! 33 r e: polnische t jüdt'chen j Gemeinde al- Gelchenk. uX" . wiesen lat, um Donk für ihr i-'-ehel bti *t(i". r— Kranklie t zu . bezeugen. BesonSeriniere'-.int und aufschluqteich für die -Hn'Iung der Juden, -ic sich am- Mallabäeriejl )!>rer ei--ricn Milit^.'ltl gern critznern moäitcn, und zwc» C i-anullai leumter, des 18.« Jahrhunderts,- die j ji -■ . » ,1 a;-ef~ mützeis-S chi-lde rn ange'.-r.-.cht;in>. Ka n. G Sc!:. mtltiiuoi,.! .:Uiiin:ii::. _ Jäm- Sammluug da Juilisrfwn WvntbJu^' da. 'JudüJu/tv Qtwutuib su. Boom/ Winterhilfe Mitteftungen der r« Jüdischen Berlin: Goethe: „... kennen Sie «inen Medailleur Abram- Form gehst >t hatte, neu zu zeichnen und auf den Wir richten nunmehr nochmal« die drinfieode Bitte an aLe diejenigen Betriebe, -deren '2 n g e fr e 11 t e n d e i fV-d g t noch nicht gejammelt an un« adgejubrt werden, dies unter Angabe der vollständigen Anschrift der berreffeU' den Vefotzgjchaft«mttglieder mit dem Bennert »(sär An- - gestellte ddr ^irma.* unverzüglich naanudoien. Die jüdische Winterhilfe der -üdifchen Gemeinde ,u Berlin hat in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Wodlfadrts. amt 4900 m*Ott i» Sha»»ttah beschenkt. Die 5ttnder er. dielten Rteidung«stücte aller Art, Spielzeug und i-ußig. reiten. , .... . bür unsere Dfundspende und chaussammlung fehlt es noch -an Sa«»Ieri«,e». Für einen LUs«dedürsttge«„ suchen wir dringend einen -Sei de» Abeeilun«, »er ma»«f-t>enWinier. Hilfe ruib im Aet, 1513 ehre»-»«««de Äflf« UT w«• ei»»e» tätia. Metdunaen erdeten an Sdeeilnna /.aualamm. tun« der Iilditchen Wtneeehttf« »er Jlldifwen-Semrindelu Berlin, BH 2, Rosrnfkr. 2-« (® 1 «711, A»»-ra« «5-