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Der Schild · 1936-12-25 · 52 (25.12.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
52 (25.12.1936)
Date
1936-12-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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H ERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Mit den offiziellen Mitteilungen der Kriegsopfer-Abteilung Schriftleitang und V Frontsoldaten E. V.) anschrift: Schildkarr' Aufnahme und Rüclfs währ übernommen. Rr.S2 / 15.Jahrgang erlag: Berlin VF 15, Kdrfürstendamm 200 (Reichshund jüdischer Samm.-Nr. )1 —857a. Postscheck: Berlin 76 H2. Telegramtnerad. Redaktionsschi ilß:'jeden Dienstag vor Erscheinen. F-ür Sendung unverlangt eingehender Manuskripte wird keine cje- 3ei Nichtlieferung ohnt Verschulden kein Vergütungsanspruch. Preis 20 Pfennig Mit der illustrierten Sport- und Jugendbeilaße „D1F. KRAFT I BeAigsprelj: RM 0,55 im Monat zu/aigl. l>o$tbestcllgcld. Anzeigenpreis: Die 12ge-, spalti-nc Millimeter-Zeile RM 0,16. stellenangjtliole u. -Cio"-.iiche, Familicnanzeigen RM 0,10. An/eigenschluH: jeden Dienstag üor I rschcincn. Man verlange genauen Anzeigentarif! An/.eigenverw.: Hepa - Verlag: Brtü-ki & faktischer, Berlin W 50, Erschcml wtichcitllich -! ‘ Berliit. 25. 35«jr 1Ö36 i - Milche MchkMvsKSmvfer Das Jentralnack oerjuste und Kriefltgru: mitgeteilt wird, amtliche laufgenommen, wo die trieges rüden, und torps .überhaupt noch Ein Sachbearbeiter tPitlifl, gibt, wie w.r entnehmen, darüber Au es 587 Drüber al'ein Schlesien gebe. D Gesamtzahl a'.l.r gesall »och nicht abgeschlossen trieges, bis zum Freikorps und 31. genoerdänden gejal en Ein weis « amt für Krieg r er hat; wie in der Pr, j Ermittlungen idarüt er Daten des Ular i'ieoiel (tzesallene der Pfr i ftjuftet'cn sind. »«» Amtes, Dfeßicrungsrht cm B T. vom 17. 12. 16 tunst. Er sagt u. a., d, sj des Selbstschutzes in . Ermittlungen über qie re i Freilorpstampfer sei Immerhin siehe bereits venig bekanntes Kapitel in .der Gefchidite jiiditchen Soldatentums chme, fest, dag von 1913, n, ch Beendigung des Wc i Dezember 1920 bei d u and ren anertonnten Freiwil lind: 653 Ofstzier« an»! 779 Uitrrafjiiierf and Man 460 E,rüber der R u betanut. Der Referent appelü Hang an die'Oessentiich seit zur Bestrebungen, die Jvt lückenlo: zu erfahre.-, schaste«. riomlpfer sind rt in »i| Auch wir werden ,da wieten, dah unter die jüdischer Frontsoldaten sal t, im Rahmen der -beschichte jüdische > Zuständig wie möglich : ter jüdis^en Nachtriegsl lüdenbM ausgesüllt. W oUgemeinezi nur zu we Männern und Jüngling lichen Ende tzes We tlri1 Celbslschutzsormationen. formationeii als ifr iaiii griffen Haben. Wenn oon dem bei uns oorh > menfassen, so knüpfen a den Appell an alle Interesse der geschlchti irgendwo norhandenen Anteil an Rachtriegetä Hellen. i lit aus iuf,| bis! r.orps diesem Iusamme! Mitarbeit an Eiräber möglich ein Thema hing, fiiabej des Reichsbund und feihes Bundesorgan jüdischen Eiemeinschaft Soldatentums u erarbeiten. Das Kapit« 1 lupfe: ist bisher nur se Juden selbst wis'ei i von denjenigen jüdisch. , die 1 nach dem eigen! ges in: Einwohnerw.-hren i.'orps und (tzrenzschutz ige zur den Was eu ge im folgenden einige ittbenen Material zusam hieran auch unsererseit jüdischen Kreise, uns chen Feststellung a l l 1 uterlagen über jüdisch zur Verfügung u pfen auf uic um uiif len, sind im ganzen m lässiges Dotume.it ist 1 in Essen vielfach öf\t Die amtlichen Unterlagen, auf die wir Erhebungen stützen könnte sehr zahlreich. Ein zuoerl Eedentblatt, das lich aushängt und die Auifchrift fragt Opfer erwuchs uns der 2 die „Opfer im Kam tus in Essen samt 56 Rainen. Unter beiden jüdischen (befallene! Ostar SchönfeId. ((£ wir im „Schild" 1935 Nr ist die Verleihung de Herrn Siegfried Leon in Dortmund für seine Teil nähme an den Kämpfen ar der Ruhr durch de: Polizeipräsidenten in Essen unsere nidit das ent Aus ihrem eg". Hierauf find u. f gegen Sparta namentlich angeführt, insge hnen befinden sich die Ernst Nassau und ne Abbildung brachten 22: an gleicher Stelle Silberüen Falten" an erwähnt). Auch über die bayerisches, jüdischen Anteil steht uns terial, wie es uns gelegen fügung. Aber auch dieses Pens gesichert und zusamm schlutzreich ist eine Aufnal lorps Würzburg an dem Abtransport nach Mün Verlauf der Kämpfe gegen Freitorps bezw. den nur lückenhaftes Manch erreicht, zur Ber» Material muh we.iigmgefaht werden. Aufme, die das Frei 7. Mai 1919 vor chen zeigt, wo es im die Epartatisten dem Ausnahme, rg gemacht die auf dem Hauptbahnhof Würzburg gemacht wurde, zeigt drei jüdische Kameraden: Eugen Kürzinger, F. Ruschtewitz und Bruno Hellmann. Dem Freikorps Epp gehörte u. a. auch der Kamerad Bernd Baermann (Oldenburg! an. Er war noch Eiyinnasiast, als gerade in f.-inen Osterferien 1919 die Spart.itifte.i in München chaotische Zustande geschaffen hatten. Auf Um wegen gelangte er üb.-r Nürnberg und Stuttgart nach Ulm, wo' damals Ritter von Epp Freiwillige sammelte, um da-'- Freilorps, das von Ordrus kam, zu ergänze,. Kam. Baermann wurde in die „(gymnasiasten-Kompagnie" «„iger.ilit, die unter dem Kommando des Oberleitnants Fustger stand. Er machte oon Augsburg den Bormartch aüf Rtünchen mit, wurde' später zur 9. Kompagnie des inzwischen gebildeten ersten bagerisäien Schühenregimei.ts tommandiert. Mit dielein kam er später unter den Oberbefehl von D.-iieral oo» Lettorp-Borbeck nach Hamburg, wo die Truppe 'zahlreiche Ber uhe hatte. Pngust kam die Koni pagnie nach München zurück, Ende. September >»I" schied er aus dem Freilorps au- Auch in der uielumtämpften R e > ch -- h a u p l stadt haben sich sowohl heimgelehrte judoche Frontlämpser wie auch ältere und jüngere '.(staun er der Einwohner, aber auch militärischen Se dpfchutz fvrmatioiien und Freilorps angefchlp^en., Di eine annähernd vollständige Auisteli.,,, > bisher nilil geschaffen werde» tonnte und auch immer schwie riger wird, versagen wir uns, einielne die uns durch Zufall b.tannt find, aiizufß Rur ein Beispiel, weil e; für jene ^{cit ch^r.'.teriftifd) ist, mag Hier Platz finden. Es handelt . sich um den Kameraden Eurt Joseph. All -! 1 jähriger betätigte er sich bei Kriegsbegi in' so fort als freiwilliger Krantenplleger beim «ote-i ^Kreuz. Bon Ende« 1917 bis KriegsschliiH Island er an der Westfront. Januar 1919 nahm er an den Kämpfen jjegen Spartakus in Berlin) t.-il. und zwar unterstand f.-inen Kommando der Pezirl aber lagt der 'Verfasser: u.h d, Juden -- bins dursten sich betätigen. Da sie mit-der . nicht un>iugeheN verstanden, letzte min sie >uu Kartoffel chäle» an, welcher Arbeit st,- I,ch »an-. Temper>ianent, mit mehr oder wen.. - :g-i enuig, unterzog'»." Di.'f.r Be":--r:,:- ^nden, „Hie mit der l!0affe nicht um-... . stehen nun im gleichen Bache Tatsachenberichte ge.., ,über je nach großer B über die gehen vetstandair u a. fr Igende \ ■ t. 'Bei des Darstellung eines polnischen Feu.- .i-c, falls yeihß es: „Drei Richlschnle i de:> . M fielen lurz hintereinander. Besonder:- berv. r.'..- hoben z» werden vezdient das Berhalten d> Richtschützen Abraham. Obwohl bered am FuH vennundets kam er nochmal-:- nurde:n st-e bandsrailic, als die beiden erste, Richtschützen >. - fallen wa^en, und bediente seine Waffe weiter, bi - auch ihm reine heimtück.sche Kugel ein frühe: Ende dere.tete . : t .! da Auch Kr. Iti-.fk. . ■; r , , I i> . n I"' . v;::.; M. .1 dcin einci Än unter 5 B,: irl.ie, j i i fn.t ‘ cfiie-iri fit) e.i de n flicht zu slratze sriiie.-i Al teilmig feindlich auleren St-st'en werden Erläudung gan.-esthnneiz (uisthrrn. Zu um die Reichslanziei („Kommando Hotel Kaiferhos"). Das Führungszeugnis des F w i 11 i flle n K o r ps „ Brüffow ihn als hervorragend tüchtigen Soldaten, de während der Spartakus-Unruhen ausgezeich:ie isiehe Seite 2). Er ging bann mit der Formation des willigen-Korps „Brüffow" in die Provinz und nahm bier an einer Reihe oon E.efechten bei denen er sich „stets durch Tapferkeit und erschrockenheit" ausze'ch-el:. Sein Entlqsfungsich iii vom (Grenzschutz-Bataillon IV (früher! Frei, >i!fi gen-Korps „Brüffow") ist vom 32. Mai datiert. ' i f er;e i b.zejchnel sich bat vrei- Posen teil. Ui, 919 Cffi)ieri!el*e tre:er Ceiitr:e„h erwali dieser Patrouillen berichtet Stephan » Walbranbe b.-m'rlte O esteirei!> Ra:sch befindliche polniiÄe Kompaa, i Maschine,,.zewehstware i. . . E,anz.ge:-.-: r pol ii'che > K'-m-.-agn.e»lirer der '.’l'-al. ein, d.-un bevor er in die Dorf sch venltöff siejl er H.-n 71>.ildrand - I '.stPs-hinengen elir ab-str.-ichen. Doch esterreiih' rührte lich nicht. Al d - ckoinpagni'e ihren M rsth ru!'-g f .! 'eil.-, eiöff-ete .O fizi-rsteloettree: Oester:e-.ch da '.euer, welches unter, starken - B r.ust'-i: den '«le^-re. zers-.r.-ngl: »nd Zur Flucht zwang... Nunchturmte ffi'ierstell -crtrCter Ceiterr.i.h mit -re:ru-.i Leu-'.m Hör, erbe»! Ie ei-j schuiere: Ma'chineuaewelir und achte noch einen (stefangeuen ." AnläHüchf eines Kampfelm Bezirl :>!e:'m... wird zum fersten Mal der O ifi,lerne.livrtr.t. - Solomonfrwähnt, Bet die angreistmdcn 'l'-citi zuruckwarr! (ri ie.n n ifer'-ri, grobe ei. polmstn.-n Angriff, dal di.- deut'che Stellung a»-rollen f mcjirqre Feldwachen zum -O pfer, ko auch die w der Solomon Dienst tat. „Auch I. p.e.teu :■ e'ael i e".neil. Und fp. fi!.n”e-: Al R A. zu neu: Betz» Badtiai ,lal»ie-:IIt„ Au.l> sei Freier. IN.UIN ä! ai ,\i pfer »-> Pvlemd C -fitite: ’ stach - .11 i. Mai v . li a . Al:! zu -JU4 i. rei in Ohe: tzrai rarer am;.!j: i e > in feine - 'tva'e 'B o ck a - 1! t! - cheld.- -i-at ere (e r au >t - r de: e ■ Brud r Kampf, r s.ain.-n. . ll.’.l't .. : ID M:: 1 1 ri g:al> t Heanaiort K i dar H , id »,* Brali i, '»e > > t i --l',b,.-y:i d.-!N J'K| .!! :i: :-t I fielen Feldwachi I , dfr als Pa rouillenführer so oft bewahrte O'fizi.r llklloertreier Salomon wurde, hereos v.-rwuaber, ermordet, ch hm wurde mit. dem Kölde i ds,r Kop> e.ngefchlageu Später wurde er nach feiner Heimatstadt D.slau .überführt,.."! Das Buck Stephans enthalt' in einer Reihe von, Ta ein die Zi der derje iigen Os iziere »nd M .nn schasten, die sich im Kamps um die deutfche Os! iiPrl beson >er-s verdien! gemacht habe». Unter ihtzen finden wir auch die Bilder der beiden co.n eru .ibnten j idifcheh Osfizierilelloertreter. Leutnant Karl Stephan berichtet in! seineick in neuer Auslage herausgegebenem Buche „Der Todestampf der Ostmark 1918/19“ über die heldenhaft« (beschichte des freiwill gen (tzrenzfchutzbataillons III: biife Trippe muhte noch lange nach dem WaffeNstiilstaHds vertrag die Ostmark gegen Aufstände verteidipen. In diesem Buche Stephans, das gerade! durch idie nücht«rn-fetbftverständl-ch«, fast fGtifli'chtrvAeae Schilderung «rfchütlernd wirkt, finden wir an ~ fchiedenen Stellen die Namen jüdischer | Sol! verzeichnet. Bei der Darstellung eines Kampfes! um per, Ort Schubin bekommen allerdings die Jjide.i Uine gut« Note. Viele deutsch« Bürger meldeten (ich damals freiwillig zur Bürgerwehr. Bon den Julien er-!t«n O hn« auf lönnen, liegt fchütztämpfer meiste Mateifiaf Kameraden auhgestel t uni (Düsseldorf), im Januar 1 Eitern in Ol Frontsoldaten Kamps um halb “16 Sti Kompagnie in tämpfern. Dap Eenehmigling, Boilstandigteit Anspruch erl^j»«n zu über die Beliitigung jüdischer (»renz än Oderschlesien bei mts b.vvor. Hier war es einer (inserer »er selbst eine. Selbstichutziorinatio» geführt hat. Kami Alwin Lippman» Oberleutnant d. R. a. D. Er war ' 19, nach seiner Entlassung, bei seine., ePchlesien, als ein« Abordnung von Kau t i.»'»fmiilit belati, o- -a-ci . e an ihn herantrat, I ie Heimat zu übernehmen. Inner »den stand die <rfte Freiwillige,!' Störte oon 120 altgedienlen FroNt- (Seneralfommand o ertei.te ibmbie weitere Freiwillig k zu werben, die Vorerst wurden in grohet I hl herbeiströmten. ihre Führung im ■< Du bist in ihrer SchuldI Gedenke der jüdischen Kriegsopfe r 140208 Spenden an Postsdicekkonlo: öerl.n /richm.«' K«.. AJ«. I

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