Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 47 (20.11.1936)
- Date
- 1936-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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r». 7, HERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Mit den offiziellen Mitteilungen der Kriegsopfer-Abteilung / Mit der illustrierten Sport- und Jugendbeilage „DIE KRAFT dtung und Verlag: Berlin W 15, Kurfürstendamm 200 (Reichsbucd jüdacber Soldaten E. V.). Saram.-Nr. JI -1-8571. Postscheck: Berlin 76 H 2. Telegramm« tritt: Schildkamerad. Redaktionsjchluß: jeden Dienstag vor Erscheinen. Fij ahme und Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte wird keine Oeüber.' -mmen. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden kein Vergütungsansproch. .47 15. Jahrgang Preis 20 P'ettr.i i! Bezug preis: 0.55 Maat zzaü;!. Pcs'be-ie.l;cück. Anzeigenpreis: D s l2gespa. e: PM 0 Azzr:. Fexen >b -rger>^5vaüe 21 Eenspr : B 4 Ba.ar-.a 6e97. — p..s»»neck: Ser-i: 52 52» Er' e Mi!..:- e*er-Ze;le PM 0.16. iz^ebcte u. -Gesuche. Fitriuer.ar 10 Anreigensc.hluS:;eier: Dienstag ■.«.r E.-sche-;=er». Man -.erlange , enta.-.' Aczeigesverw.: kep» - t>«r:ag Lrz^l-c: k Pakuscuer Ber.:n /eigen enauen » 50. in: podi«r.:lii) Berlin. 20. Noo. 1936 onlgeifi - damals und heul de Pjube" ] ] : c.::iid)en Umbruch sin > 1M000 rcutidjlanö ausgeawijbett. Tas ktte:;; e:n fünftel des Bestandes. In r". Jett wird der Auswcjnücrungs- ' Dächer werden. Tie immer Iräi- :zu-c.-,,tu:e Auswanderungsor laniiation fdShit -u ziemlich sicheren Echaxunten dieser fter* cs uairb immer einsamer um uns BtkT!. -4-im heute kann man etwa aus tritt; "• lubikchen HorperbehinperUn die UW t'\ i5leien. was aus ihnen werden ch-:-n die legte pflegende Zchoettfr den! ttLi'- Uederlee angetreten halsen wird. *tn' „ir nicht alle behindert7! — Nicht aber unsere Mra'te ko frei zu -m t. iit uns versagt. i ' i--.s Frontkämp-'ern da inicht ein «r. Lin Truppenteil nach dein an- Su:se aus unserer Stellung zusückge- I:c .Kameraden marschierten ad. wir r. ihnen wehmütig nach. Immer;:scr emne Feitolballone. an denen wir die Iioüionen feitstellen lkounten. Hoben räm I.au des Himmels ob. immer selxt Ijeh,unsere Flieger jflidejt, während is }ut 2tmnenhnd l— da; den In'anteri'ten sorn im schweigsamer a .../e i uns dessen in I er Erinnerung urde die eigne .-«en: hange Gefüb :. wir ahnten, dag ..-len stünden. Und ti-hid Jueirel über Stellung wird geb> . Ta; war etwas 4 :den dünner und d -denabschnitte mügter >. den einzelnen 15 ’iierluite im ständig e schlichen sich wir laut oerdoch gab es das. was zu Iten!" lautete bsolstes. Tie inner, immer von den einupven besetzt beitiger wertiichen Feuer wurdest nicht mehr tidenbe Unteritützunge t ausgefüllt, -'mg gab es nicht mehr. Im engsten n-ten die Gedanken: 'lunltüch aus tuehr neiden, den Post n ab^ulösen. t'ien sinnen dann z sei stunden Votten Ausschau halt m. tagsüber . der gegnerische Angriff durfte r eine Sekunde zu iodt erkannt ptben ca wurde ausgehalten im Oiranat- "krachen, auf Pakten und in den ■ 'ui Unterständen, solai ge bis der ct'vlg des verzweifelten °or und der Befehl Z> Widerstands m olanmär;ä c-*:* zes z : jeltrf.t bc;eheigt tlsrts ’.-r'/s 'Ä -. o 1 - \ teile-.. Je dünner ur'ete Ae:he-, zxrde- :■»[:: —e:: musken wir die >5eme:nkcha'l 'uche-.. Heute gehört ddr Jude zum Juden, der eittselne in die Organisation. Hier gilt es. nicht'nur dabei zu sein, etwa zu wähnen, nit der Beitragszahlung das volle Matz bei Pflicht er lullt zu haben, sondern sich binei, zuiturzen tn die Arbeit, die dem Bund, der Gemeinschaft aukerlegt in. In kleineren Crten in die Gemeinde schon ein solider Verband, in dessen Leben der Einzelne sein eignes und das seiner Familie zu verflechten bat. Ja. die Familie selbst iit schon ein für die Geschlossenheit des Gan^n wichtiger Verband. Tie hlte jüdische Tradition, die Innigkeit der Famittendeziebungen. einlt eine Stärke unseres Judentum». > wurde im Jahrhundert der Emanzipation leider wohl etwas zu sehr äufgelock««. Ta gab es Glieder in der Familie, die sich des iu> disäzen. Hörper* Mjämten. da gab e» wachsende soziale TiNerensierungen etwa zwisihen dem Herrn Negierungsrat und dem Stadtreisenddh. Tie zentti ugalen Hräfte wurden übermächtig. Tie Nückkehr zu den Familiensitten der Väter anzubahnen. i>t eine dem heutigen Familienhaupt ge-'tellte Aufgabe. Ja. für jeden wird die P'lege des Uami.iengefühls, des 5amilienzuiammenhanges zur Aufgabe. Monkret und nüchtern ausgedrüdt heilst dies, die Anschriften der nahen und entfernten Verwandten fett• zunellen und den Zusammenhang durch persönlichen Besuch, oder wo das nicht möglich iit, durch Briefe herzustellen, deren Inhalt nicht vom rechnenden Verstand, sondern vom jüdischen Gemüt eingegeben iit. Ta darf es in der heutigen Lage der (Sesamtheit keinerlei Hemmungen geben, auch die verlorenen Sohne aui'zustöbern. was ja Cpfer kosten könnte. Wieder kommt es uns vom Frontbund zu. den izrontgeiit zu verbreiten, der die letzte Zigarette mit dem Xameraden, der nichts hatte, geteilt hat. ohne erst lange einen lehrreichen Vortrag über das Thema: „baushalten" abzuhaspeln. Wie der Luftoilot vor den! Aufstieg noch einmal die Verspannungen prüft, so gilt es. in der alten ,->eimat zum letzten Male die i'--lieöer der Uamüie zu zählen, die Bindungen zu festigen. Bei der Wanderung in das neue Land Hl es nicht gleichgültig, oh - dabei die Ichwäger und Mutters-Brüder-Töchter über alle Längen- und Breitengrade des Erdballs zx::-.- da; B.-ai Ie:-<: Zu e die e JI e »a. r die «ich an fernen "'-eiade etl-Nrn -:„; au; der eri d:e das ge künde Da: kann. Tenn ba; :le: :: eie: re--, e: :-.!■: :e:ze ' -:ei Tu Pien-chen. -n .> nach:-:n Annen tre-i '' -"-e: allen Heinai. II:; ieieue «»' e-re-n . dtra't das Wirken u-i :Jen des- Ind.tribr.un-.; .rue wik'en zj:r 'tigen ilront: 'bet Einzelne ii nicht,. Verbundenheit r:it den Har.r;e:n i n e gibt Sen sittlichen iH-ehr willen und die Aebrkra'i .^eienude: len ir. henden Ichickkal.' Tie Äuswanddrungs-Trcanikaiionen ihre Antriebe aus der Not des Aurenc individuellen Leh^nsraum.zu kcha"'en. ii :b" Gebot der ztunle. Wir hinaus Saran denken, neuen Naum der, its die An'änze der neue: Gemeinlchaf: au'zuhauen. Jede!üb>»die Planung iit heut: unter Ewigkeiisperkreki-ve'n vorzunehmen. Ie)e Umgruvoierung sali, w': ein«! än der Iront. die i-ch'.agkra^t 'ur zu kumtige Cperatiinen -tarier Takz tie'e: grin rein de'ensiv gedacht ii. luls er niht; ->I, . . .! . ■ - Solvaiemum und Kultur Ändere; bedeute« des Judentums, verständlich. Jeder von un i. der eine hart bedrängte Stellung innerha lung zu halten es galt, damit. b einer grotzen diainv'k'af.r half, besonders aber, wenn den. Nuckfug keiner Arme zu decken, war ki b bewuet. M i thandeIn der und Mit tigen Abschnitt Ns g an ze n. gewalltten Oüin gens zu «ein. a und fühlen, mitti o muiien auch wir mo-en n in einen gro-zen gekchtcht lichen Entwicklunglsproze's geie.lt u« kein. T ä- Adwandekn von I underttausenlen eine; Volke; aus dem Lande, in dem die Väter mehr als tausend Iaire gelebt, und gewirkt, in dem sie gelitten Aüsgestreutwerde« auf neuem Bod fahrung. die nui zehnten ein Ausw^i ergokken. wie ja Äu_ „en der Stellung kam Natürlich denken wir nicht an di« ändere,!>E Ä?(, ^riclle, die soziale Stellu ng der in keuhchlrnb zurückdletbenden Jude«, wenn wir Erinnerung an jene schweren Tage von l{8 l4'-l. rufen. Wohl aber kam nt es uns fbte innere Haltung un> Gesin - »ng icn. Was wäre wohl eint drauben . . geworden, wie wären > «ir in un* *.r Au'gabe. den Rückzug zu >ecken. gewaren wir in Verzweiflr ng ausge- Mn., hätten wir uns gegenseitig l urch weichw aam-nem entmutigt. In stui nnem Genzani! P-eife oder Zigaretten;r ischen den “mn'üngebiffenen Zähnen, so erfüllten wir r« ."licht. Uns alten Arontkä npfern iit e e: :e Aufgabe gestellt: Tu rd unsere «nnfafte Haltung die f «Deren i«u *■ *n- Wir wissen, welches V under im kllrie > auf dem östlichen Krieg schauplatz - deu sche Tioision innerhalb ein«r iHeereshoo der Verbündeten verrichter konnte: ^Oett langen einziehen" nannte nan das. ^.werlen wir Juden miß dem FrotUerlednis bette und in den nächsten Iehren der , le n. an dem die Brandung >er Ber- Nunq sich bricht. Wir haben es m Felde genug erlebt, dad es immer wi »er eine ung gegeben hat. als wir mit txm Leben - Mn abgerechnet hatten; das Irom melfeuer, Dem eine Kampfhandlung einfetzl e, durfte nnen Zweck nicht erreichen, die Tt uppe zu etven. die Stellung sturmreif zu machen. Redrtzettig zu Chanukkah erscheint Im Erwin Löwe-Verleg Berlin auf Grund mit ui borangen das an dieser Stelle zur Subskription aufgelegte kann iit für uns bte erf I ll ' C’ j t ci&cn&er in einem wich und geichanen haben, da; als. Taat für d:e Zukun'i n iit -eine geschichtliche Et wenigen h'enetaiionen be schieden in. Gew d bat «ich schon. teil Iahrindeter'trom-nack! dem Wetten' lim ganzen. 19. Iabr/undesi auch Teutkcbe. I en unb Italiener. Angehörige fatt aller e iropäikcher Nationen naä, Amerika au-gewcnbert k,nd. Aber es mar getrofksher Verein- Ouch „Jietoirdie fiefiolter jfifeifaien Stammes UM 1.60 festgesetzt. ilschreiben über die Wir bitten schon brüten, in welchem Noch Abschluß der Subskription ist der Ladenpreis auf Unaere Ortsgruppen und Sportvereine werden durch Run- Bedingungen für den Sammelbezug unterrichtet werd< jetzt die Orts- und Sportgruppen-Vorstinde. sofort ztr Umfange sie Sammelbestellungen bei uns aufgeben können Dieses Buch, gut ausgestattet und illustriert, wird für jeden E^pflnger. besonders für unsere junge Generation. ein Besitz von bleibendem Wert. Reicbsbuad jfidisdier Frontsoldaten / Verla£sabtetlang Berlin W 15, Knrfflrstendomm ) :o~. -.1. .i. - 3 ■; T; ': bi. -r t :; a. JI. Ca" ■•• U"-' l.r -■ ■: - - p-tTtta-?(".■: •J5.1 ~-!i '. Je* i-iotJ«--*-. g-se'-' "'le.i.-ct . t: ev'i: f : PCI l- -** Je: 7-: 'd»«'J^- a x- . grd Ucti: Ii:l:t:gt : -• «Ht 'vt'.- ’ür «IN« " eines att pri C"ttfrr# bauet Jet beruJitte-. Valtda'at Sleüttann. .1 ' - Wünbu:.:.: Tah >:ä> ir«' 6o*ael*:iJe:.’ Ci;.-;; ' ' daß» >gr J i Jn : I -annabm Ir: -• : 4. peÄpunJern cba:a;:e:i':i',re <:'-he:----e- . Dsfem Gebiete ttn) die drei!iu-t'a> -- cü«' .leppeli». 'Vat>ccl u-.J G.-ce u"':' der An:ll«7t.-o«f!zier SJet-er 5* ila« J. .militari-«» teimtiien Gebiete: reitsus jüS4*en «Zt^gsta-netaJen metix Äu'gadr: lo-tthelfen. Man Seile pst allen an Je ernnsuna Set 3 * c 11 m e : F u n g '-hon im ,rtiese~. uns ihre et’te Ttqamiauon an Se: ,rtprt SurJT„r’tr- Bundesvorkitzetden Kam Haup: .:nn d A a.? tlöwenitem. man Senke aset^ auä> an S:e pieke:- Verechnungen >ür Ja; >5ed:tgHiä>!eden Jte.-r.a-ÜK: von uns Siautzen int Felde Äaciit tut lilaäit i-n Unlrntand oen'ezt-gte. um sie nicht nur hit Sie eitle tc Batterie zu pertpenBeit, ioNSern auch andere steten an den Erfahrungen teilbaren zu takien, ma« denke an die hdieelidr manchem von uns übe: tragene Art ilerieausdildung der als nicht mebr mfa «tetiedienitfabig zur Artillerie abkommandier. ten Infanteneofiqiere u. a. m. Auch bei Sen Fl«e zer> und'Aachrichtentruppen batte mancher von uns seinen Mann zu sieden, wenn es dietz. praktisch Kriegsardeil durch iret; gekchultes A?»»en und Können zu unterbauen. T-esdald iit auch fümn uns als Frontioldalea des grotzen Sieges das Iheim „Soldatentum und Kultizr" de,anders anng« d. . Kim. Ur. O. G.