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Der Schild · 1936-11-13 · 46 (13.11.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
46 (13.11.1936)
Date
1936-11-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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furie [en »n?si halt I? Mk madJ 26 Sri 30.1 nz und ILjJ » m«r I) r irkt »hi '» H-Mfd H' an 0. erbt» HERAUSGEBER: REICHSBUND DÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Mit den offiziellen Mitteilungen der Kriegsopfer-Abteilung uttthfl.) ISchrifHeilung und Verlag; Berlin IFrontsoldaten E. V.). Samm.-Nr. Imschnit: Schildkamerad. Redak ■Aufnahme und Rücksendung une 1 »ähr übernommen. Bei Nichtliefe Pl«M ries f«iA •JJt 3613« esden | iann Rr. 4« 15. Jahrgang W15, Kurfürstendamin 200 (Reichsbund jüdischer J 1 —8571. Postscheck: Berlin 76 HS-Telegrammtionsschluß: jeden Dienstag vor Erscheinen. Für erlangt eingehender Manuskripte wird’ keine Oe- Tung ohne Verschulden kein Vergütungsanspruch. Preis 20 Pfennig Mit der illu; itrierten Sport- und Jugend beilage „DIE KRAFT’ I ene gtprels: RM 0,55 im Monat zu/ -Milijmeter-Zeile RM 0,16. St; 0,10. AnzeigenschluB: jeden Oi: igentarif! Anzeigenverw.: Bepa nsburger Straße 21. Fcrnspr.; Erf heint wöchentlich ügl. Posibestellgeld. Anzeigenpreis: Die 12 gerllenangel'Oie u. -Gesuche, Familienanzetgen nstag vor Erscheinen. Man verlange genauen - Verlag PenskP & Pakuscher, Berlin W 50, B 4 Bavaria 6697. — Postscheck: Berlin 32529 Berlin, 13. Nov. 1936 »iw - bp!j»! jTai ivcnerationsproblem ist leg bic Menschheit überhaupt. Ti« 7141 Oegenfnfte der ftmcatioimn? oohl bn pjifJen hon Wcfdileditcrfolflcn Italic:ii und bei allen ’öölfem britiin V'efcen und ihren Nie^e drifti. :i undin der Kunst g rncrer Bibel flohen wir — um n llfll 9 lisk!;» ermähnen — auf das ^jipblem hei 3aul und David unt | be in Davids eiaenem Alter. jeilc durchgreifender Wandlung des mensch- Wir "'emeinschastsgefüges, dez Daseinsso alt Spannung t in allen ihren Aus rschlag im cifunden. In ur ein B«i- Generationsdann wieformen und des Weltbildes lassen diese» Problem naturgemäß schärfer hervortreten. Durch solche Seiten gghen wir seit dem Weltkrieg, der kein Krieg war wie frühere Kriege, in seinen Wirkungen beschränkt auf das militärisch-politische Bereich, dessen Wirkungen vielmehr alle Lebensbereiche erfassen und'mit dem Zeitlichen Abstand nicht etwa geringer! sondern in ihrer vollen Tragweite immer sichtbarer geworden sind. Der Auseinandersetzung, mindestens aber dem Gespräch zwischen der Vorkriegs - und der Frontgeneratio > begegnete man überall — und auch in unserer Reiften — im ersten Wadi kriegsjahr^hnl häufiger, während es dann mehr und meh' durch die Gespräche, die Aus etnandersetzung' n zwischen der Fronlgeneralioii und den nach: inchsenden Geschlechtern, der Jugend, ab gelöst worden iil. Jeder unserer Kamerad n weih um diese Spannung. (lirenwg birs jüdischen Soldaten kennt sie meist und unsere Lest den auch den organ dieser F beschäftigt. „Gibt es der Frontgenei us dem eigenen sraniilienkre.se. r wissen, daß aus guten Grün Frontbund und kein Bundes agenbereich oft und nachhaltig fe (Stfattenengedendfeier |fer jürifiten Kriegst«! neHmer in London. Kufcen. «ITA.) Tausende jüdische 't! cfilierten am 8. Rooembetz kef llstne-gedenlfeier der jüdischen l exf vor r Hi uu tll 611 l.tOD Sir! I eil 1 S'lr.i I irr I fitoi tem tiorfe Guards' Paradefeld gc.lmarschall Lord Milne. Der rabt in. r Dr. Hertz und dem oberst: l gelS! »am nt Äot 'a.- an Gollop geleitete Feldgottesi - I schen Rundfunk übertragen. Aulom wurde von einer Musfl i'<l^n (flarderegimentr gespielt. E ktwiidc aus Mohndlüten in Form e Jih wurde von zwei jüdischen r:a!reuzer, Leonard Keysor und cabmal des unbekannten Soldc I Am Abend sprachen Feldmark -rackdenl des Voakd of Deputirs, ' Lasli, und andere Redner bei ladi.i »n tvtref'cn in der Albert Hall ÄnV Kr:tmar »amin Cnglonb noch Gegensätze zwischen ation ui^d der heutigen 2» g§nd?" — Die« Frage wirst „Der Sturm", die Zeitung d r Wehrgemeinschast, in ihrer Ausgabe vom 23. Oktober 1936 auf. und es liegt nahe, iah solche Fragestellung unsere Kriegsteil Anläßlich der Frontsoldaten in London von Obern jüdischen' neust wurde Die Hymne lapelle des n Blumen fnes Mogkii adern des Jack White t«n nieder Millne, Hauptmanu dem Käme -lall 1..! d m a r I ch a 11 Lord Milne hielt im uh an die Gefallenengedenkfeier her jüdische» eilnehmer Englands, bei der er >en Vorbeivon 8500 jüdischen Fronlsolt aten abgeer batte in der Albert Hall ein ' Ansprache, m b r er die persammelten jüdischen Kriegsteil neh; r als „Kameraden im Dienste des jkönigs" ^s>ik?te. Wer die Ehre gehabt had«, de» König» za trag«» ,»d »«m di« flrofje i »ad ftolje zuteil gewordei sei, in« Welttr eg H diene», mü sr «,ch der heniige» Armee al» nimernd gelte». ftoAi Mi ne brach « feine Anerkennung über di« htait"| e mi.i.arische Haltung der jüdische» Kriegs ^r,:ne» bei der Parade zum’ Ausdtnck und er* tlärtff „Als ehemnllge Zold«ie» müht ihr sehr »»>1 daraus sei», Ihr ,»s de» R»l der Pflicht l« d.-je, Land »nd da» «eich «ei„ h,»t. Zieht »»« de» Ptoze»< etz Eurer GIa»de»s»e»olse» I» »°sem Lande I, Betracht, s« ist e, eine »»«»er» »He Leillnng. Ich „linke, Ihr habt i Ener Licht E s»bk «ater de» Scheffel geftelii. Ihr! hadt Laer «il :» der Verg«ngenh«3 ,r eiftet «nd könnt ftolz sein. SB«f die Zninnft dringen lall, da« « die Frag«. Mir ^ftl t die henttgh Sftnaiion ''cht. V», einem hingt «Fe» nd: »o» Euch «I« '«mal!,:» Soldaten". Itandbait londer» sinke». Von Wie rer kUann bause .böige ^_ __ ■ _W.f«m Augenblick. Geeinigt len könne», entzweit würden ni die ganze Welt in Asche und D i s r a e I i sprach der «ebner als „einem gröhtrn Staatsmänner, einem groben und einem großen Juden, der;im Untererklärt Hqt, von der Macht Englands der Frieden der Welt ab". So sei die Lage m Augenblick. Geeinigt würden Brite» ihr t nur sie, ernichtung Der Marquis of Reading gedachte der 50 000 Juden des Britischen «eich», die vor zwanzig Millionen ihrer Mitbürger stolz daraus waren, des Königs Uniform zu tragen. Denjenigen, die auch heute von dem leidenschaftlichen Begehren erfüllt seien, eine Uniform zu tragen, stehe dieselbe wie damals zur Brrsügung. Es würde ihnen bester anstehe», in der Uniform des Königs den Frieden de; Königs zu schützen, als im East End den Frieden. zu stören.. Auf dem Soldatenfriedhof auf dem Slopus-Berg feien Christen, Juden und Mohammedaner zu ewiger Kameradschaft gebettet. Stamm gegen Stamm, Religion gegen Religian zu setzen, beiße da; gemeinsame Andenken an diese loten entehren. > Grutzbotschaft des englischen Königs. Der "Leiter des Kameradschaftsabends, Hauptmann Reoille Lasli, verlas ein Huldigungstelegramm an König Eduard VIII. »nd dir darauf eingeiroffene Grußbotschaft des Königs: „Der König sendet allen Teilnehmern qn dieser Wiedersehensfeier seinen aufrichtigen Dank für die 4>ersicherung der Treue und die guten Wünsche, die Seine Majestät hoch zu schätzen weiß", i Im Anschluß daran wie» Hauptmann Lasli auf die Erfordernisse der Landesoertridigwig hin, und forderte die ehemaligen Soldaten auf, sich der Regierung bei ihrer Rekrntierungskampagn« als Sendboten und Helfer zur Verfügung zu stellen. Das werde die beste Widerlegung der gegen sie gerichteten Diffamierung und Verleumdungen sein. E» sprachen noch der Oberrabbiner de» Beitischen Reichs, Dr. I. H. Hertz. Leon Gtuckstein für die Abteilungen aus der Provinz und vom Präsidium der British Legion, M a j o r* X '.Brunei Lohen, der den Toast aus den Vorsitzenden ausbrachte. Hauptmann Repille Last! dankte mit einem Trinkfpruch. Dem Feldgotiesdienst und der Parade auf dem Horse Guard'» Field hatten 30 000 Menschen beigewohnt. Unter V«r»,tritt de» MnsiNorp» der Kgl. Scholiischr» Gerde zogen sodnn» »ntrk dem Kommend» de» Okerftlenlnnnt» L. H. Leo«, die jüdischen Front »id»te» in Achterreihe» znm Send» m,I de» Undelnnnte» Soldaten. Die einzelnen Bataillone wurden von Oberst M. E. Joseph, Oberstleutnant I. S. Marl», Kapitänleutnant R. Eoldrich und Oberstleutnant Stanley S. Lohen, die Offizierskompagnie oon Oberst R. H. Josephs geführt. - Die Kranzabordnung stand unter dem Kommando oon Major I. H. Brunrt Lohen. Die Inhaber des Viktoria Kreuzer, ßttftnanf Leonhard Keysor und Infanterist Jarque» Svhite, legten den Lorbeerkranz, >n dessen Mitte sich ein Daoidsftrrn aus -Mdhnblüten befand und dessen Schleife die Inschrift trug, „Dem Andenken der jüdischen Kriegsgesallenen, die ihr Leben im Weltkrieg hingegeben haben", an dem Sockel de» Grabmal» de» Unbekannten Soldaten nieder. Aufmerksamkeit scher Lebensrau findet, auch wenn irnler judi n leine eigene zusätzliche Pr» blematik aufwei t. Die Beantwortung ba! sich das Blatt ppti Treffen deutsche kürzlich m Berli und Freikorpskc u. a.: „Wir h unseren barten sinnlose Opfer mußten, dieser sparen, e» soll zahlen müssen! Ober der Brehm schreibt: schreiben könntetz, Wir meinen, differenzierten - fehr wohl auch ' in unserem B Teilnebmern. an ^dem ersten Dichter des Weltkrieges, das i stattfand, geliolt. Der Fron! mpfer Wilbelm Koblhaas sagt i ben eine heilige Pflicht, von Erfahrungen alles wertoolle weiterzugeben» r m so monches überflüssige oder das wir' einst bitter beklagen lugend und dem Reich zu er nicht immer jede Generation für sich selbst las netze gleiche Lehrgeld b« so muß der alte Soldat im mer mit der Tugend zusammengeben." sifdetendeutsche Dichter Bruno „Ich kenne keinen Unterschied zwischen uns uijd der Jugend: denn sie hat den Vorzug j mg ZU sein, und der wiegt wohl alle andetpn Vorzüge, die wir uns zu wieder auf." daß diese beitzen — in sich Aeußerungen grundsätzlich iir unS jühische Frotztsoldgten rbältnis zu unserer Jugend ihre Richtigkeit hohem Bei r chtrer Bl-:.«:. •- wie sie sich aus unKrrt Monder-'n Lage er>- I gewinnt ihr Ti»n-:e!ia!t Ir ,ar—«>.>. an Bedeutung. Die S’ruai-'on. .vordie 'Wende jüdischen 2-l'idiaii unf;r.’ Jugen" -c_ stellt bat. der Wand-! ...-r;r.. -r.-n. L'fl .: ooraurietzungen und die Harte der Zut'in'! . au'gaben bringt der beu:- ---n iu-iicheii I:. gend die svldakenacnera:.'.'« -'an i'*l l! ’ hi,, noch näher, macht gr-ahn-ig und Hgiruii der Frontgeneraiio-i'-fiir d-n j.<-diid>,-n -stia.l uTuchs noch meientlidier. So -ist für uns Jode« •' in Deutschland und unier i>'--merationsoroblem erst t;d,t. was Karl Anton Prinz Rolian am Beginn seines neuen hemerkenswerren Buches ..Jchidsglsstnnde Europas" u’encam Verlag. >-">raz: sagt: ..Der.'dlZeitlrieg bat durdi alle Böller hindurch-einen E.raben au'geriücn Aus der 'ei n e n Teile stehen die Menschen, die im Tchutzeiiäraben Einsturz und llmstur-: des alten Europa erlebten., »nd die Jüngeren, deren erster Blick bereits^auf einen TrnMmer häufen traf. Auf der anderen Teile ballen i die älteren Jaliräange. nie die der Krieg 'eine mehr oder weniger ungngenehme Unter hrechnng^ ihrer Lebensaewo! nheiten w'gr und die 1916 dort rörkgefanren find, wo iie 191-1 äilfgehörl barten." J.r. -Fiontgeneraiion und Jugend.stehen auf der gleichen Teile des Grabens! Sie aelioren >chi<i>alba''i. baltungs mäßig zusammen. Ties verlennen 'seitensder einen oder der anderen: bien.- einem I r r t u rii oer:alle», der für uniere. ('Vmcinufwft nur per hängnispoil iein tarnt. Wie jüdischen Frontkämpfer Tenlschkaiids haben den gelunae.ien 'Beriuch u-rternommen. .im Sport als Mittel körperlich-charafterlick>'r Ertüchtigung jene Form zu rinde«, i« der die uns mit unserem 'Rachwuchs gemeinsame Haltung Ausdnrck gewinnt. Auch wir kennen das mangelride Verständnis derer, di'e .arui der anderen Seite" des Grabens sieben, doch umso trober sind wir der Gewißheit, daß der Reichsbund ' jüdischer- Frontsoldaten und sein Sportbund „Schild" eine einzige gem'ein same Linie bilden, a r den das «üenerarions problein abprallk . >>a»o. Ai f: f ir Rach einem Vorstandes, den ist erfreulicherwefß von Wahllisten sentantenoersamm Wohlgang, ohn« wirb die neu« Grund einer Ein damit zu einem lens wirb, in Einmütigkeit zu der Gemeind« größten jüdischen kommt diesem «rffi Wert zu. An den Zustandekommen bund jüb. Fronts > Einsatzbereitschaft Frontkämpfers zu: wortung im iü folgenden Angab r B i Mlsche Zusammenarbeit Oie Einheitsliste für die Berliner Repräsentanten-Versammlung Der Fro atbund in der Gemeinde- und Reich&vertretung ruf des Berliner (6emeinde- 4>ir weiter unten wiedergeben, iebe. we/tere Einreichung die neue Berliner Repräung unterblieben./ Ohne öffentlichen Meinungsstreit Repräsentanz nuninebr auf hpitslist« zustande kommen, die Symbol des jüdischen WHschwerer Zeit ein Bild der öiefen. Bei der Bedeutung rlin als 8er bei weitem Genieinfchaft in Deutschland eulichen Ergebnis besonderer Besprechungen, die zu ihrem ührten, war auch der Reichskdaten führend beteiligt. Die de» ehemaligen jüdischen Mitarbeit und Mitverant- »ischen Leben tritt aus ben n deutlich zutage. : Als einzige Wahlliste ist bis zu der am.Z! II fS3v ^adge'aufenen Meldelrist die vom Vorstand Ir Jüdischen Gemeinde zu Ver’in znsammenge Ille Einheitsliste für die rilcuwabl der kprälrntantrnversammlung am 29. -.'loeeniber igcreicht worden. Es wird somit diese Liste , ii e Wahlkamtzf gewählt werden. Sie ent It 15Ü Ramen, v»n denen die ersten 4l als wöhlt zn dct.'nchten fein werden. 'Rach Eni ldung oon 5 Mitgliedern in den neuen Vor nd rücken die 5 nächsten, in" der-Liste auf lübNen Perlönlichleiten der Reihe nach an ibre stelle. , Die jListe beginnt mit den Ramen der Mit glieder des gegenwärtigen Gemeindeoorstandes. Direktor Heinrich Stadl. R >A Dr. AlfredKIe . Adolf Schoner, Moritz Rosenlbal. Dir &V* Kareski, Larl Fuchs und AGR. i. . Tuchirr. Es folgt der Vorsitzende der Repräsentantenoersammlmig, Kam. q>or. Stern Zrel.-lid >. und brr .ftellvettrct« sitzende R -A Philipp Kozower der ustd bann abwechselnd immer eai »io- «eliziö.-Liberalen on» m.« - 1

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