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Der Schild · 1936-10-02 · 40 (2.10.1936) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
40 (2.10.1936)
Date
1936-10-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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HERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. IJnlti Frtttaf Mit der MlustrUrten Beilage „DIE KRAFT«* für Sport ng und Vertagt Berlin W 15, Kurfüntendin iten E. V.). Samm.-Nr. J1 —8571, Postscie Schildkamerad. Redaktionsschluß: jeden Bc und Rücksendung unverlangt eingehend :r real -eichsbund jüdischer 76142. Telegramm* Erscheinen. Für bte wird keine Oer Ibernommen. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden kein Vergütungsansprucb. m 200 (F: :k: Berlin tyienstag Manuskrib 41 / IS.IaHrga», un|* (ei <2ntf stark N u vor hie jupailqn vor mir grauen und Jugendertüchtigung Pfeanlg Die 12 ge- Bezugt preis: RM 0,55 im Monat zuzügl. Postbestellgeld. Anzeigenpreis: spaltene Milli neter-Zeile RM 0,16. Stellenangebote u. -Gesuche, Famili<nanzeigen RM 0,10. An reigenschluB: jeden Dienstag vor Erscheinen. Afan verlange_genauen Anzeigentarif Anzeigenverw,: Bepa* Verlag Benski k Pakuscher, Ber in W 50, Regensburger Straße 21. Fernspr.: B4 Bavaria 6697.— Postscheck: B«Hin 32 520. Berlin, 2. iiht. 1936 -Ärbett i grotje jüdische Feiertagserlebnis ist «, etnen strahl der Licht« haben in mir mitgenommen in den (Mütter fallen, die Jahreszeit hat dein der die Arbeit unseres Bundes Verstärkter Aktivität einzusetzen pflegt Reichspund jüdischer Frontsoldaten wir es jedenfalls mit oller b und dem verdanken wir die ssenheit unsere« Bundes, n die ungeheuren Aufgaben. Leben und Schicksal uns stellt, ansein. nur so kann der Frontbund Darum ist es nicht al ein damit getan, dah man in der Mitgliederl ifte einer Ortsgruppe geführt wird und moi atlich seinen Beitrag zahlt. Unsere Bundesidee verlangt mehr. Wirkliche Kamnadschafl muh sich betätigen. Tie beschränkt si h nicht auf die formale Zugehörigkeit zum Bunde, wie dies Sommer stand im Zeichen her — mit den l aben Erwartungen entsprechen, die seine anderen Bereinigungen enügen mag. sondern iz darchgesührten— Ferienhilfsaktion die Kamitaben und ihre Angehörigen, ja die fie setzt ein wirlliche» . susammengehörigkeitswndiem Kamerabenruib die ihm so sehr Judetz^ Deutschlands überhaupt an ihn knüpfen. geftlM voraus, da» sich m dem Willen zu . ~ bol llich IS ]| 7U körperliche und seelische Erholung ge- I bat. und jener groben sportlichen Berbmaen, bei denen die mtensioe Ertüchti- «rbeit an unserer jüngeren Generation ist wurde. Kerbst und Winter aber l die Lameradschaftsabende und anderen altungen unserer Ortsgruppen, durch versönliche Band von Lamerad Istomerad eng und fest geknüpft wird, wieder f lichterer, häufigerer Folge. Gerade aber persönlichen! Verbindung, auf dieser ip ViiloP»» von Mensch gn Mensch, ja alle wirkliche! Lameradschaft und der Zusammenhalt in unserem Bunde, n der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten ja nicht zu jenen Gruppen oder Bogen, die von der gemeinsamen Platin einer Ideologie, eines Programm» ausi; «>ir erkennen ja nicht eine bestimmte afchauliche Theorie als Gegebenheit an, » sich nun das Handeln der Menschen n Gemeinschaft aurrichten mühte, wir das jüdische Leben nicht nach einem iten, gegebenen Schnittmuster zuschneisondern für uns ist die grundlegende »enheik die Gemeinschaft des Schicksals. Klaubens und der Abstammung, die wir tum nennen: und wir wollen, dah diese nschait lebe, in Ehre und Würde bed durch sie und mit ihr der Einzelne. Ziel muh unabhängig von jeder ab- «. Theorie anaeftrebt werden, es steht ir jeder oorgefahten Doktrin. Doktrinaris- . «deutet vielmehr Politisierung, und msierung heiht letzten Endes parteimähige »litterunig. Äuflömng de» Gemeinlchafts- » und Gemeinschaftswillen». Wir sind keine Freunde aller sog. „... ismen" .unserem engen jüdischen Bereiche. Mr an die 24 Wahlvorschläge. die die von Tel Aviv für ihre Bürgermeister- .„^nötigten, wir denken an die üb« 40 adlliften jungst bei den jüdischen Gemeinde- 't»en in Warschau, wo es doch dem Judengemh nicht sehr gut geht. — wir er* « hienn die praktischen Auswirkungen, .oenkn ein politisierte» Judentum führen L.unb möchten darauf für uns« Judenm Deutschland, au» diesen und manchen ren Gründen, entschieden verzichten. Für persönlicher Beziehung v< Selbstbesinnung aufriesen und die Bedeutung unserer Bundesidee immfr sichtbar >r machten. Je härter aber die Zeiten werde» je ernster , die jüdische Situation,! je umwallter die Strahe, aus ber wir in tmfere Zislunst mar schieren, destomehrg zigartige Bedeutu oundes jüdischer e w i n n t n g des Front für. das Judentuch-Deut an .geschichtlichem tatsächlichem Wert Profil die ein Reichsoldaten lchlands und an .In der unendlichen Ful e ier Ein>e!aufgaben und der Kleinarbeit, die ir »er Bui desleikung, in den Landesverbänden^ chid oo> allem in den Ortsgruppen für die KSamerabjcn, für die ~ bewäl n Lamerad zu Lame- Kriegsopfer und für die Jugend De, enge persönliche Kontatt untereinander, wie ihn das Leben in unserem Bunde herzustellen bestrebt fit, bestätigt dem Einzelnen imme wieder, dah er in emer Gemeinschaft steht, deren andere Glieder'nicht nur dasselbe traget wie er selbst, sondern dah sie « in der k loschen Haltung tragen. E» gibt einen starken inneren Rückhalt, wenn imm« miede da» Bewuhtsein geweckt wird, iu Reih und B lieb mit dielen tausenden von Männern zu steten, die bus Gleiche «lebt haben wie man selbst: da« gleiche Schwere und da» gleiche Frohe, den gleichen Stolz und die gleiche Enttäuschung — da« gleiche Schicksal, das vielleicht den Einzelnen mn«lich Niederwürfen könnte das aber von der ganzen Formatiot — Schütter an Schult«, Seite an Seite — männlich und gläubig durchgestanden wird. Das Schliipmste. was « gibt im Leben, das Gifühl d« Berlaslensein», braucht keiner und burf kein« haben, der in den Reihen des Re ichsbundes jüdischer Frontsoldaten steht. So beshränft auch uns«e geringen matenellen Mittel sein möge i. so stark ist der moralische. I der see ische Rückhalt, der von unferem Zu-! sammenlchlub aus geht, und der uns vor dem Bösefteit, das über uns kommen könnte, bewahrt: den Mi t-qu verlieren. Es liegt eine *i ungeheure Stärkr ng in dem Wissen, dah « Lameraden «ibt, bereit Herz im gleichen Rhythmus schläg . - in dem Wissen, dah in unseren Reihen jene Kamnadschast noch lebt, die im fürck lerlichsten Grauen der Bernichtungj, in der t unkeksten Nacht d« Kriegserlebens oft der hell«, wunderbar leuchtende Stern war. dessen Licht uns vor Verzweiflung bewahrte und uns Glauben unb Hilfe brachte. las ist ber C^etft. aus dem wir — als auf echte Juden und Frontsoldaten — an uns, re Arbeit Herangehen und durch den 2nhall und Form unser« Bundesarbeit, destimmt wird. Da» ist die Haltung, die tedem unfern Kameraden, ohne Ansehen der Person, gilt] wenn « seihst nur auch zu vollem kameradschaftlichen I'Einsatz bereit ist. Es tjj zugleich d« Geist, in dem wir unserer Jugend die Hand hinstreck> Line Mannschaft KrkgftbiM («hi Kim. Mb« Fabian «. A — eine Einheit! <>»rho Ait<v*tfUun2*herKhl Seite ratz betätigt. Tausende : nd tausende von Kameraden finden seit JqHr und Taghierin ung und wefirallerwalyung! eine hohe innere Befried! mng und vollbrin gen eine beispielhafte Leitung für die Gesamtheit: dietenigen aber, die diesem Beispiel bisher nicht gefolgt sind, ordern wir an der Schwelle der beginnenden Winterarbeit auf: ..Tuchfühlung nehmin!" Es ist keiner zu hoch und keiner zu niedr g dafür, es braucht sich ketn« zu vornehm un > keiner zu gering ui dünken, um sich ins Glied zu stellen. Es ist für Jeden sein Platz da. Es gibt für Jeden eine gröbere oder kleiner Betätigungsmötzlichkeit: ab« jede Betätig ng ist von gleicher Wichttgkeit und Bedeutung, ffiir kennen keine „llevenähliaen". jeder, am r auch jeder wird gebraucht. Drückeberger da f « nicht geben. Jeder Einzelne steht ckm D ienst be« Ganzen. Grö Rur in dies« restlosen? bedi >gung»losen, lückenheit losen Geschlossenheit und Ein atzbereitschoft kann Leit dero! auch die Polizeibehörden und Poli^iorgatze angewiesen werden, stets da» ^Wemlichtvet -- »* " der jüdische Frontsoldat di Gesaintverpflschtung erfüllen, die hm urteiljmirbe. .(Bit haben im „Schild" mehrfach darauf riefe», dah Juden nach dem Wehrgevom. 21.^5. 1835 zwar zum aktiven dienst nicht zugelassen find, aber der berwachung in vollem Umfange unteri unb daher auch u B den erlassenen cklichen Bekanntmachungen über die Muste- Folge zp leiste« haben. Ebenso gllt für die Bestimmung, dah Wehrpftichtige. ...... Ih » ,s[anbt >«ben oder für längere Zeit nstst>znfU' der" zunächst eneichbaten unnusland gehen wollen, ihre Beurlaubung teren! Verwaltungsbehörde zur weiteren Feft- I2, p*? Wehrpftichtverhättni» nachfuchen »ething oorgeführt werden. Jüdische Männ«, «^lere Bestimmung ist mit Rücksicht ausroanbem wollen, und zwar alle wehr- 12^ Aurwandernden befand«» wichttg. Im Pflichtigen Männer zwischen dem 18. und 45. l25jw,Ql6Iatt d« Reich»- und Preutzischen Lebensjahre, werden asto m B«meidung von |?Wft«num de» Innern vom 9. 9. 1836 Schwierigkeiten rechtzeitig vorher den Antrag J®> wird ein Runderlab vom 29. 8. 1936 auf Befteiung! au, dem Wehrpfiichtv«hältni, stentlicht, in dem die Behörden d« allbei ihtem zuständigen Wehrkreiskommando zu und inneren Berwaltung. insbesonstellen haben. pflichtverhältni» ncghsuprüfen. wenn Dienstpftichttge aufgerufeijer Geburikjahrgänge mit ihnen m B«ührung! kommen. Bor allem sollen dadurch DienstpfttcÄge d« genannten Geburt»- jahrgänge. die sich elwa der Erfassung. Mufterung und Ausheknmg entzogen haben, ttttgestei t werden. Fal s sich d« Dienstpflichtige nicht hinreichend auäweisen kann, so kann er da» Judentum seine Söh,e an die Fronten Weltkrieg« schickte, um ihm Ehre einlegen. deren Gara tten wir nun al» d« zull. sind. Und da» ist ja die grob« 2d«. die schon den Männern vor Augen ft mb, die 1919 — aus den Schützengräben zur Ickgekehrt — zur “ “ ~ '" ' jüdischckk Frontng « nicht um einen Beteranenv«band öd n Kriegervevein: der Anschlub an die Regim ntsoereme stand ja allen often. Aber weil af imilatorifche Gesinimng ihnen fern lag, wollen fie. gerade al» Frontsoldaten, fich ju ihrem Judentum bekennen rnd sahen hienn ihre Berpftichtung vor d« jü »Ischen Geschichte llnh dies« Gedanke hat un trm Bund durch alle folgenden Jahre aeJWfcL, er bestimmte [eine Haltung in der Schi ksatswende be* 1933 undgewann ll« den Zugang —__,« neuer Mitglied«, tb die aeschicht föen XatfaäeH imfnn stärk-r zu jüdischer Ja! tigen ist. darf dieser^arobe G»elichtspunkt nie verloren gehen. Denir' er erst gib unserer Arbeit jm Bunde und Soyrtbunhes wie im jüdischen Leben überhaupt ihren tietaren Sinn und ihre höhere Zielsetzung. Es reiht daher auch nicht allein aus, dah der einzelre Kämerab nur an dem Leben utzd der Arbei seiner Ortsgruppe aktiven Anteil-nimmt: iber den lokalen Interessen, über den desond:rcn Arbeitsaufgaben der Ortsgruppen muh der Bund als Ganzes stehen. Der einjelne Kamerad darf sich nicht allein als 8 lieb, als Teil seiner Ortsgruppe, sondern er soll sich als Glied und Teil bes gesamter Reichsbund« empfinden, der die vielen tausende ehemaliger jüdischer Fronttämpfer in ganzen Deutschen Reich umsaht. Gerade c us der Gröhe dies« Zusammenschlusses, aus >er Einheit be gesamten Bund« unter ein »eitlicher .eitung. erwächst dem Einzelnen «st das Gefühl d« Rückhatts und d« Kraft, die nur ein groher. umfassender Zusammenschluh ü> geben vermag: andererseits erwächst hinaus - :rft dem Bunde die wirlliche innere Geschlossen! ei£ die ihn in die Lage versetzt, feiner eig,ntlichen geschichtlichen Aufgabe nachzustreben. Der Bund als Ganz« muh inn«lich stets diejeni ze Einsatzbereitschaft aufweisen, die notwendig ist, um im entscheidenden Augenblick fein mo alisch« Schwergewicht geschlossen zum Einsitz zu bringen. Dazu gehört — wie gesagt — Tuchfühlung unter den Kameraden, lebendig« persönlicher Zusammenschluh in den Ortsg nippen, darüber hinaus ab« nahtlos fester Zust mmenhalt d« Bund« als Ganzen.. m Hierzu dienen die Informationen ük« stie Bund«arbeit, die den Land«v«bar dsoitrfitzenden mehrmals im Jahr bei den Zufaifi» menkünsten in Berlin erteilt werden, hierzu dienen die Reifen und Bortväge von jiedern der Bundesleitung bei den Taiungen glie der den Zugang ber Land«verbände, an welchen die jzjrr»» die aeschicht» g ruppenoorsitzen den teilnehmen. Sache bei: Lanzu jüdischer d«verband»- und Ortsgruppenleit« ist <», die Mit- Orts- ",

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