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Der Schild · 1936-09-25 · 39 (25.9.1936) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
39 (25.9.1936)
Date
1936-09-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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itz finget HERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. tjldM FraKai Mit der Illustrierten Beilage „DIE K ag und Verlagi Berlin 15, Vurfürstendamm 200 (ileichsbund jüdischer daten E, V.). Samm.-Nr. J 1 —8571. Postscheck: Berlii 76 142. Telegramm- SchildkameudL ßedaktionesehlu#: jeden Dienstag vor Erscheinen. Für June und Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte win^ keine Oeübemommen. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden kein Vergütungsanaprucb. L#j/ IS. Jahrgang 5 Olfl 4—15 'Mllllllllllll Jugendertüchtigung BezuDr_ spaltene |Mi RM 0,55 im Monat zuzügl. Postbestellgeld. Anzeigenpreis: Die 12geimeter-Zeile RM 0,16.*Stellenangebote u. -Gesuche, Familienanzeigen RM 0,10t. A azeigenschluB: jeden Dienstag vor Erscheinen. Man verlange genauen Anzeigedtar I! Anzeigenverw.: Bepa- Verlag Benski t Pakuscher, Berlin W 50, Regensburg r Straße 2t. Feruspr.: B4 Bavaria 6697. — Postscheck: Berlin'32 529. Heldengedenken zwischen Rausch Has Preis 20 Pfsanig Berlin. 25. Sept. 1936 , r ßc toten Mim-Dßt übenden €I|m ly — ■ifcrs r Toten, wir Toten sind größere Heere ihr auf der Erde, als ihr auf dem Meere. fif pflügten das Feld mit geduldigen Taten, schwinget die Sicheln und schneidet die Saaten. i ^ir Stichen noch immer die irdischen Jtiele, um ehret und opfert, denn! unser sind Üelc! Conrad ftrd. Mtyer Ah einmal flammt in diesen Tagen die Pracht des vergehenden Sommers zu einem E auf. eh« der stürmend« Herbst alles "*ht und zerstört. Noch einmal offenbart in letzter Schönheit das Farbenspiel Wälder. Seen und Berge. Diese Tage i wir Juden unsere ..hohen, heiligen ' genannt. Dem, in sie fallen Neu - 'f«it und Versöhnungstag.Und. -ttfi zwischen beide ist jener Sonntag, c; Sitte geworden ist.! in allen jü- Gemeinden Deutschlands. hinauszudorthin, wo die Toten liegen, an ihren "Wem für sie. und damit für uns. zu beten., •f sehen zum guten Ort" sagen sie bann meinen jene Neinen JudenfriedHüfe, die weil drauhen vor der Stadl, dem Dorf, Elchen zwei Berghängt drängen, auf denen « warme Herbstsonn« ruht. Dann sttzen sie nutzen am Grad. und ihr Blifl verliert sich lveileit hinüber, dorthin, wo jene alten oeritterteu Steine au» wucherndem Grase aufagen zwischen Büschen, deren Heckenröschen «er und da noch blühen. E» find Steine über «rädern aus vergangenen Jahrhunderten, zu- »men findet sich darunter «ine»* der aus der -zeit 1400. sogar 1200, stammt. Singende Böhiivten von den Steinen hinüber ju kleinen dJprefiMt, die mahnend und dunkel sich er- «vm. Der Wind weht ein paar Neste zur «ne und sie lesen „Gefallen in dem JBe* tntunasfneyje ■ 1813/15" und sehen daneben das Grab eines Sohne« „Gefallen 1870 71 d«t Eravelotte"... ünb wenn sie bamt später würdig, in der dunklen Rleänino. die #«lfm Ort« angemessen ist. nach Hause gehen, mngsam und bedächtig wandeln, wie Menschen? die etn« innere ttese Nutze haben, dann seltsame Muidum. das jeden 1 Tagen zwischen Rausch Ivaschonoh und Joum Rippur unWiest. würdiae. jetzt gerade 70jährig der Oranienourgerstrabe. Ott schlichte Bomehmheit alter j geschlechter Perlins scheint in gefangen ja! sein. Ein guter ernste Feiet. So war ^s denn auch wieder ein ganz besonderes Bild, als am vergangenen Sonntag di« Fahnen! einzogen. Trauer umflort, von langen Reihen Männer gefolgt, di« zu einer Gedenkstunde für ihre gefallenen Rameraden zusammentroten. Ein Orgtlpräludium erklang. Und während seine R länge stch droben in der Ruppel verloren. dann wieder in den Gewölben des Seitenschiffes sich fanden, wandert« der Blick durch di« langen Reihen der Trauernden. — Sie sind älter geworden, diese jüdischen ffrottl» soldaten. 4- Jener dort, der noch mit 30 „raus" ging. ist. nun bald 70. Dort d4r Schmale mit dem feinen Gesicht, an der SLus«. er war der Benjamin der Rompagnie: und jetzt, jetzt seht schon sein grober Junge neben ihm. der i n vorigen Jahr Barmizwah ward. onoh iund Jaum Kippur ngc Synagoge in urgerstrab«. Ott ihrer Feier. Di« jüdischer Familienen Raum einahmen für eine Ri« Dott sieht Schild ist Reihe zwi einer in blauer Schirmmütze, der blank und abgegriffen, in einer chen Rameraden, aus deren soigfältig gebirstelen Zylindern das warme Li ht G der Rer^r spielt. — Wo die Reib« zu Enjde eht. sitzt einer: Beide Beine zerschossen. >as Bild! ist das gleiche wie früher, mir die Ronturen werden schärfer, härter.... Nun singt der Ebi r .Ohausch" oyn Lewandowski. Die Einheit der Ehorstimmen findet eine Einheit der Tr mernden. Dom vor dem Almemor haben di« sahnen, bi« ONsgruppenoorsitzenden, Aufftesll mg genommen. Don einem aus dunklem Laut» , «wundenen Schild-Zeichen des Frontbund«» euchtet hell Jxr Stem Davids auf. den eibe Astem bilden. Bertteter des Gemei evorftandes und anderer Organisationen sit > in vorderster Reihe nedm den Rameradi der Bundesleitung. Feldrabbiner Rom. D Salomonski betritt dann d»e Ranzel- Diele was wir fühl«», denken, weih er m SBprtt zu formen. Fasten Gedaljal ist heute. Wir ehren das Andenken jene, ( atthalter» in Israel, der sich bemühte, dar eftehende zu erhalten, das Geblieben« zu föi srn und das Erlaubte zu prägen. Dies wqr seine Aufgabe für die, die nicht mit hinw zzg «zogen waren. Da kam au» eigener Mitti ein« Mörderbanb« und tötete ihn. Und je in armseliges Bolk. ahn« Gottesdienst, ohne. Ehre, blieb zurück... — Wer so oft mutt« I in langen Jahren durch die Zonen des Tpl es geschritten lei. der bitte nicht für sich. Ow nu Malkenu. gedenke unserer zu gutem Ge! Schtnis! Wenn Hott unser Bater ist. dann stid wir seine Rinden Wenn Gott unser Rönigi st. sind wir seine Soldaten. Soldaten lieben h nicht, dah viel und lang« gesprochen werde,! dah die Dienste des Ein-e zelnen aus der »emeinschatt heryorgehoben' würden. Soldatf, haben ein Ideal: In einer Reihe ju stehen, die Fahne hoch in den gesvannten Fäusten, und fie im Tode noch nicht loszulassen. — „Und weil das auch so bei Euch ist. Rameraden", so schloh Ram. Feldrabbiner Dr Salomonski, „taofere Brü der. dämm grühlN Euch die Toten und lagen: .Ihr Lebenden.!ihr seid nicht vergessen! Wir leben mit Euch ' ott, so wahr es Einen Gott gibt, der Himmel upd Erde geschaffen hat. so gibt es ein Wiedersehen in Ewigkeit'. — Eure Aufgabe is es, zu stteiten um der Ehr«, der Wahrheit ind der Gerechttgkeit willen, also um Eurer oten Rameraden willen, mit der Stimme des stummen Gehorsam», Gottes Los zu ttagen. Wir bauen auf' Gott, der in seinem groheu Verstehen leine Rinder nicht verlädt. Amen". Die langen Reihen der Trauernden erheben sich. Ram. Dr. -alomonski spttcht das Gebet, dann singt Ran or Ram. Ruschin. selbst ehem. Fronttämpfer. pas El mole rachamim. •J iM Das RabbifdJ wird gesagt, jenes Gebet für die Toten, das Gott lobpreist, jenes Gebet, das Einer sott jt und in da» die Stimmen der Trauernder im Chor einfallen. — so wie drauhen an di r Somme, vor ^Verdun, am Toten Mann, in den Sümpfen Ruhland». in den Bergen Tirols. „Adaunoj m> odom" singt-der t^hor, und ein Orgelpostlu mm bringt eine Variation über das Lied vom Guten Rameraden. in das die Feier ergreifen » austlingt. °uch die Juden der »rohen Stadt nicht nur au» det auch sie treten den fSÄ StebtWaSS! °"' fa*tCT *inau* JU Unb jener Sonntag, einai Ranfdi Haschonoh und 3aum »in ru «wem besonderen, „ ffudischen Fronttoldaten in De»^-, Kameraden zum^ Ap^l^zum Gede^* Deutschen Marine und Schvtztruppen. Und wie in jedem Jahr, so auch m diesem, war dir schön« ehr- Die Oefallenen-Ehruiv ♦ >k dem EhrenfHedhof in WeiBehsee. BiU: Abf»ham

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