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Der Schild · 1936-08-28 · 35 (28.8.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
35 (28.8.1936)
Date
1936-08-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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4 - Rr. 38 JIEJAUM^M^ReaMUNOjOOMKMmraONTSOiJMTJENjg^ Ä twl + Unsere Loten j •m. Wk. WtnA. Sntla. Ort*fr. M»ek Km. f*»T> 9c«. B«ma. Otteflr Mark Km 9t X 8««4ctM*. BtTtt», Ony 6*k Landes Chtenhom. Dt. fnlfctntiHm 80 Zalire £ctte |rln Mt >4 »e)mntn Ma 18. ärtteatfater-SttiM » ©crlia aut AlckGcht l fribet als i» ftfrrifn Qkrrtli* ititifrt aatli fratf |U)i Nttch Mt ti fl. ttfraiffltrfl Pr. STtti 4. 3cpttmber wird das cbrenmitglicb ver Crtsgruppe Königsberg i. Pr., der (H e b e i rn t Medizinalrar, Generalobttazit b. f.'a. t., 1>rof. tr. Hugo Salf«nbtiTTT 80 j« fin alt. Man wird in die-en Tagen sicherlich an den oerlchiedenen Stellen de: jüdischen Preise Ausführliches über Bedeutung und Wirten diele» Mannes! von auhergewöknlichem Format leien können. Uns lei es dader Vorbehalten, mir wenigen Etlichen berauszuheben und in den Konturen zu oerstägken, wa; dieses Bild eines deutschen Juden trband Berlin und Mark Das Ferien-Hilfswerk 1936 gerade »ns Frontloldaten und der junge» &«n« ration. der wir uns verbunden und vefpflickiret tublen, lo besonders leuchtend und verehrungswürdiq erlchemen lallt, Schon auherlich, im Rein körperlichem' ,ii er in ieiner 'tränen. bekerr>ch!«n Hol- Zung.'die an den allen preuhilchen Offizier «rinnerr. mir jeniem klaren, freundlichen Äuge bis zur -rund« ein Fugger geblieben.-2l>«i auch in uoerttagenem Sinne, ^ailenbei», Kar nie den Rücken geLümml! Fn einer Zeit, da die Schultern manches Fücr- Heren unter der Last eines nieserdruckenden Schicksirl; sich beugten, bebt er da, aufrechten Hauptes, in den Sielen und leinet weil er Tag für Tag wertvolle, unentbehrliche Arbeit für uneoe Ge mem'choft, trotz vieler bitterer LnNäa'chungen, di« seine feNgegrunberen Ueberzcugungen >>n Wandel Pe; Zeilaesthekens an der Wurzel träfen.! Vielleicht vermag er das, weil er schon früh üianche Bürde trj’ sich nahm, weil >em Leben dis zu. dieser -rund« X i.’i’t für andere, Gr die Allgemeinheit ringsum bereute:«: iei es>. Dah er als Arzt und Leiter eines gronen Lbariiarioen Rrantenhaules oder als - ilnioersitarslekrer und - Direllot der btdnigsbergcr Univer-ilät; Rinderklinik der leidenden Mitweir bienre. Tie'« grohe, moderne Rlinif ver dankt rbr EnisieKen in erster Ui nie seiner Fnitjaiioe und seinen angestrengten jabtelanqen B« nübungen. So war es für idn e>n«l Selbstverständlichkeit, »atz er sich l üg, schon in vorgerücktem Aller, dem Bateriande, das er glühend lieble, zur Lferrugung lielllc. De; Rasier; Rock bat er stetsj »ril Stolz und in Ehren getragen! Eine dt'onvere Würdigung! verdisnl, was er daneben und bis deute für die judsiche Gemeinschaf! als,Borützend«r*des G. B. Ron gsderg. als Rats Mitglied des Preuhilchen Lanhesoerbande; und! vor allem als Vorsitzender der I Snnagogengememde Rönigsderg geleistet bar. iÄU |bie^ mag an anderer Slekle ent'prechend beleuchtet' werden. Wir, seben und verehren in ihn, die lchlichlc, stNdati'ch« Persönlichkeit, die durch eiserne PflichtersüNung, Vornehmheit des Charakters, bescheidene Lebensführung,. kingedend« Arbeit fite bie Allgemeinheit und stete 'Hilfsbereitschaft u»r allen ha; Leben «ine; Leut'chen Juden oorge'.edt hat, wie! es sehr soll. las er der linker« üt und dah wir uns dieses Besitzes noch freuen dürfen, das banken. mir bin» Schicksal! Ram. lr. Wsiln Wolfibeimr 'Mitteldeutschland Leipzig. Wir weilen, nochmals auf unseren Messeabend am MeHemoulag,^ den ZI. 8. 3h hm, der in den Schlohk«lle"rfälen ftaäfindet. Rädere» bitten wir Tie au» dem Fnleret in bp letzten Schildnurnmer fi ersehen. | Aus Kameraden- — und Familienkreisen Fürth Bauer» Unser Fronlkam. Martin Schlo. singer beging am 22. 3. 1936 mit feiner Gattin das Fest der Silberhochzeit. Htm. Schlesinger war mit dem Bayr. Fnf. Regt. 21 im Feld und i!t mit dem E. K. II. und dem Bayrischen Verdienst« kreuz ausgezeichnet. letze! ttftmli«« Bni*< M g»f«»> Btifll n» «Utf fkr ü*f» MrtMkUtt ikee.1 Sie »«kl Sttin Mm t> rf M OttzMptlckei S»tet« ktfcnlttK »rii I« m fit Bertil U« Mtfr |i. *n »elkMldtzerktlck fki »emhkHp I»lO»A Sit achrtfti-im,. Die -ommerferier sinds vorüber und di« Kinder, die durch das all] ihrli h vom Landesverband Berlin und Mark du chgei ührt«. Ferienhilfswerk auch in diesem Jahre ve schick l wurden, sind inzwischen gut erholt und rei h a i herrlichen Ferienerledni>ltn und -Erinneri rgen zu ihren Eltern zurtzrigekebrt. Trotz der ckngtznst der Verhältnisse ist es möglich gewesen, iineri beträchtlichen schar von Rindern Gelegenheit zu geben, die Drohen Ferien auherbalb der steini >auetn Berlin», in landlchaftlich schönen, ja lchö rsten! Gegenden Deutschlands bei freundlichen und lie »evollen Ferieneltern zu verleben. Einschlietzlick dei Lrtsgrupp« Tharlottenbürg, die auf eigene Ro ren 26 Rinder verschickt hat,' ist es dem Iu >end »ezernat des Landesverbandes Berlin und! Nark gelungen, 146 Rindern von zum grählen T il erwerbslosen und minderbemillelten Rameradi, Md auch Rriegerwaisen diele Ferienfreude un > di^ damit verbunden« Erholung zu verschaffen Anfänglich sah es nicht, aus, als ob nur annähernd das Vorjahre gebnis erreicht werden würde. Es'z zeigte sich, dah, a gesehen von der Entwicklung der wirtschaftlichen i erhältniss«. überhaupt viele Familien, die fid) st t» Izur Aufnahme eines - Ferienkiiides bereits g funden batten, teils in di« «''»rohltadt, teils in do - Ausland verzogen waren. Reue Plätze muhten ade» gesucht und geworben werden. Reu war der Devanke, durch persönlich« Werbung bei den Ran eradhn an das jüdisch« Herz zu appellieren. Rom. >r. sLelser, Vorsitzender unserer Ortsgruppe Pr, iizlatzer Berg, wurde von dem Leiter', de» Ferier hilickverks beauftragt, diese neue Werbemethode i; dP Mark Brandenburg zu erproben. Was ka im einer für möglich gehalten ' hatte, trat «in: Kam. Dr. Lesfrr konnte bei einer mur älätigen Werbetätigkeit dem Leiter de; Ferienhilsswerk; ca Z0 Freistellen und Deld- Ipenden melden, an de >en sich auch die kleinsten Ortsgruppen beteiligt ,att«n. Dies bestätigt die Auffassung, dah durch olch eine persönliche Werbung allmählich auch >rr!l«tzte Glaubensgenosse ersaht werden kann, u n «n zur Ueberzeugung zu bringen, dah es rti ,as schönes ist, sich für die Gemeinschaft zu b« ätigjen. E; gibt ja auch nichts schönere«, als > nserrr Fugend zu helfen und ihr seelisch« und körverlich« stärkunx zu spenden. ' I Verschiedene Landesoe bäiüi«, wie Ostpreshen, Westdeutschland, Riedersa isen usw., die im vorigen Fahre einen nicht gerir zenl Prozentsatz unserer Rinder ausgenommen hl beni konnten in d-esem Fahre für Berlin keinen «iiizigen Ferienplatz zur Verfügung stelle», da sie aus ihren eigenen Ifrohstadlen zahlreiche «rholun zrbtdürftig« Rinder ver- «ckicken muhten. Dafür l iben uns aber, da wir Berlin er ja kein eigenes f, interland besitzt, die Landesverbände Baben, Llürttemberg, P! i tleldeutschlayd. Oberschlefien, Brondenburg und Grenz mckrk in echter Rcmeradschafl unterstützt, und enrzelne Ortsgruppen dieser Landesverbände, wu Faftrow, schneidemühl, >>''öppingen, haben sich d< ri>^ besonders hervorgetan. Die Ferienbriefe der Rtnder, mit ungelenker Hand geschrieben, mochten u^ Hörden im Tckstoarzwald, au; schneidemühl ~»r ) . laftrow m der Errnzmark, aus Heilbronn, Bad 4 lergentheim oder aus Glenvitz kommep, all« atm< er sie eine zerlisch« und körperliche Beglückung, D af ich, aber zutreffend i iahte ein Ferienkind sein kindrücke dabin zusammen: „Fch fühle mich h ir sauwohl"... Feugt es nicht von richri. v rstandener Kameradschaft und Emiatzbereitscha I, wenn unsere eigen« kleine Lnsgrupp« Fürst inoalde mit ihrem unermüdlichen Vorsitzenden tameraden Drucker allein 25 Kinder in der l, »önen Gegend von Furiienwalde nnterzubring n vermochte! Dort muh jede jüdisch« Familie ei i Ferienkind ausge nommen haben. Wie schön > nd erlebnisreich müsien die gemeinsamen Ausflüge in > Motorbootfahrten gewe'en lein! Die begeistert' n Briefe bezeugen er. Es war ein Heller Fubel, w> nr nach einer Wanderung nach Gut Winkel od«! : ändwerk Reuendorf Berge von fri-chen Erdbeer n und Milch Züm Empfang bereit standen, un i venn di« älteren Fangen, trotz der mit Erdl ce en und Milch gefüllten Mägen, die Lehrlinge d t Güter im Handball ^haushoch" schlagen kon it< i, so war das der Gipfel der Freude. ' , Wer bei der Rückkunft i er Kinder auf tzem Bahnhof zum Empfang gev es m ist, konnte sich davon überzeugen, welch« Fi:u de er den Ferieneitern gemacht hat, ihren Pf ti ekrnde^i und deren Eltern Gutes zu erweisen. t grotzen Lebensmut telpakeren, -mit neuen > l« idungssiücken, mit kleinen Geldgeschenken trafen i Kinder in Berlin wieder ein. Lebende. Hühner, lein Kanarienoog:!, eine kleine Ratz« usw. befan > s^sich als lebende» Gut unter dem Mitgrbrachten diges Wiedersehen mit den 4 r zahlen, rin Uederlprude'n an F An dir Organisation bei einer Io grohen Anzahl geringe Anforderungen gestellt, der unermüdlichen, aufopserun' tzoollen Arbeit der Rameraden, die sich hierfür »r Verfügung gehellt halten, dah von allen st Ilen aus dem Reich nur zufrieden« und anerkennend t Bericht« «inlirfen. war «in freugehörigen, ein Er- Dar a stgrhöril Md«... wurt fe Wochen vorher wurde im manchmal bis in di« späte Rack hinrin gearbeitet, immer dessen eing«d«»k, wrlche g übernommen war. Ei» kleine« urden naturgemäh on Kindern nicht zeugt ober von Ferienhilfswrrkbüro he Verantwortung Versehen in der umfangreichen Arbeit hätte v«ursacht, dah Zug- «»schlüss«, dl« der beauftragt« Kam. Danziger in hervorragender Weis« rusam»«engestellt hatte, verpaht worden wären, dag dam die Kinder irgendwo sestgesessen hätten. Die Transporte wurden von einem Kameraden al» Beg eiter geleitet; jedoch muhte ein Teil der Kinder «nen Teil der Strecke allein weiterfahren, da in rr anchen kleinen Orten nur eine Ferien-Stell« gerne! bet war. In solchen Fällen wurden die betreffen >«n Ortsgruppen im Reich gebeten, den allein fahrenden Kindern beim Umfteigen behilflich zu sein. Und wie gut dies« Bitte verstanden wurde, zeigten ds« Meldungen wie: „Die Kinder sind gefüttert, sgrfränkt und weiter erpediert worden". Die Transport« sind teilweise von verschiedenen Ortsgruppen auf der Durchreise begrüht worden und b«n Rindern wurden Erfrischungen und Sühigkeiten ülberreicht. So wollte jeder seine Verbundenheit mit dem RjF. und dem Ferienhilsswerk beweisen. Feder, der zum Gelingen des Ferienhilsswerk beigetragen hat, hat dadurch gaeigt, dah Kameradschaft und Gemeinschaft keine leeren Begriffe sind, sondern die Tat zum Inhalt haben. All denen, die in Berlin wie drauhen im Reich zum Gelingen beigetragen, sei hiermit noch »er herzlich« Dank der Landesverbandes Berlin und Mark ausgesprochen. Das Fugenddezernat des Landesverbandes Berlin und Mark ruft aber jetzt schon sein« Mitglieder auf, den Kameraden drauhen nn Land« zu zeigen, dah sie ebenfalls über so viel Kameradschaft und Emsatzbereilschast verfügen und gleiche» mit gleichem vergelten wollen. Berliner Kameraden, beginnt daher jetzt schon mit der Werbung in euren Kreisen, uns es umfassender al; im vorigen Fahre möglich zu machen, während der Winterferien recht zahlreich« Kinder vom Lande in di« Stadt kommen zu lassen. Feder Einzelne muh dazu beilragen, den jüdischen (sirmeinschastssinn zu pflegen und zu fördern. Kam. R. A. D». Tilberftein., Berliner SameradschchflAabende OcMiratpc Matt: Ctjlrf Btaanta: 2. *».'l93b» tbraM 8’a Ubt, .Aamlrr Saalrtftr. 6. OrUftaatc Batzerf: 3. 9. 1936» oieaM §{? Ifcr# ©tübttafttiaaböö#/ Äatfötftfaftr. 15/16, Sqtft Ctadl (Mit ©amen). OrUfnpf« ©trffrit*: 3. 9. 1916, lobeaM 8‘J Uhr, Kaffee ©Utelatzach, ©ayetischet Platz 2. ' C(U«t. Ost. Die sehr zahlreich besuchte Versammlung am 19. Aug. wurde vom ftello. Vors. Kam. Müller für den verhniderfe» Kam. Kleczewski eröffnet. Nachdem er der Gefallenen gedacht, fand er herzliche Abschiedsworte für den au» der Bundesleitung scheidenden Kam. Dr. Elsbach, dessen Verdienste er eingehend würdigte. Danach begrühte rr neue Mitglieder,. Kameraden, di« zum ersten Mal anwesend waren. Rach Erledigung de» geschäftlichen Teils erteilte Kam. Müller dem Referenten des Abends, Rechtsanwalt I lh e m a l, das Wort zu seinem Vortrag Meine Reiseerlebnisse in Südamerika". Fn überaus a»schaulicher Weis« gelang es dem Vortragenden in einem zweistündigen Vortrag, den Anwesenden «in lebendig«; Lilp dieser Urberserftaaten zu geben.!, Das Auditorium dankte ihm mit minutenlangem Beifall. Rach der Paus« beantwortet« Kam. Thema! noch einige Anfragen. Endlich berichtete dfr inzwischen eingrtroffene Kam. Kleczewski Uber 'die Sitzung des Landesverbandes. Ortsgr. Ost. Am Dienstag, 1. Sept 21 Uhr: Konzertabend zum Besten der Kriegsopfer und notleidenden Kameraden, in den: Costcordia-Feftsälen, Andreasstr. 64. Uneigennützig wirlen mit: Stella Marcus, Di. Ewald Fa ff«, Dr. Karl Sachs, Kapellmeister Hermann Scuwartz. Organist der Synagoge Levetzowftr. Eyitritf frei. Lh»rl«tte»b»rg. Fn der Orthgruzwe veranstaltete am Montag, dem 17. August 1916, Kam. Dr. Alfred H e p p n e r einen Unterhaltungsäbend unter dem Motto z.Froh« Stunden mit jüdischen Künstlern — in Wort und Ton". Aus seinem reichen Archiv sühne Dr. Heppner, mit kurzen verbindenden WoNen erläuternd eine Reih« sch-ner und zum Teil auch historisch interessante, Platten vor, die von jüdischen Künstlern — Pianisten, Dirigenten, Sängern, Schauspielern — bespielt bzw. besprochen waren. Besonderen Beifall fanden ,m 2. Teil fc, Abend», der ausschliehlich der heiteren Akle *.! widmet war, einige Platten mit Renii-iiizmze, « da» frühere Berlin und a» sorglosere ,;nt(n rr' H.EH Wer lernt «inen kriegsbaschüdigten »on». raden Redakteur Steinfeld? Raibrichten^ die Bundesleitung; SeBefafae, ©mrPB0©rr^,< Deutschland» neunter ^rieqbqePier. Bor 20 Jahre« erklärt« Rxminie» den Ur», Es ist genau 20 Fahre her. dah R :rniv> sih der Entente anschloh, eia« Tatsache, mit der iu> zwar seit langem hatte rechnen müsien. die «der dennoch in diesem Augenblick unerwartet k«» Zweifellos war Rumäniens Eingreifen -ratz senm schnellen Riederkämpfuna von gröhteri Vedertmz für den Ausgang de» Weltkrirg«;. Den-: zu j,,M Zeitpunkt war es für di« Mittelmächlc der«»; ein« schwere Belastung, wenn sie gezwun^.n »nr,. starke Kräfte an einem neuen Kriegssckiauplatz p konzentriere». » Fn den seither verflossenen zwei F.:!'rz,lmto, hat e; an Vorwürfen nicht gefehlt, die «mkvritr der Reichsleitung gemacht wurden, weL sie riät imstande war, auf diplomatischem Weg< Rumonie, auf die Seite der Mittelmächte zu ziehen »dir ti mindestens zu weiterer Neutralität zu b<»tgn, andererseits aber auch der Heeresleitung, weil I« bei der unsicheren Haltung Rumäniens teickvorher sti einem geeigneten Augenblick I"e Fniti«- tive ergriffen hatte und in Rumänien ein-narlchm war. Tatsächlich hotten ja vor dem Rrie>: freundschaftlich« Beziehungen Deutschlands und Letzerreichs mit Rumänien bestanden. E; war sugar lange vor Krieosbeginn «in FreundlckiasUadkommen zwischen Deutschland und RunianiM zustande gekommen, da» aber vom rumäni!>b«n Pci lament nicht ratifiizert worden war. A'er schon in den ersten Kriegsmonaten und besonder; ud> dem Tode des ehrlich deutschfreundlich: Riuiz; Earol I. zeigte es sich deutlich, dah fumäme, sich weniger von freundschaftlichen oder :cmdlübcn Gefühlen leiten lieh, sondern dah es geir ült war, sich im geeigneten Augenblick der Pauci auz» schlichen, di« mehr Aussicht auf Erf. a Hader würde. So war also mit diplomatilchen .siuuheu kaum etwas zu erreichen. Bei der deutschen Heeresleitung und . uch da den Heeresleitungen der Verbündeten war die Möglichkeit eines Präventivkrieges gegen .'''.märnci wohl erwogen worden. Auf diese Weise b. ' lt m«n den steten Druck zu beseitigen und belo-ider; d» stark gefährdete Verbindung mit der Türlci »»» Bulgarien zu sichern. Wenn dieser P.an wieeei fallen gelassen wurde, so waren neben m'I.larilchei, in der Hauptsache wirtschaftliche Geü.!>!;punst> mahgebrnd. Denn trotz seiner meist unir-aidliter Haltung hatte sich Rumänien während de Rriege; vertraglich zur Lieferung von Petroleum »nd besonders Getreide verpflichtet, und es ' '!e dn Verträge auch ringehalten. Zwar häU diele Lieferungen bei siegreicher Beendigung ' -- Held zuges unter eigener Regie weitergeführl weide» können, aber man fürchtet« — wie sick> -aalei zeigte mit Recht, — dah di« Lieferung dam erschwert werden würde, abgesehen von dn unvermeidlichen Unterbrechung während der .!>» dei Kampfhandlungen. Die Heimat und vor a.!em die Westfront waren aber aus dies« Leben»m:;:c! Lieferungen unbedingt angewiesen. Ausschlaggebend bestimmt wurde die Ha»«»- Rumänien» schliehlich durch den Zusammen .uch der österreichischen Ostfront und durch den ."'mersolz der deutschen Operationen vor Verdun. : t ü«!dzug war bereits nach wenig mehr als einen, k-ieN«ljahr beendet, m einer kürzeren Zeit, al;!eld>> Optimisten es erwartet hatten. „Das Vcrdäng« brach über Rumänien herein, weil seine Fubrunz nichts verstand, weil sein« Armee nicht mar-chierte" sagt Hindenburg. Die siegreich beendeten Tblackiter von Hermannstadt, Kronstadt und >äm Argelch machten schnell den Weg nach der Haupliladl frei- und am 6. Dezember 1916 rückten die Truppe der Armeen Mackensen und Falkenhayp in Vuiareh ein. Das Rumäniens Wünsche später dock, noch defriedigt wurden, ist gewih nicht sein eig.-'.> -^kdienft. h- >- Kassel. Pfingsten 1921, g-Iegchitlich der Tagung der neutralen jüdischen Fugendpereln« ni Kassel, wurde die Gründung einer Ortsgruppe des RjF. in Kassel angeregt. Kam. Lauch Äigelbert-Kasfel ir ' 15 Zlltztv Ortsgruppe Kalle« berief daraufhin gemeinsam mit! Rechtsanwalt Dr. Moritz Stew August 1921 eine Versammlung Frontsoldaten Kassel» «in, bei der Rasiel gegründet und Kam. Dr. Steif gelbert- Kemeraden siel am 28. er jüdischen ie Ortsgruppe , i zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, loelcher diese» Amt bis 1924 inne hatte. Bon 1924 bi, 11929 war Kam. Dr. Kurt Grünbaum I. Vorsitzei,der, dann übernahm Kam. Louis Engelbert, welcher seit Gründüng der Ortsgruppe deren 2. Vorsitzender war. diese, Amt. Seit Mai 1936 ist K^mf Felir Rosenbach 1. Vorsitzender der Ortsgruppe.^ Die Kasirler Ortsgruppe wuchs rasch und hatte bald über 200 Mitglieder. Sie hpt in der Folgezeit an der Bundrsarbeit rege teilgenommen. »*> es auch verstanden, zu den jüdischen Stellen »w Vereinigungen stets die besten Beziehungen zu unterhalten. Ein Hauptaugenmerk legte die Lrtsgrupp auf den Ausbau ihrer Kameradenhilfe. ra« der vorsorglichen Kasienftlhrung des langjährige Kasiierers Kam. Brrnh. Plaut war es miglm immer da, wo Rot bei den Kameraden tatkräftig z» helfen und segensreich zu wirken. Ae jetzt hat der Vorstand belchlosien, von einer F»e läumsferer abzufeh«,, dagegen eine gröhere -umm au» dem llntrrftütz»ngsfond» an notleideum Kameraden zu verteilen. Di« Bundesleitung w» dankenswerter Weis« ebenfalls der Ortsgruppe P diesem Zweck einen Geldbetrag überwiesen. Anlählich de» 15 jährigen Bestehens der Lrvgruppe hat der Bundesvorsitzend« den Kain. <J*" Rosenbach und Beruh. Plaut die goldene Bund«»- »adel verlieh«».

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