Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 28 (10.7.1936)
- Date
- 1936-07-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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.9* l*» Betritt HCRAUSQCURi reiohsbund jOcxscher front LOATBN B.V «k. 38 - »Nt« 7 Organ das Sportbun sbün< Beiblatt des Schild" für Sport und Jugenderfüchtigung Berlin, den 10. Juli 1936 Jüdischer Frontsoldaten Kitas Wltnsfomttt, ISG 33 BtrHn melier siegreich Der Tag 5 neue Beftfeifiungen / 28 Verein^ am Start / iMWWMDi jufOrefMiiiai jgBerboxkJmpfe jifcB Wandcifpreis des Sportblatts der C. V.- IhfaBg für die beste Jugendmannschaft des iss.Lpattdundes. (Siehe auch „Kraft“, Nummer 21 vom |a Mit 36.!!) 1 U Punkt I: Teilnahmeberechtigt Ift jeder Sportler, der nach dem I. 6. 1919 (dtoren ist. Zs Punkt IX: Austragung: stungen, wie in diesem Jahr. Fast immer wj Dis Bannerboxen beginnt Feitag, den 24. Juli der Sieges nur knapp überlegen. Wir könn Wb mit einer Begrüßung der Teilnehmer im . _ - - -1 bsaer Jugendheim, Essen, Saarbrückerstr. 2 . Vlichum 14 Uhr. Anschließend bis 18.30 Uhr ic-jndHtkampfe. Sonnabend frei. Kämpfe um ia 3. und 4 Platz Sonntag, den 26. 7. 36 «mittags. Endrunde nachmittags. Siegerdnmg abends. Auch einzelne Boxer können gemeldet Iiirden. In Anbetracht des Wertes eines Siege? ■ dm Ein/elttirnieren erwarten wir, daß alle Jmor-Bover gemeldet werden. ge/. Rolf Bischofswerder, Dortmund, We'tenhellweg 91. Boxobmarm des E. V. West. der Leichtathletik t uhrerrats un sit/ende und Landesverband in Berlin anw hi er vor rag ende Leiftungen der \ 'Frauen / Der Rahmen wts. Berlin. Fairer Kampf und Sieg ui d bessere Leistung als im Vorjahr! So laute e die Losung dieses Tages, der sogar diejenige n noch angenehm überrascht hat, die in ihn schon von vornherein das größte sportliche Ereignis dieses Sommers erblickten. Denn wohl noqh nie seit dem Bestehen unser RjF.-Sportbundes gab es so harte Kämpfe und knappe Siege, d. h. ausgeglichene L< tter wir „ könnn die erfreuliche Feststellung treffen, daß si h die Spitzengruppe der RjF.-Sportler in dem erhofften . Ausmaß verbreitert hat. Am Vbrmittag, der den Ausscheidung Hkämpfen gewidmet war, fegten regenschwarigere .Wolkenmassen über Berlin!, die jzk' Stunde Kämpfer und Zuschauer mit ein«m kühlen Stur/bach überschütteten. So gab es manch bangen Blick zu diesem verspätete m Tausende beg kämpfe. Und Trotz Wetterpedi üßer 2000 Zufcßauer Ausgegficßene Kämpfe aer Männer I der Bundesleitung, der Vor die leitenden Kameraden des s Berlin und Mark,' soweit sie bsend sind, zugegen. Unter angespannter Aufmerksam» eit dler atmen nun die j Meistcrschafisdiese freudige Aufmerksamkeit und ' die beg, isterten Anfeuerungsrufe füllten den Nachmittag, ohne Unterbrechung: denn ■' " ' gaben, ihr Bestes, mußten ihr weil sie alle gegen gleichwertige Kameradin kämpften. Es gab kaum einen Wettbewerb, 1er nicht heiß umstritten worden wäre, und che ausgezeichneten Erklärungen und der trockene Humor unseres „lewährten Ansagers“ F ed F r i e d m a p n tri geh das ihrige dazu lei, daß auch .der sporilich nicht so bewanderte Zuschauer den Kämpfen mit Verständnis folgen konnte. Besonders erfreulich war, daß diesmal, die J Sportkameraden aus dem Reich in größerer Zahl gekom- KiF.-Jufiend startet zum Banner- Itxkvtipf! Dir M '#at Juli und August »tehen mi Zc*.h.n d»t In ihrem Kähmen rufen die Boxer /u ßäscri jtapf< n auf üröBts Erlebnis für jeden Sportler: an «fr R ich-meisterschaft teilnehmen zu dürfet! ßei Jugend ist die Erfüllung dieses Wun- M« /machst versagt. Für die Jugend gibt s kein : Mcistcrschaftskärapfe. Ein Jugend- Mer sz 11; das Zick haben, Meister zu werden. Ist er der Beste von seinen Sportkameraden, st et noch nicht „Meister“. Erst als Senior Iwenn er 18 Jahre alt geworden ist — winkt - in als Ehrenpreis die Meisterwürde. Diese Grundsätze des SportlebcflG verbieten aber nicht, -chon unsere Jugendlichen schwemm Prüfungen zu unterzienen. Die Kräfte tollen an den größeren Aufgaben wachsen. Dieser Gedanke war Veranlassung, die geante Reichsjugend im RjF.-Sport zu einem pollarti^en Wettstreit aufzurufen: zum Banier bo x k a m p f — Sie tiefen portbundreko von links nach rechtsi Gerda Vogt!, Elisabeth Kann. Gisela Schneider, Hilde' Finkenstein Aprilhimmel, ob er wenigstens am Nachmittag ein Einsehen haben würde. Und er hatte cs! Aber leider zu spät; denn die Regenschat er während der Mittagsstunden hielt viele vom Kommen ab. Um drei Uhr, als trotzdem über Zweitausend Zuschauer auf den schönen, neuerten Platz der jüdischen Gemeinde strö fiten und flotte Marschmusik den Beginn cj«ir '■itlflt werden — die sich »och nicht Meister •tonen dürfen, dig aber mit Stolz von sich «dm diiri -n: ich bin der Beste meiner Ge- »Mtsklassc! Herrliche- Gefühl: der „Beste“ zu sein! Hohes Zick nur zu erreichen durch stählernen Willen und eiserne »Ilm Sportgebieten ist es so: wer Sieger «in will, muß sein Letztes bergeben, muß <M volj eiriM-tzen körnten. In gesteigertem M»ße gü: dies für den edlen Faustkampf. En gantet Kerl muß es sein, der den Lederwodtchoh anzieht! Im Boxring ist kein Raum far Feig1- - - - ■■ ■ - - - die Feuchtigkeit langsam Rasen. , Einhundertzwanzig Iträftige, f *■ wandte Sportler und Sportlerinnen marschierten in Viererreihen in das große Ru Ol des Grunewaldplatzes^ ihnen voran das schwa r- —omu u« uic wertvollen maisuicii fewordon, die, ohne jemals auf Widerstand n stoßen, ihren Lebensweg gingen? Oder ,n*c)’t .gerade diejenigen groß geworden, har Zoll um Zoll ihres Lebensweges Mampf :n mußten? Nur der Widerstand löst ethisdien Werte, die in Jedem schlummern. ■’“r Kampf kann den Menschen formen. Und v enn Sport schon Erziehungsfaktor ist aarnt steht der Kampfsport über allem! poxspon ist Kampfsport und als Kampf spürt er : eine Daseinsberechtigung! — — Unsm Boxjugend rüstet erstmalig zum cf,,1 Um, zum Kampf um das von der Utk-Ztilung gestiftete Banner. Mit der Her- und Austragung ist der Industries.m. cu ciicn-ucu uwik.i u”fM,MBann^r*des^iF., und nahmen unter iemm %und eiserne Ausdauer. .Auf wedt der Marschmusik ^Aufeteljurg. deslujF DunddesWSp"rtbund« des RjÄ' J . St FeigJtrit. Schwäche, Zaghaftigkeit, SchlappoTmel'kd e “keine Mühe km. Wurde es überhaupt einen einzige« Oegscheut habe, diesen schonen Platz zu sctiat Mt des!fc „>ports gebe», wenn alle bedenken un(j au$lubauen. Daß die Man .’ xätdtn, diese Sportart nicht danach beejne AusW unserer jungen Generation d r weilt sterilen darf, ob es mal eine blutende ste,)e hjL auf dem Platz der Ju4'.sc?|2Jt , \n W, ob cs mal einen verstauchten Daumen mejn(jc siehe, sei in b1.c.hr'?cherEinrichtungen Pbt? Fragt das Leben danach, wenn es uns Symbo|.TAIle unsere jüdischen Einricmungen «at Schlage beibrmgt, - welche Wunden hui- Bestrebungen seien dann am besten fe iM d“1 “ »HS I»? ihre* Ertüchtigung^gesc^iehenkönne. te^Bu n- Seid‘star^und tapfer’f Freudiger Be^falUtim Ü «ntk iih L. V. West* beauftragr worden-Die manchen b*kan^CT^fgoaU,undTori?UeSd E Mjrh btl annt gegeben. Schon jetzt aber sollen vom Gemeindet , .tiative zllr Schif- Verantwortlich« auf diese große Prüfung reski von dem ernst d« In.tmUve zu .. ,un« ^i?Än1e?1iemernde Martin S?- «fmchxefühNen Kampfsport «tihlen, — sehen Makkabi-Krci» erschien« n gemacht werden. Holt den letzten Wndlhhen heran! Keiner darf fehlen, der , ,Z*U|; dazu in sich hat, im Boxring etwas Das Leben faßt unsere Jungen men, als je bisher, waren und den zahlreichen Berlinern barte und schöne Kämpfe lieferten. Wenn manche Leistungen, hauptsächlich die Läufe der Männer, unter dem Niveau des Vorjahres standen, .so ist das durch die Platzverhältnisse zu erklären. Im Vorjahr stand das bekannt ausgezeichnete BSC.-Stadion an der Avus zur Verfügung, und damals hatte ein einsichtiger Wettergptt geradezu die Vorbedingungen für Leistungsvtrbesscrungen geschaffen. Wohl konntendie Frauen sich - mit der regcnschiweren Bahn vertraut machen, aber die Männer dagegen IJtten, — da weitaus schwerer — sehr darunter und wurden an der vollen Entfaltung ihrer Leistungen gehindert. Wenn trotzdem auch in diesem Jahre lünf neue RjF.-Bestleistungen anfgestcllt worden sind, so beweist das wohl am besten unter den gegebenen Verhältnissen wirklich zufriedenstellenden Standard unserer RjF.-Sportler. Außerdem: Je weiter die Bestleistungen schon früher hoch getrieben - worden sind, umso schwerer wird es werden, säe noch zu überbieten! An dieser Stelle muß aber nicht, nur den Aktiven, sondern vor allem auch den Gelen ehrenamtlichen Helfern, ein herzlicher Dank ausgesprochen * werden für ihre, aufopfernde Arbeit, die «fiesen schönen Sporttag erst ermöglicht hat. Der gleiche Dank gilt denen, die die Auswärtigen in ihrem gastlichen Heim aufnahmen, und denen, die Ehrenpreise zur Verfügung stellten, um den Siegern ein bleibendes Andenken an diesen Tag mitgeben zu können. Nicht zuletzt auch ein Wort aufrichtiger Anerkennung für die Organisatoren und Leiter dieser beispielhaft abgewickelten Veranstaltung, an der Spitze die Kameraden u>r. Gidion, Beck, die Sportkam. Bernhard und Askanas. Ein Tag des Kampf s ist zu Ende. Möge er den Kameraden, die vieder zu ihrer heimatlichen Trainingsstätte; urückgekebrt sind, die Gewißheit mit auf den Weg geben, daß es der Mühe wert war, für diese Meistenchaften zu üben und zu arbeiten. Daß es aber vor allem notwendig ist, n it eiserner Energie an einer weiteren Verbesserung der eigenen Leistung zu arbeiten znd der aufstrebenden Jugend das jetzt schoi. beachtliche sportliche Können ihrer erfahreneren Kameradenweiterzugehen. Die Kämpfe Unsere Sprinter im Kommen. Eine erfreuliche V'c (Stellung gaben unsere Sprinter im 100-m-Lai if. Für den Endkampf hatten sich Schild (StJttgart)- mit der besten Vorkampfleistung (II 4), Ballin (Stuttgart), Frankenstein (Hanno\ er) und die’ Westdeutschen Salmang (Aachi nj, Lorch (Köln), Guttmarm (Krefeld) quaii i/iert. Nach mehreren Fehlstarts kamen alle glatt ab. Zuerst führte Schild, doch, gleichmäßig laufend, kommt S a Im a n g auf, schiebt si h langsam in Front und kann in 11,2 Sek. als Erster das Zielband zerreißen. Schild wurde in 11,3 Zweiter vor dem in 11,4 cinkommenden Ballin. Schwächer waren he 200 m. Salmang und Ballin trieben sich gegenseitig in hartem Brust-an-Brustkampf and trotzdem kommen nur 23,8 Sek. und 2 .9^Sek heraus. Der 3. Platz des Berliners Heinz Cohn, der in 24,1 Sek. noch Levser (Diishurg), Guttmann (Krefeld) und Wolff (Kar sruhe) hinter sich lassen konnte, enttäuschte angenehm. Mittelstreckler, entüuschen. Ueber 400 m mach e sich das Fehlen \<m Max Hcnoch (ISG 3:) und Frohsinn sehr bemerkbar, zumal im E ndlauf noch Ernst Voß, dem allgemein eine ( hance ^»gebilligt wurde, wegen zweimaligen rehlstärts ausgeschlossen werden mußte. So I «lieben, da Herz (Köln) zum Endlauf nicht a itrat nur noch Fröhlich und Harry Bergmann (beide ISG 33) und Paul Haas (Wiesbaden) übrig. Fröhlich gewann unangefochten in der schlechten Zeit von 55,5. Paul Haas überspurtete auf den letzten 39 Metern Harry Bergminn und sicherte sich so den 2. Platz. Eine traurige Bes« tzung erfuhr gleichfalls der 800-m-Lauf. Zurr Start fanden sich ledig lieh Georg Bergmann und Lehmann (beide JSG 33), Neubeck (Dortmund) und Herz (Köln ' ein. Nach langsamer I Runde nahm Georg Bergmann die Spitze, dehnte seinen Vorsprung auf etwa 30 n aus. so daß er zum Schluß von dem st; rk aufkommenden Neu-; heck, der sich wied :rum Herz knapp überlegen zeigte, nicht m hr zu gefährden war. Maus Wienskowita weiter ungeschlagen. 'Schade, daß eine Ii fektion am Fuß, unseren Klaus an der Entfaltung sein eis Könnens hinderte. Rekord,erbessirungen wären sonst nicht ausgeblieben. Im 1800-m-Lauf führte er zii nächst mit seinem Klluhkameraden Fuchs das. Feld an. Nach etwa 1000 m nahm er allein die Spitze, während Fuchs zurückfiel und sogar Vogelsang (Düsseldo 4), den er vor 14 Tagen in Köln 'noch schlafen konnte, vorbeilassen mußte. Wien-skovitz erreichte das Ziel in 4:23,7, Vogelsang in 4:26,3, Fuchs in 4: 27,3. Abt (Frankfurt a. M.), der zwar elegant lind leicht lief, dem aber infolge mangelnden Trainings die Schnelligkeit fehlt, wurde vor dem Berliner Silberstein in 4:35,3 Vierter. Ein Riesenfeld von 20 Mann fand sich zum 5000-m- Lauf ein. Bald machten sich Wienskowitz und .Laükau (Berlin) vom] Felde frei und bestimmten das Tempo, den] nur noch der Breslauer Schein folgen kann.! Gleichmäßig ziehen die drei Ersten ihre Runuen. Nach 2000 m nimmt Nach gutem Kampf gewonnen f Stuttgart 4x100 m Staffel.^Von links* nach rechtst Schild, Sommerfeld, Ballin, Kfubet