Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 24 (12.6.1936)
- Date
- 1936-06-12
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 75% known words query
- IRI
…/4911661-5448578-5449605--229-4915898- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
i3 1 ** Sie Zeit begreifen... JiiJifcher Kulturbund — Jüdijfche Kulturpolitik SerSMlü HERAUSGEBER. BEKtHSBUND JOOISCHC» FRONTSOLDATEN E.V. »r. 24 — €*«• 3 v utncilfi ui Jim eilten Brctterhaii-; Dta xznien Kreis der Schöpfung ans l'nd viambd n,i> hedaditVer Schnelle 1‘nm MiipmVI durch die Welt zur Hölle; 1 ((iocthe. Vorspiel) gar. in nnL: Vnr.be: orflnn, das im Rahmen x'jki'tra 'tl«: 'fiiir beionberen Aufgabe-, , (r:j' Ki hai, iii.iüt.icmäf) ber Raum. Ken mir; frianbluii;;u'(ur,-olitr;d)rr fragen mibm.m, ■ t-Mremt (<tf° 'st bod) bie Xeilnnhme un jrolcH rafcntreBes und feinet Anajdi am iUbi'eft n Kulturleben viel zu lebendig. mir " ib! auch aus diesem ®ebiet PH,4! ZU ae.-'-vitt’.tilter Rückschau und Aus;itt;n einer eiptiiM ätfllunfliiabmf hallen, bie Sü-ij-.-. u :b .luffaifunflen der von uns r.ition zur Geltung ,u brin . '.‘liiafi toierju flibt uns hi-;e- «!ortrJa. den der «tfleafiidir ii, bcibc .Wkialor des Kultur :-j.rm-Tr. Finger, in Berlin - Au kührunaen lommt zw.if.I li'che Bedeut,wft zu: iie feirn .!».e-, und in ihren melent 7,.e>'ben. aul Händels biblische O ralorien hin . oder ob wir t an. imponbf Herr X soh» heran llntet es für einen 1933 «Bille« Wirren ill leimler erhalle» die er o r m p e |t a 11 u n a oder an die stabile Gefühlshetonung beiden. Singer zog hierfür Vergleiche wie Mendels ustd Schumann. Menerbeer und Tpontini irrlcr-rn Tr. flufi.-r ielM arui.n'f älter iu ' ' pjr?. Herr jsiai d>! 3m -»rogru yan in gc 'furüct dielen schwieligen Voraussetzungen war. ■fii Kulturbunb von «lnspng an n-cht leicht tindrutig Haren Weg zu gehen. Als erl gegründet wurde, hatten mir lediglich beiJ das geistige Ueben im Judentum zu jentra-j und tulturelle Werte zu schassen. Etz Begeisterung zu weisen, als sie zu _T, den« da- Irmpo einer solchen Bewegung mutz io anshalancterl werden, datz es weder ' ‘ dem Tempo ihrer Anh»nger-chafl zurück noch datz es durch allzu hart voarnart. hinter bleibt. treibende Wruppen überstürzt werden lann. .wsi:> Ro-! Aussas hinaus ribualj Seit scher liibifdiq iimb in Kernijr -ruv Au iuhruiigeii bildet d.r «d: „ti.- : bfjtr.triri, heitzt. ihr gewachsen ,!» bis Ta« suhlte er bin mit einem d*!ihei!! •' r i.t u er das Verhältnis jüdi , Lennzur.!u!l»re'.!en Umwelt in bei, Der i:ein «!W: u-b .Landein. Mit dem «iamen DjcMitelg eia Beispiel von innerlich deö-fln chdp'.i,- a Kulturleben bei gleichzeitig soünrwe.'eri A." ''..bote-' der Bulturmerte der Ui» iüii> u 3 .zu wurde in der atecandri , eoaihi ri, '-'.«nlultur der Juden obsorbierbt Ä S’f v4:■ n hellenistischen Weift, und lru-i-il - - -u - wieder«!« ist ein Beispiel der |d 'e Judentum; inmitten eines r._:;i'r.-.iiih standen bi - 1933 ip.dw,-bewegunq. im -tabiiim tullurellen Assimilation, und Zlu'/urwcrte ln uns ausge . 'ö'chlrch und unperlierbar l,' i7g. unter Vreisgade des ler Ediremdung vom Juden nie wie aus einer Insel sur .'.ul uns allein gestellt sind, deswegen noch keineswegs von 'einer „Renaissance des l lein töunte.. Wir stehen eile) neuen Schicksals, eines ° n n u n g beitzt. i , jin'.tur besatzen mir Jlubeii teil. Heute sind in Palitstiua zu' Enl>tcbung einer eigen.n ,ben. Voran Setzungen, di ' au " und oo.I.iche (tzem inschast "e eigene jüdische Kultur ent- ■ lideu der Cfteirs. die, von der n. ihr Eigenleben sührten. aber ' v le senden Juden, i, \r ver'uchte sodann, die Bett -nit r und Jüdische.Kunst zu ' eii jütischer Künstler mi? n. wi i:t Ame,i! r Beethoven im ''ch Mn-'iltradition spielt. . che i, seiner Kunst noch wagb.ir? .er trübem! der B.griss der gie 3>. i;l ob mir als Kriterium ' urlimen Dr. Tinger ri-'- über de richtungsmatzig unterschiedlichen simgen der verschiedenen jüdischen Wruppen macht sich bier der charatt.ristüche Infi in» , des Juden süblbar mir den Rainen iu „Jüdischer Kulturbund" änderten, entstand die izrage: 2:nd mir ein „Jüdi. Bund lur Kultur", oder ein „Bund iur Kultur'"/ Eine Irageslellung. die in Deut'ck»- i^cht zu beantworten ist. Wir in Deutschland Am gleichen Abend, da Herr Intendant Dr. 2inger sprach, hielt der Präsident des Reichsnerbandes jüdischer Kulturbünde, Herr Xireltor Karrsli. nach monatelonger Krankb.eil ein großes poliliiches Referat vor der staatszionistilchen Xrgü' nisationz wenn er demnach also auch nicht iij feiner kulturpolitischen Eiaenschast sprach, so ver dienen doch die kusturpolitischen Bemerlungen, die er machte, Ermäbnung. Der Präsident des Reich-- »erbautes jüdischer Kulturbünde vertrat die Aus. stri'ung, man habe die Chance, die dem Judentum in Deutschland mit der Möglichteit eigenen Iu>' tnreüen Gebens geboten worden sei. nicht zu nutzen verstanden, was unser der. Ilagge Kiiiturduiid segle, sei überwiegend unzulänglich und bleibe weit hinter dem zurück, was jüdische Kunstdegahung tat> sächlich zu leisten imstande sei. Wir ielbi! sind der Meinung, datz im Rahmen des Kulturbund--: manches gelchassen worden-ist, was iich s heu ober hören lasten tann, wenngleich wir unser Bebauern, nickt verlebten tonnen, daß man Kim P >tenz wie den t>-eneralmu!ikbir>'ktor Ro'e'sttvck un-: ntzcht zu er hallen vermochte "JPir sind im-- aber , die ^ehlgrisse im -pielplan llar, die IW lebendi n Juden, die wir nicht steudigen Herzen«- unlere bisheiigen lnllurellen Bindungen aulgege den h iben. können also nur versuchen, auf dein Boten jüdischen «Besens verharrend den Lchnitt P ti n 11 de - Jüdischen mit den Kulturen aller .seiten und Böller, die wir in uns ausgenommen haben, zu finken. Man hat sur ent'cheidend zur Enlstel ung einer jüdstchen Kultur das Erlernen der hebräi i! en Sprache ausgegehen Iwestrllo ist das Hebrai'che die unrnlbehrliche «torausietznng einer eigene, jübi'chen Kultur, aber 'noch keineswegs die ein,(ine Voran -letznnq. Die Sprache kann erst dann zur Lnelle eines eigenen geistigen Lebens werden, wenn tie auf dem Boden des eigenen Landes als R i » 11 e r I v r a ch e »ns zuwachst, nicht aber, tolang' lie alff rembfpradv erlernt wird I in, * Damit lind die W r u n d a e d a n l e n Dr Tinge s in ihrem wesentlichen Ausbau u id Webnll wieder zeqeben: man wird ihnen gegenüber nichts Welen liches einzuwenden haben. Wenn der Inlendanl len «Buistch zu einer solchen prrnzipiellen Aeutze ung «von keiner Veantwortunq. einiger an ihn Zw ällig herangetragener Einzelfragen dürfen wir alstehe,) fühlte, so sicherlich aus dem Eindruck heraus, daß die R o t w e n d i g t e i t einer der artige' Klärung der jüdi'chen Ceffentliddeit Verlins cegenüder gegeben ift. Letzten Endes aber wird Ine Einstellung zum Kulturbund richtiger ge'agt .zu keiner Führung: denn über den Kulturbund ils solchen tann und dals e> leine Disln'sion geben nicht durch programmatische, qrundsätz liche. Ibeor-tilche Rusfübruhgen bestimmt, mögen sie no h lo bejohensroert sein, sondern durch die tö e s a m t - L e i st u n g. mit der er sich dem öffentlichen Urteil sielst. Hiei ist die erste snrage. die Kardinalfroge. die nach dem Repertoire Das, in der Tpielplan-b estaltung ein freie; «Balten und Gestalten lebiglii^i nach dem künslleritchen Erme.is.'n infolge der restchiedensten Fasloren nicht gegeben ist, dark man eis besannt voraus-etz-ni nur vollendete!ln vernur kt wird ihre Stimmt zu einer sinnlosen Kritik erbeben, die sich über die tatsächlichen E>egebenb ilen und Möglichkeiten hinwegsetzt. Aber was dies vorausgelchickl dann an echten und pnsttiren C! rwänben we r b I e i b t, darf nicht überhört ober baflatelli'iert tre-b.-n. 6mmct Cpcrdfe des Kulturbundes. fls Voriter:. - n für die Tommerspielzeit hat die »«I:rbiinb< : ,,«B i ent r Blut" heraur- ""'A' *' «Ivthi dieikr Cperette, (bie telannl- ' . er! von Johann Ttrautz ift I .'e als das Gegebene. Aber die ---.»'uhlung oerlöhni mit dem rosa; . -.- ie.niiegcnden Milieus, und der » : i.e.ioeg-iffe unerlaubt, uiigereinilen. "i und flau ausgehenden Handlung. ltzhe»! 6'ei.rt n »>!« I\;;:A »b (i;; : eilst |5rt di- «5 tu yn -;Ir -]8er Hand unterlegte Musik de) «kn z:r-ö. igs hesährt ihte Kraft auch in *«r gor i .eine ■ mehr ober weniger geschickt zu -Mrozesttztt.-- Potpourris. . , .. Tr. Kurt Tiitger la mit i'st'ckpnnck und Humor eine »naufdringlich ^°"!e laii, ii.-rung be'orgk - - die Wiederher- 'cliu>- .- tl'.wälirlen „Tlriche" würde sich frei-? cciipst!«..-.-.' Orchester unter Berthvld c a«b e r i L ji-mg iiiuüjiert lebendig und prä» (nur mjüd| nal etwas zu laut) und die reizenhbcrr-stch'n.' geglückten Dekorationen und Kov"«. Ur Wi; tS anbei! enkworken hat, verslär- (fijiDnii von Spiel und Ge'ang- Die drei Oper: licher oder denen ober hard Und g!eilut Moll unter nur Sit Küi'.slli reiacJitj der ftiintntjei tolp) I Basst: l> schönen >Gräs! i) O.ualil > für di NNudio Dr. «Bill! Aron litt unter Regie und'unter einer Besetzung!«> die . ---. Ha-itliartien werden durch Ruth 2a iljr-ni Tingen noch mehr operettenmähige aniir-:l>en »tütztej, Rita A t l atz (die 4en **t (Sie b^'älfit, ... inuyic), Jino an 0 0 toze rulez Ideal., her fein tönnle) und Ruth Leh»- r?19 c* * d' -ihizt.' neue Kraft des Ensemble-.!® ch.n:- verkörpert. Den zwischen den drei ^td-.tei Schwerenöter Balduin flibt her .x Opeintenor Bert Mener mit der Lcbrnswürdigteil eines Operettenhelden: stmj.ch. 1, tKollen des Kammerdieners Pepi und «Iiw&e Ministers von Reutz-Lchleiz-Greiz liegen , .Ä- Hut hon und Gerhard Pechner ^«Nstn Hansen. Gut de'etzte 2prechroUen (sig- «iunberg. Martin Brandt), hübsche VS». la* ige scenifche Zutaten tragen dazu bet j™* »iS (stanze) erfreulichen, unterhaltenden und ^eSMimten Tt.eaterabend zu schaffen. . " »- i ei zweier sozusagen privater O perne>l»h, ungen gedacht, die beide als Eelamt-!^ssg:n nicht Anspruch aus Bewertung nach Matzstab beanspruchen dürfe«. Line ehr sorasältiz studiert« Darbietung der "w * * w I, chen E h e" von Limarosa durch bq» unzuläng-. mit mehr' soeniger bühnenungewandten -Kräften, von- Heinrich Korn als oortrefflichcr Tanger, ifiotter Darsteller und Lilli Maria Bernals entwicklung-ätäniqes Talen! erwähnt feiert! sine „Konzert Aufführung" (mit KIaoierb<> von Mozarts „fsigaro" durch das: ltiv jüdilcher B ü h n e n f ä n g e r" -'eiiung von Herbe-l L i I i e n t h a l läßt»fick du.-ch rechtfertigen, datz sie einer Reihe Bon! srn Gelegenheit gab, ihre ssäbigkeilen zpso den, degadteu «vsthelm M e n e r (o h n« Tstelparlie sehr charattervoll sang, dem^ gabtcn Balsislen «Berner Ttimon (Bad e:n gewandten, intelligenten Edgar Litzne ij > und der Besitzerin eines ungewöhnlich Toprans, Mariquita Bogelsdorfk Als (straf zeigte fsritz Twlomonsk ten, ohne feinem Timbre nach so rech! Partie zu passen. Kam. L. M. Z« kbreir Ludwig Fulda», der im nächsten Mo nal in sein 75. Lebensjahr einkritt. wirb der Iü dilche Kulturbund Berliie bps erfolgreichste feines Lustspi le, die oierakkige Komödie „Die Iu g e» d rninSr" zur Aufführung bringen. I Dresden. Im Rahme« der Kulkurbundveranftaltunz en konzertierte da» Leipziger Collegium Musrcun unter Barnet-Licht, dem als Volts« chorleil r weithin betanntgewordenen Musikpädagogen. DaL innerhalb kurzer Zeit zu erstaunlicher Leistun zsfähigkeit herangereifle Collegium, den neben gediegenen Berufsmusiker« gutgeschulte Musil liebhakrr angehören, erfreute durch klangschöne lebendige Wiedergabe des Concerto grosio vo, Hände/. Als erste Geigerin trat dabei Miriam Zünsler, eine -Künstlerin von Format, hervor Den Cembalopan führte am Flügel mit grotzem Können Stinte £> o f m o n n aus. Das zweite Hauptwerk des Abends war Johann Zebastia» Bachs! Klavierkonzert f-moll, das Tanja Urtn Z u nie r mit Stilgefühl und bewundernswertes Technik spielte. Barnet-Lichts Jnftrumentalkörp» begleitete mustergültig. Als Sängerin lernte« die Kultui-bundbefucher in diesem Konzert Susanns L ö w!e n ft e i n (Berlin) kennen. - Die folgende Vcranstalturrg war ein „Abend Dresdner Künstler". «Ijalter (st o I d m a n n und Tiegfried Tonnenschein boten auf 2 K l a vieren, gut im Zusammenspiel und mosilasish durchgetlaltel. «Berte - von Bach. Reger. Moza I und Buloni. Herta M a u t n e r - F a l k brach e in -Liedern von T^chaitowstn, Mari und Richais Strauh die Vorzüge ihres ge'aiiglichen Könnerzur Weitung. Tiegfried Lew'insk». der fast ej-i «lierteljahrhundert dem Dresdner Ttaatlichen Schauspielhaus angelrört'e. erwies sich in Dichtungen ocin Bialik als ein wundervoll beseelter, wirklich meister Hafter Borlragskünstler. Er hat Anspruch daraus, weit über seinen bisherigen Wirkungskreis hinaus bekannt zu werden. G. I, r>i« •3ulktU*na, ptranfialttt mm ä*(rc,arw, Int bl teilt»« Stunft in den Jtnumcn de» »Tudisn-e» Traue i dunde»',' Rarduraer LrraHe,, reiar im 3uni drei «et ileltionen: die de» malet* Snirt Tanke» und Zweier iuna 't Malerinnen, rill! -Hiumenau und Corte p>aäeidera. tie wohl mit zeollekrione« sunt erstenmal an die Offen«,<r>r> n treten. L'otte piageidera deweist in Zwei iropfstudie i. daft sie eine fture «iömerifdie Srundiaae, dar: in ihr n randlidalren und --liiieden dar Ne den AZillen. die Tonn II grost zu sehen und ftuisiq zu-malen; viele» wirtr adee nc ,1» ungeldft und Lusterliä» in diesen Jitdern.?a» Lrilied n mit Mandoline und viv»ropl würde auch in einer cklul-il 'tlusftdllun« der LUmir »köhricdt niwt zu den deste» arbellen geddren. Der jungrn "Malerin liegt i-deindar die dedärdtigere Are, die st cd in den gopfstudien austerl. not er a>» dir grostr un» vrcire Maiwriit. Lilli blumiiiu fl«bl norv ganz im Dann« Ibtct Lehrerin Annoi, die aus ihre Lrdülrrinnrn einen gron n ütnltuk gcbjbt baden must, auch urriiio fomnii In b,m <3ilbe .Dorsstrastr' sedr zur Sirliung. Ader irststeurn m -» man, hast di« jtflnfncrtn farbig starr empfindet und ma r risibe (fffclte deranezubolen weist, aua, wenn sie; u weile gefucht UN» ckderlrieden sind, rim Zdiide zu maliN. feblt Lilli DlumeNau da» grundlegend» zeianierisi »e St&nnfa, bat leder. der Tiere malen will, ficv erst rinnai' rrardeiten must. Dir Darstellung de« Mensiven liege -dr mehr;- sie »rrstedt ihn lluch zu ivaraltrriftrrrn. Drtpill man nach Vetrachtrn drr dridrn stolleliionc» de» Illaum, indem ZkuriIan/eng Bilder hängen, f» da, man das (befühl, du» einem icddnen Aeuerwerk in eme wohl adgewoäene, gediegene Deleuidlung zu rommen. Ohne jede affeftbafiberel offenbart sich bltr ein Maier von ijrnflem Dollen, sicherem Rönnen und von cheftnlrungstrasl. Bei iedvm Bilde von Rurl Taufen merft man di» limete Anleiinahme bei der Ardrit, ob es nun stddfe oder Landfchafrrn aus Dornhoim sind oder die verfmi«. denen! StrasenbUder. »ui in der Romposirion ift her .Meitzliche Ml vor dem e»lt«ei*, die Malerei frisch Und weich, dadei klar usid bestimmt, in harmonischen ffarden. v, Ram. )r. 0^7kir^v6ir-^u658ulr6 IEINF.MHAUS UND WÄSCHEFABRK BRAUTAUSSTATTUNGEN dicieis teilweise unvollkommen. «Bahrend etwa aus dem Gebiet der bildenden Kunst feit einiger Zeit eine erfreuliche und. beachtliche Belätigun>D in E ang gekommen ist. ha) iich bisher "dir Kultur dund-Leitung, trotz wohlaemeinler Hinweüe. der Pfle,e einer der wichtigstes! modernen Kim't'ormen unbezreiflicherweiie vüsirg', veriagl: dem Film, Mai wird doch wohl nicht, bestreiten wollen, datz im üblichen Publikum eiji lebhafter Drang zum Filn beiiutl vorhanden undi datz das Lichlipiel au.- . dem guih über unnötig traftn und hatten vermieden werden lönneii. Zwei leitende (ste'ichtspunlt.' Tut di-' Lpielplan geil-llimig lidd de-kbar: einmal zeitnahe T>ücke. die un-- in unserer Tiluatio':i und Problamalit an geben ihierzu rechne» wir T-lwitzlers Einakter tein-- tre-v-i, ober zeitlose Kunst, bie über'alle ört licken uiib zeitlihen Rau-'istinrneg ihr- IGuIIigleil har Daneben aber lind --inr Fülle vpi>- Einzel mpenten zu - beobachten; iren»' etwa -Reinharb-t den „Ledipus" de-.- Totzbosse- 'in den!m»n:n>ien tale-, PropoNior.e.i des Großes Tckaukp elb-iukunc mit einer uberrngeude-i Besetzung vor einem benelit-rten Berliner «lubitorium zu neuem V.beif zu erwecke,, vermochte, io ist . noch „ick,! ge'agt. da>- die Buhne und bn--- E»s-mble be- Hultur bmifeden Rahm.,, flir eine R-ube'e' »»g der, „Antigone" berzugeb-n le-istögen in T p i e I p 1 a n V r'o b 1 c in. an öav d--' lunstleriich und olonomi-ch Berantworsliönen de-. Kulturbundes nach den zErsahrbiigen von d:'e> i zeiten nunmehr herantrerea sollten, ist .das Oper T-il es die'e Kunst-Taitung gibt. r>! stet als ein besondere; lunillerricher Lurus ge'-de:: worben. Rur durch fürstliche), itn.it ober privates Marenaientuni sonnten : petn teil je elidieren. Das g,»' kur bas -Inunb «Ii. laiib. Jeder weitz. datz eine Opsr unb noch dazu eine von lunstlerjiche-n Rand' »nb «ln ipruch nie etwas antzere.- als ein Zuich-ij; iii'ternehmen 'ein lar.n Die Frage ift. ob bie juduckte Gemeinschaft Berlins mit ihnen I -: >- Seelen insge'amt und in der gezebene» Tiiuation lick berechtigt suhlen darf. A'ispruch auf einen Kulturbund Tpielplan zu crbe'.en, in iwelchem bie r per einen derartige» Raum iv i e b sber ^,,i nimmt! , Datz einerieits zur Beiriedignna des erireuliche,, mulikalilchen Bedürfnisses unseres jüdi che» Publ! tums. andererseits zur Betätigung sie Orchester. Chor und Solisten auch ein -reichhalline: und noch ausbaufähiger Konzer t-Tll>>etplan ausreichen sann bzw. in heutiger Zelt ausreichen! mutz, zeigi sich in anderen Grotzstädten Mit nicht minder kunsthungrige,n jüdi'chem. Puhlikum als dem Berlins. Bielleicht würde der Verzicht a-ar den regel-, matzigen Opern-Tpielp!a„ dahin führen, bei g,- leaentlichen Opern-Einstubjerungen iowobl in b-!r «Bahl wie itz der Aufführung daini auch t-cs wirkliche Optimum dessen zu bieten, was man vo»- Berliner Operndarbieiuiigen zu erwarten gewohui war. Vielleicht aber, und vor allem, wurden durch einen solchen Verzichtder nur eine Anpaliunjg an unsere Lage bedeutet.Mü g l i ch k e i t en un Mittel für bie anderweitige «lusgej Haltung und B eIebutig des Kultur bundes frei- Denn u- E. erfüllt er in dsr lat disber nur einen Teil leinet Aufgaben unlb modernen Kulturlebbn zuddnle» üsi! «Bit könnten gros e L>istllnge„ jndi-che, bun, einem ge'chioiienes geb- Ien. «Berte etwa der itar c Bereiche: ung. ja a, bni:' Progranims bebe:: ma: neue Ton-chopsungi >ei es bie jüngste C perel einfach -twbl weg uns^ Doritellen. batz Filmlunst, im Kullui jubiichen Hre >e. bar Elüabeth Bergnec. eine d)_ Hebung des Sultui würben Eien'v mie -jubjjgier Huni'Ier . Pani.. «Ibrahai-is. üt e» )a-.- Hagadah-Clutotiujn Paul T 'mu. gern im jubiichen Kreis zu; »ienntni: nehmen wurde '.Bie der Tprechbuhncki Tpie plan, -o sonhte am, bas «> o r r r a g s wtz i e n eine Belebung unb 'Be jungung vertragen. D>c G-'rabc'. in ein «st! b» gsphiliilertum abqebriingl— zu' werben, -stestehl bei jedem tullurellen Initsiui. bi) näht iur ilanbü: «luifri'chung. für Heraniielui'-g neuer, lebendig., Eini-ente Torge tragt, illewiv i-ib unter den all ber>ahri«u «Semen, -bi, lauf »oil |ubi:dicn «>or!r, gsverzeichi-i'-en ste : wjeberzu'eh-en pflegen, auch liii r unb da jüngere Krüste --.- ie neuerdings Lun «Bdti.vmnl cr'reuli.herui.i t a. 'ge.auch!; aber mit glüben nicht, batz bas Re'ervoir an jubiichen ge> y ten Rlen'chen. bie un-.;twa -zw^ lagen unb zu mir aniige,- :,ib er-chöpit ist. 0-w:>. beim jubi-cheu Lehrg) -be unsnicht verübeln, a if Ine VetUeier ber Front m pi'I >0» -. batten, auch Per I-j- \7 gilt Hz er eb; '•*' Im »l >. «Man wird e au L,( NN mir dab i auch ncr rtio'T '-i-:we:'en bi|e, b.js v'l'i-'ibe Pubü.'uni ber MuH: rbuub Vlrbjit ckt zur Viiung lonimz in hohem Matze zwar de .Kuiturbuiibes stellt, ielbst .rer wabrhafrig T.'.Pii! -mb'nir bereit «ber ben PunX ,.'.Ke pertoire" > in-i» - unb iz.i -,'iu 'siuntt „Per'-<»i-.gi' a igelaiigt - Her siegt er un. fern, uns . mit den' v e e:i Cuereilea u,:b perionlichen «Punichen zu be i(l'ieu. wie k:e --rsahrung-gemutz mit jedem Kunst :d Ts:eaterb.'tr:ebe ol! nthalbrn -n der «Belt un cfrmeidlich verknüpft chriuen u-rd hauiig mehr hje'tiv als objeUiv brgrunbel -inb Frei! .: unechte» man bei -uniejeni jüb.I.he-- Hu l -i'.-elri ern eine «tusnahme von den Klagen u-:r Pro rjklion. Aiitichambre Zi'w. feststelleii zu, sonnen. Bichtiger scheint uns. jb,>V eine tatiaitili.hhuU' f^stzustellenbe 2 d) u< e M a 1 [ i g 11 i t i:n (>V trieb. e > Kulturbünde.. die seiner «legiamteit u^ib 'Vor ärt-e.itwicklung nur. Hemmungen br ng.,-i^ lau». ihren oraai-in'.ton'icken iGrunb I a it u n g der e n! iheüil. Eleb.ut.! ’ i.'naeste'') Veein!rud>tiji II enn eine cinjeliie noch t i einer!! e b e i It ca I ’ n it a n f -u - l ab. : I immer -t:' (si.-rahrbung, Hu ig e:-:,-: gut .'i T.:-' -. , . so o.-.'.-roie. »-ri.-j. itige, noch'- (o ver'oi.'stle V-ilonsi-H: :I -;ui sch Kein ein «iusmatz uo i ■ «Serantmodu iit -m1' «lib.it ^nzentriert. dem sie iridu gewach'en ieiii kann, ie Sache selbst'kann nur gewinnen, w.nn die Last er Arbeit unb «iera»tg'or:ü!'.g auk mebieie Schülern verteilt wild. Unb-bie'er Gewinn wu;t michtur der Steigerung bfs Temz'vs und der Bei. reiterung'des «lufgalientrene: zugut.' lommen. |oifberu oer geistig tüniiicri'rften Dpnami! f::• i» i'chen Kulturlelriebe'- i n, ganzen «!.».' «Ren -jchen bedeuten neue Eiufaile. neue Ideen :",b schere Erfahrungen. . irtsbe'o ibete T peiaI rfahrungen! Hingegen beb.mlet bie A! stimmung es ('-e;amtbetriebes aiif eine einzelne Inbivibu!itat ober ejnen llcinei. engen, stgrr-n. bleib^iibrn Zlrei), der sich in sich f.iil bermeti'ch abdickttet, ie Gefalir der Linsertigteii und Erstarrung. Bei anderer Gelegenheit unb an anderer TleUe" iniben^ mir einmal nachdrücklich zum Ausbnick -zs- ' rache, datz Schaffung. Erhaltung u.-:b Forberu-:>i es Kulturbunds eine Frage j u b i i ch e r T e- > b «I d) tun fl sei. Inr Kulturbund erblicken wir' eine' er p o s i t i v e >>. LeiiluNjfeii. die bas Ii.bentiim "eutichlanbs aus sich njeraus ieit l.,33-»»(zuweilen fiat. In dieser Feststellung ist auch die Am-c eiuiung derjenigen enthalten, die iur Die'e Leistii:ig » erster Linie veranltzionlich si„b. «Bemi man jedoch die Unterstützung des Kul urbnnbes durch die Zübiiche Gemeinschaft zu einer Torberung jübiicher Selbstachtung iiiachlt io bat na» umgelebrl auch bas Recht zu erwarten, datz er Kulturbund burcki seine Leistung ein Td2g feiler des Iubenrunis fei. an b<»; stch . untere Telbstachtuilg anlehnen und woran sie snh aus ichten lann. Das heim: Tein G e l a m t n i v e a u oll eine Höhe holten, j die jeden Jude» mit Tiöls ierfullt und ihn mit einem Gefühl hoher innerer Befriedigung lagen lätzt: Das ist unfer Kultur wund! Inr ..Schild" vdm 17. April 1936 ver vfsentlichlen wir einen. Leitaufjay „Das innere Rrvean". «Denn wir dort sagten, „datz gerade in einer prob'.ematiicheti, durch die autzeren Bedingungen geiährdeten La-,)e eine besonders wichtige GeianUaufgadei dann beliebt, unter allen Itmlländen und mir verstärkten Kräften das Innere Rio call einer solchen Gruppe zu Hallen und der Gejahseiner Preisgabe, seines Absinkens mit älien morali'ichen und geistigen Energien zu de gegnen", Io scheint uns gerade der Kulturbund eine.- der welentlichiten Werkzeuge zur 'Löiung dieser vor — ^dringlichen Ge-aintaufgade zu sein. Mit diesen ernsthaften Anregungen hofien wir, - einen positiven Beitrag, wie er sich aus unvor eingenommener Prüfung der bisherigen Arbeit ergibt, für die Zukunfl des Kulturbundes beige- (»aiiaH ati K/ih#n J..LL jjibrary feuert zu haben. Sßmifih h. *.* 1