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Der Schild · 1936-06-12 · 24 (12.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
24 (12.6.1936)
Date
1936-06-12
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1/ldH Frtttlf M itder illustrierten Beilage „DIE KRAFT*» __ und Verlag: Berlin V15, K urfüretendamm 200 (Reichabund jüdiacher (MHldtten E. V ). Samm-Nr. Jl —8571. Poatscheck:i Berlin 70885. Telegramm- ScMIdkamerad. Redaktion »Schluß: jeden Dienstag vor Erscheinen. Für jguhise und Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte wird keine Oe- M übernommen. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden kein Vergütung»mapruch. ^/».Jahrgang für Sport und Jugendertüchtigung - ~ Preis 20 Pfennig Bejzugspraist RM 0,55 im Monat zuzügl. Postbestellgeld. Anzelgenprel*: Die 12 gespalten* Millimeter-Zeile RM 0,16. Stellenangebote u. -Oesuijbe, Familienanzeigen RM 0,10. Anzeigenschlu8: jeden Dienstag vor Erscheinen. Man verlange genauen Anjzeig^ntarUI Anxelgerfrerw.: Bepa - Verlag Benski A Pakfscber, Berlin W 50, Regensburger Straße 21. Fernspr.: B4 Bavaria 6607. — Postscheck: Berlin 32 529. I Das gfoße front kämpf er- Treffen in England: Sieber «initial fiat der grobe britische Fronttzavfer-Perdand. di« Britische Legion. >n ellgemeiüe Augenmerk — weit über die teile der Stontfämnferbünbe hinaus — auf ii »lenkt uni damit die Bedeutung der Kldalen Bewegung in der Weit erneut Itung gebracht Das grobe Fronltaoser-Greifen in (England, das anlählich der Zehrertaeung der Britischen Legionunter Ideiliatma ausländischer Abordnungen zu Bem dieser Monats in Burton stattfand, ab seinen Höhepunkt in einem Empfang loi den cifiirmfiertn der Britischen Legion tisig Eduard V»i. im Buckinghamlelaft Man weih, dah König Eduard VIII-, schfl ehemaliger Frontsoldat, schon als Prinz — Wales die Aufgabe der einstigen Fronttes. Träger einer «firenooflen SöHemeriating iu sein, fieroorgefioben hatte. Auf Ke Nnregmig ging auch die Einladung an de aarländischen Frontkämoferoerbände zur «kahme 'an dieser Iohrestagimg der azNchen Frontsoldaten zurück- Deutschland, mrkieich. Italien, Belgien. Oesterreich, azrm Bulgarien und andere Länder waren Abordnungen vertreten- II« Frontkämpfer-Tressen wurde durch den srts, denken der Britischen Legion. (Se>. «rel Sir Frederick Maurice, mit - Treuefundgebung für den König und «roh angelegten Ansprache eröffnet- Sir g»ertd Maurice ist auch für unsere Leser »ä imdefachitcr Name. Er war es. der bei « iübifcheit- Heldengedenkfeier in London ®4bie Pajrade über 5000 ehemalige jüdische rostlolbateti der englischen Wehrmacht ab- JJ«, .bet l-ei der anschlietzenden Kundj*mg m der Aldert-Hall m ferner Ansprache «an erinnerte, dah der jüdische General rir Tofin Monas h. der Kommandeur « anftralinfien Streitkräfte. zu den grohm MWiMxn (Tieltalten des Weltkrieges ge- Nm. .und die Zuversicht aussprach vah der a itnege geborene Seist der Pflichterfüllung!* Ramerbdschastlichkeit sich auch in den «mengkeiten des Frieden» bewähre. ch seiner^Ansvrache bei der Iahrestagung .General Maurice darauf hin. daß « Aal der, Britischen Legion sein 'Bestes Mbe.i um die auf der letzten Tjagung Ite «id von dem damaligen Prinzen von v gebilligte Entschliebung durchzuführen, die! Legion freundschaftliche Bezietu den ehemaligen Kriegsteilnehmern Feindstaaten eröffnen wollte das! Ableben König» Georg V. und " .oencidelte internationale Lage seien ^«iliecketr zu überwinden gewesen. Er Niedach,auf den englischen Fronträmpserga m Deutschland hin und auf die Zu- "«»Ninst von Frontkämpfern aus 15 oerbriiner KameradenI Kommt zu dam apannandan Kodkampf Im Handball JSQ33 Oogan Sportgruppa Aaehan ««Sonntag, den 14.Juni 17.15 Uhr «tf dem Sporfpla$ am Sdtäfersee Straf*nba'hnH„Un, 13. 33. 41. 61. 141 Vorktr-, JSG33 - Kre/Ui. 1635 Uhr '•ßkalljSGSS - KrefeU. 14 JO Uhr schiebenen Ländern in Stafforbffiire. (Bei der damaligen Fühlungnahme der englischen Frontkämpfer! mit den Frontsoldaten der früher feindlichen Länder besuchte, wie wir uns erinnern. eine Delegation der Britischen Legion unter Führung von Oberst S. W- H- Ashwinden in Wien auch den dortigen Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs. Wie damals!— oergl „Schild" o. 19. 7. 1935 — gemeldet wurde, erklärte Oberst Ashwanden, dah es ihn freue, dem Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs die Grübe der englischen Kameraden übermitteln zu können: die Britische Legion vereinige sämtliche Frontsoldaten tischen Legion auch der schwerkriegsoerletzte jüdische Major Brmiel Cohen, der dort feststellte, dah er als Jude, wie alle seine jüdischen Kameraden, von den Kameraden anderer Konfessionen gleich geehrt und geachtet werde, .Hch gebe der Hoffnung Ausdruck", so schlossen seine Ausführungen, „dah die Fühlur gnahme der Frontkämpfervereinigungen aller Länder helfen wird, den zwischenstaat- "' und interkonfessionellen Frieden zu zusammenzukömmeö, lichen sichern Bei der Iahrestagung in Burton ergriffen nach der Ansprache Sir Frederick Maurices, wie wir der Presle entnehmen, der Vertreter Oesterreichs General Fürst Schönburg-Hartenstein, , als Vertreter Frankreichs General Weggand und als Vertreter der deutschen Frontkämpfer der Herzog von Sachsen-Koburg Gotha das Wort in zustimmendem Sinne: der letztere schloh mit den Sätzen: „Noch, Kameraden, finden wir weder Gerechtigkeit noch Frieden in der Welt. Wir Soldaten des Weltkrieges müssen daher alles daran setzen, auf dem Wege einer wahrhaftigen und festen Verständigung und Freundschaft weiteruigehen und danach zu streben, den Standpunkt der anderen kennen zu lernen." Nicht dar Berirauensami allein, da» der schwerverwundete Major Brunei Lohen bereit» feil 15 Jahren in der Britischen Legion innehat, .tennzeichnet deren VerhSItni» zu den jüdischen Frontsoldaten England»: diese» ergibt sich vielmehr au» der einfachen Tatsache der ehrenvollen Beteiligung de» englischen Judentum» am Weltkriege. Wie diese anerkannt wird, zeigt sich au» der Ansprache des britischen Generalstabschef»! Feldmarschall Sir Archibald Bergs« ichszwecken dafür, dah der Kriegs« jüdischen Frontsoldaten auf deutscher den eben genannten Ziffern aus jcite nicht nachstebt, seien folgende ich» Zu anteil von Seite Hinte«! englischer Zählen angeführt: Von ca. 550 000 Juden deutscher 2taat»an gehirigleit waren ca. 100000 zum Heererdienlt eingezogen. Hiervon waren, ca. 80 000 im Front dienst. Bon! ihnen sind mindesten» 12 000 (auf Grund der!nachgevrüft« Gefallenen-Statistik des . j.) auf dein Felde der Ehre geblieben. - 800 Juden erhielten da» E. fl. I., 17 000 das L. fl. II. Insgesamt kamen ca. 35 000 flriegsaurzeichnungen La. 23 000 Juden wurden befördert; 2000 zum Offizier, von denen allein H.) gefallen sind. Bon 1857 jüdischen er« sind 185 gefallen. Von rund' 200 Juden,! die auf Grund freiwilliger Meldung bei der Flhfgerwaffe waren, sind 50 den Fliegertod gestorbest. (in Unvergessener Zum IS. Todestag vou Rudolf Serdtuaud Haafe. Anderthalb Jahrzehnte waren kürzlich seit jenem 'Tage Ins Land gegangen, da eine Kugel dem blühenden hosfnungsoouen Leben eines jüdischen Jungen in Lwerfchlefien ein jähes Ende gesetzt, — ein Ende kurz nach dem Abstimmungskompf feiner Heimat — ein Ende, dem er mtt der Tapferkeit eines Helden entgegenschrttt . . . Wir Frontkämpfer aber sind die letzten, die diesen Gedenktag übersehen und In deren Nethen der Name Rudolf Ferdinand Haafe in vergeffenheit geraten darf. Denn der Oberfekundaner aus Rybtzik, der seine Heimattreue mtt seinem Herzblut bestegette, war das Kind jüdischer Eltern, »m Pfingstsonntag, den 10. Mai 1021, abends 7.00 Uhr. starb er als Opfer des oberschlesischen Aufstandes durch Erschießen im Waide von Homowatz bei Ratlbor, Im Alter von 15'/, Jahren. ,An heldenhafter Zuversicht und kindlicher Undesorgthett ging er lachend in den Tod für die geliebte Heimat", so sagte der Nachruf. Eine Schilderung seine» Leben» und Sterben» brachte der „Schild" vom 16. März 1034 in seiner Oberschlesien- Nummer. In bitterem Weh, aber auch in unerjeaer'lfeiiü bca nftre 17000 Gefallenea des Sei," kriege» für die jüdische Frenteeuereti-n bezengeu, -»T a_ a.---Ai.i. — »a«. , L — fc-s_ lg* Berlin, 12. “P*" Jnni 1838 Gerechtigkeit und Seieden" A. Montgome^ry-Massingverd vor dem^ jüdischen Fror tkämpserbund am 10. November 1835. nachdem vor ihm 15000 jüdische Frontsoldaten, in ormiert, unter dem flommando ftleutnant» I. H. ileven, de» Präsidium» des jüdischen ander im Britilchen Neich Ht. fünf Bataillrnen des jüdischen O de der auch M tgliet Frontsoldaten-Berh, defiliert warm: „Zum erltl nmal habe ich einer von Ihnen veranstalteten 'i arabi beigewohnt. Ich war tief de eindruckt von der ganzen Atmosphäre dieser Beranstaliung urd von der ausgezeichneten Haltung der Teilnehnler ah der Parade. Es ist wundervoll, dah Sie allf diele Mühe auf sich genommen haben, um uu» England, Schottland und tlüales obwohl schon' 13 Jahre seit bem Krieg verfloss« sbrd. Ich glaube, datz die» ein Beroer»!dafür ist, bah der Geist, der Luch Männer jüdisch« Glauben» im Kriege zu den Waffen greisen lieh, Luch auch heute noch beseelt, und da» ist ein gutes Om« .für die Zukunft. Ich niöchle \ auf die so erhebende jüdische Statistik! de» Weltkriege» Hinweisen. Von den äj20 000 britischen Juden, Männern, Frauen und! Kindern im ganzen Reich und in den Dominions, sind 50 000 Mann in die Armee eingetreten. Etwa 330. Offiziere und über 2000 Mann sind gefallen, etwa 6500 wurden verwundet. Rund 10001 Auszeichnung« wurden an jüdische Soldaten verlieh«, darunter 5 Biktorialreuze und 40 Distinguifbed Service Orden».... Es ist für mich ein erhebende» Bewuhtsein, dah die Erinnerung an!Euch alle von damals auch heute von der! Armee bewahrt wird. Und es fei gesagt, dah die jüdischen Männer dem Vaterland« auch heute dienen, wie sie es während de» Kriege» getan hobln" Zwei tzroielle Da» Ende des Baseler Prozesse» um die „Protobolke der Weisen von 3iop". - ITA 1 Zürich, 3. Jct-ii Der vor drei Jahren begonnene Va'eler Tslroteh um . die „Protokolle der Weilen von Zion" St durch 'Uerglei.h beendet word«. Der Beklagde, Tt~ Janber, gab eine Erklärung ab, durch die 1er leine'Vebauotung, der Ltocibölmer Oberrabliner Dr. Marcu- Ehren: reis Habe in einem ^lortrag die Echtheit d r „Protokolle" bejeugt, rrnt dem Ausdruck des Bc dauern» z u r ü ck; o g» afc Bemerkung in dem . in geklagten Artikel sei auch gar nicht in diesem Sinne gemesnt gewelenf denn er selbst Habe nie geglaubt, dah- Dr. Ehrenpreis an jenem in den „Protokollen" behau» tel« „'Welterob^rungsplan dir Jud«" mitgearb.-rtel habe oder, an der Durchlüh rung die'«'- Planes beteiligt gewesen sei: ederrsö unbeteiligt leien die beilsen anderen Kläger. Ferner gab Dr. Zander »u, dah diese „Protokolle" in-t dem im Jahre 1897 ist Basel abaehaitenen ersten Zioniltenkongreh überhaupt nichts « tun hauen AuHerdem erklärte lich die „Nationale Front" damit einrertzanden, dast die! feiner,eil beich'.agnahrnten 780 Eremplare der FProtekoIIe"^von der Gerichtskanilei vernichtet srerden. Schlirhlich hat sich Dr. ,tander bereit erklä-t, die gesamten I6m(f>i4 kostenzu tragen, wäbstend die Kläger auf eine Proietentlchädiquiig veriiititelen. Nach Unterzeich nung vie'es Vergleichs in den die Kläger ihre Klagen «rückge>ogen. De« Proceh war v ' '=• Herreü I. Drenfus Bi Gemeinde Bafel und Schw^izeri'chen Israelit De« Proceh war vhr drei Jahr« durch die Drenfus Brodskn, Präsident der Jsr. damaliger Pra'ident des mchen Gemeindebunde-, Dr. Marrrcs Lohn. Prä'ibetit de- Schwei;er Zionisten-' verbände- und Dr. Marcus Ehrenpreis. Oberrabdiner in Stockholmi. eingeleitet worden. Die. Kläger Halten von Anfang an weniger auf eine Bestr, lung Dr. Zanders, der in einem Artikel die Echtbc it der Protokolle, die von Dr. Ehrenpreis ielbst in einem Bortrag be;eugt worden sei, de Haupt kt hatte, als vielmehr aut die Feststellung der Fälschung und die gerichtliche flonfiskatio» der Bücher Wert geletzt. Früher angeregte Vergleich, wurden von Dr. Zander abgelebnl. In wischen wurde bekanntlich am 12. Mai 1935 ein rozteh in gleicher Sache in Bern in erster Jnlta c, dadurch entschied«, dah festgestellt wurde, die , Protokolle" seien Al» Fälschung anzuleh«. Die “ ~ aber verbasidelt wurde. Fiei dem Berner Prozeh rierurteill« Hab« Berufung eingelegt, über die noch nicht Episode vom Radomer Pogrom-Ptozeß. Dar dem polnischen flreisgericht in Radom wickelt ' sich [eil dem 2. Juni der grohe Prozeh wegen de» dlutigen Judenposgroms ad, der sich Anfang Mär, in Przytil ereignet hatte. AngeNagt sind ä3 llichtjuden und 14 Juden: nicht weniger als 400 Zeugen sind geladen-^Deh jüdischen Ange- Ilaal« wird zur Last gelegt, sich mit Revolverschüssen, Steinwürfen oder' Stöcken zur Wehr ge- Zü chnen befindet sich ein- Mann ijens Leiser Feldberg die Jüdische Ttlegrapbenagentur über seine sei hier wredergegeben. stie-e Halfung eine» alten und zu aller Herzen setzt zu haben. Unter von 66 Jahren nan, Wa» die Jüdische T, Vernehmung berichtet kommentarlos, weil Mahne» für sich s/lbstl prechen vermag. jJDA.s. In dem Prozeh n de» Pogroms ln Przytik gab der 66jährige che Angeklagtc^Lüiser Feldberg folgende Gre>n on, au her dem Verern[ Di« ser Verein Ich wohne in mit keinem Mensches letz! er Zeit kam in Radom, 7. Juni. | wegtn jüdisch klärung ab? „Ich bin alt und s^wach. Ich' war mein Lebtag frommer Jude Hnd gehörte keiner Partei unsere» Erzvater» Abraham, ebietrst, alle Menschen zu lieben, 'rzytil seit 40 Jah«en ikkrd habe ein« Streit gehabt. In sPrzntik eine neue Richtung auf, die sich die Asusrottung der Juden zum Ziil setzte. Ich Halle keine Angst, unser Vater füt im! Himmel sorgt uns Juden wie für alle höpfe. Aber wir; Jud« in Przytik fühlt«, für uns eine böse Zeit angebrochen war. wandt« uns mehrere Male an den Starosta, .. an den Wojwwd« in Kielce, um Schutz. 9. März wurde sauf -der Etratze mein Sohn l

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