Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 22 (29.5.1936)
- Date
- 1936-05-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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,tui tm MERt serz USQEBEHi REICH88UN0 jOo ER PRONTSOlJOATEN E.V. Viele Wege fuhren'zu ' Die btathletik, — die Urform der Leibesübungen treten olympischen Spiele vor zweieintechnischer - Beherrsc Hing der L'ebungcu Jihrtauscnden galten der Urform aller sind nur igemeinsa n in engster Verlobungen, dem Lauf, dem Sprung und bindting in der Ln je, die Höchstleistung Wurf. Sie waren nicht nur Grundlage ihcraus/tislelltn Es isl an sich relativ gesehen ligd, sondern auch des Kampfes und sie [völlig belanglos, ol ein Mensch 1,90 m überall dort, wo.nur Wald oder Wiese 'oder! 2,06 in hochs iringt, aber subjektiv. i i d h in, Verbindung mit Ilunderttausenden, die täglich in der Welt i!iese Uebungen vollbrin gen, bekommt diese l eistung erst ihren Wert der ihrem Vollbringer " '— —--- derentwillen Tausend ■isanden r Tenn ... ist. betrieben werden können di« größten Könner auf dem Gebiete 'Leichtathletik, die Finnen von sich sagen, I ü,re Meister in den Wäldern ihre Siege Infnsden hatten, so ist das, wie die vielen IliMlaufe, (teländi laufe, ein Beweis der engen |Vaturverbujid< "heit der Leichtathletik. Der Kathpf um den Zentimeter, um dje litiicl Sekunde luhen überfüllte Stadien /um lautlosen Schweigen gebracht und die Tätigt eimtr neuen Weltbestleistung wurde lübg/eilejder Zeitungen. Dir Schaffung von besonderen Abzeichen, so ladt das I. eistu ngsabzeichen des |iportbun<1 es. haben die Leichtathletik in Mo Mittelpunkt der sportlichen Ertüchtigung i.n- |ttrrr Jugeid gestellt. Schon der kleine Junge |ad das kleine Madel veranstalten auf der |<n8c den Wettlauf und welcher Junge hat |idn mit' andern um die Wette Bäche (nahen übersprungen und den Stein |fer Felder geworfen? Die Leichtathletik |sxltt jeden I tu reinen auf sich selbst und ein Imrai Mejerl.ir.i \ erlangt Entscheidungen an ■Taktik und krafteeinteilung, die nicht mehr [geta Sache des Trainers, sondern nur noch [tyeiegeitnrit des Kämpfers sind.» Ute Verbindung von Entspannung lind |(nttetnsat|r. . > -it Korperdurchbildung und §eltei§ei-ter Leben8^r3k vir R ddisoblaota uni führende Sportler unseres von l/inan vartrafanan Sportartan herausarbeitet. Um dia Beaeutung aar elnteln*n Sportartan ansarrO l.esern lel’tndlg so mn tim. haben Sportbandes gebeten, uns aloan bnrtan Baitrag tu liefern. dar da wesanflldis’en 7,qQt dar _ __ _ Wann aus nl’imlldian Gründen Eislauf, ßu-Jttsu. Ringen. /Stemmen. Rattan, Saga'n. Sdia b. TisJb-TennisHodteyund Wandern nichtin besonderen Abfsdtran blaruntar nicht vertreten. so wollen wir nldit versiumtn einleitend tu betonen, daß au b diese Sportarten In unserem Sportbuna besonders gepflegt und gefordert werden, daß die faistbngea t. II. unserer Jiu-Jitsul*ute. c e an. anderer Statte besonders betont werden, oder die unserer Hodaysplalar sich würdig an die Seite anderer Span arten tu stellen permögen besonderen Gebiet ist wahrer Inhalt der Leichtathletik, sondern wer den Zehnkampf gewinnt und dqjmit sich als der vielseitigste Kampfer aller erweist, ist Sieger des Tages. Die Vielseitigkeit der Gebiete der Leichtathletik: Laufen, Sbringen, - Werfen, Stoßen, die alle Teile des Körpers restlos durchbilden und die außerorden licht Förderung der Organkraft des Sportlers, lassen die Leichtathletik zu dem wesentl chsten sportlichen Erziehungsmittel für die j tnge Generation werden. Kämpfe, Brus: an Brust, von Startloch zum Zielband, Kampf um den Zentimeter bei Stoß und hei Sprung selbstbewußtester Einsatz von Geist und Körj er, das sind Kennzeichen der Leichtathletik, cie sie auszeichnen in der Entwicklungsgesetz :hte des Sports. «r. 22 — Seit« 5 Ruhm verleiht, tun in einem Stadion sich einfii)den, um dem S eger zuzujubeln Ab^r nicht die einzelne Leistung auf einem IIWNHIUltllHIHoMMIMMNi passejrsport — der Sport [des Mannschaftsgeistes Tic keift anderer Sport dient der Wasseriport der jLrznliung zu Kameradschaft, Mionscit a D » g eis t und Disziplin Ile die Seeleute vorbildlich in der Kamerad- Kluft ituifrlnih der eigenen» wie auch gegen kreide Mbnu-chäft.en sind, so lernt such der meRudlert; :,ud, daß er auf Kameradschaft ■derer angew ie-en ist und somit auch anderen *e gleiche Kameradschaft erweisen muß Dorch di<e ti't.vcndige Zusammenarbeit und Pitrttlichkeit wird der Mannschaftsgeist er- «wbea, qet zur Erreichung guter Leistungen ■bedingt' erforderlich ist. Die freiwillige U-i •oordminjj urlter einen Willen fuhrt zur Sdbstbeottaclming und somit zur Selbstdisziplin Jeder was»-, »portier weiß, daß er nie •ah unbeol - htet Ist. Er übt seinen Spart «nais ijn / mmer oder in geschlossenen Haiku, sondern stets angesichts der breiten OtHeutlichkeit .ms. Jedes auf dem Wasser joprochehc \\ „rl schallt Hunderte von Meto» »eit A.i» diesen Gründen muß der Was- ‘«portlee sic:, Selbstbeherrschung aen tmdl darf sich niemals gehen lassen Vorbediigiin.' für die Ausübung des Wasser- •Ports nt di» Kenntnis des Schwimmens dej angehende Ruderer schon die ersD kteu vorvier Gefahr überwunden hat. Isl * Ausbi|dun^ im Ruderkasten beendet) “ folgt zunächst die Ausbildung im Toutrnrudjirii o/jv Wasserwandern Erst wenn £*ljÜKv’*ide Leistungen aufzuweisen sind, aS8’«1- Arldung zum Dauerrudern, , 6 wetir.ulAn über lange Strecken. Erst on auch hierin Erfolge erzielt sind, werden r geeiuticteit Kräfte für das Training im tnnriJdi; über die kurze Strecke ausmm n fl M:‘ ärztliche Uebervvachung dafür, cd, keinem Leistungen zugemutet ilt: Gesundheit schädigen könn- Uenh d-,-r Sport soll den Körper der |u- IW oiidr.^n aber nicht schwächen. Die L,.. r,’11 unserer Rudervereine auf den nÄi'™"" er Jal,re und die großen Fenrelahrtdn .uu allen deutschen Flüssen und JVtaKiijlcn ^c"K'nis ab für die sorgfältige jrict U l' üen vorbildlichen Mannschafts- «estimsv-ru Sportler. Und nicht wenige un- Pi ' er'1 und Faltbootfahrer haben die r“££eu uni-cr Vereine über das Erführt. 'S i i- (, •nitre ^bea inj jft„n!u h ®^°,s',:!U&ern wahre Heimstätten '! rtk'!Un und Erholungsstätten für ihre w>> Suiten. Mehr und mehr bricht Tau»!!« k?nn,n's Bahn, daß der staubfreie uvste Erholung und Stählung für j5*, umso mehr, als derselbe in Zwn-tl. .Ile.n nicht Mittel zu anderen KiH.Jr’ K'ttstiger oder politischer Natur ist, r» FrfJ.[,ur (Jcr Ertüchtigung des (förpers Seat rel'5 a"er sonstigen Lebensaufgaben fcr V*“ahrr 'st »es auch nicht die Aufgabe a nur ^'"relne zu Höchstleistung::i a aucr*'1!.’ sondern möglichst alle Mitglieder •aponiDurchschnittsleistungen anj Kam. Robert Fischbein7 I Rtichsobmann für Wassersport. Haff und die Ostsee < c n alte Rudervereine und v iel,' sportgruppen des Sportbundes Fußball, — der König der Spiele . .. Hunderttausende erheben sich von den Platzen und ein Brausen erfüllt die Kampfbahn, die bald einem Hexenkessel gleicht, Auf dem grünen Rechteck unten in der Mitte laufen 22 Spieler und die bunten Farben ihrer Kleidung verstärken das lebendige Bild dieses Kampftags. N! Hunderttausende stoßen wöchentlich iiait bestimmten Regeln das Leder im Kampf al Mannschaft gegen eineandere und Millionen schauen wöchentlich in der Welt begeister jenem Spiele zu, von dem einmal gesagt wtirde. daß es mehr mit dem Kopf als mit dem Ful gespielt würde. Fußhall »st das Spiel des Volkes; Fußball ist die Begeisterung der großen Masse; Fu!> ball ist Triumph der Spieltechnik; seine Tor Endergebnis eines durchdachten Kombina tions/ugesJ Fußhall ist letzter Ausdruck eine geschlossenen Gemeinschaft, in der sich de Einzelne Verliert, um durch sie Großes z t leisten. j v Wöchentlich stürmen auch in unserem Spor - bt»nd, dorf wo Spielmöglichkeiten Vorhände t sind, Männer und Jungens gegen das Rechteck dfs Tores, |das für sportliches Ziel und Erfolg bedeutet. TaUsende umsaumen sonntäglich auch die Felder, worauf unsere Spiele ausgetragen w erden, und Wenn jetzt an Pfingsten zum.3. Mal die Reichsmeisterschaften in Stuttgart ausgetragen werden und rund 11100 km die eine Elf eurücklegt, um 90 Minuten lang das Leder zu stoßen, so hört man schon die Worte Vieler, es ist unverantwortlich in dieser Zeit diese K aft an Geist, Körner uhd auch an Geld auszugeben für ein lächerliches Spiel von 90 Minn en. Wir Sportler werden diesen ntmrr 2 Otub*» Boxen — der llvampfsport ,! Es herrscht ein ganz | eigenes Fluidum um den Bo; ring, ob er nun im Madisou Square Garden, im „Spichernritjg“ oder dem .Fest- 1 saal“ der Wirtschaft Schulze in Dmgsdorf steht. Wer je bei einer heißumkämpften Schwer® evvichtsmeistersctaft z. B. dabei, war, der wird die Stimmung vor einem Fußball- Landers lief daneben wB ein Kaffeekränzchen älterer L)amen empfindest. (? Die Redaktion) Was is es - um diesen! Sport, der als roh verschrieen, doch unbeirrbar seinen Siegeszua an -etreten hat und im wahrsten Sinne Volkssport geworden ist? Ganz kurz etwas - Geschichte des Boxens: Aeltcstes Zeugnis der! Weltliteratur in der „Ilias“. Außerdem Boxbilder aufgriechischen Keramiken, die seltsam I modern in aller Baxtechnik sind. Im römischen Kaiserreich entartet das! Boxen durch Gladiatorenkämpfe. Man schlägt sich auf Tod und Leben mit genagelten Holzsc »lagringen. . Im 18. Jahrhundert glorreiche Wiederaufersteht ng des Boxens in England durch die „price-fightet“, die mit. heroischen 20, JO; ja 10 uni 30 Rundenkämpfe ohne Hdndsqjiuhe den Grundstein zur Beliebtheit des Boxen» legen.J In langsamer Evolution entwickelt sich das Boxen zu der noble art of seildefence (vornehme Kunst der Selbstverteidigung), zumal nachdem in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts der englische Lord Queensberry seine bekannten unu zu in großen Teil noch heute gültigen Regeln des BoxeBs herausgibt. (Einführung der Handschuh«, der Gewichtsklassen, des genau begrenzten Ringes, der Punktwertung usw » Allmählich verschiebt sich der Schwerpunkt des Boxens nach Atttcrika, wo die andersartig« Volksseele dem Boxen semen kämpferischin Gehalt wiedergibt - Anfang des 20 Jahrhunderts kommt da» Boxen zum europäischen Kontinent, wo e» zuerst in Frankreich Fuß faßt. Nach dem Weltkrieg fuhren aus Lngländ zuruckkchrcndc deutsche Kriegsgefangene den Boxsport in I Deutschland ein (ileii h/eitig tritt däs Boxen in Amerika das Erbt (des korrupten Riilgkampfsportcs an und wird zum erklärten Sensationssport der Neuen Welt. Hunderttausende Zuschauer in Amerika sind) die beste Empfehlung für den jungen deutschen Boxsport, plessen Pioniere die erst aus Neugier gekommenen. Zuschauer bald tür immer für ihren Spürt zu gewinnen wissen. In <urze breitet sich der neue Sport über das ganze Reich äus-und wir können mit Stolz darauf hin weis :n, daß es gerade Glauben (genossen sind, die im Boxsport, sei -es als Amateur oder Pr»fi, als Aktiver, Manager* ode VereinsJunktiouar mit an erster Stelle ges unden haben. (Vergl. den Beitrag „Juden im Boxsport“). Mit der Neuordnung im deutschen Sport setit auch im Boxsport ein Zustrom aber die; er Enthusiasten :/u den indischen Sportorg inisationen ein. Sb ist es kein Zufall, daß als eine der ersteh Keichsmcistcrschaften, die im Boxen durchgeführt wird- 1931 werden in Köln die 1Retchspoxmeistcrschaften abgewickelt, .die die Spprtbundarbeit wieder ein gut Stuck vorvvärtstreiben Zwei Unentschieden auslaufende Kämpfe gegen Holland und Luxemburg beweisen, daß die RjF.-Boxer das internationale Niveau erreicht b/w gehalten Italien. Heute vertilgt der Sportbund übet 23 Boxabteilurfgen, I davon 13 im Westen Durch allwöchentliche Veranstaltungen wird de ’ Nachwuchs geschult und die Elite in Form gehalten tine Anzahl selbst ausgebildeter Kampfrichter gibt Gewähr für eine korrekte Durchführung aller Veranstaltungen IX'as läßt alle, die einmal zum Boxen gekommen sind, nicht wieder los. seien es nun Boxer, Funktionäre oder Zuschauer' Was läßt uns im Sporthund so großen Wert* gerade aufs Boxen legen? Ist es die Freude an der Sensation? N<in. es ist etwa» Tieferes, esentlichere# Es ist der kampferi»chc Moent im Boxen, dieser Kampf Mann gegen ann, dieser Zw an® zum letzten Einsatz ohne Verklausulierung urd Hintertrepi«-, dies persönliche Gefahrenm ament, das kein Sport sol h»t wie das Boxen und das gerade unserer] J Jgend so bitter not tut, zur Selbstbesinnung Und noch ein ethischen hoch-1 sagen j ß g Da4 rechnerischen Geistern zu erklären haben, daß 90 Minuten Endspiel um die Reichsmeisterschaft nur ]verstanden werden können, wenn man in diksem Spiele den Ausdruck einer Jahresarbeit sieht die tacksenden unserer jungen Mensdhen Kampfkraft, geistige Frische und seelische Entlastung vom. Alltag gegeben hat. * Nicht nur auf *len Kontorsesseln und an' den Werkbänken erwerben wir die Tüchtigkeit für das Leben, sondern draußen auf dem Rasen und] auf der Aschenbahn, im Kampf Mann gegen Mann. Erst im restlosen Einordnen in [die Gemeinschaft der Elf wird der jüdische JUnge geformt und dem es gelingen sein schweres Lebensschicksal zu meistern. Was zählt ein ermüdeter Körper, ein zerschundene» Knie, gegenüber dem Lachen des Sieges? Was zä Eilen alle Rechnereien von vergeudeter Jeit und vertaner Kraft gegenüber i it cs, was unsere sfoll, sich bis zum qen kämpferischen ei doch sauber akter und AeuBersten Jugend im Boten lernet Lttzten ein/usejzen, siel Geist zu erhalten und da zu bleiben in - Ch a Haltung bis rund Rillt Bischofsvv erder, ' Boxolimann des I-. V. Wes die Jeden erfaßt, der eit - lind technisch hoc! - ei gesehen hat? j er König der Spiele jener Begeisterung, mal ein spannendes wertiges Fußballsp Fußball ist . -„- — und die Untertan :n dieses König. Fußb, sind begeisterte, iportlichc Menschen, der höchstes Ziel im Lehender Sieg, Einordnung in die Gemeinscha aus letztem kämpferischem Ei salz und jenem ,, F a i r -p I a y“ sind, das d Sportsmaiin vom Raufbold unterscheidet