Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 22 (29.5.1936)
- Date
- 1936-05-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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HERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Jot jeden Freitag Mit der illustrierten Beilage hDIE KRAFT** für Sport und Jugendertüchtigung timt und Verlag: Berlin W 15, K urfürstendamm 200 (Rciehsbunü jüdischer : '• 1 Samm-Nr. J 1 —8571. Postscheck: Berlin 70885 TelegrammisAryl' sciiiluk-imerad. Redaktionsschluß: jeden Dienstag vor Erscheinen. Für Ibfulime und Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte wird keine Qeiernormnen Bei Nichtlieferueg ohne Verschulden kein Vergütung;anspruch. J --1 . :22/ 15.3«hrgang I Preis 20 Pfennig Bezugspreis: RM 0,55 im Monat zuzügl. Postbestellgcld. Anzeigenpreis: Die 12 gespaltene Millimeter-Zeile RM 0,16. Stellen ingebote u. -Gesuche, Familienanzeigen RM OjlO. Anzeigenschluß: jeden Dienstag Anzeigentarif! Anzeigenverw.: Bepa - Ver Regensburger Straße 21. Fernspr.: B4 Bkvaria 6(*7. — Puktscheck: Berlin 32 520. I vor Erscheinen. Man verlange genauen ag Benski & Pafcuscher, Berlin W 50, Sport - Werbenummer des „Schild ■j Berlin, 2». Mai 193« »liKiWlliii Bild Abraham | ».k. Es ist unser Sportbund! Kamerad Dr. Curf Elsbach. .tzl.-.''»:' der Biow \msi.r. rs,'( hü -,-r Spn ktrdci dir />i 5T, He itung des RiF. des Reichs Sportucrbände und des Vor- Merlin trenn •*' hei den tahlreicben und fd>o ’r. fiieleqenl'-'ttcn. an denen ich bei Sport seannpitun.^r, .mfetes Soortbunbes ju der 3ixnn der Trau,truppen und Bereute zu ta*en hat:*. . .>r dieser Äugend stand, zuckte tnbe( <f<cbai-. ~.irdt den itopf: da itebit Tu ra es?der : >» der istont. wieder wie da- »ch hot e:>--.- Mannsdtaft, deren Führung lit mi! anoe: aut i!t. und der Tu verant- Mtl>q> diü: ' ieh>t Tu nun wieder.' Tu als «unider?>t‘ t leneration, vor dieser jun- I» ujlun'twc üben tOeneration der Jungen :! nte und morgen! Bist Tu b mit hier am Platz, mij ■ Aufschwung ihres Lebens, rer Lebenskraft erreicht, ja u schrillen buben? Geboren n. den Jungen und Heran .'. n wir noch eine Aufgabe ■•t ihnen zu erfüllen? Und n’ r fi$ dann erfüllt? , nd dann h-e:: it) meine Ansprache und fetzte erZibalt oi ' . ,'Iuigabe auseinander, sprach I ft EtlüLli.'.ort den Tugenden der Ord- Mg. dcr TN: ' r'ullung, der Kraft des Wil» «». von - i.radschafts- und Oiemein , K^lwn. . an dem 2toI?, den die eigene l und d.- der anderen uns verschafft »°°°nder '}' :;ii|i(fituiiq. die sie uns auf-! urvi - *- ra,1) sprach, da sah ich i JJJ?#•* keine toten Schlagworte wa< S• wittern!je sich im Leben verwirk- “Ol patten.! ..ndige Wahrheiten geworden >Mi. korre.'üi iixrdene Erfüllung bedeuteten.; ‘»leb ufi ' per mir stehen, gerade und «W:<l)!et, junge jüdische Svortiugend ^?.*ute.!T:cht‘5 gemein hat mit irgend» Zerriüdern. erfüllt ist von Starke, 55 und >rkeit. der kein Graben zu »U und f, Baum zu Hoch ist. die im «niampi zu i mvfrn weis;, und deren Augen 5?v3 *rotj . t schwere und Bitternis der rrr10 .l14"' i'-e vor mir. rank und schlank ■P lOOTtlufl St» M.-wtnt Habel LN ük 'ülc leltrrVn. d he Hohe»..-:', fhoif tir nijfi «ch-etben? ■ hi thfien ur.- th. hab■- Bald nach Gründung des RjF. gingen wir an die Aufgabe Heran, den Sport in unseren und unserer Jugend'Reihen zu fördern. Im Laufe der Jahre iiherwoq an Zahl die junge Generation in unserer Sportorganisation immer mel.r die eigentlichen Frontsoldaten. Das wir ja auch nicht anders zu erwarten. Heute dürfte unser Svortdund de» Retchsdundes jüdischer Frontsoldaten mit seinen über 20000 Mitgliedern fast ganz schon von unserer jungen Generation erfüllt sein. Umsomehr ist damit die Bedeutung des Sporthundes für und alte Frontsoldaten gewachsen. Wir Hoden innerhalb des Sportbundes unser höchste» Gut zu wahren: unsere jungtz Generation! Diese Verantwortung ist die wichtigste, die eine Organisation alter Frontsoldaten zu tragen hat. Zugleich liegt darin auch die schönste und erhebendste Aufgabe, nämlich die, den Geist, mit dem soldatische Ernehung und da» Erlebnis der Front nn» erfüllten, hinuberzuführen in die jüng.re Generation. Und das ist ja eigentlich die vornehmste. Aufgabe einer jeden Fronthämpferorganisation, welcher Gemeinschaft und welcheöi Volke sie auch 'angehören mag. Darum wollen wir uns besonders freuen, daß es gelungen ist, mit dem RjF. seinen Sportbund in engstem Zusammenhang aufzubauen. Aus die^ Auffassung ergibt sich,^ daß wir im Sportbund zunächst die höchsten sportlichen Leistungen sowohl in den j Spitzen als auch in den breiten Massen haben wollen, daß aber diese sportliche Leistling nicht das letzte Ziel ist, das wir im Sportbund erstreben. Der disziplinierte Körper soll einen disziplinierten Charakur schaffen. Wir jüdischen Frontsoldaten Mollen, daß aus unserem Sportbund eine jüdische Jugend heroorgehe. deren geistige, sittliche und gesellschaftliche Anschauungen geformt werden au» den großen Traditionen jüdischen Stamme» und Glaubens und au» unserer soldatischen Prägung. Wir wollen eine jüdische Jugend mit einem gläubigen, unverdorbenen Herzen, mit einer stahlharten, aufrechten Ge,in- " nung und einem gesunden Geiste. Anmaßung. Uederheblichkeit. überspitzter Intellektualismus. Disziplinlosigkeit, müssen! ausgemerzt werden, wo sie sich zeigen. Wir wollen eine jüdische Jugend, die auch unter den schwierigsten Umständen, in welche Lage und an welchen Ort sie auch jda» Schicksal bringen mag. ihren Mann z» stehen weiß und uns überall und igimer zur Ehre gereicht. liDies ist der Sinn des Sportbuydes des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. i Kam. Dr Löwenstcih Bund«rvok'Itz<nbrc bts Aj,> und bts 2portbun6ei h<- Aj,z irbor c•-:■. _ i'u'iicranon. iiici hait Und da eilt Aedil und eine id> iland und - as tu nt ich iliiitb dort ihn d Port riir mt» ihr itt Namen, im ’Ji »urteilt ".'berf. . a> mir iit uri>.-i.■ CM bei i wir und) pe-shal ft-’p : iur u n i t ll.ib io ii'i.'uic; ■Tforlbiirtb Te’iu der s Jciiiiurini’ nv!;::i:t.fj'icb ui: hat zniai» 'a Pueric;üü ,:ct fa.icu. :>ai; :d> iitc Bsliih: Iv.it:-'. m 'teilen, wo lidt; Iv.it:-'. m 'teilen, wo ip; ‘ih.-ii. Ir-- ich ipritd; n:>: 'ur-iiiidn fnttacru jri> Hameta. „ mir iptudi in i- -i b-.-f .Triuii.ic'tetaÜDit litt! 'niM'cu. hauen und Itl u-iimunrcn Intl-cr, und IIC.I'“,!,l'etl-’üditv' 'tf ■ 2:’ n-t.-uMb'. uh iuh. Pu n Lau'hahneii hoi die Turnhallen -chcrorluherluti: das: leider nur eit :Uiiiuern Per de. auf .vut'en. sden loituien, weil! Tiu'ttlehrer md!l tticniauiiie li ■ au-warls dholijt eine nicht' mehr das icahrgeld ui den waren! iah!>. i'ür-K an 2iu*rti>i-:«e 'rniiiiu', i'.l, die ‘tnerat-; ipariaiil waren, ich mit, dai: p: leine i'",crate vorhan u o>t auf Ho'en lZtvticheii >>aliier iiu'tt aeirieheu |bienid,!' einmal geebnet die. Miuet-da'iir fehlten, amc'tcl.t werden tonnten, ahleit tonnte, ja. da>. ende fidt'-am Tf 'rt ihrer he teil igcitfointen. we:! t mehr cnifzuhriitgen imdroii.thiitibfaiiterab it. formt Ihr öa-.> mit anijeheu? .Mount I! x i-erauiutonen. hiift da i4inienafeiteit wa, leiiet. biiii cittiehie ff rerau;i ,}ett. das; der Sport 'Jlot ffiiir :"!;inie!:-.i ■bTnnrtr.'x •*.. Ml‘l* U'tzv fujiuni m 8Ä«?--ftlt. die schwarzen und braunen Sr'" -''ae" und Mädel, die Leicht^ uno b- Turner, die Schwimmer und •ui-iiiimiinmiimiiiiimtiiiiimimmtiiitiiiii!iiitiiiii| Liebhaberfoto® Wettbewerl die Borer, die szuhballer und Handballer, die WasferlvoNler und Tennisspieler und , all die vielen anderen, hieb in Berlin und dort in Frankfurt, in Düsseldorf, in EtuUgarl,! in Hannover, ln Breslau, Hamburg, jlöln, l in den Grobltädten und Llleinstädten, überall wo unser «portbund seine Jugend gesammelt hat Und dann sah ich sie bei den Wettkämpfen ihr letztes hergeben, ich sah fie in den staffeln für den Steg ihrer Mannschaft kämpfen, beim Springen die Kraft ihres Willens sich spannen, im Langstreckenlauf sich bis zur Selbstaufopferung verausgaben, ich sah. wie sie beim Tumen ihre Körper zu beherrschen wubten. Und dann sah ich mich um — — ünd überall, wohin ich kam und wohin ich blickte, da sah ich die Kameraden des flrontbundes bei ihrer zähen und stillen und unermüdlichen Arbeit für diesen Sportbund, ich sah sie der- H t IDas Preisaussdtreii des „Sdtlld" wird U dieser Nummer au -Seite 9 bekanntgege sah sie als Landessportleiter und als Leiter der Sportgruppea Und Vereine, ich sah sie als Reichsobleute und Ländesobleute für fast alle Sportarten, ich sah sie als Sportlehrer und Vorturner, als Kassierer und Schnftführer, ich sah gefettet Opfer an Zeit und an Mühe und an l «beit bangen, ich sah, wie sie! sich sorgten um Plätze, um Spiele, um Wett» kampftmöFllchkeitetl, um <k das, was den! Svortbetrieb dieser juttgen h>e Iteration überhaupt erst ermöglichte! Und was' brachten sie mit? Als der Sporthund gegrun bet wurde, da sah er nichts vor sich und nichts um sich- Keine Organisation, keine Richtlinien, kein Kapital, keine Sportplätze Nichts! — Nichts? Äoch. — eins: Die sportliche Tradition des Rt,J- und die E n't fch 1 ö s s e n heit die Erfahrung und »den Enthusiasmus dieser Frontgeneration, die sich mit ihren besten Männern, mit ihren besten Kräften einsetzte für die jüdische Jugend, die mit dieser Entschlossenheit. dieser Erfahrung, diesem Enthusiasmus daranging, den Sportbund aus dem Nicht» zu fchaften. in knapp drei Jahren aus einem kleinen: Häuflein von wenigen einen Bund der Zwanzigtausend zu machen, aus einem Namen einen Begriff zu formen, und eine Sportjugend heranzubilden. von der mit stolzer Freude gesagt werden kann, datz sie dem ftzesicht der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland einen seiner. markantesten Züge aufgeprägt hat, und datz sje aus ihrer Gesamter» schemung nicht mehr wegzudenken ist! Da» alles sah ich und das alles erkannte ich. und da wutzte ich, was die- Frontgeneratjon mit der Generation der Jugend verband und verbindet, wgrde mir klar, welche Aufgabe wir ... _ zu erfüllen hatten, erfüllt haben und noch et» und um alles ,füllen müssen- Da spürte ich die unsichtbaren Vereine' pielieichi sogar in ihrer Eriilein gefährdet werdev.,. datz die Ju teitd oerlümmert" 1'er Reichsbund >t bischer Frontsoldaten und seit! Sportdund lei et auf Jiiiiiative sein?» Bersitzenden. untere! Kam Dr. Löwenstein, int! dieser Nummer des Bundesorgan» eine Werbeaktion ür den Sportbund den nächst seine Mitgs Euch b ihn z ratzen, datz Ihr damit zu Euch komni und mit vollen'Hän Sinne de» Worte Jugend, helft geral mit uns inmitten deh Sportdund Kf etni In den weiden seine ,* Madels an ( werden, für n Tagen und Woche« :der. s.-iue Jungen» und antreien. um für ihn zu I sammeln Zeigt. Kameen Anruf verstehtder [t. gebt mit vollem Herten en. opfert im wahrsten für die sporttreibende . Ihr. die Ihr sonst nicht er praktischen Arbeit für denn er ist e» ist doch dqch unsere Jugend, nser Spootbund! ..Dir Schild" »Air */. r wb.hrnth.hni Sporl- Beiiaae .. P-e Krott" in-die Heutd eines leden, der Spwt treibt oder 'Jen Sport liebt und lördirt. liiiete Sfwrt-U’c itl in siiurr tl*trk| //> foit für unffiT^ j jüdifdien K*** auf alle Sportve, Sportgrupptn wollen batdidJi bei d*r Sibrirti beim Sportdurpi aufgtb^n f pbenumnui: erhöhten Anfiage 4»v üedellt ti Sporlbfwtgung'in usitellstt t?n werben. Sie gehotC’ ■antiaftunjen und Ortsgruppen des Rtt tf ihre Sammelbeffellungen fleitung des „Schild‘ oder •rnat des RjF. Berlin W!S önderpreis 5 Pf.