Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 19 (8.5.1936)
- Date
- 1936-05-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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■I UE, HERAUSGEBER: REICHSBUND DÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. ilmc ins I ) >411 »I £ N 1 'S in m i ln H m ii i Jeilen Freitag Mit der Illustrierten Beilage ,,!gl und Verlag: F lin W 15, Kurlüretendaram 200 (Rekhsbund jüdischer ittdE. V.).' Samm.-Nr. J 1 —8571. Postscheck: Berlin 70 885. Telegramm* ^hildkamerad. RedaktionsschluB: jeden Dienstag vor Erscheinen. Für lähme uhd Rücksendung unverlangt eingehender Manuskripte wird keine Oeäberaojnmen. Bet Nichtlieferung ohne Ve^chulden kein Vergütungsanaprucb. DIE KRAFT*• für Sport und Jugendertüc^v Bezugspreis: RM 0,55 im Monat spaltene Millimeter-Zeile RM 0, RM 0,10. I Anzeigenschluß: jeden Anzeigentarif! Anzetgenvcrw.: Regensburger Straße 21. Femspi| rill 15.l Jahrgang '.M tigung krai» « Ffannig ^uzügl. Postbestellgeld. Anzeigenpreis: Die 12ge- Stellenangebote u. -Gesuche, Familienanzeigen Dienstag vor Erscheinen. Man verlange genauen pa - Verlag Benski & Pakuscher, Berlin W 50, B4 Bavaria 66Q7. — Postscheck: Berlin 32 520. Leben Berlin, 8. Mai TS»« \r/ Ä sekübt Der Frontbund ruft auf, für die - - 11 < * X ' Neue Generationf rjm Aufmarsch zum Tag der J.Sl.G.33 Grunewald am 3. Mal j936 Phot Abr^b^n (t) J r * fl Sibirien Eanntag, 10. Mai, fällt La g ««mer, ei» jüdischer Festtag, der die ~'’,f 3eit brr ccfira zwischen dem Pef» und di.ir Lchewuaus-Feft Heiter ^ichdtichl. freudiger Tag. ein Strahl Lichtes, unter dessen freundlicher 'in« Pie Erde»sich eben mit Grün be»!> und die erste» Bäume in der Pracht "■ Obitpliitc leuchte». Ein Tag der Hach» fiten, liach udischem Brauch. Ein Hin» fiiri mir., düst auch in den Ernst unse» Dasejnr. den uns die Stimmen des Ps immer ivieder ins Gehör rufen, der ">hi der Friihlingsfonne fällt, den wir übersehen und an desfen belebender >nne auch wir — trotz allem — den _ ^llich«! Boiiy des Lebens ge fükls ' ^nieueni sollen. Durch die im Lenz oerlftgie Pracht seiner Schöpfung ruft uns. fit allem, was da atmet, der Schöpfer »» .Freut Euch des Lebens!" zu. ®it Lag baomer fällt in diesem Fahr der luttertag zusammen, eine schöne, bepchnswerte Einführung der jüngeren aus de» Neuen Welt, jenseits des »urer, eniüanden und über alle religiösen v>duattonale|t Gemeinschaften hinweg rasch •«tnteitet. Sli-in Wunder: denn der Mut» W sktzt all dem Trennenden unter den 'iliern und Gruppen und Klassen das "he Gemeinsame. das schlechthin "»schliche entgegen: die Liebe des Men» lf" zu der. die ihm das Leben geschenkt. Dir werde» ausgerufen, den Müttern zu t’**»; angehalten zur Tat des Dankes (V jene Liebe, deren wahre Dankes» . niemals* abtragen zu können uns 7«ut,a bewutzt ist. Eine Gemeinschaft wie "uns««, die ja das Ethos der Mutter- und der Kindespflicht seit undenklichen mit der Weihe der Religiosität be» 'Ma. wird den Sinn de« Muttertages «»er Feit doppelt bejahen, deren Härte .da» Lo» und l^eid der jüdische» Mutter verdeutlicht. Tausende Mütter bongen um das Schicksal der Ihren — drinnen und — drautzfn. Machen wir ihnen unser Mitempfinden. unsere Verbundenheit fühlbar: helfen wir somit, daß am Muttertag, dotz am Tag Lag baomer ein Strahl des Lichts auch in ihre Gegenwart falle. Auch sie, wie ein jeder, erleben dieser Tage rund um sich her. wie alles Sein zum Lichte drängt, wie dit Knospen dem Lichte sich öffnen, die jungen Triebe ihm - enrgegensprießen. Und wir-blicken auf die jungen Triebe am alten Stamme unserer Gemeinschaft, wir denken tut unsere Heranwachsende Jugend, i „Es werde Licht!" spricht das Gotteswort zu Beginn der in ihrer Gedankentiefe nie voll ausdeutbaren Schöpfungsgeschichte unserer Bibel. Zum lebenspendenden Licht, zur Luft, zur Gottesschöpsung der Natur führen wir! unsere Jugend hin! Pas Licht nie verzagender Hoffnung in sie; hineinzupflanzen. ist unsere höchst« jüdische Erzieyungsaufgabe. Nicht Irrlich» fern fall sie folgen, die ins Dunkel , der Enttäuschung. der Hoffnungslosigkeit führen müssen. Deijn gerade die Hoffnungen, deren Erfüllung die Wirklichkeit sch» ldig bleiben wird pnd mutz, sie sind es. di« die großen Katastrophen, die Einzel- und Gemeinschaftstragödien in sich bergen. Soviel abep wissen wir: eine junge irdische Generation braucht in einer Feit Hitze ren und inns tigung an Iren.Ringens eine E r t id)' Körper und Seele, wenn sie überhaupt eita Zukunft haben soll. Und weil wir di es wissen, messen wir dem jüdischen Sport eine — weder von der ganzen jüdischen Gemeinschaft noch auch nur von jedem einzelnen unserer Kameraden ool erfaßte — Wesentlichkeit.bei. Daß im Sp »rtbund des RjF jene Er üch» tigung im 6 inne straffer. Selbstzucht, aber auch opferw lliger. hingebender Kami radfchaft erfolg, dafür bürgt der Geist des Reichsbunde > jüdischer Frontsoldaten Für den Gedanken de» RjF-Spoftb zu werben, in Wort und Tat, hei«! we» i : sentlichste Arbeit für die jüdische Zukunft, an der jüdischen Jugend leisten. Ein l« benstüchtiges Geschlecht heranbilden, das — wo immer in der Welt — seinen Mann stehen wird, einer Fugend die Möglichkeit schaffen, all ihre Spannkraft tu entwickeln —: das heißt, fif zum kraftspendenden Licht hinführen, zum »»vor siegbaren Lebensgesühl! Dasi heitzt. Hoffnungen aufrichten, die ihre Gewähr in sich selbst tragen. Um dem Gedanken dieses e n t s ch benben jüdischen Gegenwartsaufgade. die so wesentlich ist wie mrrirgend eine andere, überall Bahn zu brechen und das denkbar breiteste Verständnis zu wecken, wird der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und sein Sportbund Anfang Juni eine besondere, grobgeplante W e rb e» aktion durchführen. E» gilt, alle ideelle« und wateriellen Kräfte für die Ertüch» ttg««ß einer Generatt»n mobil z« mache«. i > 1