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Der Schild · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Vater, Ich, rufe Dicht Einjüdisches Soldatenschicksal Historische Erzählung von Georg H i r s ch f e l ö. 2. gort^gunp T-?r .'.iitü'te erröittt und druckt» ihm die Hand 3;»’ kannk'n f;»4 nun iJ^trr ,nd brauck ten 'Kamen tu 'nennen. Langsam, mit C{"o 3 '-iTL-carfc:: ^n>j' du beiden 1*:.! dw-T »ürch fsemde Stal*:. Es dun {•!:; >i I.'ii**.:;!: endlich reden. r.ui-.a ->V» |bcn lagern - i» nt leb ii .’i.'rntr. ,.S..i " >~:»' b’utc mit v’*' rco stund.'.".lät.t '-'7t". . . t ' ' jm.' ‘ : Cz - ‘ [»» ••» - i ’!r rit: fc.:; V ’t»* 'N >r»';inb lc,-- s_ s»--.. - v „Sie scheinen gut unterrichtet?" ,^Sch rede mit vie die Unruh« in mir. en Leuten. Es ist aüch nicht wahr?" ' r uruuijc ui um, rnuyi * « ..Sachsen ist doch loch Kriegsschauplatz?^ .. „Wahrscheinlich. Ct will oder nicht. Ter ge-tütlich. Sch war ii büft". »■ *-> i. König Friedrich Aügtlst nimmt die Sache noch __ „_Sachsens bevor ich noch Breslau kam. Berpfl ch. Sie leben in Wien!'?" ,^Zch lebte dort - vielleicht auch nicht. Hier glaube ich wirijch;u leben. Öfterst nian mir etwa einen Wiejer an. dah sie..." l „Entlchu!di»ren Sie! Kamerad, das gerade nickt, obwobl die Wiener leine Leute - sind. Aster ick hörte ickoit von Sbnen. Ich ketzne hier dieien und ienetf. wie gelagt". ..Merlwürdig, dag •er»’!’»’ tut Persönlich das wird bald and« ' ..uns Vaterland i^ *». ul»iiuen Sie. i,h nieine..." man überhaupt noch s hat. Aber, ich glau s". die gröhle Firma ick versteh '.rn'manni'cken?cru dast furt aeineinsam Acktun»:. tf:- .vu?cr:.::;5er. .dar : .dri-t'.r Sic ..T-m »'- nun r it.tt lick studiert?" .M-ckr in »tan:. 2m -r ''i'cken Br-i . . re? .n!.r v;; r;•?' ■ i. - ■ 3 r ... ci", Sie lpreckenaus . Tie Hauptsache st st |ta. fiib'.t“. bringt mi»b njib intifu'r? .stn'ame". einander?" l.ick kommt. .Sie hgp.n ick l'uire.?U : 7» Ui' l- -1 S:.'stvui-er; r-’t rci'i-rt 3t i.. auch bc'iiib . r i,'>.'ii:iiC5 Hau?;bn nickt V . r er unrerdru; war meid» : :-»■ t etfriditet. Ein tr.-m Ta>ckenstuck. .Lieben Sit M pl.d'ick. „3ck komme ja a iiudicrke kure Zeit laut t.-emle.. T tunmuszle ick r :!»rlcktrn 21'tale. 's?'*!' aber auck dort, trist >n r,en Weile Änl :re reu en»t unmittelbaren ,!> eiwts <»'»eel'r7>'thr We't. er stellte dlcier 'tstt.m'm in -Jl icr. L .uow cker Sit ter tu tern studier:". T as kam "...Be''er'alS' für istästvil: SSeimar den Platt da stand ich tel-imt.st aber er war verreistj ick m". ' l te eine Antwort. . kein linnend au' den Kgm. Btie» <>>ue:be5 lag iit »et iik?" tränte der arfbere ihrer Stadt". f ,^ine Frag«: Haben Sie vielleicht Beethoven gesehen?" Ausweichen war nicht möglich. — .st)ch kenne ihn". ..Sie kennen ihn — —r‘ ■ „Nicht gut. Er lebt sehr zuruckgejogen- Sch spiele die Ejtarre. Und Sie?" „Eeige. «steige. Gott. Sie kennen Beethoven ..." . . .. „Am meisten habe ich mich mit den itomvositionen des Prinzen Louis Ferdinand deichätrigt". „Ter bei Saalfeld fiel. ~>a, ein Künstler kann auch Soldat sein!" Sie kamen nun wieder auf den Ring und sahen vor dem Rathaus« eine Mewchen ansammlung. Soeben war der Ausruf des Königs angeschlagen worden. Allmählich traten auck die beiden heran und konnten lesen. ..An mein Bolk". Ter heih erwartete Aufruf ipr»ick auch zum Kriegsheer und brachte die Ilrkunde über die Stiftung des eisernen Kreu es. , Körner war zuerst mit dem Lesen lerttg. ' Sein Kamerad brauchte länger. Sic sahen -ist. an. ..'BSir bleiben Keule zusammen", sagte Kör ner. ..Einverstanden. Kamerad?" Tiestr gab ihm die Hand und verneigt»!i»l> Tas w>tr nickt militärisch, aber eckt, und >»orner begann den Ursprung tu verstehen. Sn .lobten wurde crertiert. Kein Zwang, eigene Wille drillte. So ging es vor '-»im. als ob Major von Lutzow alte Sol ,:t»n i'iitgebrailit hatte. Tazu des Lagerle i„'n* romantischer Reiz. - Korner wurde e:it Riittilvunkt Per bunt zusammengeströinten Manns»l»»t'k. ob»»' es Zu wollen. T«r Rlajor stbien von teilten "»'rsonficben Umständen;» wiüen. mied, aber jest»> Beoorzugung. Er be t»rd-Ne Korner ct*i mit fünf Aelleren und Er'abrenen zum .Korporal.. Tie tstiannsckatt u,-lim es als selbzuorrstandlick au'. Besonders der ..Sude", wie tzian S»oel nannte. Es w»ir keine Scharfe darin, aber etwas Tuldsames. Humoristisches. Korner hatte an dielen «ste ioriidien leinen Teil, mait rouiit« nicht, ob er ober Soel unterrichtet war. Ter Sude gedörte tu feiner Korporalickaft. Man beobachtete. dan er. wenn Zlörner abgekehrt im Zelt lag und in sein Taschenbuch schrieb, dabei- »itten durfte, ebne .ihn zu stören. Kam ein Kamerad bereingetoloel:. ohne Körners Ta ligkeit zu beachten, hinderte Soel eifrig die Störung und flüsterte »lwas, was den Tritten bewog, sich zuruckzutiehen. Ein Schriftsteller aus Leipzig von Adel und herrischem Wesen ärgerte ich an Soel sagte mit Schärfe: ,,Weiht Du eigentliche wen Du Dich so eifrig hälft?'' „ ’ ,F)H ich das wer«? Ein 1 stchter." „Sa, ein Schützling Goet >es log.ar. Seim., edlen Vater dankte der u, sterbliche Schil'estl dah er sein Werk Don Larlos vollende;! konnte. Glanzvolle Sahre lii aen hinter Körnet in Wien, wo er als Hofk zealerdichtcr ,M. reiche Dramen verfassen, ui d auf der Buln« des Burgtheaters sehen du ste. Kaiser Fron, hat ihn allerhöchst bemerk und Erzher-oz Karl, der Sieger von Ajoem. erwies tf,^ seine besondere Huld. Sch halte zwar von! Körners Dramen wenig - ‘ „Tu sprachst aber gester > anders davon- „Was soll das? Dein vorlautes Asti«,, hättest Du bei den Handels euten lassen mild — hier taugt es nicht. Gcg weiter und latz uns heran, denn wir verst-hen Körner." Ter Kleine^blieb ruhig: „ fch will Dir »fr»« sagen. Kamerad: überlassen wir es ihm. w«, er neben sich haben will. Sch bilde mir r.am■ lich ein und solche Gefühl* trügen nick: -j es werden noch andere . age kommen ah jetzt. Tage, an denen er n ch t dichtet. Wen,, er dann vielleicht im Zel liegt, verhunden und ich kann bei ihm sein mit «'io:t»-4 Hilst, dann geschieht seinen Eilet t in Tresdeo. t;,, (üffallen. Sch bin kein Tie ter. aber ich .kan, mich anders nützlich mach»' i. So einer »-.der Hi und bleibt ein Kind, d »s behütet nv.nen niuiz. Entschuldige — das ifi meine Ansi.h: — Tie Zeit der Märsche t >m. und nun enthüllte sich das Geheimnis d,s vertieften S.breibers. 'Major Lutzow hatte Korner ube.tu cht und in sein Taschenbuch »eblickt. Bor der Front hatte er erklärt: vir haben ein de sondi-res G*luck. Kameradeik Andern Eeirs mag es nicht beschieden seit! Wir haben » ur, Tichter!" Korner muhte seine K iegslieder he. uloschreiben und oerteiien. Sck t>n stand eine ' u» Reib« in seinem grünen T> schenbuch. Tt» Kg. meraden lasen sie sich g' genseitig vor und prägten sie ins Giedächlnis Ter Tichter ielbit und ein namhafter Musik;r erfanden Rtelodien. Run wurde den he hen Marschen ,cd« Last genommen. Korners Lieder machte.: sie zum Genuh. Auä» der Ratjor an der Suitze des Eorvs sang mit. Soel zeichnete sich durch einen hübschen Tenor a«s. Er war so mu lalisch. datz er den «Hang -- ° " konnte. Sn solcher Hochsti ihn nicht mehr den Süden sein tliame, Soel, kurz abc r freundlich. — tFortsetzung der andern subr»'n nmung nannten sie Soel wurde wn oer olgt!) m i Textilien Louis Oppenheimer Tuchgrojhhandlung Bfjuchsal Sigmuind Schwdrzenbarger HerrenwäschfrFabwk i-Cpth i b on und Großhandel ] LHeilbronr iBopnlieiiiier Mü Kleiderstoffe S1GHEN I u. BaumwoiTwar.yi Sl i Münchener „H Tapis< ’rit'fabrik ckerei-W erkstätlen BROS“ München 2, S W. -URhlSt!\STOffE Zelle ii PtanenTabriK \ ■ I l.l) ifrHNF.. fdannnver SS 1? Gebr. Tuchgr Bl) BaumwoUwelberei Vahrenwald Hart» Robe, gebleict t nover e, oefär te 6ewebe JACOB B<.jyrtturh Sfufidrii L. Heilbrpnner <fe Co. München lfr’. und Wnlhvaren en gros Bekleidung L EH A - KLEIDUNG KLEIDERFABRIK Eichenberg & Heymann / Aschaffenburg Siegfried D Max Auerbach! Berlin SW 19, Krausenstrafee 31,32! 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