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Der Schild · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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HERAUSGEBER: REICHSBUND DÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. Encheint Jeden Freitag Schnit|<itung und Verlag: fron! f ■.! ticn 1 V ). Samni. .incii ’i »cliiUlkamcrad. I Auin und Ruckscmlun iwht .ihvimnnmcii. Bei Nie Mit der illustrierten Hcrlin \X 1?, Knrfurstciidainm 200 (Rcithsbn Nr. J 1 *1571. (’ost-.check: Berlin 70tWV edakti tn«chluli: jeden Dienstag vor I r-, g unverlangt eingvlundvr Manuskripte wir ltlicfcrung ohne Verschulden kein Vcrgutiij Beilage >aDII ml jüdisch t DWW Telegramm- 1 heinen F tir I « >1 keine Cie- II tg-anspruch. 1 1 Nr H 15- Jahrgang i % KRAFT für Sport und Jugendertüchtigung Frei* 20 Pfeaal| Bezugspreis.:’ (<M l),55 im Monat zu/iigl. I'ostbcstellgehl Anzeigenpreis: Die 12gespaltene Millimeter-Zeile KM-<1,10 Stellenangebote 11. -tiesuehe. Familienan/eigen RM 0.10. An/cigcnschl.: jed Dienstag vor Erscheinen. Man verlange genauen Anzeigentarif! Anzclgenvcrw.: Bepa-Vcrlag Bcnski j. Raku-cher. Berlin W 50,' Reg-nsburger Str. 21. Fernspr.: Bl Bavaria 0007. Postscheck: Berlin 32 520. Berlin. 27. Mär, 1938 Hüdifche Geriehung viii iit ' ein idnueres mib ein -diidinl Die>e tijrlemttnis ha! 'eil Tagen. von dcfien wir aus un illchen 2<hrif ten!(unde Uber das s Judentums habi n, ihre (fmlti.ileit gahrlaiifenbe; aalt und nilt un» auch immer in , raeüenheit in ae inneren Tagen ...iktiein turüd. nivtabc. vor die iiö die wir auf göttlichen Willen zu iiftd wie zu alle» ie.aüch in allen der 'Welt. Drohte raten, io rief jie das (befchehett in 3or der 2chtrer •»ziöfte judilchen 2c lidfals zu beiteben, wir uns qeitellt T ieie Aufgabe .'Iz Und. iit der A isgangspunft aller tir iebuiu in allen : idite. 5b Juden der ,!eritreuung auf die wir in Wandlungen jüdi im eigenen Land, lebten, ob in der . den : lerer.. I | öllr.l I .mii,,,uii»si,i»v, tifiif u/ii ,it um« .feite' " " üniit he r an. un<Vr und i:t _ dl u>ii;en ruck't.! Tenn, ju&ilit idxr oder ■Jlbse'ti i'ettheit de; «ihettkä ober im biirger üiben' tu’üiitmen'eben der (:man;ipation;form. eb ü-e ihr Dalein auf cif rer religiösen oder Italien nett Beari'fsbeitintrr ung aufbiuon: un :er ai eu Bedingungen w rd das Bleibende und Be>i.'tidcre jüdiicher Erziehung durch bic! Aeri>ii,ch:ung beitimmt feit ntüfen. die. aus dem Bieibenden und Be anderen, aus dR ihre > und 2chwere jüdi chen Schicksals er: woa>Cb jüdische 2öhr e und Töchter i» all.eh.inen 2d>ulen oder u jüdifdien Schulcü bei.achte», ob sie nach reier 'Wahl inj eine Aenifv.üiqfeit heranreifeii oder ob ihr Schicki lal! chichlung, AuswaitSerung. Neuaufbtts . b iie straffere obe loiere jüdi chs polii tih: . der jüdisch religiös Bindungen! ettti ae! . eher von ihrem EI ernhaus mitbrfoni' moK. (iiteiniam bleibt immer und überall in; :> a tt n u n g, in die jedes jüdifche Leben ae’ iit das in Ehre und Würde leben;ü Idi^ s jeder Jude lernen rnufz. D i in der entschei »ende «ieiiditspunki ae > r von dem wir ausg chen. wenn in Diesen AI >, ein Beitrag zu dem jetzt febr af»l a.en »eit. im ganzen j idifchen Lebenj Hart erinr . :en Thema der jül ischen Erziehung nhi iweitern es ganz bernikt über das! Pro ble her jüdischen 2cf-.nl hinaus beige «ei.,i: wird Selbstverständlich alatibert wir in iem Rahmen die at szerordentlich beben um i volle und vielseitige Materie nicht! etwa attuokernd erschöpfen zu önnen: auch ein iit itv'ev Ein e'-beiten entwid >!tes jüdiidzes Schul Arbeit mit öec 3ugcnö — für Oie Jugend.! von Kam. Dr. Curf Elsbach, Mitglied der Btnides/eifung Am 21 Mär, 101K. also vor faii ge iniu IS 3-ihren, begiiiut Die „Wr;oftc cdtladtt nt Jranhrfid)'«^ jene gigantische FrüHjaHrsoffeufive des letzten Kriegsjahrs, mit der die Oberste lfieeresleitnnq hoffte, in einer letzten ftraftanhrcngung die Cf nt fcheiöuug ,u (fünften der Mittelmächte^ ,u erzwingen. Am 22. Mär, wurde icß in dem Augenblick durch 2 Maschinengewehr. Sdiüsse durch die Prüft, verwundet l wo ich beim ctiirm aus eitiei englische 3te(» luug einem meiner jungen Mnschinengewehrschiilzeu Beistand leisten wollte, der selbst von einer DlbT Kugel getroffen wurde. Ich sd>reibe mit Absicht „jung", denn ich selbst war damals schon ein „öltet" Leutnant pou 25 Jahren, der MEi Sdzütze höchstens 10, und ich sehe ih» heule noch vor mir, wie er in seiner jungen 5tilfslc.',igKeil nach mir rief, ..feistem' Leutnant, der ihm doch helfen mußte Dies Bild drangt fid> utir heule, an fei nein Jahrestage, wieder auf, wenn ich über das Thema „Arbeit mit der Fugend für die Jugend", zu dieser Fugendsv tder nuuimer ein (Geleitwort schreiben soll, über dies Thema, das immer wieder das Thema der (Heueraliolteusolqe ist. gewesen ist und sein wird, das aber wohl niemals so Leilwort und Befehl für eine (Setter ition der Aelteren bedeutete, wie heutzutug: für uns jüdische Frontsoldaten.. Auch heule ist soll hier nickt aus aber ickeint es ge eine g r tt n b f ä I i dt e 2 i n i, e itr it .fügen Herauszuqrbeiten. die unsere deutlick madjt und stimmende lOeitoltung ErzieHungsblldes D eltkrieg rs nicht allein für das und Erziehunqsvroaramm oebn i:et werden. Wohl boti ori'i ._____ ftustickiung und töaltiinc als Forderung in die her Dinge einschalteh $ e Wandlung des feit, de« ti’ rtn Phänomen, -'ubfntum, wohl abe)r afti dt füt das Juden tum gültig und für w>e, enwart und Zukunft iiarli deitkmmend ist. Schi n dieses eine Thema. >n finetn reichhaltigen ^hrifnum beleuchtet. >ann hier nicht ausgefi hrt, aber es muh gerade hier, im Organ 1«» Zrontbundes. an>i gedeutet werdenschlich uns einfach gesagt,! «urde die Vorstellungst »elt bis zum Kriege von dem individualittifdi en Bildungsideal der Qfiitja hochgezüchtet« u 0 inselperjonlidjfeit de berndtt, bas in (e nee Ueberspitzung dann durch das ffronterle inii der Millionen meist lungerer Männer in den Schützengräben widerlegt. wurde- Die Na hkrt gszeit bewies hernach nur! zu deutlich die (p«fa ir der Auflockerung, ja -^'-^'chtlich notwendiger, düngen durch eine. _„ _ _lerfteiqerunq indi " viduali tischer Periö tlich Utsbegrifse. Niemand Hat diele allgemeine Er twicklung weiter Teilei «mch heranwachlendm ' ugend wohl so fritifeft. achtet wie die a ts der Schule des Krieges, gekehrten Fron soll aten aller Völker und wen Doh auch btr jüdische Frontsoldat unsere junge (Generation verwundet! nud bedrängt, auch heute sieht sie sich nach uns, ihren Vätern und Lehrern, ihren Führern um. sie glaubt an sie und ruft nad) ihnen, um geholfen ,u bekommeit cinb wir Führer. Helsen wir. könueu wir über Haupt helfen? Nun. mir scheint, diese Aufgabe i t ein unentrittubares Muß. Das uns ,u ihrer Erfüllung zwingt mit der Unabdii gbar heit des Schicksals, und das uni-, die Frontgenerationen der Aelteren. wiel'er,u jenem letzten Einsatz befähigen sollt ', der uns auch vor 20 Fahren scheinbar Un mögliches möglich hat machen lassen. Niemand fühle sich zu gering dazu, nii mand halte seine Kräfte für zu schwach, seine Leistung für zu unbedeutend, seiner Anteil für zu unwesentlich, um zurückzu tehen als Einzelner und der Reiihsbund , Frontsoldaten als Gemeinschaft immer ernsthaft versucht haben, im entgegen^, sinne zu wirken (es darf beifpielsw« den Schritt einen Arbeitsdienst zu erinnert werden) beweist die Gefahr, in einer fortschreitenden geistigen An rung auch der jüdischen Jugend erk t wobei dieses Wort nicht in einem pol * sondern im Sinne einer Haltung aufist. die allen Bindungen zu trotzen urt sich eine hemmungslose Lebensgestaltim fordern geneigt ist- Unsere Auffass irr kefnesfall» persönlichseitsfeindlich, sie o Waren wir nicht alle Kameraden und wufzleu, um was es ging, waren wir uidu alle Soldaten und haben Verautworlktitg getragen, waren wir nicht alle Kampfer und haben auch den Einsatz des Lebens nicht gescheut? Und bann sind wir zurück ge kehrt in je nes bürgerliche Leben, in dem es nicht mehr um Leben und Tod geht, aber um Arbeit und Brot, um Erifteuz und wirt schaftliches Dasein, um 'Fragen der "Er ziehung unL Fortbildung, um Kultur und 3iptlifartfen, tun Forschung und Wit'ieu. um alles das, was! das Leben unserer Cfte »teinschaft formt und bildet — um den Aufbau unserer Gemeinschaft, unterer, jü ' dischen Eemeiuschaft. Soll es. ohne die Fugend sein? Nein, mit der Fugend und für die Fugend! Sorgen wir im sie, wo und wie Uns nufere Tlufgabe zu gewiesen ist — als Lehrer für ihre Am? bilduug, als Erzieher für ihre zialtung, als Berufstätige für ihre Fortbildung, als Rabbiner für ihr Fudesein, als Träger des Sportgedankens für ihre körperlidte und charakterliche Ertüchtigung, als.Gesamtheit der Frontfoldateu aber für ihren Stolz und ihre Ehre Und noch eine Eriniterung au jette Tage vor 18 Fahren steigt hier im Cdedadtlius auf. Nach meiner' Verwundung tag ich zwölf lauge Stunden hilflos nadt deui- Sturm zwischen den Stellungen im 'Rie mandslaud. Endlich kam die Erlösung. Eine deutsdze Vatrouille, friidzer Erfazz. junge, Kerls, fand mid) und. sorgte für meinen Abtransport Diesmal also war es die Fugend, von der mir, dem Aelteren und Vorgesetzten, die enlsdteideude 5)ilse wurde. Auch diese Eriniterung scheint mir symbolisch. Wie wir heute der Fugend, so hilft die Fugend uits. Trost und Aus richtung, vollgültigen Ersatz für alles Fdeelle und Materielle, was das Leben uns nahm, das Schicksal uns zerstörte, finden wir in der großen, fruchtbaren Auf gäbe, die die Stzrge für unsere Fugend uns stellt. Wir glauben an diese. Fugend und ihre Zukunft. Wir vertrauen darauf, daß ihre Entwicklung uns hundertfach die Mühe und Sorge lohnt, die wir auf sie. unsere Zukunft verwenden. ji bischer wieder gesetzten ile an sc taffen, die sie grchiiie unten, tischen, ftufaifen ib für 9 zu mg ist oünlcht aber die Entwicklung individueller Anlagen in den festen Nahmen der Gerneinschaftsgedanlens einzuordnen. Eine Verhätschelung des lieben Ich eine elterliche und schulische Er ®>ungsauffassung, die für die Grenzen, zwi. n berechtigter Jndividualbehandlung und der Notwendigkeit per Einordnung — mögli. cherweise auch unter mancherlei Verzicht — in die Gesamtheitsbelange und .mögltchleilen blind ist lehnen wir ab- Wir sind für Erj, nicht für Verziehung. Es liegt uns fern tm jüdischen Bereiche eine öde Uniformltät zu predigen. Im Gegenteil: Unser Judentum braucht jede Begabung, kann weni L qcr denn je au» hie Entwicklung -echter Be gabiimieti verzichten l'.’llvr wir tr.enh.'ti un-. dagegen, hak jeher in seinem Zliith etwas Be lonheres lieht. - und da« . judi-ckie junge P>en scheu dur>h offenbare icebTTeitima habin er zogen a>erhen, dpk jeder eine separate ..2de.t anlchauung" oder eine beiophsre' P^aiice^tu, sick, beaiilprudien zu imt-ien glaubt Um Ctti zier zu werden, miiitte man üirrch hie harte - Sckmle des Soldaten gegängelt lein, der ge horchen gelernt hat. Heute dürfen und touneji die Mittel und '.OiiSglichteiien -ttt not uH’itbigen Forderung nur für wirtliche und - . wertvolle Begabungen zur 'Uer'ngung iteltett Der 'tlZandel des Er iehuntsbtides durch he» 'Weltlrieg zum lüemeinschatlsaedanlen Hi», itellt die E.ruvpe über den Einzelnen, die^ Pflichten über die Rechte, die Disziplin über die Diskuslion. das Opfer über den Anipruch. den Einsatz alter das Sick Ausleben. Diele; Erziehungsbild scheint uns gerade in der heuti gen Situation des deutschen Judentums von höchster Bedeutung Seine Berufirllichung in ' einer gelunden Smtlbele fruchtl'arer Per'ön lichleitsförderun.t mit her B e j a h u » g,e i n e r it a r t e n B indu n g tut Sinne der lüemein icktatlsidee i-t eine u'eVnt'.iihe und zeirgemake i'-niiihntrhernng.. Wissen und Wollen: hie beiden oft gehörten Siichwgrte mockiten wir ebenfalls inckil als Antithese aegenemgnder ilelle»! Die -Iwas oberflächliche Piode. die ..Anhäufung loten iWiüen!toffes" gering zuschaben - vermögen wir nicht ntttiuttMchen g.liehr hettn ie idteinl un- -ie gediegene Aus ruiiung mit einem unttai-enden t!lti>ien. das ’ tickt nicht nur ein eilig >)»> ein,'» bestimmte Da ieinsperlpeklive letwa die '.'lnswanherüizg in beiiimmies <_'-aitbi ausrichiet. durch die ^Zeiten geboten Der nur materielle Drill auf ein eng begrenztes, für bestimmte 'Berufsgruppen ge dachles WiHensgebie! i-t iiniureichend. Im «ie genteil: je enger umgrenzt her .rein ntaterielR — Daieinsrautn »ich bietet, beito reicher sollte der . innere Besitz lein, den wir un'erer- Jugend ver schaffen Bon der geinigen Fülle, die wir aus unserer Jugend über die 'Utandlungenunle/eaükeren Seins herübergerettet, sollten wir tur . linieren Nachwuchs -o weni t wie möglich preis geben—Judentum i-t uns in er-ter Vittie e i tt ] ■ E> einige s. und zwar nichts in inh '2>er 1 , lavieltes sondern ein geistiger Standorfgnit einem UH'iten, weiten Blickis-ld übet die 'Werte und Scktönheiien mensdtlicher. Kultur, lernen, die Erarbeitung von 'tl-ilsen macht unabhängig vdn vielen fragwürdigen Aeukerlicktkeiten. macht reid> auch in der Entbehrung Dabei wollen wir nicht vergei-en. dak die grökten ' jüdischen Denier, die in die Annalen der Menld, heitsgeschichte eingegangen Und. ihr tägliches Brot meist sauer in einem be'cheidenen Band j werk verdient haben- Es gehört eine unge heute Entwicklung der sittlichen Willenskräfte __ dazu tagsüber Diamanten zu schleifen- und daneben Werke zu schreiben, die das menich licke Denken revolutionieren. Bon dem ein fettigen GeHirnmenichen. von einem durch einen falschen Ehrgeiz fehfgeleiteten rein intellektu elfen Strebertnpus, vorn lebensuntüchtigen Bücherwurm vermögetr wir uns für eine jüdifche Zukunft nichts zu versprechen. DieKräfte des Willens müssen gestählt, müssen genau so systernatitch entwickelt werden wie die gei> (tige Aufnahmefähigkeit Gerade unsere, die Frontgeneration kann Hier im guten wie im schlechten Sinne ein Beispiel liefern. Unsere Jugend verlief auf scheinbar ünerschütterlich 4 festen Fundamenten in einer breiten gefällig ten Bürgerlichkeit, die uns vollen Spielraum ' für jede geistige Entfaltung gewährte: es kam der Krieg, unsere Daseinsvoraussetzungen wandelten sich radikal, was gestern unsere Wirvlichkeit schien war plötzlich wesenlos- Wir lernten um. wir gingen als Frontsoldaten durch eine sehr harte Schule. Denken wir heute an_ den Umbruch der sich (eit 1833 in aNenr >

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