Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 12 (20.3.1936)
- Date
- 1936-03-20
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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1 malet und Soldat Mo» Mw» der front w« 10. roüerwk ä, ,, rv a b i « II. D*r«n Todestag sich am I9Z6 zum 10. Mal« jährt, entstammt ,'iki Samili«. deren Borfahren al, ^«rfri ob" «anfUute m Pommrrn und *»«». geachtet waren. Er wird am Z Mäf, „i ‘ Berlin geboren. Schon in den Schusjalni'n regt sich mäch'Ig s«in künstlerische, Talent, » dein Lophien-Symnasium für eine „Tf»7- -iBvdrnng prachtvoll» Dekoration«.,. welche > die schule dellaunt. Doch die Eltern schlicken jU -ahn aus ein Pädagogium in Seesen,!da, iljnl >jt Zeichnerei »»»treiben so» Als er dann m>, W Reise für Oberprima Kaufmann «erde» Ml] weigert er sich bald solcher Tätigkeil. Jetzt iraufVn die Eltern mit den Kunstproben - ijiim kklädemie Tirettor Anton von Werner und sie er ,u ihrer Ueberraschung, datz ein starke^ r,iskni in den Blättern freudig! anerkannt wird! i ldalti und Lodz, in Keneye« und Bolinow. Ein Sl friedhof <die Kirchglocke iegt auf der Erike), an dem Kirchturm ilt ein G fechlrltand, im Fkldla^ rett wird operiert, Berw indete fitzen heruir, weidin getragrn, Iterben.. B r'chiedenllt »lieg folg n einander. Ei» „tklfinterlager" ent!« theme .. ... »t, da fit die Bationaiga!» iie ip Berlin angetaut wir et ,-r’rrnl nun die Kunst mit menz«lhast>de,ljni - ,Heitz in akademischer Gründlichleit bei aaemetiee. Scheurenberg, Skcckbina und Wart I> bi» «r lchliehlich Meiterschuler Arlhui rit.! der erlten Bilder Fabian» ilt , «in ede-.paar" aus einer Berlin« r daminerung, etwas zagha Ein „Berloee.rer Sohn ' „latilch; die Scenerie jedott Der Maler lammt auf etliche ftzoche» wie!. Deutschland, die Krieg»« usltellung der Akademie zeigt leine neuen Pleite Ein Fahr Krieg ilt inzwischen vorbei Fabian wartet nicht ad, >d und wann sei, gang gezogen wird, er I, eilt sich erneu » r i e g s s r e iw i l l i ge r 42 Fahre «nd wird jetzt genomme,. Er erhält leiile Au; dildung in Tdorn und ückt bald mit den Reg ment 178 wieder in Ruzland ein. Oklob r 191 wird die Division nach Frankreich verladen. D zerschossene Katlxdriale vnn Baue dielet i! ir Bi» Dann solgt in der »eile der Monat«, der Zahn ■t lii r Brlicke in j der t noch in her gibt i ch in allein h ganz bürgerlich und Sohn. Ein vordem nie so etwa, gemachti — doch Festung, Friedhof, Denkmal — alle, hol danach der grausige Krieg zerstört <Bgl. Reproduktion im „Schild" Br. 10. Titeseste). 1 Schon früher mutz Fabian da, grohc „Belobigungsdlatt" für di^ Division geschossen haben, denn die stürmenden Soldaten sind erst in den späteren Drucken mit dem Stahlhelm neu gerüstet worden. Weitere Dioifionsauftrög« sind ein „Be sitz-Zeugni» sür da, Derwundeten-Abzeichen" und „Borläufig«, Bcsitz-Zeugnis für da. Eiserne Kreuz" mit Handgranatenwerfern. Alk« drei Blätter sind Original-Lithographien. tBgl. di« Reproduk tionen im „Schild" Br. 10, Seite 2 und Br. II, Seite 5». ' Doch folgen wir noch weiter der Kette der Fäbian'schen Kriegsbilder: Bei, den Sanitätern in Urvillers-Arra», St. Ouentin, der gespenstige Houthoulster Wald, Marcosng, Eiorteiparck die Grablreuzmaler von Thortdout, Begrädni» in Ten Brieden, da, tot« Brügge, die Heilige Blutka pell«, die zerschossene ' Stadt Lille, brennende Stratzen, die unerkannten Toten der zerschossene Friedhof usw. usw. Und da, sivd nur lo einige Dinge! Fm Graben wurde Fabian nicht müde, Kanonen und Soldaten wieder und wieder zu zeichnen Buch bei schwerem Feuer tut er, wa. i, rlube mit Baler, Mutter ,lc‘ Meisterwerk etwa, sg i erer Zeit „Mut i-i, Kindern" ist braun-golden tonig. «Na»! de, Maler hat Reinbrands erlebt. Hub! . Mar Fabian hat zuni Erllaunen vieler ..groszen Bomprei," ausgeschlagen, doch erneu a.-.i-prfi» : iiüd) Antwerpen sich verdient Ei : auch, in Holland und Belgien zu dem t E.iebni,, da» e. sich gewünscht hat: Boi, s-randt di, zum leäriden lüdischen Altmeister F-.rael, gibt er da Kunst genug, di« ihm Art icheint. Doch schasst '.mancherlei, dir er zu 3'iK\ den die Berliner, wenn an seine» Werken gleich erleinen I Au, der Maler hanach dem Mar Fadian der Htratze rr aus d e Bilder ljeishler tuvarze und Tonigkeit werde, arbiger, sogar Io bunt, ^wie di« Brtsir in, nglanz selber ilt. Fadian malt die Leute, der von der Strafte her kennt. Er stellt dringlich lebenrgroh dar! begnügt sich nich, beguemen „Modellen", er studiert de« A> h«li Ui ne: wi.Ilich bei der Arbeit. El malt den Hai» :.'cn Krei, der Steinschläger, zeigt die Stpafi«.:!-!. die Asphalt kochen. lAus mehrert's Bit wir die Spree-Schisser: hier die! Zille Was er stotzend, dort bei der schwereti Ar .-t-: c Ziegelira,iLporle;. gavia» malt »och viele D nge, er illustriert Dicken», Seotts Zolu roll :iiTlidi, e hat ein« Malpiule, wo er i 1 ä>> »liger unterrichle.. Dradtifch und de b ii> :r- -tarreltur, aber man l|:n: wa, dabis. Er Al:n! auf der Weltausstellung in Sl. Loui.- ei-!>''»iedaille und die ölletr.-ichische Sta>t,i»e daille >ur bildende Kunlt, di» Museen von Del!»». Tick-eldois. Worm, laufen Werte. Für da, Reiche» n'l l:e Waisenhaus in Berl » inall er in ^hrrn .'In'Irag den Prof. Dfr. Zulrosi»,li! de,- .'In'Irag den Pros. D r. Zulrosi»,li!! v N Fahre» sigl er de», Fungge'eUtllcl-eg nke und heiratet eine schone ächu erin.!»ng.. reich. n:. belter jüdischer Familie. Äi» 2. 7 1'tläi liegt <»' Tvchlerckxi in der W egei »nd am 2. 191-1 -reb: »-er Weltkrieg an- Fabian batte nle gidi-»I. dl>>b iaiort stellt er s i ch s r e i w i l l i g! i'agi nie:-inte.n davon). Fndez, man wi l den junge,I nicht haben! Ilnzusriebeu damil, nrelbet e. 'nd nl, Kriegsmaler beim vaeneralslad. Etl wird u..-.. i en und kommt im Dezembt. 1914 dn die > Aront. Er kommt aus! da, frische Schlachl e.: von Bovo Solna, w« zwischen den lTote» loä, Berwundele nach Was'er wimmern. . . . Fabian i -'ei leinen, Berus», die sichtbare Weltg»sch-chle u zeichnen, bald allein!und aus sich! selbst --.r-viesen. So wandert er! also in nächstes Zeit lichten Tag über ein schöne», weite» Schnee - be und ein Dioisionsnab eräugt überraschl < merlwurdige» Spazierckönger im Sihchhseld: r - ilt denn da, für Emir? „Man lcha se ihn e-". beliehlt der General und der Stad! I bald II. einen Maler gefangen zu haben, r Siliutzengrabeii lei ande bei Paroille!,. zerstörte Hau it« ungr» bei liii-'Iighin di Zeitung y rrn ,ui l oii /Tirmo». Er erichassl l e Figer eine, Soldat» da, Echeller der ^oimne. sogai >1, Bi'dhaue. u» > Archit l! entworfene., Frirdbos.?Lch da» erhalten ilt, »„ dem Stein -illerie I!n |:d, der Maler m ihn, | von ihm pslich dem Ilri»e-i wlodel!, se »en besonderen schütz zu s hen.e i. zeichnet die nachlteii Monate in Lowirz da, Denkmal Flieder'Abwehl mit er, Feu r Waldch ii, betäl gl zur ' icii schwerem M. G. 5tud.3'«oa Ma\ FahUn schlagt i er Er ha le ' - ~‘A' mfj- Beim ZieftclauMaden | .Wj r Fabian taimaiiiii——wnwmninniijrnni ii i iiitiiiii iin[i 3u1 großen Armee. I Beteean dreier Kriege. . Be«II-n«tza»len düng leine» 91 inilglier der .Herz Löwen Faüic» war e bundes, der ihn tage, besonder, die- Ortsgruppe iiuiig vertre:«». buch erwähnte »ahnie de, B ,iri>-8 »nd 187' Wenige 'Woche > nach Bollen-, Lebensjahre, llarb da, Ebrent rtsgruppc B cklchgbaulen, Kai^ e r g-Dälteln. Bi, vor wenigen noch Mitglied de7- Krirfbäuterau, AMIlft. leine, .91. Gehurt - eher« B'i de. Boe.-digung wa« Beckliiighaus.'»!. durch lerne Abord Herr Bezirk.rabbiiier Dr. A»«e , leine: >9ra!-,edk auch di« 1'torbeiien an den, .Kriegen Teil- 188ä, > Eine Traaersche: am Sonntag, itallel, .dem Ka - scheu 'Berbinbu, ganilatorischen air vorbe.-iter bindungen sind steht *l>«„;« nür verbäiideii, jT bene» nid sch: de-- Logeiihnüi . KE hervorge soiilichlkilen «e Berlre'.er zudi! . denle»- »ii, cii,sn Traue: der ju erhob > ch/di. bensgeialirlin M»s>I »inrallni .seela'iber» girss-, . mit Ludwig ^»iuinspiel. Amt ichmidt würdig . Br,l.:,anu»il> alle Iciliiehinc ä.aralterliche ruiigen plaitiich an de, Bo:!.:: ick,»»e:- de.- Kl sur L.>da»q Hollindec wurde -e > l >. März, vom KE veran c.l Eonvenk de. >'chlage»beii_jüdi zen, ji, d.-> ei geitigei und or sl iibrern der kurz'ich-Dakindeschiedene S eie.gehört ha..- «D,e alnoen Ber seit I93T, aufgeivil, dn KE. deau» den A.lücrren und Lande, inä einem Bilde de; Beilto,- pjir-.eilaiilorung geichmückte Banni 'ab ejne groiz« Beide au» -dem m.ei.r ällcrer und ,unge.er Per zudi-ch n Leben,, aber auch viele er Korpcrschaileii, die am die Manu lei-nabnieii. «'eichen, die i'chen i'i.-'anitl.ei: gilt. Schweigend Traaeeversai-i-iiluiig. al, di« Le ...'.Hollande den Saul belra: e crgrciiend . den 's«,erlichen All. Kuii't an» Eello ve:e!»tc sich ^lluiann». lie.emps»„dene»i Harino -gerichtsrat a. D Dr Fritz E-olb e Ludwig Hollunder den KE.ei. Eugen S.rauj; Augsburg packte a>," e: Hollunder» geistige uuo «fte'tall i» gcda»!e»!larleu Aussuh lie.auibelchu'0'i. De» letzten Grus; ttei de, gc'cha!t--suhrende:i Au»— ipracki D. Heeinann B rlal 3 r. er muif. Die persönliche Tapferkeit wird ihm mebr such bescheinigt, er bekommt beide Eiserne» K , ( „ j (, da» Hanseaten Kreuz, er wird :>>. freite* und Untcrosiizier. - Beim Buckzug ubez de > Ly, wird er verwundet. Anfang Booeinber, l‘*i;: geht er aus llrlaüb.. So ilt-Fadian beim Zu sammenbruch jder 'Front, den, Bückzug über de» Bhtin, nicht mehr dabei. - Bald koinmf die Zeit der Fiislalio», auch Fa bian', Berinöge» wird Luft. Es heitzl täglich ar beiten, arbeiten: Kunst verlausen sur Mitlioine» Millarden, Billionen. Bi» dann die Tage loinme». wo da, Kunltlaus-Fiiteres e ichwächer und' schwache» wird. I92ä malt Fabian für die Bepräienlanle» Be sammlung de< jüdis«hje i Gemeinde Berlin de» Geheinirat S er» Doch i»ie Stadl Berlin lauit Ich ihre» Fadian t„Auf:der Oberlpree"» er>t nach feinem Tode - Eil «, Boriniltag, wird der Kops eine, >roiu,u.n Fuden radiert. Die Säürsritzl sich in, Kupfer: al, sie adgegos'rn wird, scheint dem Badiorer die Platte verdorben. Am Bachmittag ist er wieder bei der Arbeit, denselben Kops' al» Litbographie zu machen. Aber e, wird nicht so. wie er will, so sehr er sich quält.' Um II Uhr abend» er liegt er eineni Herzschlag. Am 26. März 1926. Mar Fabian war Mitglied'de, Deutschen Künii' lerdnnde» und de» Verein; Bertiner Künstler. .Er gehörte dem Beichso.tiiand -bildender Künstler Deutschland» zur^ Ausnabmekoiii.Mission für den Gau Berlin-Bran entüegan Fa iinlntmi chsBi.d i» .üdischer Mei schen gemalt:. G.-org Herrmann, Manuel Schnitzer und Hermann Struck. jSr hat sei» Judentum nie oe:l.-»g»et, wen» auch eigentlich jüdisch« Themen nicht häufig in seinem Werke Vorkommen. E» gibt da einen in jüdischen Blättern öfter abgedildeten „Auswanderer", e, gibt einen „Hiob" der sich in seitzem Schmerz Zerwühlt. Doppelt sel:s,m, wie jene Radierung de» „Frommen" seinletzte, schöne, Werk wurde: denn andern Tage,, da eia Sarg audem Hause getrageu wurde, stand ei» Maler am verlassenen Arbeitstisch, nahm di« Kupserplatte, hielt sie an, Licht und er sah, datz sie g u t war, und dreitzig. Drucke, die von der Platt» gezogen wurden, alle . bezeugen Nad« Idincrcr »cfci«d »m 1* I Vofs.ueodr mit grober (»eduld getragenem l.etden larl'19.16 der (.ir&ndrr und langiahflg« andrer C>rtvgruppe Kam. Inh. de» K. -K dermann Hartmann II und de» Fron.thimjikr'Hhrenkreuret für immer r*; ü uns vrbild'ld Reich un> Scia »«r er wird uo» immer unvcrfieami kein.! b-jnd jüdischer Frontsoldaten Prrnf-uppr Noribauica Grünberq. In, 21! Marz begebt der Ortsgrup penvori'itzcnde, Karn. Dr M e I X-seinen 40. G. builstaq. Der Lande und rührigen Arbeit scheut. ierband ml,nicht dreien, güte > K.iincrldc»/ de, I.i„>- Muhe' iinf nlf Marz leerte unser cisiig: S i in o »/ leinen ö 0. 18 « e-grupp« »zi licht itim kerne: und aller Gute Siegfried "Tlern begelfl am 2ü. März 'einen 4o. Geb»rlslag Er war l>e! ei» treuer, eifriger Förderer unserer Sache- M Umsicht und groftem. Fleitz leitet er_feit einig Zeit unsere Sportgrüppe t!I>-r danken ihm dieser Stelle und wun'chen. -bin noch viele Falls lorperlicher und geistiger Frischal!e:- E Beiiesorlb. flirr-.'-18. Mägl.ed Kam Sal. b u r I , l a g. Die O, bin vol e Geiundbeit Gietzen. Un'er Kan IN ,A!c>de»»erg. dieumaet. »awerad tgiuu J o i t r b 'tinr.a ^ojrrh u. ii'l’u lann am 1. «tpril c*n'.ti4M#)ut'tl4uiu Inner .'Vtt.ma Starben er ift am ii.mmnt Jnar ** %*Ubrc rriolarnd» latta: f Mbfcu ftr. Ttiitn.?»crr Andreas p r wird 77 :T^ari lw.W •*? ^ahrc an. Freden lehrte waren t»fc*n i'ratmi de« xr»eqe« an zum /»eeresdienü emaetzoaen. leid» erfreut, sud nocv de» deften TSodtergedev«. xa«. )ulin« Igpntin van der berliner f?ri«ar vt» > t>'»tend»r» und .^rau vcaeNten am l*n« 'ffrit ■rtlhcrhodMeit. th < fr — -- Der Fach mann für Gabarc line Mäntel - Bernhan J Bohrmann Herren* ileiderfabrik ASCH A F F E N B U R G