Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 11 (13.3.1936)
- Date
- 1936-03-13
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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nrßv totbft und Winter 1918 o Bei den 6- Grcnadie^ dam C(lfr»6«i)man ii apt fi’''rriuWtrtn in ber 11 j-e iL'. '.pft oor Verdun m rstmdirr Jie.it tfir. 6 Graf flleij )ä »urbel tm Oktober 1916 im ISiitm oom 15—1® *— (T o u a u m o n 1 die ffirl ■'ii <4. Homp.), •illfrf Philipp PoppeIau ir fl««» 'leide weiterer jüdische ^rriidrn o>id in der Regimentsgi bttvov; loben. Dem Ham. CU taju sein -eldwebel brieflich, das. nle-i bkjjüibu i istrp ' uv :1t ganz zösische GegenangE Berdun. «n. Breslau, hot Homp u >i ^gemacht Tavon Wollen -rdun-Abschnitl chezember 1916 madiere Mai Id 'fl ö fl IN <8 r (12. Homp ) r Regiments , lichte nainent Henmann de!<r „als Soldat einer der bellen!der Homp Dienit als au.ti «ufterhalb 4 Hilf! 1113 OUIII JIIH IV* -v n~ mcicn“ und das,, er „wahrend der .sugehorigleil .... , 1 «c ^r f,!t#t& iit nnr 4' lchebii ,ut II Homp. EiUeiiadierieg^ berller Vinie »zelei'Iet" bgb,- rliegen an den Einsatz bei '1 Folgende wieder phgnie sowobl ini jde - t ienltes ge 'JIt 6 ilels in vor '.‘lu, iein.ii rrrinne .-rdiin neben wir das 25».—30. Oktober 19l(j. 'Ilm 2. September 191*. hijlte die C!rv L im zweideutig befohlen: Der AiigriU a»i Verdun ist einzultelleii, di^ gewonnene Linie i>! als Däner Itellmig auszubauen ' Das <i ibrenabier Regt > oille Ri» Si Cllober imir [.I in R ibe in Mai e bie D ivilion alar- Ä- Auf dem Mar*cli i'er Muschko )er Kunsfma als . 4t* B:! auf ättstt Stift Es ist ijarurlid) etwas ander s. ob man alk 'fizieller i siriegsmaler nur rnt Pink«! und :rde biitauszieht oder als einfacher Infai) dem Affen auf dem Pudel, in dem iitien mir dem Notnendigsten belegt! :,in man nur ein ökizzenbuch uup ieüses Aquarallfästch m mit sich sich tist mit de» Pl l; da >!i gan Meute F euerlaufe erhielt tbuch!>ll>iche-i lic'en wen sich in den fra» l^ljk'en, als wir kcum ausgeladen d kur; darauf kan ein Heuef e.-rn) Anmarsch;ur -tellung niitchn nicht nun 2fi; ireiil ist wohl erkla 'lich. 51» einem Dorf war unser Ltcndort. das gan; Schnee eingebettet >alag: ich reich ... ... nt, dienstfrei war. und eines Tagts ile ich „ich auf eine Anhöle, um das Oie >es Vogesendorfes za aquarellieren; D chf heftig beschälen wurde, was ierljer; sehr erfreute, konnte ich doch wtänen von den Einschlägen gleich! 'esrhalten, was dob immerhin fiir || is I Seltenes war. Die Volltreffer „iche näher, bis etwa Bildgänger si h kugelnd über merkte ich erst, das; der tfraiu auf den Kieker fjatte und wenn lest manchmal das unfertige Bild d>inn spüre ich nod i in den prüften, pals eine gewiss^ Verwandtschaft zur Stclluui'. <! arhcn*tkl?if . ->«, I nicht aussuhren tonnte; ab.. __ Stunden wurde» mir dadurch oertunt, da« ich die tllaiiir und die Moltenqebilde beob achtete, ilud da«; ich wo ' '.v‘" Porträt Sli;-eu von Ha.... r tiutcu;ei(tmete.. die in ijiie Heimat gingen! im |uhu» UoieoHuum) •t so manche schweres machte mir viel irrende Schauspieler, ionder» auch ,.. gliictt. wenn ieine Arbeiten gefallen und di naive oreude der Humer^te» war besonder erfrischend. Aber, das, ich ' Hameraden an der 16,,I wird mir jeder nach suhle '.Wauen aetuurrt hat. Kam. Igllus Itosenbaum Ibenn nicht nur de: der Maler iit be besonders gerne di richtanone ,eichnelc. dem einnial de; mierl. Rasie'iisie. mit ihict L'aft ichwaiikende Autos brachten vie> Truppen zur grollt. Am 24. brach der lranzülildch ,6 x o.ft a n g i i f t las mit Pe«i besonderen 3>rlen; D a ü a l> mV nt und Baui Das Arkillchiefeuer wird immer stärker. Dichter tliebiil bebindeizt jede Sicht. In ltrdmendem Regen stehen die HompagNiesülirer auf der Dorfstrafte uon llhaumont. Ra.her. rückt der Hampflärm der Iront. Jur «lllinken, liegt schwarz, der herbedois. Mit furchtbarem -Hrach schlägt ein schwere» Ar lilleriegeschoft bei 'utt» ein, Die Verbindung droht gan, abzureiften. Die Verwundeten werden zurückgeschafft. In - der Rordweltecke des' Herbädois ge rat das Bataillon in starte» Arlilleriesezier und wird -»iseinahdergerisien. Doch findet sich nachts t 2 Ilhr der igroftte Teil „wieder zusammen. Wirf lallen nach dem Darf Drues, landen in einem an bekaiinlen 'Ivftld, der weitere Weg war furchtbar. Endlich sind t wir ermattet angelangt. Leutnant Blume! laftt am Dorfeingang halten. Plötzlich ein Sausen. . Feuerschein und tkeichrei. Eine Ena nate sault in unseren Iug.. Renn Tale und Ber wundele. Jetzt geht es im „Marfch-Marsch" durch ' das Dorf, slm Z Uhr nacht»' lebhaftes freuer vorn yarteaumonl her: 3. -6. und 4. 6., sowie zwei Iuge M <6. H., der;weite unter LI. Perdelwitz und der dritte unter Bfw 'S dt ä f f e t, be setzen den Höhenrücken. — — Rach einem trastlasen Tage plötzlich wieder Alarm. Varn erwartet man einen neuen Angriff.. Bei spielloses <6etase fetzt ein. Um Baut lieg! ein Ieuerkranz s, Gewehrknattern - M. «6.-lacken -- Handgranaten bellen. Wir nehmen AÜfstellung. Mir ist nicht klar, wie tbir bei ^diesem Zeuer über die Hohen kommen werden. Französisches Sperr feuer über der ganzen Linie. Wir wissen nicht, wer und wa» Jot uns ist, aber eine wahn sinnige Wut hat. tznr gepackt, die dem schrecklichen Unbekannten gilt, dem wir schon seit zwei Dogen ausgelteiert sind. Lea Sternbergs «6edicht ,,'Wah rend der Schlacht" fallt 'mir ein; „Das sind die Tage, wo wir beten lernten . Wir erhalten furchtbares Artilleriefeuer und ha den schwere VerluIIe. pas >1 Batl. geht auf Be fehl nach der Hassoule-Schlucht, wo wir gegen 6 Uhr früh eintref,en. LI. Blumel schreibt m der Regimentsgeschichlet „Rach dort mache ich mich mit meinen Meldern Mari und A b r a m t j n t auf" Es regnet, regnet. Das Artilleriefeuer hält an Die feindliche Infanterie verhält -sich ruhig 3.—14. November 1916. In der Token-Schlucht heulen die (6ranalen. Wir laufen uns alle aufter Atem. Rur mit . Muhe zieht man. die Beine aus dem Schlamm. Doch er wirb auch zum Helfer: die Eiranaten saufen in den Dreck und e-rplodieren nicht. Rie sah man auf engstem Raum so viel Verriichtungswul und Vernichtungswillen! Alle Wege zur Front waren besät mit Toten, Pferden, Wagen. Ausrüstung» gegenständen. Lt, Blümel schreibt: „Wir lochen das dreckige, nach Urin stinkende gelbe Wal-er aus den (6ranat«richl^rn und brauen Haffee". Als die erste M. (6. H. bei der Ehamdrettes Ferme, angelangt war, geriet s:e in einen Feuer uberfall. Unter Ifen Verwundeten befand sich Vzi. S ch a f s-e r. Beitn Verbinden und Bergen in heftigem Feuer habfn sich verdient gemacht die E,ren. Ehmke, Hrüger und S a chV (Reg. Eiesch 2. 280u * - -f.»n> nur, »*•»»» •»» »* »*» »e »"-r, —- in dem. war?wir hier auszuireden Kaden, kann sich ein normaler Menlch keinL» Begriff machrn7' schreibt Regtr. Ziomm ^dersklk von >raylenj'c'a am 16. U%. 1016. 21. Nooember-^19. Dezember 1918 . Fast sieben^ Wochen lag die Division in der „Hölle von Verdun". Die denkbar gröftten An itrengungen waren gemacht worden, um die Ste> lungen so auszubauen, daft man den Angriffen gewachsen sein würde, was den Erwartungen nicht -entsprach. Da» Uebelste - war, das, dir Stellungen ungünstig lagen. Am 10. r2 nahm da» Artillerie feuer furchtbare Farmen an und hielt auch in den Rächten bei gröftter Stärke^an, Da der Fe.nd nur mit ganz schweren Halibern schuft, waren die meisten St-ollen verschüttet. In tiefer Dunkelheit, zagen wir durch das wuhe Trichter gelände. 'Wir geraten ins Sperrfeuer, vor dem' , es kein Ausweichen gab. Hart zwischen und neben '' der kleinen Schar krepieren .die (6 ra na len Auch am 12. 12. blieb das Artilleriefeuer io - jtarf. daft eine Wiederherstellung der zerichasiene i Linien unmöglich war. Um 4 Uhr Rächt» de» 13., be richtet Uftzz Me „ er der 10. Homp < S. 287), ging ich mit meinem Tragertrupp mit Lebens- Mitteln tur 'zwei Tage nach vorn Unt.rwegs fiel uns schon ber ganz fri'ch' zerichossene Boden auf, doch kamen wir ohne Verluste zur Panie Gruppe 20 Meter von mir krack: s.- si wb t NuriHii fgeftabt haben m Me. Daft eineir s D enen nur nächster Umr ebung zuerst fes ke„, tft, jil verstehen, denn das Iufanimen n mir. den Hameraden in Unterstand, in iem Stolljen oder in einem Quartier ist nn tteldacer 1 (Stieben. Bor Verdun gab es t laturgmäft Mo ie vor,! elementarer Wucht Nie werde ich » e?e«it6felft am Fort 3aui vergessen » mitten in einer blühenden ~~— <s..-.~.r tte ein gelber, von VoNtre!ag, auf dem auch lein det die Ruinen der .. grünen L»ü«^sfern dampfender Grashalm mehr itädt« Eton und v** V»V /«UIIIVIl vv» wiwvtv - /!<« mit den leeren zerl hossenen Häuser» Verse Schillers von l em Grausen in > öden Fensterhöhlen wach iefen. Da muftte n das Stizzenbuch heraus! lolen, auch wenn «i nachher im Laufschritt die Kompagnie hvien muftte. Und daft ich mir Zeichnungen >l dem Feldgottesdienst im Kino von London nachte, das wird mir auch der Immlie Kamerad dicht üb l nehmen, denn 1 Eindruck der betenden jüdischen' Frontnpfer aller Grade und Waffengattungen >r doch zu überwältigend, später, in der melenden-Kompagnie. mal e ich das Bild Cel. das einige Fahre i ach dem Kriege l iüdisch« Museum in Berlin erwarb. Als einen,Maler, der di« Landschaft liebt, imt» es mir im Feld« nie nal» an künstleö-n Anrvgungvn fehlen, o^uch wenn ich sie ^elckgottesdlenot vor Verdun vorn zii-Iisclimi I <lda>-tr<.->.<lio»-! in f.h.trt-nc» j .tph.n—Kam f-orst VV ulbuJu ü: ul Hm iV 6.11 III '.Nzielbw „‘.Im n S.ck>lucht hm ttüS nt ePer-nü.’ gann wiener ba« Säueftei-.. Troimnetteuer steigerte In einen, Beiickik. er>ialtel Freund der > Homp. briftt entwickelt sich weiliich Dauaunlonk. o.-rmutlieh hinunter zur Maas ein wilde 'Jlttülerieieuer Un!ere sämtlichen Balterielteltuna-n liegen 'g'iter. Feueiuberföllen Das beiber'-il:ge - Feuer dauert dis zum spaten. Abend an. Frühzeitiger Äbmar'ät der Tra-z.rtrupp» scheint daher, trotidem der. Mond» schein dazu einladel, nicht ratsam. Rach 2 Uds nackt» wird es ruhilzer. und um Z Uhr maröhjert" der Träqerirupp auf dem gewohnten. Wege - zur Stellung <6roft i-'t mein Erstaunen, als ich die Sltllunge» weder aur HakD 278 noch in. der Mingen Schlucht wiedererk nnen kann. - F:i:id>ich.- 22 cm haben reiltos ihr .leritorung werk oat! bracht i S 287 i — ' GrotzKampftage vom 15.—1?. 12. 1916. .. Feucht und neblig iteiat der '•iftuiteünoigeu. über dem Schlachtfeld aui; »«-in L.cht o. rmag tau": durch die Pulaer und Eiaslchwaden zu dringe»., die nach lagelanger ArllU.rie'chlacht über d.n Schluchtezi und Huppen bange» In grafter Sa.„n nung lieht man dem '.'I-ibruch de'- Tage ent gegen. Der Feind ft'tzl die geigmle Slellun-t uulei - >6as. Wallen bullen unteilweise ein Kurz nach 9 Uhr geht der Franzake a uf bei; gan > en Front j u m Angriff über . Deut jjch ,i!l der Beginn des Sturm,- an der Var Verlegung des. Feuers zu erkrnnen Sviori wird Sperrfeuer angelardert, aber e» bleibt aus. Ände.» Verbindungsmöglichfeiten wie Leuchtkugeln jgibt n nicht mehr. Zuaven und Turkas greifen i(n Dioi> fionsabfckmill an F'ül Bgtl -> wies alle. Front, angriffe ab. . Als die Fianzalen ,» der- Rächt durchgedroa,en waren und uns Im Rucken bedrohten, ma'fiirleii sie auch den Frsidalaiigiiii gegen u:il re Stellung Immer heiliger werden die Vorltofte. und die Veiluile vermehren >ich Demnach bleibt die Hal tung der Füiiliere hervorragend-. Schlieftlich gelingt eden Angrei'ern dach.- ,'->h »aber beranzuarheite». In ibrabenlrü ken und Tr:ck>. .lern bilden lich' Inlein Die.'Verteidiger letzen lick, »ach allen- Seiten zur Wehr. Es wird zah weiter gekämpft. Eine Verbindung -beheb! nicht mein E s t ck l 11 der helbenbafrr Homimii > den» Cbetitl. van Han'Tcnbrra unb «mit :bm das ganze Fuf Bat! Als die Franzose» aniturmen. deiiebll Lt» Fricke t6egenangriif; Ganz niedrig beilreichen trän' zösische Flugzeuge die Stellung mir M t6. Feue, Immer aussichtsloser gellallel >ich die Lage. Hein Melder konnte die Feuerbolle mehr überwinden. Im Laus des Rachmitkags gewinnen die Fron zalen immer weiteren Boden Die M.t6 lind ver' schossen, von den Reseroelompagmen nichts meb, vorhanden. Al» es dunkelt, ist der Franzose im Besitz 'der Stellungen. Was nicht tot war. kiel meist in Feindesband. 7 - . - , Am nächsten Margen oerlaftt das. Regiment die Front von Berdun. Nngedeure» ' hinter un*. — Kam. Willy Oster-Heymann. Breslau Iaiy! 0a* ,IUM|o° JVW1 Reinlgunga-Bohnerwaoh« tack s«m Mliekia mit Sft|«»ptota tBiljnt TtoCi Imrattilwdir QuÜtlt cfBUoalidb ajadriftr Pm*- . Louis Schrlmmsr, Oresden-N. 6 (rjp.i I Fabrik ftiamlarii tarhBlarh— Prodwkta. Oürtad« IN7 1011S In einem Kino, In Longuyon iRidltninl ▼<*** Kan. IbIIu* PoAtuhaumf Hauptachriftleitung und verantwortlich für den redaktionellen Teil Dr. Hans Wollenbere, Berlin-Wilmersdorf; für den Anzeigenteil: Dr. Martin B e n t k i; Berlin W 50. Drude: Buchdruckerei R. Scherte, Berlin 9W, D.-A. IV. Quart 1935. 16415.