Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 10 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Vater, Ich rufe Dicht f Ein jüdisches Sofdafenschicksal historisch« Erzählung von Georg Hirschfeld 1. Fonsetzuna 4 los 'brr war '-Priof au; '.Preilüü Mär, 1813: ..>>od):ur«rebit.’nbor sl'rinupal! Meine Nack rtditcn liehen über Gebühr auf sich warten, und ick muh die Bet;öaerung durch die Um i'tände zu entschuldigen bitten. Zugleich erklären sie alles, auch für sie und gerade 'ür' sie. darauf vertraue ich. Ich kenne sie ai; Pnna icnj und bin flol; darauf. Ihres.«Haukes nt: HC'ieUX'r geweien ,u fein. Die e^ i*'ofi:h! leitet mim. ,11 '.'tu über, was ick Ihnen deu:e mit leilrn und wird es Id.:en ckiä nur a «r.'fchaikemann be-ire-'i:^ ::■■■■ c-‘ nnd inerner liebe". Vaterst.:?: fl; ::nd ke" tu .i d :r:. in-ch: . ^as ur u ■y:tn 'U’l'"' van Ed re •. . ''n.'N ju" N! i '.ü.'tjnil tekäin" 7 fl i! f : -i 11: I>e i. "le!u - >.. . es wsit'-hHon wavr . t:i dem wir angehören, kämpfen und iterben Uii dürfen — das wutz e. ich immer noch viHt. Nun erfuhr ich es u >d. dankte Gott. Es war ein« Reiie. wie ich ie nicht erträumt hafte - und Ihnen schickt« ich Ordres. ^Jch rat 'es gern, denn ich lieb, ja meinen Beruf, aber nun, als ich nach : Ireslau - kam, ins Ser, der Ereignisse — H rr Kühn, nun .muh ick Farbe bekennen. Ade: Gdtl behüte mich ha nur. gegen sie nicht so-zu handeln, es sein muh. Ern muh jllei abgewickelt werden dann kämmt daneue lieben, so lange MÜN blivon darf. Ältll tmem Ich sende Ihnen anbei die Breslauer Ordchs sic werden;ufri> den sein. Ich habe, wie sie 'eben werden, c :ch für Oesterreich vor aelorai. Ein.gewif-ei Sug'o Neuert, aüsäe Vichneier Kenner de t Brauch«, Sohn ob» Neuert und Mickeks in Schweidnitz» nimmt un'ere Bilderbogen ' ack Oesterreich mit. Er macht uns gute Aus ichten und wird Ihnen schreiben. Der arnie >derf kann nicht soldiat werden, er ist 'gefiin > und frisch, hak aber inen steifen Fusfund weinte fait als er daven> sprach. Allo, der-mm nt die Bilderbogen, infit Ich Herr Miihn, . eer>eiben sie Ftir. aber ick kann nick? anders — Ehre oder Schon! e. da aib!' es keine 28; hl. Ich bin Jude, aber die Kaineraden ach:« i nur aufs Herz. He lonber; un'et 'Major. Der ianrmelt sein ftrei i :>rpv hier in Breslo u. die. schwarzen'2äg> r, ausae eicknete iteitte?. >ch hahe mich Ickon v< r p-'lickret. Es gibt kein lurück mehr Auch Ihnen und meiner Batersta >t' ffedenke ich Ehre du zachen. Ick iende m l dK nächsten Post die D iären mrück. die ick noch habe,'und gdnalie t.drecknungi Die!! kusterkoft'er . hat- -Huzo N.-::?rt und bürgt d: für. schreiben^sie mir : nach .lobten t »i Schweidnitz, Gasthidt;tr goldenen Gans. bah sie 'mich verstehm d enrickuldigen. E>l ckauf! Inbige Grühe an . 3br dankbarer Iyel" t.'aa. ' iahen Prin ipad und' Prokurist, u- , lammen, sie konnte, nur fühlep unter ten B'-stken der Zeit, nick reden. Der alte Stiesel wagte jedenfalls fei :«* kritische Bemerkt!ug mehr, kovie! auch an Pidersprüch in ihm war. Er furcklele e; mit r.' >uis Kuhn zü verderben. D i- ■ nun die ■: I- , " >2 Das Werbelvkal de: im Eaithof i.'Zum Breslauer Bürger a Mär,morgen wohlgef Lützowschen.Jäger lag ioldencn Zepter", i iteten an einem schären llig auf einen Passagier Die der Wiener Eilpost, di« soebrn eina«troff«n war. Der junge Mann ISfte k'4 nack' h«rz. lichem Abschied von der Reisegesellschaft, der er wohl besonders wert gewesen, und l»«h sich, sein schmales Gepäck in Verwahrung gebend, ohne Säumen in das „goldene, Zepter roet* sen. Schlank und von edler Haltung, nach Zvicner Geschmack gekleidet, aber nicht ru modisch. stellte er sich dort an. wo d,« lange Reihe der Freiwilligen wartet«. „Wieder einer", sagte eine Frau zu ihrer Nachbann. „Das schöne jung« Blut! Man darf garmcht daran denken, was aus ihnen werden soll". — „Daran denkt so einer nicht. Mutter", meinte die Tochter. Aller Mädchen Augen hingen an dem schönen Fremden, doch er beachtete es nicht, er war sehr bläh, aber freundlich und ohne Hochmut. Als er endlich herankam und vor dem Tisch der Kommission stand, gab es keine lange Untersuchung. Er war tauglich^ wurde bei den Jägern eingeschrieben und man setzte ihm di« Mütze mit dem Kreuz auf den lockigen Kopf. Mit einem stillen Lächeln verlieh er das Wer belokal. „Nun bin ich im neuen Leben" war in leinen schönen, blauen Augen' zu leien. „3?ie heiht der Herr'/" fragten die Frauen vor Der Tür einen Schreiber, der eben zum Essen! gehen wollte. „Wer, ihr Weibsbilder'?" erwiderte der Mann mürrische „Hier gibt es keine Herren, nur Soldaten". „Nun. der Hohe, Schöne da, Gevatter seid nicht so". „Gefällt Euch wohl? Ein gewisser Körner aus Wien, geboren in Dresden". Die Dreslauerinnen beruhigten sich aber nicht; Solch Freiwilliger, der mit Kurierpfertieu aus Wien gekommen, war nicht alltäglich. Sie sahen, dah der Fremde in den „Schwan" hinüberging. Dort logierte er. Nun wurde der alte Oberkellner ins Vertrauen gezogen. ,O. meine Damen, meine werten Damen! Kany mir schon denken, dah Sie neugierig sind!! Das ist eine Berühmtheit, trotz seiner jungen Jahre! Der kaiserlich-königliche Hoslhealjcrdichlcr Theodor Körner! Sein Trauerspiel > Zring wird auch in Breslau zur Aufführxng kommen! Ich sah schon seinen .Nachtwächter' im Hofburglheater. ein vorzügliches Ltück". „Ein Dichter, ein berühmter Dichter? Und säht sich bei den Jägern cinschreiben?" „Ganz gewth". .,Ach Mutter. Du hast koch immer Ahnung", sagte die Tochter empört. In dem stillen Sveisesac l sah Körner j, Gedanken an den Abschied von Wien. die zerstreuende Reise. Es b tdrückte ihn. t*, er wollte sich nicht zertzreütn lassen, ftafti, ah er und schob die Spei en von sich, np den roten Wein schlürfte « langsam weit«. Dann zog er ein Taschenbuä hervor, in arü, Seide gebunden und mit den ebenfalls h Seide gestickten Emblemen t eier und Sckweiz Die eiste Seite trug eine Widmung: ^u» Gedenken! Ihnen immer nahe. Henri«!:« reira. Wien, am Tage Ihres Aü-iuee, 15. März 1813". Körner blätterte weiter and schrieb danmit schneller Hand in da. Buch „Es ist kein Krieg, vonj dem die lui n« wissen. Es ist ein Kreuzzug. £ ist ein beMign Krieg". suck t Er schrieb lange. Als es steckte er das Taschenbuch hob sich. — „Ich wollte a es nicht", dachte er. „Waein'? 2luch Toni könnte mit Nichts mehr von versunken behüte das teure Kind. 2 raden. Ich kann nur mit Er setzte die Mütze auf Die freiwilligen Jäger ja schon Zusammenhalten nicht anders sein. Wie ein Bad stellte er sich diese G Todesmutigen aus allen bei der Wiener Atmosphäre: haus, wieder Theater — es. Jetzt war es endgültig die Kameraden finden? Der vor der Tür und vern Schmalzgesicht konnte er n: meraden fragen. Körner w drüben, heim Werbelokal junger Mann umher, nich kräftig, die Haltung weniz die Mütze mit dem Kreuz ner ging entschlossen hinübe: enttäuscht. Ein Blick von ihn, ein . Menschenblick. (Fortsetzung f 1 rauben bäm nm« r jeder eilt um «, lsein sein und kan» stürmt aus mig jetzt nicht helfe, Seligkeit, »'.or h brauche Kame- Gesährlen leben" und ging hinauj. J te er. sie ntusieir icnbroo, es könnt, k ihles, erfrischende- ' tselischasl vor. di« ltschen Gauen (lach Theater, Kaffeecin! Jetzt ve:san! vorbei! Aber w« Oberkellner iiani gte sich. Dies« ö cht nach den ftao ndte sich ab. Ade: >ing langsam eieben groh unk militärisch, doj t rüg auch er. Kör Er wurde nicht tillem Feuer int lgt). [ U | Fabrikation und Grolshandel r Textilien IC Bekh Idung I 1 Diverses;; .- n'Lh PAKULLA & Co. £ £! r - _ :ocen-Fabrlk! . :z Lesslngstr. 8 ♦URhlSENSTOfTE Zelle a. PJanen-IdbrlK : -- f l F F. LD <fc SÖH N E. Hannover M. 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