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Der Schild · 1936-03-06 · 10 (6.3.1936) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
10 (6.3.1936)
Date
1936-03-06
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I Lar uW*4. KamarailriMn Efther - Weiblit« Purim-Betrachtung. V jüdifche Frau «„lihii* de» P»r1«feftv»d > »ir «ne Kam7r.dri.fraA. A.ser. Mftar eiierin Sotn&Mtt, am ciata ooa »db« ä ‘ Lt 'adort «eiche««. Parimd seilrag «de«»».- ist doch Parim da. Fest. »> dessen Milrlvaatt eia« Fraa stecht. Di« Purim-Geschichte enthält das ir Mär- und Sagen oft wiederkehrende Motiv der I*«ttun8 aus gräbter Slot. und sie zeis 1 auch. I "j. oft gerade die kleinen und unbede itenden IDinge dazu beitriagen. Die Berufung des Un- Idmifenen finden wir mehrfach in der Bibel Ideder Und dos Bild des Auserwählftn. der loon seiner gewohnten Tätigkeit ab berufen Ivird um sich irt den Dienst der übel persön- Iluden, der göttlichen Aufgabe zu stellen, ist I tttts geläufig- I Als Liiher die Gemahlin des König. Ahas-!«ws wurde, war dies eine Berufung, deren I Tragweite ihr kaum bewubt wurde. Mor- Idechai nur empfand den tiefen Zus immen- Idang -Wer weib. ob du nicht uri einer Ilaichen .Zeit willen zur königlichen Würde ge- I langt biit." 3m dem Augenblick, als Efther Iden Lntichluh fable, ungerufen zum Könige I„ gehen, wuchs sie über sich selber hinaus. I in jeder groben Leistung, ganz gleich , uf wel- |lexkL’ j (allzu ALLIGATOR ^>1 das find gut«» Ivderwaren UNSERE VERKAUFSOESCHÄP TE. gtfUo. T*ueatzlea»tra6e 16 Hambart juafiferOattef >43 K6U a.Rb . Hqbcatrat« 115 Em«o. I IrcheAatte&e 16 Este«. Am Heoptl Docboo, Kortui Frankfurt a M„ Ro Zatrala, Ott«» Wuppert^l-ElborleJd. Horaotparat« 36 Famlllananzelgen VERA GOLDSTEIN RICHARD EMS triff*» hirrJordi /Ari am Sonnabend, den i stanjtndtnd* Vermählung au , BEßLLV.CHARLOTTENBURG, Gtssebr* ijiiniMi:iiiin!iimi»iiiniit:iiiii!iiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiuiiiiui chem Gebiet, ist immer ein Mehr enthalten, das nicht nur über die Kraft und Begabung des Leistenden, sondern auch über dessen Absichten hinautzgeht. Und dah es die kleinen Zufälligkeiten, die scheinbar unbedeutenden Dinge sind, die helfen, steht durchaus nicht im Widerspruch zu der Leistung. Esther, dir weder Reichtum noch Macht, sondern die Rettung ihrer Volkes, das Wohl ihrer Schwestern und Brüder suchte, handelte echt weiblich. Der König, der Mann, hatte die grobe Geste: „Und wtnn es die Hälfte meines Königreiches ist, deine Bitte soll dir gewährt sein." Di« Königin, di« Frau, die nur um die Erfüllung eine» scheinbar geringen Wunsches bittet, die nicht Schaffende, sondern nur Helfende sein will, leitet am unsichtbaren Fladen das Geschick ihser Familie — hier ihres Volkes. Gertrud von le Fort vergleicht einmal den Mafin mit dem Felsen, auf dem die Zeit ruht, und die Frau mit dem Strom, der sie rveiterträgt. Der Fels ist geformt, der Strom ist fliehend. Die Aufgabe der Frau ist demnach nicht Selbstbehauptung, sondern Hingblauchen in den Strom der Geschlechterfolgie. Und so geht auch der grobe Strom vieler Kräfte, die geschichtsbildendwaren, durch die Frau. Oft wird die Pflicht des Augenblickes versäumt. werden die Ideen, denen wir nachleben wollen, im Drange des Lebens vergessen. Esther hat die Pflicht des Augenblickes erfüllt, sie hat nichts übereilt, aber auch keine Verzögerung aufkommen" lasten. Das Fasten dieifte ihr zu einer vollkommene» Konzentrasie fühlte sich eins mit ihren Schwestern Brüdern. Dieser Zusammenhang, diese Sestung des Einzelerlebnilics in Beziehunq zur Gesamtheit ist Religiosität. E n echt weiblicher Zug Esthers ist die Be rcitchilligkeit, alles was in ihren Kräften steht sich zu nehmen, um den Ihren, hier er- Metn inolgsfgellebter Mann, unser Schwiegersohn, Bruder, Schwager Onkel Leander Cohln Ist heute im $3. Lebensjahr nach sch? Leiden sanft entschlafen Im Namen der Hinterbliepi Lina Cohn geb. Berlin-Pankow, den 1. März 1936 TrclJeHofgtr Staate 13 ß«'»eiiuog' findet am Sonntag, den 8. > 11 Uhr. von der neoea Helle to Wetsseasee e Am 27 Febr. versdiled unter bod. rrfUfif» Mitglied Herr Carl Gidansky Der HiN«igang die*«« vortrefflidieo kimprhdeo bet une tief betroffvL [ haben wir dodi einen «naem ^«ten tut unterer Reihe verloren Sein Andenken wird une earrigafe'l^b bleiben. Aendi. 1 S 36. Rtlcbabund j&d. Frontsoldaten OflftraEE« Aurldi darf kein jüdisches Kind i> Deutschland mehr geben ' ] i ,01a Htgadali d*i Kindes* ■Jriit buitit. Tiaxnde Ur- Wile. labrc not «lat Stimmt. -tla ftoni nerriKke* Dodi“ KM 4*80# ln |ed.gut. Budihaad- •tf1* rttr direkt beim Hebe. Ver'eg .iwüwb", neniaNwef JJIobttoekilrtit« 91. Poetbcheeki Rarlia tiiai weüerk zum Die Hingabepurrn» ' f v7 Purim: Fest der Freude und des nah'nden Frühlings, Da' einst eine Tochter Israels ihr Volk befreit, Purim: Fest der Masken .und des Tanzes, Froh beschwingter Tag in ernster Zeit, Purim, gibuns heut vqp neuem Kraft Unpern geraden, schmalen Weg zu gehn, l.alil uns einer groben Allmacht Walten, Audi in schweren Schicksalsstunijen sehn. ■ Keftungstag der Vater, denen nichts Tabf’rc Frömmigkeit vermocht' zu rauben, Purim, laß' ups wieder an den nahen Frühling L'nd an Gottes Vatergüte glauben!! Llse Lewlnnedc. Königsberg Pr. | iiiiiin i[!iiiiiiiiiiiiimitfflmimiimuiiKtiiniiuiiiii«Htmtuiimni)umiuuiiiumwuiuiiuuu fähigkeit der Frau, der Entschlub, sich zu opfern. ist Mütterlichkeit im weitesten Sinne. Esther, die selber nicht Mutter ist, fühlt tiefe Liebe und Verantwortung für alle Kinder ihris Volkes. Darum ist sie die zeitlose Frau. »« sie in Sagen und Märchen immer wiederkehat. Zur Erinnerung an die Rettung der Juden buch Esther schicken Freund« einander Gaben: vor allem wird der Bedürftigen gedacht. Es ist auch ein Tag der Geselligkeit un> der Freude für die Jugend, nicht denkbar ohne den Einschlag des Weiblichen, das die Farben zu dem Purimbilde fnischciihalf. Das Purimfest ist ein Halbfrieriag — «in „Wochentag mit festlichem Eharalter". Dieses ist ebenfalls ein Bezirk der Frau. Je ernster die Ze!it ist. desto wichtiger ist die Ausgabe der Frau, einen Wochentag festlich auszugestalten. mit unscheinbaren kleinen Mitteln. Mütter und Kinder erfüllen das Haus mit Licht und Liebe. Esi her bedeutet Stern. Der. Stetn der unwr ndelbaren Liebe und Treue leuchtet durch dif jüdische Frau den Ihren, unabhängig von t und Zeit. E-—R M.fl.Jl ü, Wj|, Mäudiener Strebe S4 Spes.t Run. Hssradraltte / Fön-Wellen .IhrFriseur* ■ « Augsburger Str. 03, an der Ansbacher Str. 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