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Der Schild · 1936-03-06 · 10 (6.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
10 (6.3.1936)
Date
1936-03-06
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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H ERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. EndMtet Jodas ftata| litiHliHl and Variagt Berlin W14, K MldtW K. V ). Waapr.: J1 Blnink 74S3, aaachrtft: lAMhaiml Badaktloneaehlafl: ■ad RlokMnd—f aavarlaagt alagtbi M Ntehülafaranf ohaa V Rr. 10 / 15. Jahrgang Mit dar I llustriartan BaUaga MDIB B 100 tyiahabaad Jtdlaefcar 6863,0884. Poatacbecfc: Bartia 70800. jadaa Diaaataf vor Erachatoaa. Flr Manaakripta wird laiaa Gewähr nacbuldea kaia Varg itaafaeaapraeh. Zum Heldenfredenkiag 1936 Orsis 21 Ofsoaii *• für Sport und Jugandartächtigung Beeappraia: KU 0£6 bn Moaamxüglicb Poatbwullgald. Aaialgaaptah: Dia MlUbaatar-ZaUa RM 0,16. Stellenangebote und -Geaucha, FamiUenameigen RM 0,10., eahlai: Jadaa Diaoatag vor Eracbeinan. Hu varlanga ftnaaen ÄniaigaBtarifl : Bapa-Varlag Ranaki 4 Paknacbar, Berlin W 60, Ragaoabargar ßtrafia tL ■ Feraapr.: B 4 Bavaria 6607. — Poeuebaek: Bar 11a HIH. »erlitt, 6. TOto* 1936 } . vom Sluwpser jüdischer LamMen Der tzeldengedenktag. dessen Datum amt» lich auf Sostntag. den 8. März 1936, ,'eslgesetzt ist. gibt Beranlassung. an dieser Stelle aller derer zu gedenken. di» »inst, in vier Jahren gigantischen blutige i Rin» gens, in stiller treuer Pflichterfülb ng ihr Leben auf dem Felde der Ehre ließen. Millionen sind es, Millionen aus fast allen Völkern des Erdenrunds. Million;n verschiedenster Nationalität. Abstammung, Religion, die. zu Schutz und Ehre ihrer Heimat aufgerufen, diese Heimat nicht Wiedersehen sollten. Die stummen, reinen Zlammenzeichen, die an den Ehrinmalen der unbekannten Soldaten in allen Ländern stackern, symbolisieren die Reinheit der Ehre derer, die das höchste O ifer gebracht; sie symbolisieren die nie verl ischend« Dankbarkeit, die ihnen durch al e Geichlechterfolgen hindurch gehört; ie verkünden für all« Zeit ein« wortl >se. uni' sa ergreifendere Mahnung der Toten an die Lebenden... Unter den Millionen der Gefall men definden sich di« Blutopfer unserer Üdischen Gemeinschaft, die Blutzeugen üdischer Ehr«, jüdischen^ Heldentum», wii es im Weltkrieg von Hunderttausenden jüdischer Männer bewährt wurde. Mit blutigen Zügen haben sie tm Buch« der Weltgeschichte bezeugt, daß ungebrochen der Geist der Makkabäer dl« Jahrhundert« überdauert. So find die reinen, lodernden Flammen an den ( Ehrenmalen der Welt «ine stumme Mahnung auch der jüdischen Gefallenen an da» Gedächtnis der Gegenwart. Die Sprache der Der ehrfürchtige Gedanke an die Gefallenen lenkt den Blick auf die. in deren Reihen der Tod die fchmerzlichst« Lücke aertffen: auf di« Däter und Mütter, die den So)n. — auf die Frauen, die den Gatten. — auf die Kinder, die den Dater verloren Dom Blutopfer jüdischer Familien so» heute hier di« Rede sein. Die jüdische Familie ist es. auf die sich seit Alters lie jüdische Gemeinschaft oufbaut. Tatsach n selbst mögen .sprechen: schlichte Tatsachen: Namen und Daten. Nicht ^ssuhmr digkeit, sondern sachliche Feststellung so l von Leistung und Opfer jüdischer Familiin ein Bild ergeben, das die fleckenlos«. u iantastbare Ehre unserer jüdischen. Gemeir schüft aufzeigt. h. w. Tatsache i Bereits in 9^r. 4 hat der «Schi! 1" einig« Beispiele dafür beigebracht, daß kinderreiche jüdisch« Familien fünf Söhn« und mehr für den Frontdienst gestellt haben u id damit einen Beitrag zur Bewertung von Aeist und Haltung der jüdischen Gemrinschafl erbracht. Gerade hierüber hat bekanntlich ni ht immer und überull Klarheit und Kenntnis geherrscht. Man wird sich Erinnern, daß vor 2 ahren sogar eimyal öffentlich die Frage cuftauchte, ob es überhaupt eine jüdische Fan ili« gebe, di« im Krieg« auch nur drei S» hne drei Wochen lang bei einer kämpfenden 3 rupp« gehabt habe. Die Beantwortung d r Frage konnte . Natürlich mit Leichtigkeit erfolgen.' Aus Hannover allein wurde damqls sofort eine List« von 20 Familien, die mindestens drei Söhne an der Front hatten, »orgelegt; ein Verzeichnis von weiteren 50 jüdi sehen Familien, die von drei bis zu sieben S ihnen 4m Feld« hatten, folgt« bald darauf. Ran erkennt hieraus, welch weitgehend« Unkenntnis über jüdisches Soldatentum geherrs ht haben muß. ftm so gebieterischer erheisch die geschichtliche Pflicht, in unserer eigener Gemeinschaft und in chren Heranwachsender Generationen das Wissen um den eigenen 1 Dert und Nt eigene Leistung zu «ecken und lebendig zu halten. '• Der .Schild" hatte Gelegenheit, bi« eben «wähnte Aufstellung genau zu üßölpeüfen. Sehen wir von den Familien ab»!«« fünf Söhn« und mehr für den stellten, fs bleiben auf jener Liste 58 FamTien, von denen j id« drei oder vier Frontkämpfer, i« Ganzen 177» gestellt hat. Von ihnen sind 36 Sök»« gefallen, das find rnnd 20 v. H.! Zn die er Feststellung liegt der Wert jener Aufstel ung; an sich war die Zahl der jüdischen s samilien mit drei oder vier Söhnen an der »Front ganz erheblich größer, läßt sich heute jedoch nicht mehr statistisch erfassen. Aber auch die Liste derjenigen Mischen Familien, die fünf Söhn« und mehr für den Frontdienst gestellt hatten, hat sich seit der Veröffentlichung des Artikels .Die Sprache der Zahlen" am 24. Januar 1936 erheblich vermehrt. Zm Laufe von nur vier Wochen ist uns ein« lang« Reih« weiterer Meldungen mit entsprechenden Unterlagen zugegangen. Auch diese Ergänzungen werden allerdings noch kein vollständiges Bild ergeben, da ein« erschöpfend« Erhebung zu dieser Frag« sich heut« nicht mehr durchführen läßt. Aber obwohl jene Mitteilungen nur einen Teilausschnitt aus dem jüdisch«! Schicffal im Weltkrieg« darstellen, lassen auch sie bereits sehr eindrucksvolle Rückschlüsse zu. Bei Sichtung der uns zugegangenen Meldüngen müssen wir in ihcken jene Mitteilung gen unterscheiden, di« genauere Einzelangaben enthalten, und jene, in decken nur die Gesamtzahl der gestellten Frontsoldaten angegeben ist. Zugleich wiederholen wir. die Angaben d«S Artikels .Die Sprach« der Zahlen" aus Nr. 4, um wenigstens «in vorläufiges Ergebnis über di« Beteiligung kinderreicher jüdischer Familien am Weltkrieg« zu gewinnen. Fünf Brüder an der 3?ojti: Lt. Aufstellung vom 24. L 1936k L» mnitzer (Hernes Berluste 2 Wertheimer (Latdheim» Berluste 2 2 kein (Bremen» Berluste 1 R isenfeld (Stadthagen» Verlust« 2 Listig (ftr. 9latfi>or) Verluste 1 Hiß (jetzt Baltimore» Berluste 3 Baer (Rodalben) Verluste 1 Lt. weiteren Meldungen: 1 |achrach (Hannover) :|on (Weener, Oftfriesld.) ■B (Reumarkt. O. Pf) Ihrig (Soldau) Hirschfeld (Gartz) Herzog (Berlin R.»' Heilbruim (Berlin» Hahn (Reumarkt. O. Df » Hirschfeld (Gartz. Oder» Israel (Filehne» ilberstein (Pinne» »and (Schivelbein. Pom.» , Hein (Fürstenberg, Oder» jöb (Gießen» »eymann (Odenkirchen) inderg (Rorden. Oftfriesld.) Berluste üßmann (Oberglogau) Verluste 2 »rünberger (Ratibor, O. S.) Verlust«! 1 . losenthal (Wenings. Är. Büdingen» Berluste 2~ yum (Eberstadt bei Darmstadt) Berluste I »erson (Schwedt, Oder» Berluste.2 kichard Ruschin (Schönlanke» ' Verluste 3 der Zahl der Verluste wurde nicht berück- »tigt je ein Sohn der Familien Silberstein inne) und Klein (Fürstenberg), die nach iegsende an Kriegsleiden verstarben. Bei Familie Ruschin waren außer den fünf Front- Berluste 1 Berluste 1 Berluste 2 Verlust« 3 Berluste 3 Berluste 2 Berluste 2 Berluste 2 Berluste 3 Berluste 3 Verluste I .Berluste 2 Lerluste^l Berluste Berluste soldaten zwei weitere Brüder Kriegsteilnehmer, von denen einer mit 75 v. SS. Erwerbsunfähig entlassen wurde. Sech» Brüder an der Front: Lt. Aufftellung vom 24. 1. l936: . Rosenbaum (Schleiden» Berluste 2 Schwarz (Hochkirchen» Verluste 1 Kaiser (Wittenberge» Berluste 4 Oppenheim (Riederaula» . Berluste 2 Lt. weiteren Meldungen: Loeb (Worms) Fröhlich (Ratibor» Levi (Landeck. Weftpr.» Wojff (Aurich) Wi)dau (Kr. Hörtrr» Berlu Berlu 1 Berlu rlust rlust le 1 e 2 te 1 ’.t — e 1 n jüdischer Frontsoldat und Künstler, der 1926 ▼erstorbene AX FAB^N, uf diese lastil£im Jahre 1917 für las Krieger' enkmal auf em Soldatenedhof in Ham d. d. Somme

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