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Der Schild · 1936-01-31 · 5 (31.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
5 (31.1.1936)
Date
1936-01-31
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Der vom h.w. Bettim 30. Ja» war 1936. 3um drittenmal jährt sich jene- Datum, dain offiziellen deutschen Äußerung»» als Stichtag der nationalsozialistischen Re »olution bezeichnet wird. Es ist auch vom jüdi chrn Standpunkt au< nicht überflüssig, auf uns:ren Weg in diesen drei Zähren kurz Rückschau i u halten. Tief, unfaßbar tief war der Einschnitt in jede« jüdische Sein. Doch wenn damit dem 30. Zanuar 1933 eingeleitete Ge chehen in so manchejüdische Leben mit der Wucht einer Überraschung eingrifi und »- völlig aus dcn Angeln hob, so darf der Rei h-bund jüdischer Frontsoldaten für sich in Anspruch nehmen, baß seine Führung seit der Aründung im Jahre 1919 dank ihrer auder» soldatischen Erlebnis rührenden Voraussich: die eigentlichen und wirklichen geschichl-bil »enden Kräfte in der deutschen Umwelt richtig erkannt und oft genug ihre S t i n» m t we ^weisend und warnend im Judentum erhob» n hat. Wir brauchen heute keine Zitate a»cin inderzureihc»; selbstgefällige» Eigenlob liegt un > fern. Es genügt die schmerzliche Feststellung, daß di« Stimme des jüdischen Frontsoll atentum» über unseren Kreis hinaus im jüdisch» n Raum nicht die ausreichende Wirkung fand. Zml Umbruch de- Jahre« 1133 erwies sich die vom RjF. seit seiner Gründung bezogene Position, die sich bewußt jcnseil i aller Politik gestellt, allein zu den Fragen d r Wehrhaftigkeit aber eine konsequent positive Haltung eingenommen hatte, als richtig. Es war ein Ebrenakt für da» ganze Judentum Deutschland-, als am 2.Oktober 1932 der RjF. sein Gedenkbuch für die jüdischen Gefallenen des Weltkriegein die SSänbc de» damaligen Reich-oberhauptclegte ur d als Generalfcldmarschall von Kindenburg d e Gabe „in ehrfurchtsvoller Erinnerung an die auch aus Ihren Reihen für das Vaterland ge ällenen Kameraden" von unserem Bunde«» ersitzenden cntgegennahm. Wenn dann bald darauf bei der Schicksalswende de- Frübja >rs 1933 der „Fronttämpfcr-Paragraph" dic Erhaltting nicht allein beachtlicher materieller Ki äste und Werte für die jüdische Gemeinschaft sicherte, sondern die ehrenvolle Kriegsbeteiligunl \ der Juden als moralischen Wert deutlich in E scheinung tteten ließ,!so beantwortet sich die Ft age, ob Existenz und Arbeit des ReichSbundcs jüdischer Frontsoldaten hieran entscheidender Anteil haben, von selbst! Das Bewußtsein, daß die üdische Gcincinschast des Glauben» und Blutes notwendig eine j Gemeinschaft des Schiksals bedinge, ist diirch das Geschehen des I ibrrs 1933 unter den Juden Deutschlandstark < gefördert worden. Als jkonsttuktiver Versuch, den Tatsachen Rechnung zu tragen, ist die Grünl ung der Reichsvertveiung der Juden in Deuts chland im Ererbst 1933 zu werten. Wenn sie di» echte, die innere Geschlossenheit der deutschen Juden nicht zu zeitigen vermochte, wenn trotz aller Zeichen der Zeitjeine Zersplitterung und d:ren Äußerungen ein oft kritisiertes und tief bedauertes Faktum blieben, so halte dies seine lieferen Ursachen. Ein«j so tiefgreifende, die Grundfesten des geiskigen und bürgerlichen S ins erschütternde Schicksalsivende mußte allenth »lben tiefste Empfindungen aufrühren: es ist nur natürlich, daß die Einzelnen wie ganze Grrwpen seelisch recht verschieden auf solches Geschick reagierten, hieraus ergaben sich zwangsläufig unterschiedliche ideologische Sinngebungen. I Das freilich, was man im Rahmen der Reichsvertretung voraussetz n und erwarten mußte, war bedingungslosci Respektieren der Überzeugung der anderer Partner in allen Kandlungen und Außerunige », um so die Atmosphäre für eine fruchtbare gegicinsame Arbeit in allem Praktisch« und Dsawricllen zu schaffen. Dahei war eine zweckmäßige Aufteilung der Kaupkaaftzabengebiete, ents »rechend der mehr aufs Inland oder Auslan» gerichteten Zielsetzungen der Gruppen, al« ür da« gemeinsame Ganz« ersprießlich sehr wol l denkbar. c, j Der Verlauf des Jahres 1934, das als bedeutsames geschichtliches Er» ignis am 2. August das Ableb« des >»er«hrun< Swürdigen Reichs- ALLIGATOR ix» UNshKfc VbRKAI Birlla. Ti Hlabaii KBla a.Rk. äaäfn OlUaka« Präsident« Grneralfeldmarschall von Kü den bürg brachte, beweist im innerjüdisch« £:l daß jene Erkenntnisse und Wünsche des F:« Hundes nicht immer im deutschen Juden! hurchgedrung« sind. So mußte man schweren Kerzen« manchesmal im Intrress» großen Ganzey zur Zurückweisung eins» tiger Parteiansprüche entschließen; man mußte ii imer noch eine unzureichende Bewertung des »urch dm RjF. repräsentierten Frontsoldat« Ums bemerken, die in den Kreis« der einstig« Frontkämpfer manche Verbitterung aus öste; man konnte, während doch dir Beteiligun, des Frontbundes an der Gründung der Reich werttetung als besonderwerwoll hätte ernannt werd« müssen, einen recht geringen V illen zum Einsatz seiner Männer in der wichtig« praktischen Arbeit beobachten. Zur Klärun; der Verantwortlichkeiten für den Verlauf der weiter« Entwicklung muß die« gesagt werd«. Nicht um seiner selbst, sondem um der wos lverstandenen jüdisch« Gesamtbelange willen, deren Gestaltung sich im Laufe der Zeit nicht verbesserte, haben wir hier immer nieder den Kebel angesetzt. Das Jahr 1935 brachte in den Ablau des geschichtlichen Geschehens ein« verstärkte 2 ynainik. Ihr gegmüber erschien uns der Be such, da» Wort: Liquidation durch Aufbau! zur Parole der Juden in Deutschland zu machen kein sinnvolles Beginnen. Dir Proklamierun, der Liquidation als Zielsetzung konnte die Tc idcnz einer nur mit ruhigen Nerven zu meiste mden Entwicklung lediglich verstärk« und beflügeln. Diese unsere Auffassung konnte durcl zeitgeschichtliche Vorgänge, den« gerade das Augenmcrk des FrontbuNdes naturgem iß in besonderem Maße gehörte, nur genährt w!rdcn: die Verkündung der Wehrpflicht unl das Wchrgesetz selbst. Gerade hier wußten w r uns vor Aufgaben, die wir alten Frontsoldat rn als unsere eigensten empfanden; Aufgaben, bei denen wir uns als die alleinig« und legitimen Wortführer der Juden in Deutschland fühlen durften; Aufgaben, die vom Standort ge chichtlicher Verpflichtung, nicht von dem ze tlicher Erfolgsmöglichkeit aufgefaßt fein wollten Aber auch hier wieder fühlt« wir uns von viel jüdischem Unverständnis und innerem Widerstreben umgeben. :t eine lieben«* chärfte Eie raden rfennen, Einl bi r Gr» ab »t richt ppengung angen -u auch treten, n an Be- Kaine- Dcr Verlauf des Jahres 1935 brach steigende Verengung de« jüdischen raums. Die Auswanderungsfrage vcr sich dadurch zu einem akuten Probien drang teilweise in dcnKrciS unserer Kan c und ihrer Familien ein. Es war zu « daß die bisher gebotenen Möglichkeiten zelauswanderung wie der speziellen Wanderung nach Palästina zur Befricdi de« entstehend« Bedürfnisses nicht auel würden. Auswanderungsarbeit gehört den gegebenen Tätigkeiten des RjF.; dieses Problem mußte in sein Blickfeld ohne daß darum seine eigentlichen Aufgabe Bedeutung eingebüßt hätten. Unser mühungen in Rat und Tat sind unseren raden bekannt. Jene Entwicklung de« Jahre« 1935, die in der Fülle der sich steigernd« Probier >e und Aufgaben ihr Spiegelbild findet, erreicht ihr« historischen Höhepunkt mit der Verkünd» ng der Nümberger Gesetze am 15. September. Was sich in einem für uns schmerzlichen Wcrdeprozeß angebahnt, erhält nun seinen scharf gezeichneten gesetzgeberischen Grundriß. L usfübrungsgeseye sind gefolgt, die ihn »veik r ausfüllen. Die dem Judentum in Deutschs» nd zugewiescne Position als Minderheit ist ei »deutig Umrissen. Die Übergangsetappe seit dem 30. Januar 1933 scheint damit beende:. Ei» neuer Abschnitt jüdischer Geschichte in Deutschland beginnt. Eine klare Eiturtion ist gegeben. An uns Juden liegt es, die klaren Konsequenz » zu ziehen. Vier Monate sind seitdein ins Land gegangen. Sie haben nicht nur von auficn her umgestaltend in unser Dasein eingewirlt, sondern sicherlich auch starke Ansätze zur l ^Neuerung von innen heraus gezeitigt, wenn diese auch nicht immer an der Oberfläche jiidischcn Seins sichtbar sind. Der Aufbruch „vom Ich zum Wir" ergreift immer weitere Kreise. Jene Kaltnng, die das spezifische Gewicht des Fronrbun Xs bestimmt, erfaßt in der harten Schul« des Schicksalmanch«, ohne Unterschied der „Ri« htung", der ihr bisher verschloss« war. Beginnt mqn, unser Woll« zu ve stehen? Wir hoff«, «ns nicht zu täuschen, w nn wir Anzeichen dafür im Leitartikel der „I wisch« Rmwfchau", des zionistisch« Organs vom rum Wir 24. Januar 1936 zu bemerk« glauben. Das Blatt meint, „ein gewisses Verständnis" für die Position btf Zionismus aus den Ausführung« des „Schild" herausgeles« zu haben. Es irrt sich nicht. Unsererseits ist dieses Verständnis durchaus vorhand«. Unsere Ideologie, richtiger gesagt unsere Laltung, ist aber kein« politische. Ihr Wesen ist aberpolitisch -jüdisch. D«n wir geben unserem Judentum keinen politisch« Inhalt, im Unterschied zum Zionismus. Wenn wir also in unserer Grundauffassung nicht zionistisch find, so »var« und sind wir darup» auch nicht „antizionistisch", wenn wir eine Suprematt« der zionistischen Richtungsdoktrin für unseren Bund, unsere Jug«b und für dir jüdisch« Gesamtheit ablehn«. Falls über diese grundlegende Voraussetzung Klarheit besteht, so könn« die folgenden Sähe der „Jüdischen Rundschau" an realer Bedeutung gewinn«: „Einmal muß unseres Erachteus der Moment kommen, wo «in« derartige Organisation in Deutschland wieder die Zusammenfassung aller Frontsoldat«» ^>nd die Lüterin von deren spezifischen Belangen werden kann, und in diesem Falle würde der Zionismus als solcher gewiß keinen Grund zur , Gegemvehr haben.' Da auch der RjF. in jüngster Zeit «in Interesse für Palästina kundgibt und sein Vorsitzender sich der Dekla-" ratton der Reichsvtrttetuna vom 22. September angrschlossen har, so ist nicht «inzusehen, warum nicht aus, auf diesem Teilgebiet des innerjüdischen Leben« die Verhältnisse besser geordnet werden können als bisher." Da dieses „Teilgebiet" nicht nur für die ehemaligen Frontsoldaten selbst, sondern — gerade weil e« sich um die Frontsoldaten bandelt für die gesamte jüdische Minderheit in Deutschland von schiper vergleichbarer Bedeutung ist, wünscht«! auch »vir, daß zu Bccji>»n des vierten Jahrs« seit 1933 die Konsequenz der neuen jüdischen Situation in allen Lagen» zum Durchbruch g«angc. Man darf daran eri»»ncm, daß nicht der RjF. e« war, der seine zionistischen Kameraden ausschloß, sondern die Zionistische Vereinig»» ig für Deutschland, die ihren Mitgliedc« verl öt, in Reih und Glied mir ihren jüdischen L Kriegskamerad« im RjF. zu stehen; ein Beschluß, der von un«, obivohl zifie«mäßig kaum fühlbar, mit Bedauern ausgenommen wurde, manchen zionistisch gerichtet« Kameraden aber nicht hindern konnte, dem Fronrbund auch weiter die Treue zu halten. Gerade in diesen Tagen lasen wir in der Dankrede, die der Botschafter des Deutschen Reiches v. Koesch anläßlich eines Frontkämpfer-Besuches in' London an dm Präsi- - denken der British Legion Generalmajor Sir Fredrric Maurice richtet«, fvlg«d« Sätze: „Leute, die dem Ruf ihres Landes in der Stunde der Not gefolgt sei« und ihre Pflicht getan hätt«, könnten einander voller Stolz in die Llugen sch« und der gegenseitigen' Achtung sicher sein. Sic könnten sich in dein Geist der Kameradschaft begegnen, der auf gemeinsamen Idealen beruhe: Das seien die Ideale der Liebe zum. Vaterland, der Liebe zur Ehre und der Liebe zum Frieden. Auf diesen drei Grundlagen könne nwn sicher stehen." Diese Wotte dürfen wir jüdischen Frontsoldaten in vollem Ilmfange auch für uns in Anspruch nehmen. Durch unsere Kalkung wollen wir sie mit lebendigem Gehalt erfüllen. Für die Ehre unserer jüdischen Gemeinschaft möge jeder jüdische Frontsoldat sich auf jene Grundlage stell« »ind unsere Reiben, unsere Sache stärken! Ziehen wir an diesem 30. Januar 1936 das Fazit der. letzten drei schicksalsschweren Jahre, wie es sichrem jüdischen Bettachter bietet, so braucht nicht in Worte geformt zu werden, was wir verloren haben ... Was wir gewonnen haben, ist der Entschluß zu jüdischer Selbstbesinnung — so wir aus hartem Erleben neuen inneren Besitz zu schaffen wissen, wie einst in gleichfalls hatten Knegsjahren. Wir haben zu lernen begonnen, aus seelischer und materieller Unsicherheit uns mindestms eine seelisch« Gewißhest zu erarbeit«, die wir für wertbeständiger hast« als die verlor«« materielle Schein-Gewißheit. Wir haben in schmerzlicher Schule das Schwerste gelemt und erfahr«: Ohne Ehre vermag man noch weniger zu leben als ohne Brot; aber die Ehre eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft hängt nicht von Atißerlichkeit« und nicht von der Bereitschaft Dritter ab, sonde« findet ihr Richtmaß im eigen« Verhalt«, in d«reigenenWürde,inder Selbstachtung, der« man fähig ist. lind das heißt Umkehr zu bestem und edelstem jüdisch« Erbgut. Das heißt Vechfitchttmg jedes Einzeln« in feinem Tun undi Lass« für die Ehre seiner Gemeinschaft. Kat sich in einer völlig n«en Situation die Abtvehr nach außen durch eine verändette Gesetzlichkeit unseres Daseins erledigt, so erkeim« wir in dsr Steigerung unserer inner« Abwehrkräfte gegen Minderwertigkeitsempfind«, Re-, sigriatiom Selbstaufgabe, Vereinsamung und' Verzweiflung den Auftrag, den wir aus eigenem Wollen zu erfüllen Hab«. Nach all dem, was wir! verlor«, kommt es darauf an, aus eigener Substanz neue Wettinhalt« zu schaff«. Den »iel zitietten Begriff der Schicksalsgemeinst »ast, der bi«) letzten drei Jahre beherrschte. stteb« wir mit einer tiefer« Sinngebung i u erfüllen. Aus der Gemeinschaft -des Schicksal-Erleidens wollen wir zur Gemeinschaft d»s Schicksal-Gestalten« vorstoßen, un4 au« ein»r Gemeinschaft des Müssen« zu einer Gemeinschaft de« Wollen« steige«! über di« Ideologie hinaus und über alle Gruppe, Ansprüche himveg weisen die jüdisch« Frontso! dat« d« fe«cren Weg zu einer höheren Einheit: Zu einem in' Eig«-Att und Eigen-1 )ett innerlich unerschütterlichen, männlichen, st i> l z e n, s o l d a r i s ch - t a p f e - rrn Jrdentüm »n Deutschland. äuijtyubting des mtWen Judentums fembeja, 28 Januar iJ.T.A.). Anläßlich des Thronwechsels in England fand am 26. Januar «ine aüßero^entlich« Sitzung des Board of Deputier of Briiisb J«w», der offiziellen Repräzuleqen. und König Eduard VIH. «in« >B« grüßuna Unb Beglückwünschung ausz« sprechen! Die Resolution des Board of D«putie sieht ferner die übergab« einer Beilridsadreff« an Kömgin-Witwe Mary vor. Den Beschlüss« gemäß wird die Anglo J«»v»sh Affociatto« «ingeladen! werden, bei der Ausführung der Resolution mitzuwitten. — Der j Borsitzende des Board of Deputies, Revisle Last i, der den Enrfchließungsantrag vorlegt«, hielt eine Ansprache, in der er dem Andenken des verstorbenen Könighuldigt« und einen Überblick über sein« Regierungszett gab.?jur wenig« find beutt-unter uns, so führt« er aus! di« bei dem letzten Anlaß dieser Att vor fast stchsundzwairzig Jahren zuaeaen war«. , Di« Rtgierungszeit König Georgs »ab das Dahingeh« einer Generation und das Leraustomme» einer anderen, von denen jede für kurz« Zeit ibte Roll« auf der Bühne, des menschlichen Daseins zu spielen hatte. Es gibt, fuhr Nevill« Laski fort, Unglücksfälle, di« so groß find, daß" sie nicht vermieden werden kiunew Man kann an ihndn nur tttlhab«. Wir Hab« das Empfinden,' daß an allem Leid und Unglück, das uns »n den. letzten fünfundzwanzig Zatiren ttaf, der König «inen Köniasanteil hatte. Der König und sein Volk halben viele» gemeinsam! durchgemacht. In den Tagen von Trauer und Sorge wird Freundschaft fester gegründet und Treu« gestärtt. > Wir sind eingedenk des Mutes, der Ersahruiig und Weisheit, dir König Georg inneren uird äußeren Problemen gegenüber bewies, die an Komplizietthcit, Größe und ttitischer Bedeutung nicht ihresgleichen hatten. In einer Zeit, da Kronen in'den Staub fielen, hat dt« Monarchie in seinem Land« und in dem »veiten Empire eine Kraft und-ein Ansehen erlangt, bar sie sich eine Lieb« und Tvu« erworben, di« sie zum Angelpunkt »m Leben des britischen Volkes machen. Unter ihm sind Demokratie, konstitutionelles Regime und das köstlich« Gut der Freiheit aufrtchterhalten und gefestigt worden. Unter ihm bildeten weder Farbe, noch Rasse, noch. Glauben einen Grund für Unterschied« im Genuß der Rechte und in der Erfüllung der Pflichten, die das stolze Erb« englischer Bürgerschaft und der Brüderlichkeit des Reiche« sind. In der jüdischen Geschichte, «rklärre' Nevill« Laski, wird der Name König Georg« unvergänglich mit der Erneuerung Palästina« verbünden fein. Nach einem Nachruf auf di« während der Rrierungszci» König Georgs Heimgegangenen Räsidenren des Board of Deputies Dr. L. lerander,- Steward »samuel und Kenry Lenttque« sowie auf den Historiker Lueien Wolf, der Sekretär des Zoint Foreign Eomitte« war, fübtte Ncville Laski weiter au«: König Eduard VIII. hat dqm Staatsrat erklärt: .Al« mem Bater ai«! Al« vor sechsundzwanzig Jahren hier stand, sagt« er, e« werde eines der Ziel« seines Leben« sein, di« konstitutionell« Regierung aufrechtzuerhalten. Ich bin entschlossen, in die "Fußrapfen meines Vater« zu treten und, »vie er e« sein ganzes Leben lang tat, für Glück und Wohlfahrt aller Klassen meiner Untertanen zu arbeiten.^ Unser König bringt zu seinem hohen Amt eine unvergfei<hlichc Kenntnis seiner Böller, ihrer Arbeit und ihrer Muß«, ihres Lebens und ihres Den-, lens mit. Mir den Koffnunaen einer geeinten Natton empfängt er den Ausdruck unserer Huldigung, unserer Treue, unserer achtungsvollen Lieb«. Als der verstorben« König aus den Thron kam, bestand di« Körperschaft des Board of Deputies aus l22 Lldaeordn«ten,-di« 110 Syna aoae»aemrind«n repräsentierten. Leut« vertteten 355 Deputierte 244 Synagogengeinrinden und- Wahlkreise in Großbtttannien und dem Reich. Darum kann ich, wenn ich zu Ihnen als Ihr Präsident heut« spreche, in Wahrheit sagen, daß es «nein ttauttges-Pttvilrg ist, in dem Namen

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