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Der Schild · 1936-01-24 · 4 (24.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
4 (24.1.1936)
Date
1936-01-24
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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toBtmQt, Nein» Geschäfte für ihn zu besorgen. Dadurch gelangte er in viele-Werkstätten und lernt« eines jeden Landwerkers Derfabrungsart kennen, „und Das di« unerläßlichen Bedingungen dieser und jener Lebensweise für Freud«, Leid, Beschwerliche« und Günstiges mit sich führten". Das Familienwesen eines jeden Landwerkrrs war gleichfalls der E*Nze^stand seiner stillen Aufmerksamkeit, und so entwickelt, bestärkte sich in ivm das Gefühl der Gleickisheir aller menschlichen Zustände. Laiidwerk und Wissen waren im Judentum keine Grgcnsätze. denken wir nur an Spinoza, der sich seinen LebensuntcrKalk durch Brillenschletfcn verdient«! um sich dann seinem Studium widmen zu könne». Bei allein Uinlcrnen der Eltern aind Lernen der Kinder stei»e «in Talmudspruch vor un«: »Di« Stelle ebrr n-cht den Menschen, sondern der Mensch ,-t-rt t^e Sr:!!-- die er einnimmr." 8ett, Lobn-sticfiter Königin Christine Deri jüdische Erzähler Alfred Neumann, non dem seit etwa zehn Jahren ein« Reih« historischer stktnnane, gleich wertvoll al« Seele«. wie als ZeitgernLld«, viel gelesen wurde, hat jetzt das Leben der .4 önigin Christine »ön Schweden" aeschrstdrn <€. P. Tal A (So., Wien), nicht als Romch,. sondern al« Biographie, getreu nach den Huellfn. Das war kein einfaches Unterfangen, denn Christine ist, von ihren Lebzeiten an biszur Gegenivart, kald als Teufel, als lasterhafter Weibsteufel, r.'ld -H? >uf Erde berabacstieqenc Göttin, als pelii-ich. d wistenschaitliches Genie dargcstellt wor-' den. Mit exakt' historischer und psychologischer Merdsd« versucht Neumann wirkungsvoll, das un- -..rAlsedt« Bild Christines und ihres abenteuerli.ven vebens als typischen Ausdruck de« Barock!■- defherzunellen. Alftek^ -?(cuma:in vergißt auch nicht, die mannigfaltigen Beciehungen Christines zu Juden und Fuder tum zu schildern. Christin« hatte als junaes Made üs hebräisch gelernt und beschäftigte nch mit d m jiidiichcn Schrifttum: ste stand im Briefjüdischen Portugiesengemeind« in lcnnnburg eehvrend, verwaltet« nach ihrer Abdankung ihr« sehr verwickelten Bermägetrsangelegenbeiten; während ihres Lamburger Aufenthalts verkehrte fi« oft und gern in seinem Laus, und sie, hielt auch später freundschaftliche Beziehungen 'mit chm aufrecht. Gegen End« ihres Lebens, als Christine sich.in Nom niedergelasicn batte, beabsichtigte sie, sich zur P r o - rektörin des römischen .Ghettos der Ebräer" zu ernennen: das Manifest, das sie zu diesem Zweck in beweglichen Worten verfaßt hat, ist bis auk den heutigen Tag handschriftlich erhalten. K. P. Die Fibel -So geht'« schnell". Dies« Fibel wurde iin Aufträge des Jüdischen Lebrerverbandes in Deutschland bearbeitet von Lilly Marx, Bilder von iJtto Schloß und Walter Lcrzberg. Berlag Rudolf Scdick & Co., Leipzig. Es ist begrüßenswert, wenn «in« allgemeine Fibel durch jüdilche Dinge etwas .zeitgemäßer" gestaltet wird. Daß es hier mir der auch in diesen Dingen notwendigen Zurückhaltung geschieht^ hebt ihren Wert. Die Bilder sind gut im Strich, aber schlecht im Ton. Ein Kind »erlangt, wenn.schon Bilder in Farben gebracht werden, die ganze Buntheit der Natur. Es begnügt sich dann nicht.mit einem Zweifarbcndruck. ~ . . pym. Aus Jüdischer Gegenwart n mit dem acleörren Amsterdamer Rabbi a I i e b e n I i r a e l, der später bei Cromwell '.:r der Juden nach England erwirkte.?• >.t Manasic Kar idre Thronbesteigung in hedräi-'her und portugiesischer Sprach« besungen »nd ttr i:in nziliador" gewidmet. M a re: r a, »u den n.nrendtn Familien der rdaussammlung xni 2(5. Januar Di« diesmonatige -Haussammlung der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeind« -zu Berlin findet cnn 28 Januar statt Die ehrenomtlicden Sammler geben diesmal Ouittunaen in Beigefarb« aus, die mir dem Zeichen der Jüdischen Winterkilf« versehen und vcm Spender gegenzucei.hnen sind. - * Joseph Schmidt, allen noch von seiner früheren Wirksamkeit in Berlin in guter Erinnerung, gibt -m 79. Januar in der Philharmonie. Bernburqer Straße 77. einen Lieder- und Arkenabend. Es gelangen zum Bortraa Arien und Lieder von Mo- >arr, B.-rdi, Pnccini. Doniretti.- Woln, Schubert i»'w. Ecu Teil des .Reinertrages fließt der I ü d i - - cd e n 7i> i n r e r d, i l f e zu. L>anptvovftanVs«agung des WeltvcrvanveS für religiös-liberale» Judentum Loudoa, 16. Januar (J.T.A.). In der liberalen Synagoge in der St. Johns Wrood Road fand ein« Sitzung des Lauptvorstandes des Weltverbandes für das r^iaiös-liberale Judentum statt. Die amerikanischen Mitglieder des Lauptvorstandes waren verhindert, an der Beratung teilzunehmen, batten jedoch ihr starkes Interest« an den Gegenständen der Tagesordnung in ausführlichen Schreiben kundgegcben, in denen sie zu den einzelnen Dunklen Stellung nahmen. Ein ausführlicher Bericht wurde über die Lag« in Palästina erstattet. Auf Grund der darauf folgenden Debatte ist zu erwarten, daß in den nächsten Monaten Schritte zur Bildung religiös-liberaler Gemeinden in Palästina unternommen werden. Die Berichte über die Arbeit der Jugendgruppen zeigten, daß auf diesem Gebiet erfreuliche Fortschritte erzielt wurden. In Etudienkreisen wurde ein Überblick über Gebete und Gottesdienst behandelt und es wurden Pläne für die Feier des 5. April als Jugcndtag des Weitvcrbandes ausgearbeitet. Die Kommission für L i t h u r g i e erhielt von einem ihrer Mitglieder einen Bericht über die Entwicklung der religiös-liberalen Lithurgie in Deutschland. Ein entsprechender Bericht für England ist in Borbereirung.; Es wurde beschlossen, die Errkurwe mit der Ausarbeitung provisorischer Pläbe für eine kleine Konferenz, die in der Zeit vom li. bis zum 13. Jlili stattfinden soll, zu beauftragen. Der verband jnvischer Juftenvvcreinc Als wir im .Schild" Nr. Ist vom 18. Juli 1835 in einem Aussatz .Kras« zur Entscheidung" zur Situation der jüdischen Jugend sprachen und von der Entscheidung ausgingen, die der Berband der jüdischen Jugendvxreine mit dem Ausruf zu einer Hachlchara-Aklion getrosten hatte und di» wir als ein Bekenntnis;um Zionismus deuteten, erhielten wir einen Brief des Berbandslciters Dr. Paul Eppstcin, der sich gegen eine solche Deutung verwahrte. Wir haben diesem Standpunkt de» Herrn Dr. Eppstein in Nr. 83 de» .Schild" octzn 18. August igzz Rechnung getragen und in einer gleichlautend«, Notiz im redaktionellen Tell davon Mitteilung g* geben. Wir habkn diese Notiz damit geschlossen, wir di« Entwicklung de, Berbatzde» weiter mu besonderer Aufmerksamkeit verfolgen und zu gegeben« Zeit darauf zurückkonnnen werden. Die Entwicklung de» verband«, hat un» rech, gegeben, Der verband jüdischer Jugendvereine ha, sich mit überwiegender Mehrheit auf seiner letzten Deiegicttentagung In Berlin Nar zu den Thesen der Derbandslritung bekannt, deren § 1 lautet, daß „btr Berband eine zionistisch« Erzirhungsgemem'chastdarstellt. Damit ist nun auch offiziell von »em Berband ein Schritt nach außen zugegeben worben, den er nach Innen sdpn, vor längerer Zeil gelon hatte. Soweit seine Mitglieder ffch geistig nicht ,um Zionismus zu orientteren vennägrn, tttzlt vor Ne jetzt erneut die Frage, ob st« dir fkrast zu. einer ibrcn Überzeugungen entsprechenden I Entscheidung .r-.,s< bringen. Mario« Koegel bestritt im J^dmen des Kulturbundes Berlin einen ganzen Abend mit Lickern aller Länder und Sprachen. Ihre virtuose Sprachbegabung, mit der sie Klangfarbe und Eigenart drrverschiedensren Sprachen beherrscht, im Verein mir einer sehr ausdrucksvollen Musikalität und mir der starken (manchmal leicht zu starken) mimischen und gestischen Untermalung, die ihre Besonderheit ist, ließ das Wagnis voll gelingen und keine M-r.c>- roni« aüfkommcn. Dennoch sprachen besondere iene Volksweisen an, bei denen sie sich ihrer und unserer Muttersprache bediente. Besonderen Beifall sand der Ringelnatz-Zyklus. aus dem künftig nur ein bestimmtes Stück bester herausbliebe. Die talentierte Künstlerin (von Werner Seelig-Baß ge schmackvoll begleitet) fand «in mit Recht dankbare» Publikum, das an Beifall nicht sparte. hw. Berlin. In dem nächsten Stück, das der Züd,i»e Kulturbund Berlin am l. Februar herausbring« l.Grüne Felder" von Perrz Lirschbein). bat die Regie Fritz Jeßner. Zn den Lauptrollen sind beschäftigt: die Damen Jenny Schaffer, Lilly Kann, Ellen Moses, Gina Petruschka, dt« Letten Siegmund Nunbcrg, Lerbert Grünbaum, Nicolai Eijäschoff, Benhold Segaü, Fritz Lion. .rrrysarrris I E R L I N V © I Alteisen Alteisen Alle!taa Alaei Metall* nnd -gante KetJtebe kauft F.JaCK« mx i g Ro*«ni ♦ F.l. 'der Ankauf Büromöbel g«b kauf« - BERN »TEIN -O- » kauft KIBIKS. Aleianderafr JS I Autzüge KÄ R L ROM Am N<mlkifM 3 / D *! AufsOge Jeder Art aller S^atema [ Autobereifung ictinej pret^m* Ipg H^raath. Kfr-pentdier Str 24 * 6 04M I Autofahndiulra Al b Ka Fl Autofahren ««»wr^rrale 41 -»Dl. JS»1, A utnreparaturen Ber U KaIm : | Hl€Mvrctier 4 Diethe -I sämtliche System« ’Ua VW 87 Neuea l.'fer 1 S lao *1»» mta-Aat«*'3'All*ei € 5 H«imu e»; AU*E\ ((arniatiie Reyarafanrrtfettatt KApemcher Str 12-14 I Auto - Reparaturen Q S. Mhacz (R|P.> lettt' S 42. Rlnartlraft* 11. -U Zyllaker-Sekleiferei I HSrSeiwdlee i (Pl«uftUa*er) Lafema Basdatn «n O («xb Oru ka* Ptattfafceislafea wd KeMrdea. Baug^sctiAhe r ■ ao Baaaaafd et lese Mac W S HarWeftrair ijUmbi l|F.M«d<a , Wfl f«tr. 1913 -dhraagea )< etfeae Maoferel o. Zir SouenaatdiUt« aaeerl S4. Faaaadks , Wahnaa*§fil*n*«c I Haifadaatan4aetnin|an ts j, Aäml« Arb ata aoltS« Psu«. lAli■ rkarMr4i.&40»>4ai ft Briefmarken ft Ankauf fttbar W^i*» Vcrk3uf Berlin W9. Potudemer Str l2 Bl 2981 ft Buchbindereien ft BRUNO BERGER Berlin S 42. FÖmeniTr.5 F1 Moritrpl. 2722 M Bf CH BINDEREI LINMER-ANSTALT ft ßuchdruckereien ft S. Bossack / W 57. Bülownr. 78 ^^Badidrockerei -.Badbinderei Telefon: SC LOtiawilU ftfb BUCHDRUCKEREI RtF AggiT LACNtg. *ue»DPue«m« st»p SO 18. Adalbertstrage S2 / P7 Jaimow 2818 MerkeDlrde^Au.Oft'sekaaeaenaXiafeftsd« aervoa mPET|K.O« Berhn NO 1*. LRod^H^Tfr-r S»r 14 Amaf? E \ 2971 KAMERADEN/ 1 ftasa f f t eile Leben a- | *e>slcmermng des RJF. ft Bücherrevisoren ft Leo Ansbach NO 18. EUsabetbstr. 18. E1 3419 Hugo Baron (RjF.) BuctifOhrung. Abschluk, Steuer 1!alcn«e«. jnadilia Prtedrfrbatr 48 J 7.156a RICHARD BERLINER Bodllhnai BUensen, Stenerberatunf ßerio O 27. Wel'nertheateratrafte 14 Pernaoreeber E9 Fnedrldtahatn «S%i i ERNA BERNHARDT ^erlin 9^ 62 Kurfüntenatr.99a / B4 6741 Badikaliaift. Bilanz. Flnrldinraft UeWrvacHnnft Stenerbeerbeifnft / ■ S. BON DY | 1 Ourtottenbft.. Kentstr. ISS. C 1. 71t« 1 1 Bnehf hrunft. Bflenten. St» nerberatft | SuchfOhruna and AbachlOase H EPPENSTEIN Berlin NO 88 Orrflat' aftc 88 ■ Eernatreeher E 3 - 48$4 ■ Freudenberger (rjf, Ak W 15. Kaiserallee 33 “ 1 2 Oltra 3114. P 4 Kftpmtdi 2111 EfRStMRhttBm&rrrerifor Hl Steuer Berat* mgm — Manien BueBfüfwmge* — Jtevlßanen herttmSWöS. Begetftr 6 (A 7 06nB 70/QJ PHILIPP LACHMANN Tereidlftter BAdermtwr ETUnftcr Strafte 18 El K8n«ftatedt J1J1 Badi- «nd Soraemedieeravftndifter ARNOLD A. MAT. (UfF, W 30. Goltnrrake 33 - Tel., B 7. vm rrladlet *11« rta^hllxlScn Arlettca nach* gamll □. prompt bd mit. Honorar — iMktal» fftr Kam-fMln hflafnl-M S. NITKC B«*» n. S»e«eraechrera(iadtfter Akacftiftaat. PrtftinAiraiaai Haaivtrw. CRari 4. «MnSt'r II C 3. i«7* Henny und Kurt Woift Ködterrerlfton-a, Icfltl n Si, IrellStft 1 firLEft 514 ■) fiberr-. Uudirubrg, Bfl.aamiKiiak. Lobaabrccfaa. etc- M dLLG. Damfnraodfn Siegmund Eisenstaedt <rif> SaeberS Bertta O Drogerien Dlona-oroderlr l^e*trow»tr. 11a / PlUal«)atowi C 9 Tierfartea 05S4 a 06S5 Na-UberetoHc* /Vmiud frei Hau» hUrktrotechnlk Elektr. Anlagen Rlektroreparaturen * ekkTr Herxhaltuterlten . Anlefec j O« . tnj} H ßowBbaiiTi.| E«ul-F*h>ik BeAteA'FüJrtrbtunken. Mmterkoffer Frisöre i»» rRisbff S«l<>aa-sdflr Damen uod — SywialW In Daoenienee Glasereien -ff. COHN* Insiallalloo Q OCOR6 OOSIH» «eli ff St« »legen/ NOStPh BERLIN C 3 / KL( Pemaeeacher« E 1 Berolina Ä79 Juweliere ] Uhren u. Go/dwaren ALTRED ATLAS N. «OSriNHEL Uhr*« if. Jewaaafi Dl,4Nt " Oalaf okattak. Kartmvaffen 1 ft Klempner ft | Klempner m. Da<ftde<ftererbet«en H H ao«ie((ea'.Wa*eer'0.sanit.aiUat UM. HIRftCHFCLO MM NO 18 PaMaade—tr 88 - E9 5426 Bersttttift n. KnfttenenachUiN unverbtoHubl Baultlnmpiinrni, Gna*. WiMtr- und Kan«ll»etiof»enlaften. Dediarbett (ed.Art.J Heruftd, Klempoermair. _ |H Berlin NO 83 — Wein strafte 16 m Ge«r 1992 Peramf. El 0568 1 Klempner and Robrlagcrarbettta laolleronften fegen Graadwmaaer Apneratebeo fftr d. ehern, loduatrte Reinickendorf W . PicMwwmmkp fti Fernmli D9 1 ft Linoleum ft , Hugo Singer(RjFi — Linoleum u. LAuferstoffe c PANKOW. MazIaillUaatr. 13 r DA 131S 1 ^ler ft ] MALERARBEITEN? dM inetaodaetzf. r.Wokauofe». Treppenxß flnren. Feaaadea. S. ROOASvtSKI I NC BrunnenJtiake 184. 6 1 - 23 48 | Han Steter < Werk ata« fftr Meierei «nd Anetrtdi J Berlin SWlt, Nene OrftMtrnfte.il »am Spinelmarktl F 2 9996 Malerarbeiten « ftaudnuuMdit aaX ood. TwpsanSuit 1 Vflhnuatn«B<iT»t. |ed. Umfangea. Selbe« mltarbcltmil. Wftrkfttiltft WO'dt. C W 57 D«iiaieWnii. 19 Tel. 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