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Der Schild · 1929-12-20 · 52 (20.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
52 (20.12.1929)
Date
1929-12-20
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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lichen Benutzung zu überlassen. Es ist zu hoffen, daß die jüdischen Schulen hauptsächlich davon Gebrauch machen können, oder daß es möglich ist, daß die Benutzung lediglich den jüdischen Schulen Vorbehalten bleibt. Was nun den Bau betrifft, so müssen die sportlichen Einrichtungen. Aschenbahn usw., den Vorschriften der deutschen Sportbehörde entsprechen, so daß die sporttreibende Jugend dort die Möglichkeit hat, alle Arten des Sportes, Leichtathletik, Fußball, Handball, Hockey, Boxen, Jiu- Jitsu, Gymnastik. Turnen zu betreiben^Äuch dem Tennissport soll gehuldigt werden können. Die Umkleide- und Waschräume, sowie die sanitären Anlagen müssen nach den Lehren der modernen Hygiene gebaut werden. Die Küche mutz so angelegt werden, daß sie für Verpflegung mehrerer hundert Schulkinder ausreicht, damit auch Schulkinder, die nicht verreisen und nicht verschickt werden können, die Sommerferien dort verbringen können. Aufenthaltsräume und Gartenlokal sollen einen angenehmen Aufenthalt bieten, damit Eltern, die ihre Kinder beaufsichtigen, und auch sonstige Besucher gern hinkommen. Für Sportfeste muß eine geeignete Zuschauertribüne geschaffen werden. Die Anlage muß täglich gepflegt und bewacht werden. Auch Regulierung der Zufahrtsstraßen, Beleuchtung, Bewässerung erfordern Mittel. Es ist selbstverständlich, daß die Berliner Gemeinde dafür nicht erhebliche Mittel verwenden kann, da noch viel wichtigere Tinge ihrer harren, z. B. religiöse, kulturelle, soziale u. a. Sie hat daher bisher nur Mk. 20 000,— zum Bau einer Aschenbahn bewilligen können. Damit ist die Möglichkeit gegeben, daß in diesem Jahre schon mit der sportlichen Betätigung begonnen werden kann. Ein solcher Betrag kann jedes Jahr für diesen Zweck in den Etat gestellt werden. Es würde dann aber Jahre dauern, ehe die Anlage so ausgebaut wird, wie notwendig. Deshalb ist es unbedingt nötig, daß durch Sammlung von Spenden ein erheblicher Teil der Mittel aufgebracht wird. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Gelder für diesen Zweck mobilisiert werden können, da den interessierten jüdischen Sportvereinen Gönner zur Verfügung stehen. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei. großzügige Mäzene zu finden, damit in spätestens zwei Jahren die Anlage fertig ist. Jedenfalls werden die jüdischen Sportverbände sich freuen, in diesem Sommer schon auf dem Gemeindesportplatz trainieren zu können, wenn auch zunächst unter primitiven Verhältnissen. Sie sind dadurch nicht gezwungen. mit 20 und mehr Sportverbänden zu gleicher Zeit zu üben. Wir wollen nun hoffen, und an dieser Stelle die Bitte aussprechen, daß die Gemeinde allen jüdischen S p o r t v e rb ä n d e n in wahrhaft neutraler Weise den Sportplatz zur Verfügung stellt. - Sport im RjF. 3’raiB{aa9t«ae irr?UB«f>iffn.WrnBJK. 3?fftnfT8fitiTf. Modstr. 39. Montag: iroinfnq fttr ffnmofmannfifioft. Mittwoch: Training für Fortgeschrittene. Donnerstag: Aufängerkurius. Beginn stets ab 8.30 Ubr. Troiningsräume: Schüneberg. Hobenftaufenstrabe 31. Ecke Münchener «trabe, Kellerlokal. — Gatte willkommen. C»«rt«raP!K i» Reichst »Nb iüdilcher Frontsoldaten. Ortagruv»* Berlin. GcschSftsftclle: <t. 1, Bnrgftr. >0. Zimmer 10, benntzt Norden 8903. Trainingslager Alt-Herren-Abteiluug: Jeden Montag von 8—10 Nbr. Turnballe, Alt-Moabit 33. — Jungmädchen-Abteilung: Jeden Montag von 1 Die vorgeschriebene Sportbekleidung für den I RIF. j A. Steidel g Rosenthaler'Straße 34/35 §§ 1 Tauentzienstraße 12 .. Schönhauser Allee 45a 1 5,45 bis J7.30 Ubr. Turnhalle, »aiserftr, 39/30. — MSnner.Nbtei. l»ng: Jede» Montag von 8—10 Ubr, Turn halle, Blumen str. 77. — Mä uoer-Abteiluug: Jeden Dienstag von 8—10 Ubr. Turnhalle, Wasteüiornr. 37. — Jugend-Abteilung: Jeden Montag von 8—10 Uhr, Turnhalle, Wastertorftr. 37. — Damenabtetlung: Jeden Dienstag von 8—10 Uot. Turnhalle. Blunrenftr. 77. Jeden Donnerstag: Waldlaustratuing für alle Abteilungen. Umkleidelokal im Restaurant Sonnenwende in Trevtow »m 8 Ubr. Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Brandenburg. Landtzberg ». d. Warthe. Die" Wtnterarbett in unserer Ortsaruvvc hak einaesest. Am Sonntag. den «. Dezember 1929. sprach Sam. Df. Rotentbal -Berlin in überfülltem Saal« vor einer andächtigl lauschenden Zuhörerschaft über das Thema: .Der Stolz des Jude«". Es war ein erbebender Abend, der unserem Bunde sicher viel Freunde geworben bat. Rauschender Beifall ehrte den Redner, dem der Borst«>ende. Sam. Rechtsanwalt S a n n - Landsberg a. q. W., herzitch dank'«. Ein gemütliches Beisammensein beschlob den unvergehltchen Abend. — Unser Kegelabend. der jeden Montag ftattfindet. hält unsere Kameraden nach wie vor fest zusammen. I In der vergangenen Woche hotte die Gruove unser« Förderer zu einem einfachen Sbenbeffen geladen. Landesverband a«rbest«»-Waldeck mit Oftwestsale» , und Südbaunaoer. Die diesjährig« Jahreshauptversammlung unseres Landesverbandes jfindet am Sonntag, de» 12. Januar 1930. varmittaaS 19,30 Ubt,. im Sntel Meier. Sasse l. Oberste Galle 50. statt. SS bandelt Ich um ein« besanders wichtige Tagung, und wir hassen bestimmt, die Bertreter aber Ortsgruppen sowie auch sanstige Samara den bei uns begrüben ,u können. Di« Tagesordnung ist de» einzelnen Ortsgrnvven und Borstandsmitglteder« bereits zugegangech. . Witz mhanseu. Am 8. d. M. sprach in der biellgen OrtSgruvve Sam. Benda-Berlin über: »llnker« Gegner und wir". Er verstand es durch seine klaren, einfachen und verständnisvollen Worte die Ber ammluna von Anfang bis zum Ende zu fellcln. Er gab ein Bilh über die allgemeine Lage, er zeigte, wie der Kampf der Gegner unvermindert wcitcrgehe und aller Äamvf stch gegen das Judentum richte. Bor allem ermähnte Sam. Äenda die AustenftebendeN. stch der Gesamtbeit anzuschliebcn. nicht ikre eigenen Wege zu gehen und zu denken, dab wir in scheinbar ruhigen Zetten lebem der geaijnwärtsge Augenblick sei ernster als zuvor: es fei Zeit, stch der Allgemeinheit anzuschltcbcn. Land-sverbaud Riedersachseu. Rinteln. Bom Borstsendcn wurde um 8.30 Uhr die Versammlung mit Begrübunaswortcn en die erschienenen Sameraden eröffnet. Das Protokoll der Rovember-Vertammlung wurde verlesen und genehmigt: Eine Einladung des Ortsveretns Rinteln des Reichsbanners^ Schwarz-Rot-Gold zu einem Bortrag am 7. d. SM., gehalten von Polizeiobcrst Tr. Schüuinaer-Berlin. wurde bekanntgegeben. ■itr Barliucndc. Kam. L e b m a n n. erstattete einen ausführlichen und intrrcllanten Bericht über die Tqgung des Landesverbandes Riedersachsen am 1. 12. 1929 in Hannover. Ausführlich wurde über die bcidi n Hauvtrcferate des Tages berichiet. und zwar: .Die Biindesbauvtvcrsammlung und die Aktivierung der Hwrbr". da» von dein Borsttzcnd n de? Landesverbandes Sachsen-Mitteldeutschland. ibam. Tr. Alfred Jacobi. und »Politik und Wirtschaft", das von Kain Wittelsböfer. L.B.R. Hannover, gehalten wurde. Am: Mittwoch, den 27. November 1929. fand in der Gastwirtschaft ein Esten statt, zu welchem Kam. Alb. Brill etngelaben batte. In I der heutigen Monatsverkammlung gab Kam. G. K a b einen Rückblick über die beim Kam. Brill verlebten angenehmen stunden und sprach dem Kameraden sowie seiner Gattin den Dank aller Uämcradcn der Ortsgruppe für die vorzüglich« Bewirtung aus. Landesverband Rordweftdeutschlaud. Weiermünde-Brewerbave». Tie Ortsgruvpc Unterweser eröffncte ihre diesjährige Vintersaison am Sonnabend, den 30. November 191», mit einem Vortrag des Laudedverbandsvorstbenden, Kam. Tr. ll st i a s - Hamburg. Zu diesem Abend batte die Ortsgruppe auch die Gemeinde einaeladen. so daß der Referent seinen Bortraa: »lim Volk und Vaterland" einer groben Versammlung zu Gebor bringest konnte. Ter 1. Borstnende. Kam. Sahn, dankte dem Redner füt seinen interestantcn Vortrag und sprach die Hoffnung aus. Sam. Dr. llrtas recht oft in unserer Mitte begrüben zu dürfen. Alles in allem war der Vortrag ein voller Erfolg für unseren Bund. — Anschlickend berichtete Sam. Liebe ntba l über die Jubelfeier der Ottsgruvo« Hamburg und über di« Landesverbanbstagung am I». und 17. November. .Unter« Ortsgruppe war an beiden Veranstaltungen durch den Vorstand und einige Mitglieder vertreten. : Landesverband Ost/Afestvrenhe». LSniosker«. Unsere.Ortsgruppe, hielt, am 11, Dezember eine n>; dl ultdes RiF. und bedauerte, dab stch bisher eine gewtll« Müdigkeit in manchen Kreisen der Ortsgruppe ge,«tat habe. Die Eniwickluna des Nationalsozialismus verlange aber, oah der RjF stch mebr als bisher betätige. ES sei auch nicht gleichgültig. ob die völkisch« Bewegung ibre Sauptftübe in der deutsch-völkischen Freibeitobewegung oder im Nationalsozialismus habe, dcno Sie »artetvölknchen batten immerhin noch einen gewtllen RelbtSstauovunkt eingenommen, wahrend die Nationalsozialisten vor keiner Gewalttat »„rückschreckten und ia auch in Oftvreuben 'eine Reibe von Terrorakten begangen haben. Gegenüber der Zersplitterung Im liidischicn Leben Mülle der RiF. die Brücke zwischen den Parteien sein. Aber auch als KriegSteilncbmerorgantsano» habe er seine durchaus eigene Note. Sr fei kein Kriegerverein im üblichen Slnne, lehne iede Srieasverberrltchung ab und feine Mitglieder legte« Wert daraus den Frieden zu erhalten. Sebr wichtig fei es. den RIF organlsatiönen aller Richtungen sowie der"bisher unorganisierten Juacstd bedienen, die als besondere Förderergruvve dem Bund angeschlossen werden solle. An den mit grobem Beifall aufgenommenen Vortrag schlaft stch eine Dtskusston. an ber stch die Kamraden Borkon, Karvowtb: Seeltg. Hirschbera. Artur Sandelowsko. Ltttiwack, Sabatzkv. Lohn und Weinberg beteiligten. E» wurden sodann eine Werbekommitfton. die auS den Kameraden 414

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