Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 50 (6.12.1929)
- Date
- 1929-12-06
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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schrift trage: „Die Katholiken sind unser Unglück." Er kann sich das wohl nicht vorstellen, denn das Blatt wäre am ersten Tag schon beschlagnahmt! Aber bei den Juden hat die Glei chberechtigung eine verzweifelt elastische Aufmachung, die es gestattet . . . Oder sollte diesmal doch dieser Begriff zu einer moralischen Verpflichtung werden — wir möchten es wünschen und hosfen, weil wir immer noch an die Kraft des Rechtes glauben, trotz allem und allem! Das palästina-Sttpendium „ der Jüdischen Gemeinde Das Palästina-Ltipen^ium der Berliner Jüdischen Gemeinde ist dem Zeichenlehrer an der Knabenschule der Berliner Jüdischen Gemeinde, Herrn Geismar, zugesprochen worden, der in letzter Zeit namentlich durch die wohlgelungenen Illustrationen der Pessach Hagadah weiten Kreisen bekannt geworden ist. Mittellungen der Bunbeslettuug Di« rann»« des Landesverbandes WS rti « mberg finde« am fon«lo«, de» 3. Januar 19* *0, in Hei l bron n Matt. Kam, Dr. andenderaer- Nürnberg da« i« diefer Xasans (In wichtiges Referat Sbernommen. -fr DnrL den Borttaud der Ortsarnvv« Attenkirchen wurde am 24. 11. 1929 In Dierdorf, StJ, Sotlenz, eine neue Ortsarnvv« Westerwald gegründet. Diele Ortsarnvv« nmfakt di« G«. meinden Dierdorf und Umgegend. Leiters und Umgegend und Montabaur. Sin Dierdorf. Der Vorstand fetzt stch wie solo« zusammen: : 1. Vorsttzender Sam. Ferd. Straus,. Dierdorf. '2. Vorsttzender Sa«. Leo Roientgal. Montabaur. 1. SchrifffSbrer Sam. Helmntb Herz. Dierdorf. 2. Schriftführer und üafsterer Sam. Arthur Berg. Dierdorf. Die Anschrift lautet: »am. Ferd. Strauß, Dierdorf. Bezirk »ob lenz. Wir geben dies erfreut dekannt und begrüsten die Kameraden der OrtSaruvo« Westerwald anfS herrlichste mit de« Wuufche. daß dies« mit uns, besonders aber mit den Kameraden des Landesverbandes Westdeutschland, in Treu« i« Sinne des RiF. arbeiten werden. Der Leipziger Alüestamenller Rudolf Mittel gestorben Im Alter von 76 Jahren verstarb in Leipzig der Theologe Professor -Rudolf Kittel, einer der hervorragendsten Alttestamentler. Kittel veröffentlichte eine große Zahl von Untersuchungen über Probleme des Alten Testaments, sowie Kommentare zu den Büchern der Könige und Psalmen. Bekannt wurde er vor allem durch sein großes Werk „Geschichte des Volkes Israel". Er bekleidete die Würde eines Domherrn des Hochstiftes Meißen. —i- 32 zerrissene Thorarollen aus Hebron nach Jerusalem gebracht. Im Aufträge des Oberrabbinats von Jerusalem haben drei von britischen Loldaten begleitete Autos 32 Thorarollen, die während der Unruhen in Hebron von den Arabern geschändet und schwer beschädigt wurden, nach Jerusalem gebracht. Sie waren bisher auf der Polizeistation /von Hebron in Aufbewahrung. -1- Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Bauern. Augsburg. Am!>. November fand die gut besuchte Jahres- Versammlung statt, in welcher wir Herr» Rabbiner Dr. Jakob als Gail sowie mehrere neue Mitglieder begrüßen dursten. Nach dem üblichen Tätigkcits- und Kassenbericht sowie einem Reserat über die Fürtber Landcsverbandstagung wurde die Borstandlchast: E. Oberdörfer. Vorsttzender: A. Wormser. Schriftführer: Fr. Farnbachcr. »osstcrer, einstimmig wiedergcwäblt. Ter gute Besuch und der harmonische Verlauf, die angeregte Debatte über die Aufgaben der Ortsgruppe und die daraus resultierenden Beschlüsse zeugten erfreulicherweise von dem guten Geist der Ortsgruppe. Bon den gefaßten Beschlüssen dürften interessseren der korooratioe Beitritt zum Volksbund Deutscher Sriegsgräber- Ortsgruppen! Zahlt eure Beiträge! Sport im RjF. TraiuiugStage der Jin-Jitfn-Srnove. Geschäftsstelle: Wilmersdorf. Motzstr. 39. Montag: Training der Samvimannschast. Mittwoch: Training für Fortgeschrittene. Donnerstag: Anfängerkursus. Beginn stets ab 8.30 Ub«. Trainingsräume: Schöntzbcrg. Sohcnstaufenftratzc Münchener Straße, Kellerlokal. — Gäste willkommen. 31. Ecke Svvrtgruvv« im Reichsbun» jüdischer Frantlaldaten. . Ortsarnvv« Berlin. Geschäftsstelle: ü.. 2. Burgstr. SS. Zimmer 10, benutzt Norden 8903. Trainings tage: Ali-Herren-Bbteilung: Jeden Montag von 8—10 Nbr. Turnballe. Alt-Moabit 23. — Jungmädchen-Abkeilung: Jeden Montag von .'>.43 bis 7,30 Ubr. Turnhalle, Kaiserin. 29'30. — Männer-Abteilung: Jeden Montag von 8—10 Uhr. Turnhalle. Blumenftr. 77. — Männer-Sbtetlung: Jeden Dienstag von »—10 Ubr. Tnrnhalle. Wassertorstr. 37. ' — Jugend-Abteilung: Jeden Montag von 8—10 Ubr. Turnhalle, Wassertorstr. 37. — Damenabteilung: Jeden Dienstag von 8—10 Uhr. Turnhalle, Blumenftr. 77. Jeden Donnerstag: Waldlauftraining für alle Abteilungen, tlmkletdelokal tm Restaurant Sonnenwende tn Treptow um 8 Uhr. Di« Svortgrnvve im Rrichsbund jüdischer Frontivldaten veranstaltet am Sonnabend, den 7. Dezember 1929, t« den Gesamträumen des Ulav. Alk-Moabtt 4—11, ihren diesjährigen Gesell- , ch a f t s b a l l. Lic Lan,mu„k wird ausgefübrt von den Kartellen: Barnabas von G-czv. «id Kaos Fellows. Fred Cock. — Eintritt tm Vorverkauf 2,30 RM.. Ahendkasse 3.—. RM. — Vorverkauf in fast allen lüditchcn Restaurants sowie in der Geschäftsstelle der Svortgruvve, Bürgst«. 26. Telcson Norden 8H03. M!!WM:!'::".IiI>4:l .!!!!r!:':iMl:ll _ 8 Die vorgeschriebene Sportbekleidung für den I RJF. I A. Steidel Z Rosenthaler Straße 34/35 1 8 Tauentzienstraße 12 .'. Schönhauser Allee 45a 8 Fürsorge, die Wiederbelebung der kameradschaftlichen Abende, Fühlungnahme mit den Kameraden benachbarter Landgemeinden. Am Sonntag, den 10. November, als dem allgemeinen Trauertag zu Ehren der Gefallenen fand in der Synagoge ein von unseren Mitgliedern und den anderen Gemeindeangehürigen aut besuchter Gottesdienst statt. Anschließend daran begab sich eine Anzahl Mitglieder des RiF. auf den jüdischen Friedhof, um dort das Ebrend--nkmal unserer Gefallenen zu schmücken. Das von Kamerad Rosenau 7gesprochene Saddischgcbet bcschlotz die kurze, aber würdige und rliidrucksvolle Feier. Landesverband Riedersachsen. Rinteln. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung am 6. November mit Bcgrüstungswortcn. Nach Erledigung des geschäftlichen Terls gab Kam. S. Lehmann der Versammlung bekannt, dag ein bekannter Forscher. Herr Studiendirektor Ande-Rinteln, stch mit der Erforschung der Geschichte der Juden der Stadt Rinteln besaht habe. Aus der Verlesung einer Niederschrift deS Herrn Direktors Ande. die dieser unserem Vorsitzenden tn freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hatte, war zu entnehmen, daß der Forscher verhältnismäßig reiches Aktinmatcrtal über die Rintelner Schutzjuden in dem Stadtarchiv vorgefunden hat. Die Akten stammen aus der Leit von 1880 bis 1786. umfassen also ein volles Jahrhundert. Als bedauerlich erwähnt der Forscher, daß Judenregistcr nur für die Jahre 1688. 1887. 1689. 1691, 1895. 1696 erhalten sind. Für die Zeit des 3. und 4. Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts feien icdoch die Akten für den Famtitenforfcher so ergiebig, daß die zu lener Zeit in Rinteln lebenden Schutzjuden und ihre Familienmitglieder zusammcngeftellt werden können. Als besondere quellen könnten noch aus dem Stadtarchiv berangczogen werden: Santmcreircchnungen. Gerichtsvrotokolle, die Akten der Kaufherren und der Krämerzunft, di« Katasterbände und die kontributionsreglstcr.! Tic Geschichte der Rintelner Juden würde nicht ohne dt« der *m hessischen «chaumburger /Land ansässtg gewesenen bearbeitet wer- ^"„/"nnen. da. wie die Arten es klarmachcn. zwischen den Juden in Rinteln und denen auf dem Lande, zahlreiche verwandtschaftliche Beziehungen bestanden haben. Diese Beziehungen wiesen auch hinüber "ach Minden, Bückeburg. Pctcrsbagcn, Hameln, aber auch in die tGrigctz hesiischen Landestcile. ». B. nach Schmalkalden und Kassel. r,?2Ae u. a. auf «ine Urkunde vom 16. 4. 1582, wonach Graf Adolf dem Juden Hcinemann aus Hannover das' Geleit und die Freiheit »n fünfjährigem Aufenthalt und Geschäftsbetrieb tn Rinteln verbrieft. Am 12. 10. 1601 stellt Graf Adolf demselben Juden Heinemann noch einmal einen Geleitbrtef aus. Weite« batte Herr Direktor Ande eine Abschrift über die von ihm im Oktober d. 4. für Herrn Tr. Hallo tn Kassel »usammengestEen Ergebnisse der genealogischen Nachforschung über die Familie Wallach zur Verfügung gestellt. Es bandelte sich um den Rintelner Juden Baruch bzw. Benebir Wallach, der 1697 nach «chmalkalden heiratete. Ausnahmslos herrschte unter den Kameraden große Freude über die bisher gezeitigten Ergebnisse der Forschungen des Herrn Direktor And«. Besonders interessant würden di« Forschungsergebnisse für die Kameraden sein, wenn Herr Direktor And« bet Gelegenheit seine Ergebnisse üher dl« Beschichte der Rintelner Juden zu einem 39s )