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Der Schild · 1929-11-15 · 46/47 (15.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
46/47 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Sondernummer: Landesverband Nordwestdeutscbland '3bonntnwnt*pret* 15 <Kt vlkrttliLhrlich aut» -^1 etzllch Pvftd«ftellg«ld. V.au»g«b« u. D«rl«g«r:!«ich»dui>d ,-?rontfol r*et Schild iiungDamt alcn t. <3}. ml Fr«'lag. rg«, dur j» da» Pasl» MM Versand. ,ür AufnahMe und Rück» . nbun» unverlangt «tnge. .ndtrr Maniuskrlpl» wird krtn« SrwLhr geletst«. Alleinige Anzeigen »Annahme durch Depa-Derlag. . Benstl & Pakuscher. Berlin W 3ll,Blumeshof d Tel^LSRollendf 6641/42 Anzetgenschlutzr Jeden Sonnabend für die nüchsterschemend. Nummer Anzeigenteile, die dt» zu dieiem Tage nicht bei und eingeqangen sind, werden in der darauffolgenden Rümmer ausgenommen. Berammorrltch für den Anzeigenteil: tz. Svtze. Berlin -Wettzensee Rümmer 48/47 Berlin, 18. November 1929 8. Jahrgang Dev an Watevkant Von Kamerad Dr. Leo Löwenstein. Berlin. Zehn Jahre besteht nun auch unsere Organisation an der Waterkant, zusammengefaht im Landesverband „Nordwestdeutschland". Wir freuen uns der festgefügten Front unserer Kameraden in jenem Gebiet, die dort die Ehre des jüdisHen Frontsoldaten und damit die des deutschen Judentum; zu vertreten hat. Es ist bedauerlich und fast unbegreiflich, daß in jenem Geltet überhaupt noch für die Ehse des deutschen Judentums ein Kampf geführt werden snutz. Wir verstehen es nicht, wie erst kürzlich in S ch l^e s w i g - Holst e i n, in einer Gegend, wo es kaum Iuhen gibt, bei den 'chweren Unruhen sich der Haß der Bevölkerung gegon sie Iuder richtete. Wir verstehen eej nicht, wie in Sternen auf offener Straße jüdische Bürger und wiche, die. dafür gehalten wurden, tätlich angegriffen wurden. Der Hintergrund dieser, ganzen Hetze wird uns aber klarer, wenn wir uns die Persönlichkeiten, ruf denen l sie beruht, etwas näher ansenen. Es sind in illen diesen Fällen fast immer n a t i o'n a l s o z i a l i - 'tusche Bürschlein, die noch APC-Schützen waren, tls wir im richtigen Schützengraben lagen. Allerdings >e eigentlichen Drahtzieher sitzen wohl ganz anderswo, turz, wir haben auch hier das gewohnte Bild solcher Entladungen angeblicher „Bolkswut". Ich glaube auch, daß trotz dieser kräftigen Einwirkung von nationalsozialistischer Seite loch die eingeiessene Bevölkerung dieses Gebietes fü, jenes Maulicldentumj nicht zu haben ist. Wenn auch die jüdische Bevölkerung dort verhältnismäßig schwächer vertreten st als sonst in Deutschland, so hat sie doch weit mehr für oen Wohlstand daselbst getan, als ihrem zahlenmäßigen 'lnteil an der Bevölkerung entspricht, § Ueberall, in Wirtschaft. Wissenschaft und Kunst tretet, dort jüdische lamen rühmlich hervor. Es sei hier nur ein einzigst ,enannt, B a l l i n, dem doch gerade die Hamburger Schiffahrt und die Weltgeltung Deutschlands in Ueber; -ee so außerordentlich viel verdankt. Aber nicht nur im glücklichen Deutschland'vor dem Kriege llaben die jüdischen Bürger im dortigen Gebiet ihre Pflcht getan, sondern auch in den Zeiten der Not. Daß sie in Deutschlands schwerster Zeit ihre Opfer brachten und ander Front ihre Pflicht taten, beweist ja gerade die Existenz unserer verhältnismäßig sehr starken Ortsgruppen in diesem Gebiete und beweist vor allen Dingen die große Zahl derer, die auf dem Felde der Ehre geblieben sind. So wird der RjF. wie bisher fest und sicher r^eiterstehen an der Waterkant. Er wird auch dort zeigen, daß Wille, Arbeit und Opfer für die deutsche Heimat von uns jederzeit geleistet werden follencheute und zukünftig wie in der Vergangenheit. Aber wir müssen von unseren nichtjüdischen Mitbürgern verlangen, nicht zuletzt von jenen, mit denen wir im Felde zusammengestanden haben, daß sie unsere jüdische Abstammung ukd unseren jüdischen Glauben nicht nur dulden, sondern auch achten. Nur die Verwurzelung mit unserer stolzen jüdischen Vergangenheit seit eineinhalb Jahrtausenden auf deutschem Boden und vorher auf dem heiligsten Boden der Menschheit gibt uns als Deutsche die Stärke, für den Wiederaufbau Deutschlands unsere ganze Kraft einzusetzen. Dafür kämpfen die jüdischen Frontsoldaten an der Waterkant im Zeichen desblanken Ehrenschildes des RjF. Bunbes-Haupwersammlung! Die diesjährige ordentliche Bundes-Hauptoerfammlung findet statt am Sonntag, dem 24. November 1S2S. z« Berlin im Logeahans. SleWratze 18 Die Delegierten unserer Landesverbände und Ortsgruppen und di« Kameraden de« Bundesvorstandes werden auch hierdurch zur Teilnahme kameradschaftlichst «Ingeladen. t

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