Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 40 (11.10.1929)
- Date
- 1929-10-11
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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T j hiesigen Reichswehrbataillons, der Deutsche Offlziersbund, die 1 vereinigten Göttinger Kriegervereine, das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, der Reichsbund für Kriegergräberfursorge. die Bereinigung ehemaliger Kriegsgefangenen, die Arbeiter- > famariter, di« Bundesleitupg des RjF., die Landesverbände ' Kassel und Hannover sowie die Ortsgruppe Göttingen des RjF. Rach Schlußworten unseres Gemeinderabbiners Dr. Fin-! kekfcherer, der auch das Kaddifchgebet sprach, erklang das Deütschlandlied. welches die Versammelten entblößten Hauptes mit- >! sangen. > i Hiermit fand die erhebende Feier auf dem Friedhof ihren! .Abschluß. Nachmittags trafen sich die auswärtigen mit den hiesigen 1 Kameraden. Aus den Reden klang übereinstimmend die Befriedigung über den Verlauf der Denkmalsweihe. I Den Behörden ^md deren Vertretern, den Korporationen -und Verbänden fei Mich an dieser Stelle herzlichster Dank für die Beteiligung an der Weihe unseres Ehrenmals ausgesprochen. ' ,; Maxim Gorki gegen die Eowjetregierung ' > Ungeheuren Eindruck macht auf die führenden Moskauer ^Kreise ein Artikel Maxim Gorkis in der „Prawda", in welchem!drr große Dichter gegen die Sowjetregierung die Beschuldigung exhebt, daß sie den Kampf gegen den Antisemitismus nur in /oberflächlicher Form führt. Gorki erzählt: j In diesen Tagen wurde mir ein Blättchen ins Haus geschickt, Idas die Ueberschrift „Befehl an alle Kommunisten" und die llinterschrift „Kommunistisches Komitee" trägt. Darin werden alle Kommunisten aufgefordert, einen Pogrom gegen die Juden zu machen. Ter Aufruf schließt: „Auf. Ihr russischen Menschen. Ihr Tataren, Ihr alle Völker, und schlachtet die Juden ab!". Solche schmutzige Blättchen sehe ich nicht zum erstenmal. In den dreißig Jahren, in denen ich den Kampf gegen Antisemitismus führe, sind Mir solche Blättchen in großer Zahl zu Gesicht gekommen. Ich hege keinen Zorn gegen den Auswurf der Menschheit, der solche Blättchen absaßt: ich bin überzeugt, daß diese Leute eine Niederlage haben werden. Was mich in Erregung versetzt, ist qine ganz andere, ernstere Erscheinung. Ich frage: Wie ist es chöglich, daß im 13. Jahre der Sowjetrevolution solche Blättchen bei uns noch verbreitet werden können. Was ist das für eine , kulturelle Sphäre, die einen solchen Schmutz, eine solche Schände -i lichkeit erlaubt. Ist es möglich, daß Leute sich vorstellen können, man Könnte Kommunisten mit Antisemitismus identifizieren und sie dazu bringen, den böswilligen Behauptunaen der weißgardistifche» Zeitungen zu glauben? Ish persönlich, fährt Gorki fort, bin überzeugt, daß die Verfasser /des „Befehls" keine Kommunisten sind; sie bedienen sich nur des populären Namens der Kommunistischen Partei, um die Häßlichkeit ihres Auftretens zu maskieren. Trotzdem, ich kann es nicht verstehen: wie kommt es, daß in einem Lande, in welchem die Regierung nicht allein in Worten, sondern auch durch Taten den nationalen Haß bekämpft, der Antisemitismus, der greulichste Ausdruck des menschlichen Hasses, in einer so schändlichen und so zynischen Weise sich aufbläht? Gorki schließt: Niemand verkennt die Notwendigkeit, den Antisemitismus zu bekämpfen. Tie Frage ist nur: wird dieser Kämpf energisch genug und wachsam genug geführt? , Bundes-Hauptversammlung! Die diesjährig« ordentlich« Bundes-Hauptoerfammlung findet statt am Eomüag. dem 24. November 1929. zu Berit, im LogeuhauS, AeWrahe 19 Die Delegierten unserer Landesverbände und Ortsgruppen und di« Kameraden de» Bundesvorstandes werden auch hierdurch tut Teilnahme komer^schMftlichft ring«X«bca. 330. Die» Rechtssicherheit der österreichische« guden Bundeskanzler Schober hat am 30. September die Vertreicr der österreichischen und der ausländischen Presse empfangen /urb diese Gelegenheit benutzt, um auf die Oesterreich schädigend?:, Alarmmeldungen der letzten Zeit hinzuweisen, die sich als ei:;c Uebertreibung der innerösterveichischen Perhältnifse erwitsin haben. Der Kanzler ersuchte die Pressevertreter, sich vor Aug. i zu hasten, daß Oesterreich eine schwere Leidenszeit von elf Jahr :> habe iurücklegen müssen; man müsse im Auslande nicht vergesse:: daß Oesterreich aus einer Großmacht herausgeschnitten morde sei, ivvbei die wirtschaftlich besser liegenden Teile abgetrennt u> j der Rest vor die schwere Aufgabe gestellt wurde, sich gut une ruhigizu entwickeln. Ms eine Anfrage des Vertreters der Jüdischen Telegraph«! Agentür erklärte Bundeskanzler Schober: Tse Iudenheit in der ganzen Welt kann versichert sein, da währestd meiner Kanzlerschaft und gewiß auch nachher in Cefta reich Niemals eine Schmälerung der Rechte des jüdischen Volkes oder überhaupt eine Verletzung von Gesetz und Ordnung zun: Nachtesle der Juden möglich sein wird.! ' ■ - Sport im RjF. Traiuiugstag« der Jiu-Jitsu-Gruope. Geschäftsstelle: SB. 30, Hohenftaufenstr. 32. Moktag: Training der Samvimannschaft. Mit «eg Tra woch: Ansäugerkursus und Fortgeschrittene, nn stets ab 8.30 Uhr. Schön ' ninAsraume: «chönebcrg. Hobenstaufenftrake 31, Sch Muncheüer «trotze. Kellerlokal. — Gäste willkommen! — Kameraden besucht »nscr Training! ffportgruvve i« Reichsbuu» jüdischer Srontsoldaten. Ortsgruppe Berlin. Geschäftsstelle: C. 2. Burgftr. 28. Zimmer 10. benutzt Norden 8903 . Trainingstagt: u dllt^'krrcn-Abteilung: Jeden Montag von 8—10 Ubr, Turnballe. An-Moabit 23. — Junamädcheu-Abteilung: Jeden DonnerStatz von 5,Rn—7,30 Ubr. Turnhalle. Katserktr. 29/30. — Mäuner-Abtci- Inno: 3wen Montag von 8—10 Ubr. Turnhalle. Blumenstr. 77. — Manner-Abtetlung: Jeden Dienstag von 8—10 Uhr. Turnhalle. Waffertomtr. 37, — Jugend-Abteilung: Jeden Montag von 8—18 Ubr, Tuchihalle. Wasfertorftr. 37. — Tamenabteilung: Jeden TienS, tag von. 8—-10 Ubr. Turnhalle, Blumenstr. 77.! „ Donnerstag: Waldlauftrainina für alle Abteilungen. UmkleideLokal im Restaurant Sonnenwende in Treptow um 8 Ubr Waldlauftraining beginnt am Donnerstag, den 3. Oktober 1929.; , ^"i.,^"?ntag. den 29. September, fanden di« ersten Verbands Handballspiele statt. Unsere Junioren-Mannschaft spielte gegen Reinickendorf und gewann verdient 3 : L Es war wirklich ein schönes flpttes Spiel. Unsere 1. Männermannschaft batte ein Gesellschaftsspiel ausgc tragen geben «chultbeib-Patzenbofer II. Unsere Mannschaft war zwar nurimit 9 «vielern zur Stelle, war aber dem Gegner voll kommen überlegen. Sie schlug den Gegner 11:4. Unfe« II. Männermannschaft konnte gegen Leiser II nichts bc stellen und wurde mit einer 9 :3-Niederlage nach Haus« geschickt. Mittellungen der Bnndesleitung o » » u«v(<vwcwr »^^"Eln BmudeSvorsteud »ud BuudeSleltuug. alle» Kameraden nnddereuAug^S^ge» hierdurch, der»«»« gut« «üufche. , EStr wolle» weiterhi«, »i« Fisher, i» treuer Kameradschaft »u- >» Dieust für »aS deutsch« Judeutum »ud sstr »user * „. H"r OiberlaudeSgerichtSrat Dr. Alfred Reumeuer. der Bor stbeude der^ Israelitische» Sultusgemeiud« oo« Müuche» ' ' Berbau^S Baverischer, Jsraelittscher Semeiude», ist uuleres Bi^ldeS oad deu 'stärke» »esouder» " »de der^ Israelitische» Sultusgemeiud« »o« Müi Modischer Jsraelittscher Semeiude». ist LL.ch»»>>d«rst«» Lamdewierichi eruauut morhe». Wir bimse» Herr». Dr. Reumeuer ,« de» brwäl »»» «ud des Rat am . — bewährte» Nreuuden örderer» »»Irrer BuudeSarbril. Sör» >b«io«> Aus de« Landesverbänden und Ortsgruppen SaudeSoerbau» Badeu-Pfalr. ** f! * r v. 2«. September 1929 fand im Hotel summier tu Hombura/Saar «tue aut besuchte Mttgltederversammlnns statt. Der Vorsitzende. Kam. Edmund Salmon, überbracht« zunächst dte Grübe de» BnubeSvvrützendeu, Kam. Dr. Lüwenftetn